findet ihr einzelkinder wirklich so schlimm??

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von blume-99 31.05.10 - 11:14 Uhr

hi,

würde mich mal interessieren ob hier wirklich alle so schlechte meinungen von einzelkindern haben.

ich denke schön und vorteilhaft ist sicher wenn die kleinen geschwister haben aber es kommt doch auch auf die erziehung an oder...?

und im kindergarten oder mit anderen kindern (z. b. aus der familie bzw. der verwandtschaft) lernen sie doch auch zu teilen usw. oder nicht?

liebe grüße

bin auf eure meinungen gespannt (obwohl ich denke dass die meisten für geschwister sind...:-p)

Beitrag von woelkchen1 31.05.10 - 11:19 Uhr

Klar kommt das auf Erziehung und Typ des Kindes an. Ich kenne sehr liebenswürdige Einzelkinder. Aber viel mehr schreckliche!;-)

Bei meinem Neffen war es zum Beispiel lange so, dass er seinen eigenen Käse und Wurst hatte, da durfte kein anderer was nehmen. Kind hatte bei Geburtstagen einen eigenen Wurstteller- und auf unseren durfte sein käse auch nicht liegen!#augen Fand ich schrecklich!

Aber auch Geschwister können grausam sein. Meine Nachbarin und ihr Bruder (3 Jahre auseinander) haben sich die ersten 10-15 Jahre NUR beschimpft und geschlagen- egal wo sie waren.

Also es ist wie bei allem- man kann nichts verallgemeinern!

Das ich für Geschwister bin, liegt auch an mir- meine arme kleine Tochter, wenn sich ihr Leben lang alles nur um sie dreht. Jetzt ist das noch toll- später sicher anstrengend!

Beitrag von blume-99 31.05.10 - 11:32 Uhr

aber ich denke es muss sich doch auch mit einem kind nicht immer alles ums kind drehen, oder nicht? man hat doch auch andere interessen und kann wenn besuch da ist doch auch über andere sachen reden außer dem einen kind??#kratz

aber deine genannten fälle#schock

hilfeeeeee:-p

Beitrag von woelkchen1 31.05.10 - 13:48 Uhr

Jo, na klar. Ich genieße es auch sehr, mal über was anderes zu reden. Darum geht es auch nicht.

Im Moment hab ich nur ein Kind, und merke es doch selber- sie steht doch zwangsläufig immer im Vordergrund, und das, obwohl ich andere Interessen habe. Ich denke, da kommt man auch nicht raus- ob man will oder nicht.

Und was das teilen und ausfechten von Streitigkeiten angeht, sind Geschwisterkinder besser dran!


Allerdings hab ich auch Freunde, deren Sohn ein ganz lieber kleiner Kerl ist, der aber ab der 1. Minute seines Lebens zu viel Energie hat. Hätte ich so einen Flori zu Hause- vielleicht hätte auch ich mich nur für ein Kind entschieden!:-p

Ich finde es absolut ok, wenn Eltern sich für ein Einzelkind entscheiden!!!

Aber so für das ganze Leben ist es doch toll, wenn da immer jemand ist, mit dem man seine Kindheit verbracht hat!
Ich sehe es bei meinen Oma´s, die beide lange schon allein sind- da rücken Geschwister wieder an eine enorm wichtige Stelle!

Beitrag von cajamarca 31.05.10 - 11:40 Uhr

Meine Tochter ist mit mehreren Einzelkindern befreundet. Alles liebe, gut erzogene Kinder. Aber wenn ihre Freundin Louise, mit oder ohne kleine Schwester, da ist, dann ist es einfach unkomplizierter und harmonischer. Louise hat ein ganz anderes Sozialverhalten, Dinge die mit den anderen Freundinnen ausdiskutiert werden müssen sind mit Louise und ihrer Schwester einfach selbstverständlich. Ich habe keine schlechte Meinung von Einzelkindern, aber die Geschwisterkinder in meinem Bekanntenkreis sind mir lieber.
LG Anke

Beitrag von sastneluni 31.05.10 - 11:45 Uhr

Hallo Blume-99,

mein Sohn wird ein Einzelkind bleiben.
ich kenne, einige und die sind nicht verzogen. Meiner Meinung nach liegt es an der Erziehung und nicht am Einzelkind. Es gibt auch verzogene Geschwisterkinder.

