In den USA Helden, bei uns Mörder!

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Beitrag von tapsitapsi 30.05.10 - 22:04 Uhr

Hallo zusammen,

ich muss jetzt mal was loswerden:

Mein Mann hat mich grad zum Fernsehen gerufen, weil gezeigt wurde, wie amerikanische Soldaten wieder in der Heimat empfangen wurden.

Uns standen echt die Tränen in den Augen.

Wildfremde Menschen feierten ihre Soldaten als Helden und empfingen sie freudestrahlend am Flughafen.

Ein Sicherheitsmensch vom Flughafen meinte sogar, dass er und die Soldaten den gleichen Job ausführen: Beide beschützen ihr Land. Er direkt an der Grenze und die Soldaten halt im Ausland.

Und was ist mit uns Deutschen?

Wir beschimpfen unsere Soldaten als Mörder, nur weil sie ihre Pflicht tun bzw. sich selbst schützen!

Keiner feiert hier unsere Soldaten als Helden.

Obwohl sie auch unser Land schützen. Aber keiner sieht das ein. (Ich frage mich zwar manchmal auch, warum wir überall mitmischen müssen, aber letztendlich machen die Soldaten ihren Job, wie jeder Fließbandarbeiter oder jede Putzfrau auch! Und sie können nichts dafür, dass die Regierung sie überall hinschickt. Ich bin auch der Meinung, dass einiges Unheil auf der Welt verhindert werden konnte, weil die Soldaten ihren Kopf hinhalten!)

Ich finde das total ungerecht!:-[

Kommt einer von unseren Soldaten im Einsatz um, ist es sogar noch seine Schuld gewesen!!!!!!!!!!

Vielleicht sollten wir deutschen auch mal stolz auf unsere Soldaten und Polizisten im Einsatz sein und sie nicht nur beschimpfen!

VG Michaela

(Musste jetzt mal raus!)

Beitrag von supertrullanr1 30.05.10 - 22:19 Uhr

recht hast du!



etwas selbst erlebtes dazu....
wir standen in usa in einem flughafen und warteten auf unser gepaeck. viele, ich meine wirklich viele menschen befanden sich in dieser halle (ferienbeginn). ein grueppchen amerikanische soldaten kam dazu. ploetzlich ging ein raunen duch die wartenden und sie fingen an ihnen auf die schultern zu klopfen und zu klatschen. wow! das war so ergreifend, ich konnte nur glotzen. waere schoen, wenn das fuer unsere jungs und maedels auch die realitaet waere!

alles gute
s.

Beitrag von nisivogel2604 30.05.10 - 22:23 Uhr

Du findest das richtig stolz auf Mörder zu sein, die lachend und sich beglückwünschend ohne Hemmungen Kinder erschiessen?

Beitrag von skbochum 30.05.10 - 22:31 Uhr

Das hat sie nicht geschrieben und auch wohl kaum gemeint.

Beitrag von schullek 30.05.10 - 22:43 Uhr

wie auch immer die meinung des einzelnen ist. aber ich finde diese aussage einfach viel zu vereinfacht. es gehören doch so viele argumente und sichtweisen zu diesem thema. un soldaten pauschal zu mördern zu degradieren, finde ich viel zu simpel.

wenn man so wie du argumentiert, dann sind wir alle des mordes schuldig. denn: wir haben die regierung gewählt, wir unterstützen die regierung, wir profitieren von unserem land, in dessen auftrag die soldaten kämpfen.

lg

Beitrag von arielle11 31.05.10 - 06:52 Uhr

Und genau solche dumme Kommentare mußten jetzt kommen!!!

Und was ist wenn die Dämme in Brandenburg nicht halten? Dürfen dann die bösen "Mörder" dann wieder die Sandsäcke schleppen?

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 07:31 Uhr

Ein Einsatz im Innland für so etwas unterscheidet sich ja wohl meilenweit von Krieg

Beitrag von tapsitapsi 31.05.10 - 15:23 Uhr

Aber auch da wurde keiner bejubelt.

Ich hab es 2002 selbst erlebt, wie schwer die armen schuften mussten.
Selbst als sie nicht mehr konnten, haben sie uns Frauen noch die schweren Säcke abgenommen.

Und dann waren die Soldaten plötzlich weg.

Irgendwie ist mir nur in Erinnerung geblieben, dass sich jeder bei Feuerwehr und THW bedankt und dass die immer nur zu den Festen eingeladen wurden.

