unterhaltsfrage

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lene789 31.05.10 - 13:14 Uhr

hallo
habe mal eine frage. bin vom vater getrennt lebend. er wird sich höchstwahrscheinlich weigern für unser kind unterhalt zu zahlen. wenn ich unterhalt anklage, wird er zwar zahlen müssen. allerdings habe ich gelesen das bei einem nettogehalt bis zu 1500 euro der vater 317 euro zahlen muss lt. düsseldorfer tabelle. aber ich finde das etwas viel, zumal er zur zeit keine gute arbeit hat, er verdient ca 1100 euro netto und muss sein eigenes leben und miete auch zahlen.
wie wird das berechnet?
hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
bekomme ich überhaupt etwas fürs kind?
danke lg lene

Beitrag von zwiebelchen1977 31.05.10 - 13:25 Uhr

Hallo

Minmimum Selbstbehatlt sind 900 Euro. Allerdings kann er noch KK, private Altersvorsorge und berufsbedingte Aufwendungen gelten machen. Dann hat er mehr Selbstbehalt.

Alles was darüber ist, wird für den Unterhalt genommen.

Bianca

Beitrag von matw 31.05.10 - 13:29 Uhr

Hallo Lene!

ich würde den Unterhalt nicht gleich "einklagen". Mach beim zuständigen Jugendamt ein Beistandschaft einrichten, die schreiben ihn dann an und fordern die notwendigen Unterlagen an, um die Unterhaltshöhe zu klären.
Der Unterhaltsbetrag ist nicht gleich dem Zahlbetrag, da er sich das hälftige Kindergeld abziehen kann. Wären 235€ Zahlbetrag in Deinem Fall. Grundsätzlich sind 900€ seines Einkommens als Selbstbehalt sicher. Er ist verpflichtet, dem Jugendamt Auskunft über sein Einkommen zu erteilen, auch Zinsen oder ggf. Mieteinnahmen zählen dazu.
Beim Jugendamt ist das "Amt für Familienförderung" für den Unterhalt zuständig und im Gegensatz zum Klageweg ist das alles für Dich kostenfrei.
Gruß Silly

Beitrag von friendlyfire 31.05.10 - 16:10 Uhr

Er verdient 1100 Euro, und davon gehen 225 Euro Mindestunterhalt weg (Kige wird hälftig angerechnet), die eurem Kind zustehen, und die du sicher auch brauchst. Wenn du Unterhaltsvorschuss beantragst, dann wird das nur eine begrenzte Zeit vom JA gezahlt. Aber die holen sich das auch beim Vater wieder. Das sind allerdings nur 127 Euro im Monat.
Ich würde mit ihm versuchen zu vereinbaren, dass er eben alles ausser den Selbstbehalt zahlt, damit du für den wirklichen Notfall den JA-Vorschuss aufheben kannst, falls er arbeitslos wird. Denn im Grunde könnte er 200 zahlen, das sind 73 Euro mehr als der Vorschuss.
Oder kannst du so einfach auf das Geld verzichten?
Denk auch dran, dass man sowas wie Vorschusszahlungen (die ja der Staat vorstreckt) nur im Notfall annehmen sollte. Wenn du arbeit hast, und dich und das Kind selbst finanzieren kannst, kannst du natürlich auch eine regelung mit ihm treffen, dass du nur weniger nimmst... Aber das würde ich nicht machen.