LG
Sabine

Beitrag von kaffetante 31.05.10 - 11:49 Uhr

Ich finde Einzelkinder nicht schlimm. Manchmal vielmehr die Mütter, die Dich dann schief anschauen, wenn Du mit zwei Kindern ein bisschen mehr zu tun hast und es nicht ganz so stressfrei ist. Und dann noch mit Belehrungen kommen, dass man ja mal mit den Beiden jeweils in der Woche etwas alleine unternehmen müsste.

Für meinen Sohn ist es allerdings ein Glück, dass er einen kleinen Bruder hat. Er ist sehr dominant - ein kleines Alphamännchen - für ihn ist es ein Segen, dass er nicht alleine ist - ich denke das würden wir nicht so gut hinkriegen, zumal so viele Probleme gar nicht erst entstehen würden.

Der Kleine ist ihm ein Spielkamerad und gleichzeitig eine gute Schule in Sachen Rücksichtnahme. Theoretisch hat er es auch verstanden - d.h. den Kleinen vor anderen schützen das klappt - mit der Praxis am eigenen Leib sieht es manchmal anders aus ;-).

Beitrag von schnuffel0704 31.05.10 - 12:00 Uhr

Einzelkinder hin Einzelkinder her.
Was soll diese Diskussion??
Ich war auch ein Einzelkind und Thomas ist auch eins.
Ich habe in einigen Situationen meinen kleinen Mann beobachtet.
Er teilt gerne, er gibt ab, er bezieht die Geschwister seiner Freunde in das Spielen mit ein, was den Freunden teilweise gar nicht gefällt.
Also ich denke das zeigt schon mal das er teilen kann und nicht alles für sich geansprucht.

Das Beispiel der einen Userin mit dem Jungen der seine eigene Wurst und Käse mit hat finde ich echt krass, aber das ist für mich Erziehungssache und das Kind kann da ja nichts für wenn ihm das so gezeigt wird.

Ich bin der Meinung es kommt darauf an was man den Kinder von zu Hause aus mitgibt.
Und bei uns dreht sich nicht alles um Thomas, ich glaube auch das er es manchmal schwerer hat als Geschwisterkinder, denn er ist wenn ich keine Zeit habe mit ihm zu spielen auf sich alleine gestellt.
Und das kann er ganz gut.

Also ich denke es kommt auf jeden selber an, und es ist nicht immer besser oder schlechter Geschwister zu haben.
LG, Tanja

Beitrag von dominiksmami 31.05.10 - 12:25 Uhr

Huhu,

nein ich finde Einzelkinder definitiv nicht schlimm.

Wie sollte ich auch, bin ja selber eine *g* und mein Sohn war die letzten 9 Jahre auch ein und er ist sehr gut gelungen. Er teilt alles und das gerne und ohne das man es ihm groß sagen müßte, er verhält sich deutlich sozialer als viele Geschwisterkinder und von daher kann ich nicht klagen.

Nichts desto trotz ist es für die Kinder, denke ich, schön Geschwister zu haben.

lg

Andrea

Beitrag von tykat 31.05.10 - 12:38 Uhr

Hallo,

ne, ich finde Einzelkinder nicht schlimm.
Mein Mann und meine beste Freundin sind auch Einzelkinder-und man merkt`s ;-)
Das sind halt so Kleinigkeiten im täglichen Miteinander.Ich würde sagen, Einzelkinder sind nicht so kompromissbereit bzw müssen es dann später erst lernen.Sie sind es gewohnt, dass sich alles um sie dreht.Wenn man einen Bruder oder eine Schwester hat muß man zwangsläufig mal zurückstecken (sei es bei der Auswahl der Wochenendaktivitäten, was es zu essen gibt etc..)
So oder so hat aber jeder seine Macken, ob Einzelkind oder Kind aus einer Großfamilie;-)

Tom wird aber kein Einzelkind bleiben.Ich habe selber einen Bruder (5Jahre Altersunterschied) und ich möchte es nicht missen!Wir hatten immer ein super Verhältnis und niemand kann einem näher stehen, als ein Bruder oder eine Schwester.Zumindestens ist es bei uns so.
Und das möchte ich meinen Kindern nicht vorenthalten.Dieses tolle Gefühl, dass da immer jemand ist, auf den man sich 100% verlassen kann.

