Kennt sich jemand mit ständiger Blasenentzündung (Katheter) aus?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von hannah333 31.05.10 - 18:48 Uhr

Hi,

mein Opa hat aufgrund von Prostatakrebs seit über einem Jahr einen Katheter. Seit ein paar Monaten hat er alle 2 Wochen dadurch eine Blasenentzündung - ständig kommt der Rettungswagen. Dann wird alles sauber gemacht und ein paar Tage später geht es wieder los.

Gibt es da keine Alternative? Ambulante Pflege fällt aus, diese Art von Katheter können die wohl nicht sauber machen - geht nur beim Arzt.

Kennt das jemand? Geht das jetzt so weiter bis er stirbt? Ich finde das schrecklich, kann ihm nicht helfen und will verstehen warum nicht:-(

Beitrag von mansojo 31.05.10 - 18:54 Uhr

hallo,

katheterpflege ist aufgabe der pflege und nicht des arztes

hat er einen durch die bauchdecke oder durch die harnröhre?

Beitrag von hannah333 31.05.10 - 19:51 Uhr

durch die bauchdecke...ja, der meinung war ich auch. hab sogar mit der krankenkasse telefoniert, die sind auch der meinung.

wie soll man auch mit schmerzen, dass man nicht gehen kann, einen arzt aufsuchen?

Beitrag von mansojo 31.05.10 - 20:33 Uhr

die pflege liegt ganz klar beim pflegepersonal

aber diese wiederholten entzündungen machen meiner meinung nach einen wechsel notwendig

mir scheint da ist ein entzündungsherd der unter der haut liegt und mit desinfektion nicht zu beheben ist

macht noch mal richtig druck

achtet auch selbst auf hygiene
der katheter darf nur mit handschuhe desinfiziert werden und er muss steril abgedeckt werden

günstig wäre auch eine desinfiziernde paste wie betaisodonna


alles gute manja

Beitrag von ks83 31.05.10 - 21:16 Uhr

Hallo,
wie oft wird der Katheter denn gewechselt?
Den Verband macht doch aber der Pflegedienst,oder? Dann sollten die mal Betaisodona-Salbe drauf machen. Und bei jedem Beutelwechsel muss die Verbindungsstelle desinfiziert werden.
Wurde denn der Urin mal genau untersucht? Denn dann könnte man ein gut wirksames Antibiotikum finden.

Darf ich fragen,wie alt dein Opa ist? Warum kommt denn eine OP nicht in Frage?

Übrigens der Pflegedienst MUSS das können - sonst haben sie kein vernünftig ausgebildetes Personal. Sucht euch doch einen anderen,denn das ist eine Standardaufgabe eines Pflegedienstes.

LG,Lene

Beitrag von hannah333 02.06.10 - 09:15 Uhr

Hi,

den Wechsel macht der Arzt ca. alle 6 Wochen?! Mein Opa wird 85, von einer OP hat nie jemand gesprochen. Auch seine Antibiotika bekommt er nur für den akuten Fall.
Urin haben sie neulich wieder abgenommen.

Ach, das ist alles total blöd - er wohnt weiter weg, meine Oma kommt damit nicht so gut zurecht, alle anderen fahren ihn nur im Notfall ins Krankenhaus und ich hab einen kleinen Sohn und bin die einzige der er leid tut....was soll man da machen? Ich spreche oft mit meinen Großeltern, dass sie sich die Pflege verschreiben lassen wollen, aber die meinen nur "die Ärztin ist doch gut, wenn die das nicht macht dann brauchen wir das nicht"...

Soll er sich jetzt quälen bis er stirbt? Nachts läuft er so lange mit Schmerzen umher bis meine Oma mal wach wird und morgens dann Verwandte anruft...

ach menn0:-[:-(

Beitrag von ks83 02.06.10 - 09:48 Uhr

Alle 6 Wochen ist okay,das kann man so stehen lassen.
Hat er denn noch Metastasen??Oder warum will man nicht Metatstasen? Oder wegen des Alters? Manchmal macht man das nicht mehr,weil der Krebs noch recht klein ist und man nicht davon ausgeht,dass jemand unbedingt 100 wird.Aber wenn er schon nicht mehr normal Wasser lassen kann?! Fragt doch den Arzt mal dazu...
Und wer wechselt den Verband? Und wie oft??Wie gesagt,besorgt mal Betaisodona-Salbe.
Und zu dem Thema Pflegedienst: Woher soll die Ärztin denn so genau wisse,dass deine Oma nicht damit klar kommt? Wenn man ihr das sagen würde bin ich sicher,dass ihr auch eine Verordnung bekommen würdet. Frag doch deine Oma mal,ob sie so argumentieren kann.
Und wenn er so starke Schmerzen hat,dann braucht er vernünfitge Medikamente - auch da sollte man dran bleiben.


Ach so: Konnte er denn GAR KEIN Wasser mehr lassen,oder blieb nur Restharn in der Blase? Hat er denn mal Medikamente dafür bekommen? Vielleicht ist es ja möglich,generell über die Harnröhre Wasser zu lassen und den Katheter nur 2-3 mal am Tag zu "öffnen" und den Restharn abzulassen.


LG,Lene

P.S Hat er denn einen guten Urologen oder ist er "nur " bei einer Hausärztin?

Beitrag von myimmortal1977 01.06.10 - 00:00 Uhr

Katheter und Drainagen sind leider immer gute Bakterienbrutstätten. Mehr als konsequente Sauberkeit kann man da nicht empfehlen.

Ich würde übrigens keine Jodsalbe zur Desinfektion verwenden, auch keine Jodtinktur. Ist auf Dauer zu agressiv.

Octenisept ist viel hautfreundlicher, kann großzügig angewendet werden und eignet sich auch für Spülungen. Frag mal in der Apotheke.

Bei ständigen Entzündungen sollte auch eine längerfristige antibiotische Therapie angestrebt werden.

LG Janette

Beitrag von ks83 02.06.10 - 09:51 Uhr

Kann ich fast alles so unterschreiben - aber bei akuten Entzündungen an der Eintrittstelle nehmen wir IMMER Beta-Salbe??!Sie sollen das ja nicht für immer benutzen.Octenisept sollten sie als Sprühdesinfektion trotzdem haben - und bei jedem Verbandswechsel großzügig einsprühen.
Und SPÜLUNGEN sollten sie lieber Fachpersonal überlassen.