Kündigung ->heut morgen bei der ARGE-jetzt unsicher, was tun....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von stefika1982 31.05.10 - 12:44 Uhr

Hallo meine Lieben!

Ich hatte ja berichtet, dass mir mein Chef die Kündigung ( vor knapp 4Wochen ) ausgesprochen hatte.
Morgen ist die Verhandlung vor Gericht.
Ich weiss nicht, was ich tun soll......

Hatte mit meinem Anwalt nochmal wegen morgen gesprochen und er meinte, sicherlich gibt es zwei Möglichkeiten:
entweder Sie gehen dahin zurück und haben weiter einen Job ( aber sind Sie dann auch glücklich? ) oder aber wir lassen den Vertrag mit einer Abfindung auslaufen.
Er meinte nur, ich kann Sie verstehen, dass Sie "Recht" bekommen wollen und Sie sind auch im Recht, aber werden Sie jemals in dieser Firma ( ist eine relativ kleine Firma ) wieder Fuß fassen können und glücklich werden? Die werden Sie solange mobben, bis Sie selber kündigen.
Und da hat er Recht. Leider.

Naja, jedenfalls musste ich mich heute schon einmal, rein vorsorglich, arbeitslos melden bei der ARGE.
Meine Güte.......ich fühle mich so.......weiss ich nicht.
Ich hab mein Leben lang bisher immer gearbeitet und jetzt?!

Sry.....
Bin einfach gerade nur deprimiert....ich weiss nicht, was ich tun soll.

Habe eben nochmal bei der Elterngeldstelle hier bei uns angerufen und die Dame meinte auch, dass nur das angerechnet wird, wo ich gearbeitet hab, dann durch 12 geteilt und davon dann 67%.
KLASSE.
Damit falle ich dann finanziell ja richtig hinten rüber.

UND NUN?
WEISS NICHT, WAS ICH MACHEN SOLL.

Meine Gyn. meinte, sie kann mir ein BV wg. Mobbing aussprechen, aber dann muss ich mich 1-2Tage mobben lassen.
Ich wurd ja schon immer gemobbt, wenn ich meine AU abgegeben habe.
Reicht das nicht?

Übelege jetzt schon, morgen zu meinem Hausarzt zu gehen, bis Freitag mich nochmal krank zu melden und dann zu meiner Gyn und auf das BV pochen.

#zitter

Beitrag von angel2110 31.05.10 - 12:55 Uhr

Hallo.
Ich würde mein Recht bekommen wollen und dann versuchen das BV zu bekommen. Wenn deine Ärztin dir schon gesagt hat dass sie es machen würde dürfte das doch kein Problem sein. Die Frage ist, ob du das durchstehst. Ich hab leicht reden, ich musste da nicht durch.
Zum Ende der Elternzeit kannst du dann ja kündigen.
Aber wie gesagt, mir ginge es ums Recht und ehrlich gesagt, auch um die Kohle. Weiß nicht ob du drauf angewiesen bist...
LG und viel Glück
angel

Beitrag von stefika1982 31.05.10 - 13:01 Uhr

Klar geht es mir ums Recht.
Ich will meinem AG schon allein nicht die Genugtuung geben wollen, dass ich die Kündigung annehme und er sich freut, damit durchgekommen zu sein, trotz Fehlverhalten seinerseits!

Und natürlich brauch ich auch die Kohle.

Deshalb bin ich ja mom auch so verzweifelt..... :(

Hoffe, ich erreich meinen Anwalt heute nochmal. Muss ihm sagen, dass ich def. die Weiterbeschäftigung will!

Zumal mein Gehalt für Mai 2010 bisher noch nicht gezahlt wurde, welches mir ja auch rechtlich zu steht!!!

Beitrag von angel2110 31.05.10 - 13:03 Uhr

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen.
Und wenn dein Anwalt sagt du hast gute Chancen weil du ja im Recht bist, dann klappt es bestimmt auch.
Viel Glück für morgen !

Beitrag von muffin357 31.05.10 - 12:58 Uhr

hi,

tja, - ich sehe das anders, als dein anwalt - und zwar aus vorwiegend finanziellen gründen:

1.) - du bekommst weniger Elterngeld, wenn du dich jetzt arbeitslos meldest
2.) - mit einem abfindungsvertrag verdienst du auch weniger geld und hast auch weniger elterngeld
3.) - in beiden fällen hast du kein volles MUSCHUGELD
4.) - und für die Zukunft: du bist 3 Jahre Elternzeit BEITRAGSFREI krankenversichert und bekommt später beim zweiten kind Mutterschaftsgeld, was ja auch nicht zu verachten ist
5.) - wenn du du einen aufhebungsvertrag machst + nicht gekündigt bist, dann kriegst du kein AG-geld und musst dich nach dem Muschu selbst krankenversichern, -- dafür hast du sicher auch kein geld oder?