LG

Beitrag von jazzbassist 31.05.10 - 13:05 Uhr

Als Vater eines Einzelkindes bin ich da ziemlich zwiegespalten.

Grundsätzlich denke ich, dass auf meinen Spatz das Klischee des "verzogenen Einzelkindes" ziemlich gut zutrifft. Das ist aber bei uns sicherlich rein erziehungsbedingt und hat nichts damit zu tun, dass er Einzelkind ist. Meine Frau und ich haben es einfach nie großartig für nötig erachtet, für ihn irgendwelche Resourcen künstlich begrenzen zu müssen. Das hätten wir dann auch bei zwei Kindern nicht getan.

Vom sozialverhalten her merke ich bei ihm keinen Unterschied zu Geschwisterkindern. Liegt aber sicherlich daran, dass er in einer typischen Seelengemeinde-Neubausiedlung großgeworden ist, wo es ganz viele Kinder unterschiedlichen Alters gab und die ziemlich früh viele Freiräume besaßen, von morgens bis abends draußen gemeinsam rumzutollen. Hier würde ich bei meinem Spatz also sagen, dass es nicht wirklich erziehungsbedingt, sondern einfach Umweltbedingt ist.

Teilen oder ähnliches muss ein Kind m.E. nicht lernen. Entweder tut es das von sich aus, weil es dadurch einen Vorteil erringt, oder es teilt halt nicht. Ich finde Eltern, die ihre Kids dazu zwingen, (fast) alles mit den Geschwisterkindern zu teilen, eher schrecklich. Nur weil ich ein Kind dazu zwinge, etwas zu tun, was das Kind eigentlich nicht tun möchte, heißt das m.E. nicht, dass ein Kind dadurch etwas lernt. Das ganze Leben funktioniert auch nicht so.

Vom Zusammenleben her: Ich bin selbst Geschwisterkind und habe die meisten Abenteuer mit meinem Bruder zusammen erlebt. Fast meine ganze Kindheit besteht aus Erinnerungen, die ich zusammen mit meinem Bruder erlebt hatte; was ziemlich prägend ist. Das fand ich bei meinem Sohn schon ziemlich schade. Er hat, seit er 5 ist, einen besten Freund, mit dem er wirklich durch dick und dünn geht; da hat sich das erst etwas relativiert. Er hatte auch immer ein ziemlich enge Bindung mit seiner älteren Cousine (7 Jahre Altersabstand), die öfters wie Große Schwester/Kleiner Bruder agiert haben. Aber gerade so im Kampf gegen die Eltern merke ich bei ihm schon, dass da so ein kleiner großer Bruder fehlt, der das Fass noch mal zum überlaufen bringt :-p

Ansonsten finde ich, dass das Forum hier schon zeigt, dass das Leben mit Geschwisterkindern nicht immer aus einem lieben, freundlichen, rücksichtsvollen, netten und ruhigen und teilenden Umgang besteht. Aber, ein zweites Kind, dass mich täglich in den Wahnsinn treibt, hätte ich schon ganz spannend gefunden - als Vater und natürlich auch für meinen Sohn als Geschwisterkind. Ob das Experiment funktioniert hätte, hätte aber sichlich in den Sternen gestanden. Er lebt seit einigen Monaten in einem Haushalt mit seiner Cousine und mein Kleiner war da stellenweise schon ziemlich anstrengend, was - denke ich - rein eifersuchtsbedingt war.

Beitrag von snoopster 31.05.10 - 13:14 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob ich Einzelkinder schlimm finde.
Ich finde es eher schlimm für das Kind, ein Einzelkind zu sein.
Die ganze Aufmerksamkeit, oft auch Druck, das tut auf Dauer nicht gut. Und ich meine nicht die positive Aufmerksamkeit.

