Mal ein ganz anderes Schwiegereltern-Problem - bitte Meinungen!

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kolbo-sauri 31.05.10 - 12:07 Uhr

Hallo,

ich hab folgende Probleme mit meinen Schwiegereltern

1. Schwiegermutter:

Mir ist in den letzten Monaten vermehrt aufgefallen, dass Sie "geistige Aussetzer" hat (sie ist knapp über 70 Jahre und eigentlich bisher körperlich und geistig noch recht fit).

Sie fragte mich jetzt schon öfters innerhalb weniger Minuten das selbe... es ist nicht so, als hätte sie nicht richtig zugehört.
Beispiel: Am ersten Geburtstag meiner Kinder fragte sie mich, ob die beiden jetzt schon Brei essen#kratz. Ich war schon ziemlich verwundert, warum sie das fragte, schließlich siehts sie die Kinder 1-2 in der Woche und füttert sie selbst oft.
Jedenfalls fragte sie mich dann noch was ich ihnen da für Breie gebe, etc. (sie hat also die Antwort auf ihre Frage gehört und verstanden).
5 Minuten später fragt sie mich wieder, ob die Kinder schon Brei essen....

So etwas kam jetzt schon häufiger vor.

Nun ist das Problem: Solche Aussetzer werden von meinem Mann und seiner restlichen Familie ignoriert und übergangen. Meiner Meinung nach, sollte meine SchwieMu vielleicht mal zum Arzt gehen, aber das kann ich ihr schlecht sagen. Meiner Meinung nach wäre das die Aufgabe ihrer Kinder bzw. ihres Mannes.

Ich habe meinen Mann schon mal vorsichtig darauf angesprochen, aber er weicht nur aus und tut es als "kann ja mal vorkommen" ab. Klar, ist das ne unangenehme Sache, wenn er seine Mutter darauf ansprechen müsste, aber man kann das doch nicht ignorieren?! Oder doch??


2. Schwiegervater:

Er ist auch über 70 und fährt immer noch Motorrad. Jetzt hat er wieder eine sehr weite Tour in die Schweiz geplant, obwohl er mittlerweile sehr schlecht sieht (grauer Star, ein Auge wurde vor kurzem gelasert).
Auch beim Autofahren ist er ziemlich unsicher, Rückwärtsfahren ist ne ziemliche Herausforderung für ihn. Mein Mann lässt ihn schon gar nicht mehr mit einem unserer Autos fahren.
Auch zu diesem Thema hab ich meinen Mann schon mal angesprochen, ob er nicht mal mit seinem Vater sprechen kann, ob es nicht klüger wäre, das Motorradfahren sein zu lassen.

Mein Mann gibt mir vollkommen recht, er macht sich auch große Sorgen um seinen Vater (und andere Verkehrsteilnehmer), möchte aber auch diesbezüglich nicht mit ihm sprechen... Er hat Angst, dass sein Vater es in den falschen Hals bekommt und glaubt er würde als senil hingestellt werden.

Was würdet Ihr machen? Sollen wir nix sagen, und warten bis sie selbst drauf kommen (oder noch schlimmer: etwas passiert)??

Ist wirklich ne saublöde Situation.... Meine Schwiegis sind zu dem seehr dominant und würden Kritik nicht gelten lassen...

LG

Beitrag von mansojo 31.05.10 - 12:21 Uhr

hallo,

was deine schwiegermutter angeht klartext sprechen

das ist definitiv nicht normal
ob die schwiegereltern nun dominant sind oder nicht
mit vorsichtig ansprechen würde ich da gar nicht anfengen

vielleicht hört sie nur schwer
vielleicht hat sie ne beginnende demenz


was deinen schwiegervater angeht würde ich mich nicht einmischen


lg manja

Beitrag von xyz74 31.05.10 - 15:56 Uhr


was deinen schwiegervater angeht würde ich mich nicht einmischen
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

NICHT einmischen ist in dem Fall absolut verantwortungslos!
In meinem früheren Wohnort hat so ein Rentner eine junge Mutter und ihr Baby umgebracht, weil er meinte jedem beweisen zu müssen, dass er noch fahren kann.
Und erst vor Kurzem gab es wieder einen Fall wo ein fahruntüchtiger Renter einen kleinen Jungen tod gefahren hat.

