Behinderung durch zu viel Stress???

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von diana760 31.05.10 - 15:33 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage und hoffe jemand von euch kann mir dazu etwas sagen...

Die Tochter meines Freundes (20 Monate) hat eine kleine Behinderung an einem Auge. Das eine ist ganz normal und das andere ist etwas kleiner.
Sie trägt jetzt schon eine Brille...
Wieviel sie sehen kann weiß ich nicht.

Er bekommt von der Mutter keine Informationen - nur Vorwürfe...

Sie meint, dass er an der Behinderung Schuld hat, weil sie sich so viel gestritten haben, als sie schwanger war und weil er nicht wusste ob das Kind von ihm ist, ist er auch häufig mal ausgeflippt und abgehauen.

Natürlich ist das nicht fair gewesen, aber wenn man nicht weiß, von wem das Kind ist, ist das doch auch nicht fair.

Jedenfalls möchte ich wissen, ob solche "Behinderungen" durch Stress entstehen können?

Es kommt doch nicht jedes Kind mit einer Behinderung auf die Welt, bloß weil es Stress gab.?! Oder?!

Danke für eure Meinungen!!!

Beitrag von krokolady 31.05.10 - 15:38 Uhr

weiss nu nicht ganz was gemeint ist......ist das gesamte Auge verkleinert, oder hängt nur das Lid weiter runter?
Denn dann wäre es eine Lidschwäche.
Verwächst sich manchmal. Manchmal bleibt sie auch gleich, und manchmal wirds schlimmer.
Das kann operativ behoben werden!
Mit der Sehschwäche hat eine Lidschwäche aber nichts zu tun.
Auch ist eine Lidschwäche keine Behinderung sondern nur ein kleiner Schönheitsfehler!

Und schon gar nicht entsteht sowas durch Zoff in der Schwangerschaft!

Beitrag von diana760 01.06.10 - 08:17 Uhr

Das Auge ist insgesamt etwas verkleinert und sie verdreht das Auge manchmal etwas. Wie die Diagnose heißt weiß ich nicht und mein Freund bekommt auch null Info...

Beitrag von krokolady 01.06.10 - 08:42 Uhr

Falls er das Sorgerecht mit hat kann er problemlos mit den behandelnden Ärzten reden. Dazu sind die verpflichtet!
Hat er kein Sorgerecht kann er es trotzdem versuchen......muss er halt einfach sagen das er das gern richtig erklärt haben möchte was seine Tochter denn genau hat. Er muss ja nix davon sagen was die Mutter für nen Affen macht......

Beitrag von diana760 01.06.10 - 10:29 Uhr

Hmmm,

da haben wir zwei Probleme...

Er hat kein Sorgerecht... :-(

...und er weiß auch nicht bei welchem Arzt sie sind.

Wenn er sich bei der Mutter erkundigt, sagt diese nur: "halt dich da raus und sieh zu, dass du glücklich wirst. Alles andere mache ich alleine..."

Und wenn er sagt, dass er mit zu einem Arzttermin möchte, sagt sie ihm einfach nicht bescheid, wann dieser Termin stattfindet...

Und dann kam halt die Tage eine sms, dass sie nochmal bei einem Arzt war und dieser gefragt hat, ob es Stress in der Schwangerschaft gegeben hat. Sie hat ihm dann die Schuld dafür gegeben.

Beitrag von kati543 01.06.10 - 10:53 Uhr

Selbst ohne Sorgerecht hat der Vater ein Recht darauf zu wissen, was dem Kind genau fehlt. Zumal die Mutter ihm das ja auch noch in die Schuhe schiebt.

Beitrag von kati543 31.05.10 - 18:34 Uhr

Wie bitte lautet denn die genaue Diagnose? Eine kleine Behinderung ist extrem nichts aussagend.
Behinderungen dieser Art kommen nicht durch Stress. Im Gegenteil ist es sogar so, dass Stress im Mutterleib das Kind schon stärkt. Er soll mal Googeln.

Beitrag von diana760 01.06.10 - 08:24 Uhr

Eine Diagnose wird uns nicht genannt...
Das Auge ist insgesamt etwas kleiner und manchmal dreht sie es ein bischen nach hinten weg. Ich finde, mit der Brille ist es viel besser geworden aber etwas kleiner wird das Auge immer bleiben.
Es ist ja auch keine "schwerwiegende Behinderung". Mir ging es nur darum, ob sowas durch Stress verursacht werden kann. Aber ich habe gestern mal etwas gegoogelt und auch etwas über Vitaminmangel gelesen...