--- also auch wenn es hart ist: ich wäre für zähnedurchbeissen bis zum MuSchu und falls die dich nervlich wirklich so dermassen mobben, dass du es nicht mehr aushältst, kann ein arzt dich berufsunfähig schreiben, aber wenigstens hast du noch alle rechte bis ende der elternzeit.... -- es sagt ja keiner, dass du dann da auch wirklich wieder anfangen sollst .... -- aber den schutz bis dahin würde ich keinesfalls sausen lassen...

also: nur mut udn halt die ohren steif!"
tanja

Beitrag von stefika1982 31.05.10 - 13:06 Uhr

so sah ich es anfangs.
Dann dachte ich, ach, was solls, diese 3Monate.

Heute sage ich: Gerichtsverhandlung und Weiterbeschäftigung - Notfalls mit einem BV.
Die Kohle brauche ich und ich bin finanziell dann auch sicherer, wie du oben schriebst, auch während der Elternezeit.

Beitrag von blackcat9 31.05.10 - 13:01 Uhr

Hallo.

Gerichtsverfahren sind nie einfach.

Ich bin schwanger geworden, bin nur ein Jahr in die Elternzeit gegangen und meine Firma wollte mich danach 130km entfernt versetzen an einen anderen Standort. Die Firma wußte, dass mein damaliger Lebensgefährte im Schichtdienst arbeitet und ich mich gedreht und gewendet habe, damit mein Sohn nicht erst im Sommer in die KiTa darf, sondern schon ab seinen 1. Geburtstag (also 3 Tage danach), der im Juni ist. Für mich war es unmöglich (schon wegen der Zeit her), dass ich die Strecke täglich bewältige. Ich hätte jeden Tag um 4:30 Uhr aufstehen, meine Sohn um 6 in der KiTa abgeben und dann auf Arbeit mit Bus&Bahn fahren müssen. Ich wäre dann gegen 21 Uhr wieder zu Hause gewesen. Die KiTa hat nur bis 17 Uhr geöffnet. Meine Eltern hätten meinen Sohn ab und zu mal abholen können. Aber das wars auch schon. Und wer übernimmt die Betreuung danach? Mein Kind geht zwischen 18:30 und 19:15 Uhr ins Bett. Heißt: Ich hätte meinen Sohn morgens ein bisschen gesehen und ansonsten nur im schlafenden Zustand oder nur am Wochenende. Das wollte ich nicht.

Nachdem ich das nicht bewerkstelligen konnte und auch Reden mit der Firma keine Punkte gebracht hat, wurde ich wegen Arbeitsverweigerung fristlos entlassen. Ich hab mich arbeitssuchend gemeldet. Bin aber zu meinem Anwalt gegangen.

Ich bin auch vor Gericht gezogen. Eigentlich mit dem Ziel auf Wiedereinstellung. Wir hatten sogar sehr gute Chancen. Aber wie glücklich ist man in einer Firma, gegen die man vor Gericht geht? Steht man auf der Abschussliste, sobald man einen kleinen Fehler macht?

Ich habe zeitgleich nach einer neuen Stelle gesucht und auch gefunden. Wir haben uns dann gerichtlich auf eine ordentliche Kündigung zu meinem Wunschtermin, Nachzahlung der Gehälter seit der fristlosen Kündigung, eine Abfindung und ein tolles Arbeitszeugnis geeinigt. Das Gerichtsverfahren hatte bis dahin ca. 4 Monate gedauert. Es hätten aber leicht 1-2 Jahre daraus werden können.

Überleg Dir also gut, was Du in der Situation machst. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und fühle mich in der neuen Firma sehr viel wohler.

LG und alles GUte
Franzi mit Colin und den Stiefkids Niklas und Justin

Beitrag von stefika1982 31.05.10 - 13:04 Uhr

Ich war auch anfangs fest davon überzeugt, das gerichtlich durchzuziehen.
Dann spielte ich mit den Gedanken, ach, was solls. Die drei Monate und ich habe einfach eine entspanntere Zeit.

Heute sage ich: Gerichtsverfahren und auf Weiterbeschäftigung zielen.
Weil ich es finanziell nicht anders kann.