Beitrag von mansojo 31.05.10 - 16:14 Uhr

er ist mündig

nach deinem beispiel dürften nur noch ausgeruhte berufskraftfahrer lkw`s steuern

jeder der an selbstüberschätzung leidet ab runter von der straße

willst du wissen wieviel epileptiker,wieviel akut herzinfarkt bedrohte usw.menschen hinterm steuer sitzen
und die wissen von der potentiellen gefahr!!

lieber nicht was


ich würde ihn durchaus ansprechen wie er mit seiner augenerkrankung auf der straße zurechtkommt
aber tun kannst eigentlich nix

Beitrag von xyz74 01.06.10 - 08:30 Uhr

<<<<<<<<
willst du wissen wieviel epileptiker,wieviel akut herzinfarkt bedrohte usw.menschen hinterm steuer sitzen
und die wissen von der potentiellen gefahr!!
<<<<<<<<<<<<

Schlimm genug, dass es so verantwortungslose Menschen gibt.
Aber kein Grund das auch noch zu decken!

Beitrag von mansojo 01.06.10 - 08:36 Uhr

nach der logik müssten 50% aller vekehrsteilnehmer runter von der straße

im sommer wahrscheinlich mehr weil da viele ein antiallergikum schlucken

was willst du mehr als an den gesunden menschenverstand zu appelieren

Beitrag von braut2 31.05.10 - 12:24 Uhr

Ich bin da eher geraderaus und zeige auch nicht sehr viel Verständnis wenns um sowas geht. Wenn ich meiner Mutter etwas anmerke, was sie gerne selber totschweigen würde, hätte sie mit mir einen echten Gegner. Ich kann nerven und rufe auch jeden Tag an und frage, ob sie denn endlich beim Arzt war.
Ich weiß nicht, ob ich das so einfach den Schwiegerleut sagen würde. Ich würde wahrscheinlich eher meinen Mann nerven, daß er mit seinen Eltern redet. Aber mein Mann lässt sich von seinen Eltrn auch nicht einschüchtern und steht solchen Dingen ziemlich realistisch gegenüber, gottseidank.

Und ich fand es unmöglich, daß der damalige Mann meiner Oma in seinem hohen Alter unbedingt noch Autofahren musste. Hat kaum was gesehen, aber das Auto war wichtig. Wie anscheinend für viele ältere Menschen.
Mein Schwiegervater fährt auch nicht gern Auto, er kanns aber ohne körperliche Einschränkungen zu haben. Würde ich merken, er gefährdet sich oder andere, würde ich sehr wohl meinen Mund aufmachen.
Am Ende.......werden sie sowiso machen was sie wollen........, aber ich möchte nicht in der Position sein nix gesagt oder getan zu haben um sie zur Einsicht zu bringen.

Am End sind es doch eher die Kinder, die den Mund aufmachen müssten.

Gruß b2

Beitrag von syhana 31.05.10 - 13:15 Uhr

Da wären wir wohl mal wieder beim Thema... ab einem gewissen Alter sollte der Führerschein entzogen werden!!!

Es hört sich vielleicht schlimm an... aber ich hoffe sollte etwas Passieren dann Passiert es jemanden den Ihr kennt und nicht jemand den ich gerne habe!
( erst vor kurzem ist ein 4 jähriger Junge auf dem Bordstein überfahren worden nur weil der man im Alter nicht mehr in der lage war das Fahrzeug Verantwortungsbewusst zu führen)

Es hat doch jeder auch etwas mit Verantwortung...

lg Syhana

Beitrag von braut2 31.05.10 - 13:25 Uhr

"Es hört sich vielleicht schlimm an... aber ich hoffe sollte etwas Passieren dann Passiert es jemanden den Ihr kennt und nicht jemand den ich gerne habe! "

Was soll das denn heißen?? Wünschst Du mir etwa, daß es jemanden trifft den ich gern habe oder was?? Mal abgesehen davon, daß ich keinem sowas wünsche..........

