Berufstätige Mamis, die früh wieder arbeiten waren. Hab eine Frage!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von labellavita 31.05.10 - 13:29 Uhr

Hallo ihr Lieben,

soo bald wird meine kleine ein halbes Jahr alt und dann muss ich leider auch wieder ran um zu arbeiten. Bin Arzthelferin und bekomme von daher nicht genug Elterngeld um langfristig unseren Lebensunterhalt zu finanzieren mit Auto etc.

Wollte von daher mal wissen wie das bei euch so geklappt hat?
Ich werde von Juni bis Dezember erstmal Vollzeit arbeiten gehen und ab Dezember dann nur noch 20 Std. die Woche. Während der Zeit ist sie bei meiner Mama oder bei meiner "Schwiegermutter"

Wie war die Anfangszeit so bei euch?
Das einzige was mir etwas Sorgen macht ist das sich vll die Bindung zwischen mir und meiner Tochter verschlechtern könnte bzw. hab ich Angst das sie vll denkt ich geb sie einfach nur ab, das sie vll denkt ich hab sie nicht mehr lieb! Versteht ihr wie ich das meine??
Ich gehe gerne arbeiten aber irgendwie zerbricht es mir das Herz wenn ich daran denke das ich die kleine 2 Tage die Woche komplett von morgends 8 Uhr bis abends 17 Uhr nicht sehe...

Hab versucht mein Chef zu überreden mir meine Elternzeit doch zu verlängern aber erstens macht er das nicht und zweitens wäre mir damit auch nicht wirklich geholfen gewesen wegen dem finanziellen.. und der Papa kann nicht uns alle drei mitfinanzieren

Wie war das bei euch so?
Macht es den Kindern wirklich so viel aus wie wir Mamas manchmal denken oder verkraften die das besser als die Mamas?

Wäre über ein paar Antworten dankbar.
Sorry für den langen Text.

LG
labellavita + Giuliana 23.12.2009

Beitrag von schwarzbaer 31.05.10 - 13:38 Uhr

ich habe 2 Kinder. Mara ist 6, bei ihgr war ich nach dem Mutterschutz, also nach 8 Wochen wieder 30 Stunden pro Woche arbeiten, der Papa auch, Mara war die ersten anderthalb Jahre bei einer Tamu.
Anna ist 3, bei ihr bin ich nach dem Mutterschutz wieder 20 Stunden schaffen gegangen, mein Mann 30. Für die verbleibende Zeit hatten wir wieder eine Tamu, mit 1 Jahr ist Anna dann in die Krippe gekommen.

Meine Kinder haben trotz meiner Arbeiterei eine ganz, ganz enge Bindung zu mir (und auch zu ihrem Papa, der ja auch einen Teil der Betreuung durch das verkürzte Arbeiten übernommen hat).

Wichtig ist, daß Du kein schlechtes Gewissen dabei hast, die Kinder kommen damit gut klar.

Schwierig finde ich die Betreuung durch Mutter/Schwiegermutter bei Dir. Ich würde mir eine Tamu suchen - bei Deinem Szenario sind Konflikte wegen unterschiedlicher Erziehungsstile und -methoden quasi vorprogrammiert.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von fbl772 31.05.10 - 14:43 Uhr

Liebe Mama,

ich habe meinen Dicken auch mit 5/6 Monaten in die Krippe gebracht, anfangs 15 h pro Woche und dann alle 2 Monate gesteigert bis ich auf nunmehr 30 h bis zum Ende des 2. Lebensjahres bin. Dann endet meine Elternzeit und ich werde auf 35 h aufstocken.

Ich habe den Kleinen anfangs von Montag bis Freitag täglich 3 h in die Krippe gebracht. Das täglich Konstante war für uns besser und ausserdem die Zeit ohne mich nicht zu lang (in den 3 h hat er auch meist geschlafen ... :-))

Mittlerweile geht er täglich 7 h in die Krippe und ich konnte in der gesamten Zeit keine Störung der Bindung erkennen. Er hängt an mir wie ein Kleines an seiner Löwenmama hängt. Wenn wir nach Hause kommen, dann habe ich auch nur noch Zeit für ihn - der Haushalt wird am WE zusammen mit Papa erledigt.

Natürlich hatte und hat er Zeiten, in dem ihm der Abschied morgens schwer fällt, aber das wechselt mit Zeiten ab, wo ich froh sein kann, dass ich noch einen Abschiedskuss bekomme! Die Krippe hat den Vorteil, dass er dort wie unter Geschwistern aufwächst - es gibt Größere und Kleinere, und sie lernen so viel voneinander.