Meine Nichte zum Beispiel hat nur ein Kind. Jedesmal, wenn wir uns zum Kaffeetrinken getroffen haben, lagen die Augen der Mutter, Großmutter und Urgroßmutter auf dem Kind. Es wurde in einer Tour nur getadelt und zurecht gewiesen.
Gut, ich habe das bei meiner jetzt Großen auch nicht gemacht, als sie noch Einzelkind war, aber wenn das am Tisch so ist, möchte ich nicht wissen, wie das sonst so läuft.
Alles wird beobachtet, man hat gewisse Ziele und Anforderungen an sein Kind, die bei einem bestimmt besonders gut im Auge gehalten werden können. Das kind meiner Nichte eben wird genau beobachtet, was sie isst, wie sie isst, wie sie spielt, mit wem, ob sie wieder aufräumt etc. pp.

Wenn ich an mich denke, dass ich in der Pubertät wirklich GAR NICHTS mit meiner Mutter anfangen konnte, da war ich echt froh, dass mein Bruder noch da war als "Puffer".

LG Karin

Beitrag von braut2 31.05.10 - 13:21 Uhr

Wieso SCHLIMM?? Ich finde kein Einzelkind "schlimm".
Und manche genießen ihr Einzel-Dasein ja auch in vollen Zügen. Sind dann leider oft verzogen und verwöhnt. Aber das ist ja leider die Einstellung der Eltern und deren Erziehung.
Ich kenne aber auch Geschwisterkinder, die völlig daneben sind. Die sich untereinander überhaupt nicht leiden können und aufeinander einschlagen. Genauso furchtbar. Ich hoffe, daß uns das erspart bleibt #schwitz

Ich möchte halt kein Einzelkind. Ich hab 2 Brüder. Die sind beide 15 Jahre älter. Ich war also sozusagen allein. Und fand es immer schlimm. obwohl ich genug Freunde hatte.
Letztens war meine Große bei ihrer Freundin- Einzelkind. Als ich sie abholte..... gott, den Aufstand hätteste mal erleben sollen.... das Mädel hat so sehr geweint und dann gemeint "Nein, geh nicht, sonst bin ich wieder ganz allein" #heul Das hat mir total leid getan :-( Meine Tochter dagegen hat sich gefreut nach Hause zu gehen und da mit ihrer Schwester spielen zu können.

Aber es gibt sicherlich auch Vorteile von Einzelkindern. Da kannste halt viel mehr Aufmerksamkeit schenken, viel mehr "stressfreie" Zeit, mehr materielle Dinge leisten.....
Jeder doch so wie er mag.

Lg b2

Beitrag von siebzehn 31.05.10 - 13:58 Uhr

Schlimm finde ich Einzelkinder ganz bestimmt nicht. Aber vielleicht ein bisschen schade für das Kind. Das Sozialverhalten, welches Kinder durch Geschwister lernen, kann der Kindergarten nur eingeschränkt vermitteln.

Ein anderer Aspekt, der bei solchen Diskussionen nie genannt wird: man bleibt ja nicht ewig Kind und als Erwachsener Geschwister zu haben, ist wirklich schön. Einfach so, weil man irgendwann im Idealfall richtig gut befreundet ist und dann natürlich auch später mal, wenn die Eltern älter werden. Dann hängt die Verantwortung nicht nur an einer Person. Ich erlebe es im Freundeskreis: Mutter gestorben, Vater Pflegefall und unser Freund würde sich wünschen, die Sorgen, die Verantwortung mit jemandem teilen zu können.

Beitrag von mansojo 31.05.10 - 14:03 Uhr

hallo,

nein einzelkinder können genauso gut erzogen sein oder verzogen wie geschwister

Beitrag von maxi6 31.05.10 - 14:09 Uhr

Auch ich finde Einzelkinder nicht "schrecklich"! ;-) Ich hab schließlich selber ein Einzelkind!

Natürlich hängt das auch immer von der Erziehung ab. Ich persönlich kenne z.B. auch viel Geschwisterkinder die ganz furchtbar sind!

Neulich habe ich gelesen, dass Studien erwiesen haben, dass Einzelkinder im Erwachsenenalter ein besseres Sozialverhalten haben als sogenannte Geschwisterkinder. Außerdem könnten sie besser teilen und Freundschaften pflegen - also all die Dinge von denen man bislang glaubte das Einzelkinder das eben nicht könnten oder nicht wollten, aber anscheinend ist gerade das Gegenteil der Fall. Kommt immer auf den Einzelfall an.

