Dammriss/Kaputter Schließmuskel

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von angie- 30.05.10 - 09:00 Uhr

Hallo Leute!

Ich habe vor 6 Wochen mein erstes Kind bekommen. Leider lief es nicht ganz so Rund und der Kleine musste auf die letzten Meter noch mit der Saugglocke geholt werden. Dabei musste dann auch ein Dammschnitt gemacht werden. Unglücklicherweiseist es von dem Schnitt aus noch gerissen.
Nach der Geburt hieß es, es wäre ein DR3. Hatte aber ständig Probleme den Stuhlgang richtig zu halten. Es hieß dies sei anfangs normal.
Diese Woche war ich bei der Untersuchung bei meiner Frauenärztin und berichtete ihr von meinen Problemen. Nach der Untersuchung erklärte sie mir, dass sich da unten gar nichts tue und auch der Reflex nicht auszulösen sein. Muss jetzt morgen zu einem Proktologen.

Kann mir irgendjemand sagen was passiert, wenn der Schließmuskel ganz kaputt ist? Habe echt Angst#zitter
Gibt es irgendweche Möglichkeiten den wieder herzustellen?

Danke im Voraus!

Liebe Grüße,
Angie

Beitrag von rothe 30.05.10 - 14:30 Uhr

ja gibt es ... nicht mit 100%igem Erfolg ... und ne kleine OP isses leider auch ... blöd sowas -drück Dir die Daumen, dass das wieder wird!

Beitrag von angie- 30.05.10 - 14:46 Uhr

Welche Möglichkeiten gibt es da denn?
Und was wird da gemacht?
Was heißt kein 100%iger Erfolg?

Ahhh, will doch nicht mit Anfang 30 nen künstlichen Darmausgang oder Inkontinet werden.#zitter#zitter

Beitrag von rothe 30.05.10 - 14:52 Uhr

ich weiß ja nicht was alles kaputt ist - wenn der "Hauptmuskel" "nur" gerissen ist, kann man den wieder zusammennähen und gut ists meistens ... wenn irgendwelche Nerven betroffen sind siehts schlechtes aus ... nein künstlichen Darmausgang macht man da eigentlich nie, aber Inkontinenz ist leider doch ab und zu ein Problem - darum geht zum Profi und lass es erstmal richtig untersuchen .... versteh Dich völlig - die Vorstellung ist grauenhaft!#schwitz

Beitrag von angie- 30.05.10 - 15:49 Uhr

Hab morgen ja nen Termin beim Proktologen. Habe trotzdem unendlich viel Bammel!
Wie wird denn das operiert? Mit Vollnakose oder kann das ambulant gemacht werden? Habe ja meinen kleinen Wurm zu Hause und will ihn nicht so lange abgeben.
War so froh, das die Schmerzen endlich weniger wurden... und jetzt geht alles wieder von vorne los. :-(

Bin gerade echt gefrustet!
Danke trotzdem für die Infos!

Beitrag von rothe 30.05.10 - 16:07 Uhr

bin kein Proktologe, aber ich meine mich zu erinnern, dass man das stationär macht, in Vollnarkose, so ne halbe Stunde bis Stunde müsste die OP dauern, 2-3 Tage Krankenhaus und danach parenterale Ernährung für 1-2 Wochen oder so ... also leider schlechte Voraussetzungen fürs Stillen ... aber die Chancen auf Kontinenz sind glaub ganz gut ... aber das mag alles falsch sein, dass ist nur dunkles Wissen ausm Studium #schwitz

Beitrag von angie- 30.05.10 - 16:44 Uhr

Was für ne Ernährung? Hab nach der Entbindung doch auch ganz normal Essen dürfen.
Mag nicht im Krankenhaus bleiben....
Stille zwar nicht, aber will den Kleinen nicht 3 Tage abgeben müssen.#schmoll

Ist das ätzent!

Bist du Ärztin?

Beitrag von rothe 30.05.10 - 16:52 Uhr

über die Vene, nicht essen halt ... aber wie gessagt - das ist reines , halb vergessenes Theoriewissen .. irgendwas war da noch mit 4 Stufen des Analkanals und welche Teile des Spinkters gerissen sind .. ist sicher sehr individuell ...

ja ich bin Ärztin - aber hab weder mit Gyn noch Chirurgie auch nur entfernt was zu tun ;-)

Beitrag von angie- 30.05.10 - 17:08 Uhr

Ich danke dir trotzdem!
Werde wohl den morgigen Termin abwarten müssen.
Ich wünschte nur es wäre schon rum.