Wenn du deine Kleine nur zweimal wöchentlich abgibst, dann arbeitest du aber nicht Vollzeit?

LG
B

Beitrag von labellavita 31.05.10 - 16:20 Uhr

Doch ich gehe schon Vollzeit arbeiten bzw. ich bekomme 40 Std. voll bezahlt auch wenn wir nie auf unsere 40 Std. kommen..
ich arbeite Montags und Donnerstags den ganzen Tag und Dienstags nur von 13 bis 17, Mittwochs dann von 12-17 uhr und Freitags nur von 8-14 Uhr... also bin ich ja auch gar nicht soo lange weg.. aber ich bekomme eben die 40 std. die woche voll bezahlt..

Beitrag von toe 31.05.10 - 15:04 Uhr

Ganz ehrlich???

Freu Dich auf die Arbeit...
Der Kleinen wird es sicherlich gut tun, den Kontakt zu den Großeltern oder auch zu anderen Kindern, und Dir wird die Arbeit sicherlich auch sehr gut tun... mal was anderes zu sehen und woanders noch eine Bestätigung zu bekommen...

So ging es mir wenigstens. Bin auch 20 STd. die Woche wieder los nach 1 Jahr Elternzeit und genieße die Arbeit und die Zeit mit dem Kleinem Mann :-)

Freu Dich darauf...
Es wird Euch sicherlich nicht schaden, sondern vielleicht sogar noch mehr zusammen schweißen..

Alles Liebe

Therese

Beitrag von shorty23 31.05.10 - 16:38 Uhr

Hallo,

ich bin zwar nicht wirklich wieder früh arbeiten (da war unsere Tochter 13 Monate), ich schreibe abe trotzdem mal. Das erste halbe Jahr war es bei uns in der Woche so: 2x die Oma, 1x der Opa, 1x Papa und 1x hatte ich frei. Ich war überrascht wie gut es geklappt hat. Seit 3 Monaten ist sie jetzt 5x/Woche ca. 6,5-7 Stunden in der Krippe und es ist noch viel entspannter für alle. Sie hat einen richtigen Rhythmus und muss sich nicht jeden Tag auf was anderes einstellen, das klappt super. Und ich bin auch viel entspannter. Unserer Kleinen geht es in der Krippe sehr gut und ich vertraue den Erzieherinnen total! Ich denke, wenn das mit der Oma gut klappt, kannst du das auf jeden Fall machen, allerdings fand ich es nur als Übergangslösung gut, so mit 18/20 Monaten finde ich es schon gut, wenn sie noch andere Kinder um sich haben, vielleicht findest du ja eine nette TaMu oder eine Krippe bei der du ein gutes Gefühl hast. Aber vom Gefühl her war es natürlich bei uns auch gut, der Schwiegermutter / eigenen Mama vertraut man ja das eigene Kind gerne an und für die Omas ist es natürlich auch sehr schön!

Ach ja, ich genieße meine Arbeit sehr, mache gerne noch was anderes und nachmittags bin ich dann für die Kleine da. Bei mir war es aber so, dass ich arbeiten wollte, nicht unbedingt wegen des Geldes, deshalb ist es vielleicht ein bisschen anders als bei dir. Ich denke aber nicht, dass es deinem Kind schaden wird oder irgendwas in der Richtung, so lange es dir dabei gut geht!

LG

Beitrag von marjatta 31.05.10 - 20:26 Uhr

Ich gehe seit Anfang Mai wieder arbeiten. Mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt. Die Betreuung von Omas ist im Ausnahmefall ganz prima. Aber die normale tägliche Betreuung ist bei einer Tagesmutter / Krippe besser. Denn Omas mischen sich, wenn sie regelmäßig an der Betreuung beteiligt sind, ganz massiv in die Erziehung ein und viele denken auch, dass es ihr gutes Recht sei, wenn sie soviel Zeit mit den Kleinen verbringen.

habe leider so eine Konstellation in unmittelbarer Nachbarschaft, wo die Oma auch noch im Nebeneingang wohnt und regelmäßig schon gegen 6:30/7:00h morgens dann da ist und die Kleine spielt Mama und Oma regelmäßig gegeneinander aus. Das lässt sie auch gerne mal durchblicken, dass sie - wenn sie sich schon kümmert - dann auf jeden Fall auch mitredet, das ginge ja gar nicht anders. Also mein Ding wär das nicht.

In der Kita gelten da andere Regeln. Da sind mehrere Betreuer in einem Team. Und das sind eben Profis. Und die Kleine profitieren auch sehr von den anderen Kindern, besser als nur von Erwachsenen umgeben zu sein.

Gruß
marjatta