Beitrag von syhana 31.05.10 - 13:32 Uhr

Natürlich Wünsche ich keinem das es was Passiert!

Aber wenn Ihr nichts unternehmt ob wohl Ihr euch der gefahr bewusst seit die Der Mann im Strassenverkehr ist... dann doch bitte lieber Euch selber als irgend einem der dafür gar nichts kann!

Beitrag von braut2 31.05.10 - 13:42 Uhr

Dann unterlass das auch bitte. Denn das war das was Du geschrieben hast.

Und wer hat gesagt, daß wir nix unternommen haben?!

Beitrag von syhana 31.05.10 - 13:57 Uhr

huch... jetzt muss ich mich entschuldigen... ich habe versehentlich auf deinen Bericht geantwortet.
Das ging eigendlich an die Fragenstellerin!

Tut mir leid das du dich jetzt versehendlich angesprochen gefühlt hast.

lg Syhana

Beitrag von braut2 31.05.10 - 14:34 Uhr

............hm......okay, jetzt bin ich einigermaßen besänftigt :-p

Dennoch: die TE sollte aufjedenfall mit dem SchwieVa reden. Bzw eigentlich mal ihr Mann. Es ist jedoch sinnlos, wenn der alte Herr sich auf nix einlässt.
Denn auch bei der Strassenverkehrsbehörde anzurufen wird nicht viel bringen (war bei uns damals jedenfalls so), denn die ordnen nicht einfach auf Zuruf ne MPU an. Da muss schon ein ärztliches Attest vorliegen, daß aussagt, er sei fahruntauglich bzw. es muss erst "was passieren", damit sowas festgestellt werden kann.

Insofern: reden, reden, reden. Alles andere wird wohl nix bringen.

lg b2

Beitrag von magnoliagarden 31.05.10 - 13:29 Uhr

Hallo,

in Sachen Schwiegermutter den eigenen Mann so lange bequatschen, bis er das Thema der möglichen beginnenden Demenz ernst nimmt und die eigene Mutter zum Arztbesuch bewegt (selbst einlesen, klarmachen, wie ernst die Erkrankung ist).

In Sachen Schwiegervater beim zuständigen Strassenverkehrsamt anrufen und sich nach einer Führerscheintauglichkeit- (Verkehrstauglichkeit)überprüfung erkundigen. Eine ernste Augenerkrankung ist auf der Strasse lebensgefährlich - auch für ANDERE.

Grüße, Magnolia

Beitrag von yvonnechen72 31.05.10 - 14:51 Uhr

Hallo,

zu deiner Schwiegermutter kann ich nur sagen, dass es nach beginnender Demenz klingt. Der Verlauf lässt sich, wenn früh genug erkannt, zwar nicht aufhalten aber auf jeden Fall verlangsamen bzw. müsste untersucht werden, welche Ursachen ihre Vergesslichkeit, da es eine Form der Demenz gibt, die durch kleine Schlaganfälle im Gehirn verursacht wird.

Zu deinem Schwiegervater: Wenn er wirklich so schlecht sieht, versucht ihn daran zu hindern am Straßenverkehr (also motorisiert meine ich ) teilzunehmen. Nicht nur zu seinem Schutz, sondern insbesondere zum Schutze anderer.
Ich finde es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Unbeteiligte bei einem Unfall verletzt oder gar getötet werden.

LG Yvonne

Beitrag von pizza-hawaii 31.05.10 - 19:15 Uhr

Also meine Schwiegermutter liegt mir so sehr am Herzen das ich ihr das sage und nicht darauf warte das mein Mann oder meine Schwägerin es tun!

Gleiches gilt für meinen Schwiegervater -ich kann nicht verstehen das Du Dich da so aus der Verantwortung stiehlst nur weil es nicht Deine Eltern sind!

pizza

Beitrag von kolbo-sauri 01.06.10 - 08:07 Uhr

Ich denke nicht, dass ich mich aus der Verantwortung stehle, da ich die anscheinend die einzige in der Familie bin, die die Probleme realisiert und nicht ignoriert.