Ich habe zwei Brüder, mein Mann ist Einzelkind, und ich kenne kaum jemanden der so gerne gibt wie mein Mann. Im Vergleich zu meinem Mann bin ich wohl eher geizig! :-p

Ist wohl alles Ansichtssache und eben auch eine Frage der "guten Kinderstube" ;-)

LG, #winke

Beitrag von gr202 31.05.10 - 14:13 Uhr

In meinem Bekanntenkreis git es mehr Einzelkinder als Kinder mit Geschwistern, auch unser Sohn ist ein Einzelkind.

Er war schon früh in Krabbel- und Spielgruppen, mit 2 1/2 im Kiga, mit knapp 4 im Fußballverein.

Er teilt und hat ein gutes Sozialverhalten.

Ich wollte kein 2. Kind und das (oder vielleicht weil) obwohl ich 3 Brüder habe.

Gruß
GR

Beitrag von ratpanat75 31.05.10 - 14:19 Uhr

Hallo,

wieso sollen Einzelkinder schlimm sein ?
Ich bin ein Einzelkind und mein Mann auch.
Ich hatte nie ein Problem damit, mit anderen zu teilen und brauchte auch nicht ständig die ungeteilte Aufmerksamkeit und habe auch nicht alles in den Hintern geblasen bekommenb.
Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, ob man Geschwister hat, sondern was die Eltern einem vermittelt haben.
Wie oft musste ich mir anhören "Was???? Du bist Einzelkind? Das merkt man dir gar nicht an, du bist ja gar nicht verzogen."
Für mich sind das nichts als Vorurteile.
Sicherlich habe ich mich mir manchmal Geschwister gewünscht, aber der Freundeskreis hat das auch wieder aufgefangen.

Ich denke, man darf nicht immer pauschalisieren (wie es hier ja immer gerne gemacht wird).
Es gibt sicherlich verzogene Einzelkinder, aber auch verzogene Geschwisterkinder.
Es gibt bestimmt Eltern, die zu sehr mit ihrem Einzelkind beschäftigt sind und andererseits Eltern, die mit ihren 2 oder 3 Kindern völlig überfordert sind.
Es ist schön, wenn geschwister ein Leben lang eine innige Beziehung zueinander haben und es gibt leider auch Geschwister, die sich nur streiten und sich gegenseitig gemeine Dinge antun.

Jede Familie muss individuell für sich entscheiden, was für sie am besten ist und aus dieser Situation das Beste machen.
Dann muss weder das eine noch das andere nachteilig sein.

LG

Beitrag von dornpunzel 31.05.10 - 15:25 Uhr

Hallo,

schlimm finde ich Kinder, die keine Rücksicht auf andere nehmen. Ob das ein Einzel- oder Geschwisterkind ist, ist dabei doch vollkommen gleichgültig.
Meine Kinder haben Freunde in beiden 'Lagern' und ich könnte da nicht zuordnen, wer Geschwister hat und wer nicht, wenn ich es nicht wüßte.

Meine Sohn hat einen Freund - Einzelkind -, der von den Kleinen bei uns nur genervt ist und absolut nicht verstehen kann, warum man die nicht aussperren kann. ER hat sein Zimmer immer für sich alleine.
Ein weiterer Freund, auch Einzelkind, betüddelt die zwei Kleinen bei uns von vorne bis hinten und findet es einfach klasse, mit ihnen allen spielen zu können. Er teilt, geht auf Kompromisse beim Spielen ein, er ist bei allen Kindern sehr beliebt.

Eine Freundin meiner Tochter hat zwei Geschwister und ist total ich-bezogen in mancher Hinsicht. Egal, was sie in der Hand hat, notfalls bekommt das kleinere Kind einen Schupser, wenn es das entsprechende Spielzeug haben will. Mit ihr kommen die Kleinen gar nicht klar und meine Tochter will sie auch schon nicht mehr so gern hier haben, weil sie teilweise sehr rücksichtslos ist.