Beitrag von kati543 01.06.10 - 10:50 Uhr

Das verstehe ich nicht. Ihr müsst doch einen Arztbericht haben. Ansonsten lasst ihn euch aushändigen. Als Eltern ist das euer Recht. Mal abgesehen davon, braucht man das auch ständig.
Ich bin kein Augenarzt. Aber von 2 ungleich großen Augen habe ich noch nie gehört. Wohl aber von einer Ptosis. Dabei sieht es nur so aus, als ob die beiden Augen ungleich groß wären. In Wahrheit ist das Augenlid einfach weiter unten bei einem Auge. Je nach Stärke der Ptosis kann das dann operiert werden (Ptosis hat mein Großer auch, aber nur ganz leicht.) Das ein Auge immer mal abwandert kann auch leicht passieren. Das nun wiederum hat mein Kleiner (manchmal kommt es mir wirklich vor, als hätten wir so ziemlich alle Krankheiten in unserer Familie :-( ). Bei meinem Jüngsten ist der Sehnerv unterentwickelt. Er sieht daher auf diesem Auge definitv schlechter. Wieviel er genau sieht ist unklar. Dafür bekommt er Okklussionstherapie. Auf dem selben Auge schielt der Kleine auch. Aber diese ganzen Sachen kann man beheben durch Therapien/OP. Daher ist es einfach mal wichtig zu wissen, was das Kind genau hat.

Beitrag von diana760 01.06.10 - 12:01 Uhr

Wie gesagt, mein Freund hat kein Sorgerecht und die Mutter der Kleinen gibt uns keinerlei Informationen.
Wir wissen zwar, dass sie regelmäßig zum Arzt geht, aber mehr erfahren wir nicht.
Von einem Arztbericht kann mein Freund nur träumen...

Das einzige was er regelmäßig bekommt, sind Vorwürfe, dass ER Schuld daran ist, dass sie diese "Behinderung" am Auge hat, weil ER Schuld an einer "unruhigen Schwangerschaft" ist...

Beitrag von michi0512 01.06.10 - 07:55 Uhr

also ich halt es für unwahrscheinlich dass es am stress in der ss lag. sie muss sich nunmal damit abfinden dass ihr kind eine "behinderung" hat. fertig!!!!

schuldige finden nützt ihr gar nichts, die gibt es nicht. sicher machen sich alle betroffenen eltern gednaken wie "was hab ich falsch gemacht? hab ich was falsches gegessen?...."

aber: wenn einen so ein schicksal trifft dann nur, weil eine höhere macht der meinung ist: "das sind die richtigen eltern für das kind, die packen das."

SIE sollte sehen dass sie damit klar kommt kein äußerlich perfektes kind zu haben.

Beitrag von 3wichtel 02.06.10 - 08:17 Uhr

<<aber: wenn einen so ein schicksal trifft dann nur, weil eine höhere macht der meinung ist: "das sind die richtigen eltern für das kind, die packen das." <<

Na, da irrt die höhere Macht dann aber ziemlich oft.

Beitrag von 3wichtel 02.06.10 - 08:19 Uhr

Es gibt in der Tat einige Arten von Auffälligkeiten (Wahrnehmungsstörungen, ADHS, etc.), von denen immer behauptet wird (aber nichts bewiesen ist), dass sie durch Stress in der Schwangerschaft ausgelöst/ verstärkt werden können.

Aber ein körperliche Fehlbildung kommt definitiv nicht von Streß!

Beitrag von moonerl 02.06.10 - 13:05 Uhr

Hallo,

als ich mit meiner 3. Tochter schwanger war, hatte ich eine ziemliche heftige Schwangerschaftsdepression. Es verging kein Tag an dem ich nicht geweint habe.
Unterstützung bekam ich kaum, leider war mein Mann mit der Situation total überfordert und so haben wir in der Zeit auch ziemlich viel gestritten.

Ich war total frustriert und dachte viel an mein Kind, wie wird es sein wenn es auf der Welt ist ??
Eine Schwangerschaft soll doch positiv sein und ich muß soviel weinen.

Mein Kind kam auf die Welt und sie war und ist ein total fröhliches Mädel.
Sie fing sehr früh an zu lachen, war selten am weinen.

Grüßle :-)

Beitrag von alpenbaby711 03.06.10 - 20:16 Uhr

Also ich bin KEIN Arzt aber kann mir definitiv nicht vorstellen das die Behinderung von dem Streß kommt. Das glaub ich ganz sicher nicht. Die Mutter hat ein problem damit fertig zu werden und sucht einen Grund ders ihr leichter macht. Sie wird damit aber leben müssen.
Ela