Beitrag von minel2009 30.05.10 - 17:44 Uhr

hi angie!

ich denke mal wir haben den selben problem !

machen sie sich keine sorge das wird schon wieder sie muessen nur die beckenboden trainieren sooft wie sie nur koennen. bei mir sind die muskeln schon wieder ok .

und bekomme in paar tagen vielleicht auch heute :0) mein 2tes baby!

die haben mir hier angst gemacht das man deswegen keine normale geburt machen darf usw. aber nichts da war beim arzt er hat mir den grune karte gegeben darf normal entbinden.

fals du fragen hast kannst dich ja gerne ueber meine vk melden !

lg minel#winke

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 10:33 Uhr

Mein Mann hat nach seinen 12 Darm Ops immer normal essen dürfen und sollen. Es muss nur darauf geachtet werden, das der Stuhlgang weich bleibt.

LG

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 10:31 Uhr

Deswegen bekommt man keinen künstlichen Ausgang und gegen solche Inkontinenz zur Not Analtampons.

Wichtig ist das du versuchst den beckenboden und den Schliessmuskel zu trainieren.

lg

Beitrag von canadia.und.baby. 30.05.10 - 22:19 Uhr

Wurde das im KH denn garnicht Untersucht beim Nähen??

Meine Lütte musste auch per Sauglockegeholt werden und ich hatte dann einen Schnitt mit weiterreißen in der Scheide und Damm vom 2ten grades mit verdacht auf Schließmuskel!
Es hat so stark geblutet das mir eine Vollnarkose gegeben werden musste zum nähen!
Die waren fast ne stunde dabei mich zu flicken!!

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 10:30 Uhr

Mein Mann wurde bei einer OP der Schliessmuskel durchtrennt. Es besteht aber die Möglichkeit das das ganz von allein wieder zusammenwächst.

Ansonsten kann man den Flicken.

LG

Beitrag von angie- 31.05.10 - 17:53 Uhr

Also neuster Stand der Dinge:
Fakt ist....1/3 der Schließmuskelmuskulatur funltioniert nicht.
Muss jetzt jeden Tag gezielt Übungen für die Beckenbodenmuskulatur machen und zusätzlich soll ich einen Physiotherpeuten aufsuchen, der sich auf den Beckenboden spzialisiert hat.
In 3 Monaten findet eine Kontrolluntersuchung statt. Dann wird endgültig entschieden ob operiert werden muss oder nicht.

Vielen Dank für die vielen Infos und das Daumendrücken!

Liebe Grüße,
Angie

Beitrag von anna20111 23.06.11 - 10:37 Uhr

Hallo Angie,
ich hoffe Du liest meine Nachricht hier noch, obwohl es schon ein Jahr her ist, dass Du die Probleme hattest.
Bei mir ist erst jetzt festgestellt worden, dass mein Schließmuskel auch gerissen ist bei der Geburt vor gut 4 Monaten. Sie empfehlen mir jetzt eine Rekonstruktion. Davor hab ich aber Angst und will versuchen, ob die Inkontinenz mit Beckenbodentraining besser wird.. Etwas besser ist es nämlich schon geworden.
Wie ist es Dir nun ergangen? Wurdest Du operiert bzw. ist Dein Schließmuskel überhaupt gerissen gewesen?
Vielen Dank für Deine Antwort und ganz liebe Grüße!
Anna

Beitrag von angie- 23.06.11 - 14:35 Uhr

Hallo Anna!

