Asthma und Allergien....wer auch?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von fibi7 30.05.10 - 18:02 Uhr

Hallo ihr alle,

vielleicht ist das jetzt mehr ein Jammerposting als eine Frage...
Aber vielleicht gibt es unter euch ja auch so ein paar hartnäckige Asthmatiker.

Seit eineinhalb Jahren ist mein Asthma völlig entgleist und mit der "herkömmlichen" inhalativen Therapie nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Ich habe vor allem infektgetriggertes Asthma, aber eben auch allergisches. Ich reagiere auf richtig viel allergisch: Frühblüher, Gräser, Kräuter, Ragweed, Latex, Schimmelpilze und sämtliche Milbenarten, Federn und Haselnüsse.

Ganz ohne Kortisontabletten gehts nicht mehr und ich knabbere schon mit den Nebenwirkungen.

Ich bin in unserer Uniklinik in Behandlung, weil die Ärzte hier kapituliert haben. Dort fühle ich mich auch ganz gut aufgehoben, doch auch die pneumologen dort sagen ich wäre austherapiert. Einziger möglciher Versuch ist eine Therapie mit Xolair, die jetzt begonnen wird. Alternative wären noch Immunsuppressiva, aber da sind die Nebenwirkungen ja noch unkontrollierter.

Zudem bin ich Anfang des Jahres an der Haslwirbelsäule operiter worden und es ist immer noch nicht wieder gut. Habe einen "Eisenmangel", dessen ursache man nicht findet. Und erhöhte Tumormerkerwerte (LDH). Die Ärzte bemühen sich sehr, aber ich echt Nagst vor neuen Diagnosen. Evtl. läuft das Ganze auf eine hämolytische Anämie hinaus, weil eben auch die Nierenwerte (Kreatinin und die glomeruläre Filtrationsrate) nicht in ridnung sind.

Morgen hab ich wieder Termin an der Uniklinik in der Dermatologie. Sie wollen noch einige Testungen und Provokationen machen, um die Hauptallergene herauszufinden. Vielleicht ergibt sich dadurch noch eine mögliche Lösung.

Ich möcht einfach nur, dass alles wieder normal ist, und man nicht ständig an seine "Krankheiten" denken muss. Hatte am Donnerstag erst wieder einen Asthmaanfall und bin noch dementsprechend kurzatmig...

Gehts jemand ebenso??? *mal ganz leise frag*

Ganz liebe Grüße
fibi

Beitrag von woodgo 30.05.10 - 18:56 Uhr

Hallo,

ich habe Bronchial- Asthma, aber nicht halb so schlimm wie Du und hab es mit Viani sehr gut im Griff.
Mein Bruder hatte es als Kind sehr schlimm, er wurde als Kleinkind oft mit dem Krankenwagen abgeholt, weil er einfach keine Luft bekam. Heut geht es Ihm aber wieder sehr gut.
Ich drück Dir ganz fest die Daumen, alles wird gut#liebdrueck

LG

Beitrag von fibi7 30.05.10 - 20:52 Uhr

Danke für deine liebe Antwort...

Ich hoffe auch sehr, so ist das alles nimmer lustig.

Mein Sohn hat ebenfalls schweres Asthma, wohl leider vererbt.

Liebe Grüße

fibi

Beitrag von pinkfanny 30.05.10 - 21:51 Uhr

Hallo Fibi,

habe auch allergisiches Asthma - vor einigen Jahren war es so schlimm das ich für 6 Wochen nur noch am Sauerstoff hing und kaum noch nen Schritt machen konnte ohne zu denken ich Ersticke.
War auch bis in die Uniklinik über zig an Fachärzten gereist - Ergebniss sie können mir auch nicht mehr helfen #contra tolle Aussichten für mich, damals 18 und gerade die Ausbildung angefangen.
Bei meinem letzten Termin meinte dann als ich ging der Stundent an der Uni als ich rausgelatscht bin zur Krankenschwester - Schade das der Doc nicht mehr da ist der hätte ihr sicher helfen können - ich mich umgedreht und ihm fast an Hals - wer, was und wo.
Ich dort hin und der gute Man hat mir all meine Sprays ( hatte nen Sack davon) alle auf Pulverinhalatoren umgestellt und mein Schleimlöser auf für 2 Wochen i.v. als Kurzinfusion. Nach drei Tagen bin ich wieder zum Schaffen - allerdings noch mit kräftig Muskelkater vom vielen angestrengten Schnaufen :-p. Seither hatte ich noch ca. 4 - 5 wirklich schwere Anfälle bei denen ich nen Doc brauchte und Cortison gespritzt bekommen hab.
Ansonsten ist wenn ich die Medis nehme wenn ich Allergiezeit hab Ruhe #sonne

Vieleicht auch was für ich #liebdrueck ????

lg und gute Besserung Pinkfanny

Beitrag von fibi7 31.05.10 - 05:21 Uhr

Hallo du,

ich inhaliere bereist mit Turbohalern. Habe eigentlich auch einen Novolizer mit Salbutamol, aber den bekomme ich nicht mehr ausgelöst, wenn die Luftnot zu groß ist.

Schleimlöser brachten mir bislang nur wenig. Muskelkater und so hab ich ständig, wir versuchen es auch mit extensiver Physiotherapie....

Freut mich sehr, dass es dir besser geht. Ich denke Asthmaverläufe sind sehr unterschiedlch und man kann die Patienten,gerade mit schwerem Asthma nicht über einen Kamm scheren...

Ganz liebe Grüße
fibi

Beitrag von mausmadam 31.05.10 - 00:38 Uhr

Willkommen im Club.....

Die Ärzte damals im Krankenhaus dachten, ich überlebe das nicht. Sie haben meine Eltern schon auf meinen Tod vorbereitet.

Habs geschafft, aber nur mit Dauerbehandlung mit Cortisontabletten, zig Sprays, andere Tabletten und und und


Und alle paar Monate Infusionstherapie.

Sogar mit Theophyllin, wenns auch lt Arzt veraltet ist.

Was nimmst Du denn alles?

Hast Du schon an einer Asthmaschulung teilgenommen?

Ich habe bereits zwei besucht und das hilft wirklich, zu verstehen und auch einen eigenen Notfallplan zu entwerfen.

Austherapiert ist ein böses Wort.

Mein Arzt nennt es High End Therapie.

Beitrag von fibi7 31.05.10 - 05:17 Uhr

Hallo du,

ach schön, Gleichgesinnte zu treffen...

Ich hatte schon mehrere Asthmschulungen, war auch schon zwei Mal zur Reha.

Nehme zur Zeit 2-2-2 Symbicort 320/9, 1-0-1 Theophyllin 300, singulair, 40 mg Nexium, 50 mg Decortin und inhaliere mit Atrovent/ Salbutamol bzw. Berodual. Außerdem spritze ich Bricanyl, wenn mir die Luft ganz abhaut...

Mehr geht einfach nicht, mehr Bronchienerweiterer packe ich nicht. Theophyllinmag zwar veraltet sein, aber es hat mich schon mehrmals gerettet und ohne würde es grad auch nicht gehen. Ich bekomme auch desöfteren Infusionen, also Soludecortin und Euphyllong.

Und jetzt eben dieseidee mit dem Xolair.

High End Therapy, okay, das englische klingt einen Tick freundlicher, du hast recht....

Liebe Grüße
fibi