Schön, dass Ihr so ein gutes Verhältnis habt und offen - ohne böses Blut - auch über unangenehme Sachen sprechen könnt.

Ich habe mich schon oft genug mit weitaus weniger "delikaten" Themen in die Nesseln gesetzt, und mir ist vollkommen klar, dass ich bei einem "Alleingang" den zukünftigen Familienfrieden aufs Spiel setze. Was mir allerdings grundsätzlich egal wäre, wenn ich nicht meinen Kindern Oma und Opa vorenthalten wollte.

Meine Schwiegereltern sind wirklich seeeeehr schwierig und reden weder mit mir noch mit meinem Mann bzw. Schwägerin auf Augenhöhe.

Nur ein kleines Beispiel: Mein Mann und meine Schwägerin DÜRFEN sie auch mit Ende 30 nur mit MAMI und PAPI ansprechen...

VG

Beitrag von pizza-hawaii 01.06.10 - 10:04 Uhr

Offen über Dinge zu sprechen gehört nicht gerade zu Schwiegermutters Talenten, dafür aber zu meinen ;-)

Da wird dann auch schon mal mehrere Wochen nicht mit einem gesprochen, ich weiss aber, auch wenn sie es nicht zugibt, das sie trotzdem über das gesagte nachdenkt und es dann evtl. klick macht.

Ich muss so was einfach sagen weil ich mir sonst hinterher Vorwürfe machen würde!

pizza

Beitrag von alpenbaby711 31.05.10 - 19:38 Uhr

Tja dein Mann hat Angst bei seinem Vater der Böse zu sein und wenn er einen tot fährt sagt er bestimmt..... hätte ich nur!
Genauso mit SchwieMu würde ich sagen will er nicht wahr haben oder tut sich eben schwer das die Eltern älter werden. Aber er wird sich damit auseinander setzen müssen. Sprich du doch mal völlig unverbindlich mit einem Arzt und bitte ihn um seine Meinung. Du musst davon ja nicht gleich deinem Mann was sagen sondern vielleicht später.
Ela

Beitrag von michamama 31.05.10 - 21:00 Uhr

Hallo, so hab ich es bei uns auch gemacht. Der Arzt hat jetzt ein besonderes Auge auf meine Schwiegereltern

Beitrag von kolbo-sauri 01.06.10 - 08:07 Uhr

#danke, das werde ich machen

Beitrag von kolbo-sauri 01.06.10 - 07:58 Uhr

Guten Morgen,

danke für Eure Meinungen!

Ich habe gestern nochmal mit meinem Mann gesprochen, er will definitiv nicht, dass ich etwas zu seinen Eltern sage. Er weiß, dass sie keinen Wert auf meine Meinung legen und ein riesen Ärger entsteht, wenn ich mir die Anmaßung erlauben würde, sie zu kritisieren.
Er hat mir versprochen, mit seinem Vater in Bezug auf seine Verkehrstauglichkeit zu sprechen, allerdings glaubt er auch, dass so ein Gespräch wenig Aussicht auf Erfolg hat.... Leider ist es in Deutschland anscheinend wirklich so, dass erst was passieren, bzw. ein Arzt ein Attest austellen muss.

Betreffend seine Mutter sieht er (noch) keinen Handlungsbedarf.
Ich werde allerdings trotzdem mal unverbindlich bei meinem Hausarzt nachfragen, ob, wie und wann man in solchen Situationen eingreifen kann/sollte.

VG

Beitrag von tammyli 01.06.10 - 10:40 Uhr

Hallo,

mein Großvater hatte auch in letzter Zeit immer mal wieder ähnliche Aussetzter. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass er eine Blutung im Kopf hatte, die auf das Gehirn drückte.

Er wurde operiert und nun geht es ihm besser.

Sie sollte unbedingt zum Arzt gehen. DRINGEND!