Ich bin um eine OP herum gekommen. Musste tägl. Beckenbodentraining machen und bekam dann ein elektrisches Gerät zur Stimulierung der Beckenbodenmuskulatur, welches beim anschließenden Training die Anspannung der Muskulatur gemessen hat. Es war alles sehr mühsam#schwitz. Es ist auch noch immer nicht 100%ig wieder gut. Wird es wohl auch nicht.... Ich war allerdings auch nicht wieder bei diesem Proktologen. Kann mit der Situation mittlerweile gut umgehen. Es ist allerdings auch nicht so, dass ich förmlich auslaufe. Wenn ich merke das ich muss, dann suche ich schnellst möglich eine Toilette auf. Das passt dann schon. Nur ein Magen,- Darm-Infekt ist sehr doof #ärger
Bei der letzten Untersuchung beim Neurologen hat sich herausgestellt, dass sich der Schliesmuskel soweit wieder hergestellt hat. Nur die Stelle mit der Vernarbung ist noch immer nicht richtig funktionsfähig. Der Doc meinte aber, dass die Narbe im Laufe der Zeit kleiner wird. Bin also mal gespannt. Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden.
Ansonsten wünsche ich dir alles Gute!

LG,
Angela

Beitrag von anna20111 23.06.11 - 16:57 Uhr

Hallo Angela,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. #winke
Hast Du das Gerät behalten können und musstest Du da was zahlen? Ich soll nun auch so ein Bio-Feedback-Gerät bekommen, ist aber noch nicht mal sicher, ob die Krankenkasse das zahlt.. Bekomme es wohl nur für 3 Monate leihweise.
Dann war Dein Schließmuskel nicht gerissen oder? Sondern wohl nur defekt von den Nerven her oder so.. Denn von selbst wächst da nichts mehr zusammen bei mir, wurde mir gesagt :-(
Naja wird schon werden, werd jetzt fleißig trainieren, auch wenn das wirklich viel ist jeden Tag ne halbe Stunde und so schnell sieht man auch keinen Fortschritt. #schmoll
Wollt ihr eigentlich noch Kinder? Wir eigentlich schon, denke aber nicht, dass ich nochmal normal entbinde, wer weiß, was dann noch alles reißt :-( Wobei die Geburt an sich nicht traumatisch war, aber das danach..
Wünsch Dir auch alles Liebe! #freu
Viele Grüße von Anna

Beitrag von angie- 23.06.11 - 21:17 Uhr

Hallo Anna!

Helfe dir da gerne weiter. Kann mich noch gut an meine Verzweifelung und die Schmerzen erinnern. Grausam 
Das scheint das gleiche Gerät zu sein. Hatte es auch nur 3 Monate und musste es dann zurück schicken. Meine Kasse hat die Kosten damals übernommen.
Doch, der Muskel war gerissen. Nach der Entbindung hat die Ärztin über eine Stunde an mir genäht. Die anschliesenden Probleme resultierten dann allerdings durch die Naht.
Die Geburt an sich, fand ich auch nicht so schlimm. Würde auch gerne beim zweiten Kind normal entbinden, aber alle Ärzte raten mir ab und ich hab da auch echt Angst. Entsprechend wird das nächste Kind mit Kaiserschnitt kommen. Es wird allerdings noch eine ganze Weile dauern 
Wenn du noch irgendwas wissen willst...

LG,
Angela

Angela

Beitrag von roxy300 28.09.11 - 17:15 Uhr

Hallo Angie,

ich hoffe das liest noch jemand. Ich habe das gleiche Problem. Habe vor 10 Wochen eine süße Tochter bekommen. Die Geburt war heftig mit Dammriss.
Seitdem habe ich Probleme meinen Stuhl zu halten.:-( Wenn das große Geschäft kommt, brauche ich wirklich immer SOFORT eine Toilette. Flüssig geht gar nicht. Bin völig verzweifelt. Besserung ist bisher nicht in Sicht.

Wie lange hat es bei Dir gedauert bis es Berg auf ging? Was hast Du abklären lassen? Proktologe? Neurologe? Mein Gyn meint immer nur das wird wieder. Bin da aber langsam sehr am Zweifeln...

Viele liebe Grüße

Roxy

Beitrag von angie- 01.10.11 - 13:51 Uhr

Hallo Roxy,

kann deine Verzweiflung durchaus verstehen.
Ging mir wirklich genauso.
Meine Frauenärztin hat mich an einen Proktologen überwiesen. Der hat mich dann weiter zu einem Neurologen geschickt. Letzlich bin ich knapp einer OP entgangen. Ich habe kontinuierlich Übungen zur Festigung der Beckenbodenmuskulatur und des Schließmuskels gemacht. (Heute noch) Also nicht nur Rückbildungskurs sondern richtig Krankengymnastik.

