Er provoziert ständig und ist scheinbar erziehungsresistent! :-(

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von rusujo 30.05.10 - 21:57 Uhr

Mein Sohn (fast 5 Jahre) hat scheinbar im Moment wieder das Gefühl nur durch negatives Verhalten und Provokation anzukommen. :-(
Es ist im Moment wieder so schlimm, daß unser Familienleben darunter leidet. Es sind immer wieder Phasen... es ist kaum auszuhalten! Man hat das Gefühl er ist total erziehungsresistent!
Nur gut, daß wir noch 2 Kinder haben und somit wissen, daß unsere Erziehung scheinbar nicht ganz daneben ist. #schwitz

Dabei gebe ich mir soviel Mühe positives hervorzuheben und ihn nicht zu kurz kommen zu lassen (er hat noch eine Schwester (fast 7) und einen Bruder (3 3/4)).

Aber es ist schon schwierig, wenn doch das meiste was er tut echt daneben ist.
Er spielt fangen und hält seinen Bruder nicht fest, sondern gibt ihm nochmal einen Extra-Schubs, damit er fällt (in den Matsch!)

Grundsätzlich ist alles nein, mag nicht, mach ich nicht. Kann auch nicht mehr normal essen oder rechtzeitig auf Klo gehen (2-3x am Tag reinpieseln ist da normal, oder auch nicht zeitig für das große Geschäft auf Klo, dann hängt schon ne große Bremsspur in der Unterhose)!

Heute hat er bei seiner Großtante einfach 2 Schubladen geöffnet und hätte sich ganz gerne durchgewühlt. Klar, von uns kam, daß er das bleiben lassen soll, weil sich das nicht gehört und unhöflich ist.
Keine 30 Min. später öffnet er den Kühlschrank und schaut mal was es zu essen gibt und er mag nen Joghurt (hat kurz davor gegessen, also Hunger war es nicht) Das weiß sogar mein jüngster, daß sich das nicht gehört!

Er brüllt auch immer sooo laut! Damit meine ich, wenn er weint dann weint er nicht, sondern brüllt wild rum! Heute ist er beim Spaziergang an eine Brennnessel gekommen und hat gebrüllt, daß man fast gemeint hat, die Hand wäre ab! Klar, tut echt weh, habe ihn getröstet, mach doch mal Spucke drauf (er: NEIN *kreisch*) usw. Uff...

Also, das sind nur wenige kleine Beispiele, kann aber nicht alles schreiben.

Ich habe gehofft es würde besser mit der Zeit, aber nein diese Phasen kehren immer wieder! Und immer schlimmer!!! Wie halte ich das nur aus, bis er 18 ist #schmoll

Naja, wollte mich mal auskotzen.

Beitrag von 3erclan 30.05.10 - 23:03 Uhr

Hallo

meiner ist fast 5 jahren alt.Er ist aber kein Sandwichekind.
Klar dass sie ausprobieren und dass er um Aufmerksamkeit kämpft.

Manche machen es über die Negativ Schiene.

Hat er Zeit mit dir alleien??

Beitrag von rusujo 31.05.10 - 09:42 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Ja, offensichtlich meint er um Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen. Dabei erhält er die meiste Aufmerksamkeit (nicht nur, weil er negativ auffällt). Er ist ein sehr willensstarkes und dominantes Kind, das immer seinen Kopf durchsetzen will.

Es scheint aber so, daß die Aufmerksamkeit nicht ausreicht. Viel Zeit mit mir alleine hat er wenig. Aber die anderen beiden auch nicht. Trotzdem versuche ich, daß ich immer mal mit einem Kind ein Spiel spiele oder eine andere kleine Aktion mache. Das geht meist nur, wenn mein Mann auch mal Zeit hat oder die Omas einspringen. Ich glaube fast, es liegt vorallem daran, weil mein Mann einfach sooo wenig Zeit hat. Er war vor mehr als einem Jahr arg krank, hat danach so viele Arzttermine auf sich nehmen müssen (kostet auch Zeit) und dann war er fast 7 Monate immer mal mehr oder weniger im Ausland beschäftigt. Nun hat er eine Kur hinter sich, muß viel arbeiten und nebenher noch weiter Krankengymnastik (3-4 Std. die Woche) machen. D.h. er geht früh aus dem Haus (6 Uhr) und kommt oft erst zum Abendbrot heim oder eben wenn die Kinder schon im Bett sind. Darunter leidet das Familienleben auch sehr :-(

Ich habe meinen Mann schon gesagt, daß er am Fronleichnam mit seinem ältesten Sohn was ganz alleine machen soll (Ausflug oder so). Und immer wieder, wenn Zeit ist, mit den einzelnen Kindern was machen soll. Er meint nur: mal sehen.