Schade eigentlich!

An dieser Stelle: DANKE an alle Helfer von damals und schon mal DANKE für die nächsten Helfer!

Beitrag von chrissy2705 02.06.10 - 21:21 Uhr

Da muß ich dir recht geben.Den Soldaten wurde nicht gedankt-ziemlich ungerecht.Obwohl sie auch Tag und Nacht im Einsatz für uns waren.

Beitrag von tapsitapsi 31.05.10 - 15:28 Uhr

#kratz

Beitrag von tapsitapsi 31.05.10 - 15:27 Uhr

Als mein Mann aus Afghanistan zurückkam, kam er sich vor wie ein Terrorist.

Die Soldaten wurden hier zigtausendmal kontrolliert und bei einem Zwischenstopp abgeschottet.

Allein da fängt schon an.

Dass wir militärische Flughäfen haben, finde ich in Ordnung und auch gut.
Ganz ehrlich: Da sind wir quasi unter uns und müssen uns dann auch nicht fürchten, doof angeschaut oder angemacht zu werden.

Viele von uns Frauen haben geweint, als wir unsere Männer endlich wieder gesehen haben.

Als außenstehender kann man sich nicht vorstellen, welch Druck von einem abfällt.

Unsere Männer können nichts dafür, dass sie ihren Job tun. Aber einer muss das ja auch machen!

LG Michaela

Beitrag von skbochum 30.05.10 - 22:21 Uhr

Hallo,

ich persönlich habe noch nie einen Soldaten oder Polizisten beschimpft.
Das Polizisten innerhalb unseres Landes ihren Dienst tun finde ich gut.

Da ich aber grundsätzlich gegen den Kriegseinsatz der deutschen Bundeswehr bin werde ich auch keinen Soldaten feiern und weiterhin auf Demos gegen den Kriegseinsatz gehen.

JEDER Soldat sucht sich seinen Job aus und niemand, der diesen Dienst nicht tun möchte, wird dazu gezwungen, die Begründung würde ich fragwürdig finde, dass Soldaten ja auch nur "ihren Dienst tun".

Auch in Amerika werden die Stimmen immer lauter gegen den Kriegseinsatz und nicht die ganze Nation feiert ihre Soldaten.

GrussGruss



Beitrag von tapsitapsi 31.05.10 - 15:37 Uhr

Hallo,

es gibt auch genügend Polzisten, die in den Auslandseinsatz, z.B. nach Afghanistan, gehen.

Einfach um dort Polizisten auszubilden und zu helfen.

So was sickert hier noch nicht mal durch.

Richtig ist, dass man sich freiwillig meldet, um länger beim Bund zu bleiben. Zu allem anderen wird man leider gezwungen. Das sieht auch in der Öffentlichkeit leider keiner.

Und warum man sich für den Beruf des Soldaten entscheidet, hat zum Teil mehrere Gründe. Wir haben uns für den Berufssoldat entschieden, damit wir ein gesichertes Einkommen haben. Leider gibt es das in der freien Marktwirtschaft nämlich nicht mehr. Außerdem macht es meinem Mann Spaß mit Menschen umzugehen, Menschen zu führen. Wenn es nicht mit der Bundeswehr geklappt hätte, wäre er Lehrer geworden.

Ich bin ja auch nicht für die Auslandseinsätze und hasse die Regierung für jede neue Entscheidung.

Aber trotzdem bin ich stolz auf die Soldaten, die weit weg von zu Hause ihren Dienst tun. Und das unter erschwerten Bedingungen ... in ständiger Gefahr ums eigene Leben, weit weg von der Familie und zum Teil mit katastrophalem Material und anderen Wetterbedingungen. Und dann in Afghanistan in einem Lager lebend, was man nicht einfach mal so verlassen kann / darf.

Vielleicht sollte man das bedenken und dann kann man schon stolz sein, für das was sie machen, nur um ihrem Land / unserem Land DEUTSCHLAND zu dienen.

LG

Beitrag von chrissy2705 02.06.10 - 21:28 Uhr

Auch wenn ich der Meinung bin das jeder seinen Beruf selbst wählt und die Risiken kennt,die der Beruf mit sich bringt,so find ich doch auch,das man auf die Soldaten stolz sein kann.