Es hat sich seitdem einiges getan, aber so wie vorher ist es noch lange nicht und wird es wahrscheinlich nie wieder werden.
Gegen Ende der Krankengymnastik wurde dann noch einmal getestet und der Schließmuskel konnte bis auf die Stelle an der die "dicke" Naht ist, durch Training hergestellt werden. Das Bedeutet nur an der Stelle an der die Naht ist, funktioniert der Muskel nur äußerst schwach. Fazit: Festen Stuhlgang kann ich wieder relativ gut halten und bei allem anderen benötige ich auch ziemlich schnell eine Toilette.

Komme damit aber mittlerweile ganz gut klar und habe mich letztlich vielleicht auch einfach dran gewöhnt. Es ich ja nun auch schon fast 1 1/2 Jahre her. Eins weiß ich aber ganz sicher..... sollten wir noch ein 2. Kind bekommen, kommt dieses mit Kaiserschnitt auf die Welt :-)

Viel Erfolg und Kopf hoch!

Liebe Grüße,
Angie

Beitrag von roxy300 01.10.11 - 20:30 Uhr

Hallo Angie,

war es bei Dir dann letztendlich ein neurologisches Problem oder ein Probelm von den Muskeln her?
Ich hab irgendwie das Gefühl ich kann den Schließmuskel überhaupt nicht anspannen, komme nicht richitg an ihn ran. Ich hab eine riesen Angst, dass irgendwelche Nerven futsch sind...

Geht mir auch so, sollten wir noch ein Kind wollen, dann nur mit KS !

Viele liebe Grüße

Roxy

Beitrag von roxy300 19.10.11 - 11:08 Uhr

Hi Angie,

ich nerve Dich nochmal ;-)

Lag es bei Dir an den Nerven, dass der Schließmuskel nicht richtig funktioniert hat oder an der Muskulatur? Bei mir ist es so, dass ich den Muskel überhaupt nicht anspannen kann... Hab wahnsinnig Angst, dass mit den Nerven was nicht in Ordnung ist. Die Geburt ist bei mir mittlerweile drei Monate her.
Beim Neurologen war ich bisher nicht bzw. wurde auch nicht dorthin geschickt.

Wann wurde es bei Dir besser?

Viele liebe Grüße

Roxy

Beitrag von dampfbrumme 10.12.11 - 21:25 Uhr

Hallo,

endlich lese ich hier mal von Leuten die das gleiche Probelm haben wie ich. Die Geburt meiner Tochter ist morgen genau 2 1/2 Jahre her. Dass bei der Geburt der Schließmuskel verletzt worden ist wusste ich. Da aber niemand was dazu gesagt, bin ich davon ausgegangen, dass das von selbst heilt und wieder gut wird. Mein Problem ist seit dem aber weichen Stuhl sowie Blähungen zu halten. Das Problem beim Arzt angesprochen hieß es immer, Beckenbodenübungen machen, das wird schon, kann aber dauern.

Endlich schickte mich meine Gyn dann zum Proktologen, der schickte mich direkt ins Krankenhaus. Festgestellt wurde dann, dass der halbe Schließmuskel weg ist, man dieses aber operieren kann (kann man wieder zusammen nähen). Da ich vor dieser OP aber sehr großen Respekt bzw. Angst habe, werde ich erstmal noch eine zweite Meinung einholen. Ist von euch denn nun einer operiert worden?

Ich gehe fast nirgendwo mehr hin und wenn dann nur mit Panikattacken. Das schlimmste finde ich, dass ich die Blähungen nicht halten kann.

Oder hat jemand noch einen Tip für mich, was ich sonst noch machen kann.

Viele Grüße
dampfbrumme

Beitrag von matty83 21.12.11 - 11:15 Uhr

Hallo Dampfbrumme,

habe das selbe Problem wie du. Bin vor einem Jahr Mutter geworden und mein Schließmuskel funktioniert auch nicht mehr richtig. Gestern wurde mir gesagt das eine Schließmuskelrekonstruktion notwendig wäre, weil ein Teil vom Muskel fehlt habe natürlich angst vor der OP. Wie geht es bei dir weiter wirst du auch operiert? Würde mich freuen wenn du antwortest.

Liebe Grüße Matty