Beitrag von muire 31.05.10 - 13:04 Uhr

Wenn Du ein BV hast, kannst Du Dich bei der Agentur für Arbeit nicht mehr arbeitslos melden, weil Du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst. In dem Fall, mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bist Du auch nicht mehr krankenversichert und hast keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld (nur bei bestehendem Beschäftigunsgverhältbis oder bestehnder Arbeitlosenmeldung) und dann kannst Du Dir ausrechnen, wie wenig Elterngeld Du kriegen wirst :) Das ist mir nämlich passiert.
Wenn Sie Dir ein BV ausschreiben möchte, achte darauf, dass es eines ist, wo Du in dem Arbeitsfeld nicht mehr arbeiten darfst, aber leichte Tätigkeiten noch, damit Du noch vermittelbar bist und Dich arbeitsnlos melden kannst! Sonst fällst Du genau in eine Gesetzeslücke in unserem achsotollen Sozialstaat. Und wenn Du eine Abfindung bekommst, die wird glaub ich aufs Arbeitslosengeld angerechnet...wenn ich mich rehct erinnere.

Dir viel Glück

Beitrag von 4smet 31.05.10 - 15:48 Uhr

Mir ging es ähnlich aber im nach hinein hab ich herausgefunden, dass sich ein BV nur auf die aktuelle Tätigkeit bezieht. Leider hab ich das erst nach der Geburt erfahren und mir ist da finanziell einiges durch die Lappen gegangen. Du kannst dich also jederzeit arbeitssuchend melden, notfalls kann dir deine FÄ ja bestätigen warum sie ein BV ausgestellt hat.
Das passiert mir diesmal nicht mehr .

Beitrag von muire 31.05.10 - 13:07 Uhr

Ich würde auch durchpochen, dass Du den Job behälst, mich dann von Gyn BV schreiben lassen und entspannt der Geburt entgegen sehen. Dir was neues suchen und kündigen kannst Du immernoch, wenn Du wieder arbeiten willst.
Alle anderen Optionen - reissen Dich in den finanziellen Ruin!

Beitrag von feechen-linda 31.05.10 - 13:08 Uhr

Ich würde auf die Erfüllung meines Arbeitsvertrages pochen, schauen, dass du sonst erstmal 6 Wochen krank bist bzw. ein BV bekommst, somit hast du nach Geburt keine finanzielle Einbußen.

Dann reichst du für 2 Jahre Elternzeit ein - mit Genehmigung, dass du bis 30 Stunden arbeiten darfst und 8 Wochen vor Ende der 2 Jahre reichst du das 3. Jahr ein und guckst gleich nach einer neuen Stelle dich um.

So mach ich das auch!

Lass dir zu Beginn des Mutterschutzes dann auch ein qualifiziertes Zwischenzeugnis ausstellen und mach alles nur noch schriftlich!

LG,
Linda

Beitrag von stefika1982 31.05.10 - 13:10 Uhr

...wenn ich aber in der Elternzeit arbeite, so habe ich das gehört, dann wird das auf das Elterngeld mit angerechnet und somit das Elterngeld gekürzt!?!?!?

Stimmt das?

Beitrag von nusch 31.05.10 - 13:30 Uhr

Hi,

da das Elterngeld eine Lohnersatzzahlung ist, wird Dir im ersten Jahr Elterngeld alles, was Du dazu verdienst, angerechnet.

Grüße
Nusch

Beitrag von nusch 31.05.10 - 13:29 Uhr

Hallo Linda,

geht das, einfach zum Ende der 2 Jahre das 3. Jahr Elternzeit beantragen und muss der Arbeitgeber dem zustimmen?

LG
Nusch

Beitrag von berry26 31.05.10 - 13:14 Uhr

Hi,

also ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall auf Wiedereinstellung klagen. Alles andere wäre für dich ein finanzieller Nachteil egal wieviel Abfindung ihr da raushandeln könnt.

Wenn du tatsächlich wieder arbeiten sollst bis zum Ende der Woche, dann würde ich es einfach mal zuerst versuchen. Wenn es tatsächlich schon nach wenigen Stunden nicht mehr geht, würde ich sofort beim FA anrufen und Bescheid geben das es definitiv nicht geht und du SOFORT ein BV brauchst. Ich denke nicht das es in diesem Fall ein Problem sein wird. Im Notfall gibt es wirklich noch die Möglichkeit über den Hausarzt oder einen Psychologen ein BV zu bekommen.

LG

Judith