Ich denke, dass es bei Geschwisterkindern vielleicht einfacher ist, ihnen Kompromissbereitschaft und die Notwendigkeit zu teilen zu lehren. Aber es ist ganz sicher nicht unmöglich, dies auch bei Einzelkindern zu schaffen. Fehlen diese Eigenschaften, ist das Versäumnis der Eltern, ihre Kinder nicht richtig erzogen zu haben. Nicht, keine weitere Kinder bekommen zu haben.

Gruß,
Dornpunzel

Beitrag von mabo02 31.05.10 - 19:33 Uhr

Also ich denke ob Einzelkind oder nicht spielt garkeine Rolle.

Es kommt auf die Erziehung an und ob die Einzelkinder viel Kontakt zu anderen Kindern haben.

Niko ist auch Einzelkind ist aber mit 10 Monaten schon zur Tagesmutter und ist seitdem eigentlich tagsüber die meiste Zeit mit anderen Kindern zusammen. Er braucht keine Geschwister.
Sein Sozialverhalten ist, lt. KiGA und auch den Tageseltern, seinem Alter voraus und er kann auch teilen und lässt andere Kinder mit seinen Sachen spielen.

Beitrag von schnabel2009 31.05.10 - 19:40 Uhr

Gut, ich habe 3 Kinder, aber ich war selber 10 Jahre Einzelkind (dann kam mein kleiner Bruder). Ich hatte nie Probleme zu teilen und hatte auch kein Bedürfnis immer im Mittelpunkt zu stehen usw.
Mein Großer hat fast nur Einzelkinder als Freunde und auch da bemerke ich keine negativen Eigenschaften.
Einzig der Fokus ist manchmal zu sehr aufs Kind gerichtet finde ich--also es wird schon sehr sehr darauf geachtet wie sich das Kind verhält und was es macht usw.

LG schnabel

Beitrag von alegra81 31.05.10 - 21:18 Uhr

Hi,

also ich höre selten schlechte Meinungen über Einzelkinder. Unser Sohn (3,5) ist auch Einzelkind und wird es auch bleiben. Im Kiga hat er genug Kinder mit denen er spielen und toben kann. Zuhause spielt er sehr gern mal allein.
Ob Geschwister immer vorteilhaft sind ist auch nicht so einfach zu sagen. Es kommt immer auf die Eltern an, wie sie erziehen. Wenn beide Eltern berufstätig sind dann ist das schlecht machbar.
Da hab ich lieber ein Kind was richtig erzogen wird, als 3 Kinder die verzogen sind ;-).

Beitrag von krtecek 01.06.10 - 00:16 Uhr

Ja, ich lebe seit 10 jhren neben einem einzelkind..es ist ein wunderbarer Mensch, es ist aber ein Einzelkind..er ist nicht in der Lage in der Küche mit einem anderen zu stehen.. und wenn ich sage, sei lese, ist er immer wie ein elefant..

Ich würde nicht sagen, er hatte eine flasche Erziehung..er ist nur ein EINZELKIND..

Wenn alles klappt, bin ich echt glücklich, dass unsere Tochter nicht ein einzelkind bleiben wird, weil ich das zweite eigentlich nicht mehr wollte..

LG Krtecek

Beitrag von hellmi 01.06.10 - 19:59 Uhr

Hi

Wir haben hier auch ein Einzelkind und ich hab manchmal das Gefühl Er ist die Reinkarnation von *Mutter Teresa* #schein

Teilen ist für ihn überhaupt kein Problem macht Er gern. Er ist seit Er eigentlich geboren wurde ständig mit Kindern zusammen. Somit hat er auch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten was der Kiga uns schon bestätigt hat.

Ich denk nicht das Einzelkinder zwangsläufig verzogener sind als Geschwisterkinder. Es liegt wohl meist an den Eltern wie die das händeln.

Lg

Beitrag von sabrina1980 01.06.10 - 20:55 Uhr

Guten Abend,

Nö....genauso wie ich mehrere Kinder nicht schlimm finde.

Ich möchte gern in 6-7 Jahre nochmal ein 3tes Kind, und weist du was ich ganz oft zuhören bekomme..."Das ich ja dann ein Einzelkind"#schock.....JA na und#kratz ist das jetzt so schlimm sag ich immer.

lg
Sabrina

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