Ich glaub keiner,der keine näheren Informationen zu den Auslandseinsätzen hat,kann wirklich beurteilen wie hart diese Einsätze sind und was die Soldaten durchmachen müssen.

Beitrag von nisivogel2604 30.05.10 - 22:22 Uhr

Stolz sein? Auf solche kranken Köpfe die krieg spielen wollen "fürs Vaterland"?

Fließbandarbeiter und Putzfrauen töten nicht vorsätzlich Menschen. Es ab vor kurzem ne Doku. Da haben die aus dem Heli geschossen, dabei Menschen getötet (darunter waren auch Kinder) und sich beglückwünscht und gelacht.

DARAUF SOLL ICH STOLZ SEIN????????????

Niiemand ist verpflichtet sich nach der Wehrpflicht weiterhin diesem Haufen Befehlsempfänger anzuschliessen und in der Weltgeschichte rumzuballern.

Stolz bin ich auf jeden, der Gesicht zeigt und etwas GEGEN den Krieg tut.

Frieden kann man nämlich nicht erkämpfen.

3 meiner Ex Schulkameraden haben den Krieg hinter sich. Die sind nichtmal 30 und kaputt. 1 hat Arm und Bein verloren, 2 haben Depressionen, Alpträume etc. Die werden nie wieder ein normales Leben führen. Und sie halten ihren Einsatz da unten für den größten Fehler ihres Lebens. nichtmal sie selber sind stolz auf diese Hölle die da lodert.


lg

Beitrag von lostie 30.05.10 - 22:34 Uhr

Mein damaliger Freund wollte auch Krieg spielen. Nur noch dieser eine Einsatz, waren seine Worte.

Heimgebracht haben sie mir ihn im Sarg.

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 07:35 Uhr

Das tut mir wirklich leid für dich. Ich habe meinen Mann erst geheiratet als der Brief kam das er nicht mehr als Reservist gilt. Vorher kamen auch keine Kinder in Frage.


lg

Beitrag von nightwitch 30.05.10 - 23:35 Uhr

Nun, ich möchte dich mal sehen, was du machst, wenn eine Gruppe Irrer plötzlich vor den Grenzen Deutschland steht und hier "Krieg" spielen will.


Bist du dann auch gegen die Soldaten?


Ich erinnere mich, was mir ein Bekannter (selbst nur Grundwehrdienst) mal gesagt hat, eben als Antwort auf die Frage, was eine bestimmte Freundin in dem Falle (den ich oben beschrieben habe) tun würde:

Ihre Antwort: Die zum Tee einladen.

Und es war völlig Ernst gemeint.

Über die Kriegsgründe kann man sich streiten, man muss auch nicht alles komplett befürworten, aber es kann heutzutage NIEMAND mehr so naiv sein und glauben, wir könnten noch ohne Armee.


Ich bin stolz auf die Jungs, die tagtäglich ihr Leben risikieren, damit solche naiven Weibchen wie du brav und friedlich zu Hause sitzen können und blödsinnige Parolen daherschwafeln können.

Gruß
Sandra, die oft genug auf Reservisten- und Bundeswehrveranstaltungen ist...

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 07:32 Uhr

Die Bundeswehr betreibt gehirnwäsche vom feinsten.

Wenn die hier vor der Tür stehen dann ist eine Verteidigung etwas ganz anderes als dieser Einsatz da unten der nur unnötige menschenleben auf allen Seiten kostet.

Beitrag von pizza-hawaii 31.05.10 - 08:43 Uhr

Gehirnwäsche?

Welchem Verschwörungstheoretiker gehörst Du denn an?

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 08:49 Uhr

gar keinem. Aber das was da läuft ist alles andere als normal.

Beitrag von pizza-hawaii 31.05.10 - 09:34 Uhr

Und das weisst Du woher?

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 09:35 Uhr

Mein mann war bei diesem Verein, genau wie einige meiner Schulkameraden, mein bester Frend etc... da kriegt man einiges mit.

Beitrag von pizza-hawaii 31.05.10 - 09:40 Uhr

Hmm, ich kenne viele ehemalige Zeitsoldaten und keiner hat was von Gehirnwäsche erzählt -merkwürdig!

Beitrag von nisivogel2604 31.05.10 - 09:45 Uhr

Viele Menschen merken gar nicht was da mit ihnen passiert. Oder sind von Natur aus Duckmäuser.