Wenn ich das so schreibe, merke ich gerade, daß ich weiß woran es liegen könnte. Da ist noch nicht das letzte Wort mit meinem Mann gesprochen.
Vielen Dank fürs Zuhören.
LG #klee

Beitrag von kaffetante 31.05.10 - 09:14 Uhr

Meiner ist gerade 4 1/2 und ich hätte ihn am Wochenende verkaufen können #schwitz.

Es wird grundsätzlich das Gegenteil von dem gemacht, was er soll. Bereits aktzeptierte Grenzen wieder neu ausgetestet. Keine Rücksicht auf den kleinen Bruder und sowas von unruhig. Ich stoße zur Zeit oft an meine Grenzen - versuche einfach meiner Linie treu zu bleiben und hoffe, dass es bald vorbei ist. Bei uns ist Erziehbarkeit momentan also auch reine Theorie.

Aufmerksamkeit bekommt er genug - ich finde es auch grundsätzlich falsch das Fehlverhalten der Kinder an mangelnder Zuwendung fest zu machen. Klar, manchmal läuft etwas gewaltig schief, bei uns ist es schon so, dass der Kleine leidet, da der Große eh schon durch sein offenes Wesen eine Megapräsenz hat. Kommt noch so eine Phase dazu steht er erst recht hinten an. Das tut mir leid.

Lg

Beitrag von rusujo 31.05.10 - 09:45 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Sicher kann man nicht alles an fehlender Aufmerksamkeit fest machen. Doch ich glaube fast, es liegt bei uns doch daran :-(

Wie bei euch erhält er m.E. die meiste Aufmerksamkeit (nicht nur, weil er negativ auffällt). Er ist ein sehr willensstarkes und dominantes Kind, das immer seinen Kopf durchsetzen will.

Es scheint aber so, daß die Aufmerksamkeit nicht ausreicht. Viel Zeit mit mir alleine hat er wenig. Aber die anderen beiden auch nicht. Trotzdem versuche ich, daß ich immer mal mit einem Kind ein Spiel spiele oder eine andere kleine Aktion mache. Das geht meist nur, wenn mein Mann auch mal Zeit hat oder die Omas einspringen. Ich glaube fast, es liegt vorallem daran, weil mein Mann einfach sooo wenig Zeit hat. Er war vor mehr als einem Jahr arg krank, hat danach so viele Arzttermine auf sich nehmen müssen (kostet auch Zeit) und dann war er fast 7 Monate immer mal mehr oder weniger im Ausland beschäftigt. Nun hat er eine Kur hinter sich, muß viel arbeiten und nebenher noch weiter Krankengymnastik (3-4 Std. die Woche) machen. D.h. er geht früh aus dem Haus (6 Uhr) und kommt oft erst zum Abendbrot heim oder eben wenn die Kinder schon im Bett sind. Darunter leidet das Familienleben auch sehr :-(

Ich habe meinen Mann schon gesagt, daß er am Fronleichnam mit seinem ältesten Sohn was ganz alleine machen soll (Ausflug oder so). Und immer wieder, wenn Zeit ist, mit den einzelnen Kindern was machen soll. Er meint nur: mal sehen.

Wenn ich das so schreibe, merke ich gerade, daß ich weiß woran es liegen könnte. Da ist noch nicht das letzte Wort mit meinem Mann gesprochen.
Vielen Dank fürs Zuhören.
LG #klee

Beitrag von sechskinder 15.06.10 - 20:46 Uhr

hallo,
dein sohn ist ganz normal,halt ein sandwich kind!
er ist nicht der größte was ja was besonderes ist und nicht der kleinste der familie auch wieder besonders.er ist mitten drin und das ist das problem.mein tip ist findet was ,was nur er besonderes kann und unterstützt ihn darin und lobt ihn ganz viel,dann ist er auch was besonderes und es dürfte besser (er bleibt ein sandwich) werden.ein sportverein,musizieren malkurs oder sowas wäre das eine idee?und mit unterstützen meine ich nicht bringt ihn dahin und dreht euch auf dem absatz um,sondern bleibt dabei (auch ein elternteil reicht da aus )feuert ihn an bewundert was er tut.

lg sechskinder (jetzt 7)#verliebt