Epilepsie bei Erwachsenen (lang!)

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von katy1210 31.05.10 - 20:47 Uhr

Hallo,

in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich ein schlimmes Erlebnis. Ich wurde wach, weil das ganze Bett auf einmal gewackelt hat und mein Freund komische Geräusche von sich gegeben hat. Als ich das Licht angemacht habe, sah ich, dass mein Freund krampft und Schaum vor dem Mund hat. Er kam dann mit dem RTW ins KH und dort wurde dann gesagt es wäre ein Grand-Mal-Anfall und er durfte wieder nach Hause.
Am nächsten Tag hat das KH angerufen, der Oberarzt hätte auf dem CT einen Entzündungsherd gesehen, er soll zur Lumbalpunktion kommen. Damit fing das schlimmste überhaupt erst an. Seit dem hat er heftige Kopfschmerzen & Überlkeit. Also sind wir gestern wieder ins KH. Dort bekam er auch Infusionen und da ich weiß, dass er zu Hause keine Bettruhe einhält, ist er dort geblieben.
Jetzt wird er einfach so auf Epilepsie behandelt mit Tavor. Es wurde kein MRT (letztes am 30.4.) und kein EEG durchgeführt.
Woher können die denn sagen, dass es sich ganz sicher um Epilepsie handelt?
Er hatte seit Feb. 3-4 kleinere Anfälle. Seine Lippe hat links gezuckt, er konnte nicht sprechen und sein Arm war ganz kribbelig. Darauf wurde ja dann das MRT gemacht, wo raus kam, dass er eine Hirnfehlbildung der grauen Zellen hat.


Außerdem hab ich selbst totale Panik vor einem nächsten Anfall. Es war einfach so schrecklich das anzusehen und vor allem hilflos zu schauen zu müssen... #schmoll

Danke fürs Lesen!

LG Katja

Beitrag von pizza-hawaii 31.05.10 - 20:56 Uhr

In was für einem KH wird er denn behandelt? Nur auf einer internistischen Station oder haben die dort eine Neurologie? Ist er seit dem Erstereignis bei einem Facharzt in Behandlung?

pizza

Beitrag von katy1210 31.05.10 - 21:07 Uhr

Er ist im Städtischen Klinikum auf der Neurologie. Die sagen eben nur, dass es für Epilepsie spricht und er deshalb so behandelt wird.
Einen Termin zum EEG in einer neurologischen Praxis hat er am Mittwoch. Ich hoffe bis dahin ist er zu Hause.

lg

Beitrag von pizza-hawaii 01.06.10 - 17:07 Uhr

Komisches KH wenn die nicht mal ein EEG machen #kratz

Aber schön das es ihm besser geht!

Alles Gute für Euch!

pizza

Beitrag von katy1210 01.06.10 - 21:31 Uhr

Er hat heute noch ein EEG bekommen, nachdem er danach gefragt hat #klatsch

Beitrag von ini29 01.06.10 - 10:42 Uhr


hallo katja,

mein mann hat seit 20 jahren epilepsie....ich habe auch immer noch ein mulmiges gefühl wenn er ausfälle hat#zitter bei einem anfall ganz zu schweigen.... ich weiß wie du dich in so einem moment fühlst#schmoll.er ist aber sehr gut mit der medikation eingestellt....und geht regelmäßig zu seiner neurologen.
er hatte damals aber auch ein eeg und mrt bekommen.

alles gute für euch weiterhin....melde dich einfach wenn du noch fragen hast


lg ines:-)

Beitrag von amaramay 01.06.10 - 13:13 Uhr

Hallo, mein Mann hat auch Epilepsie. Er hatte mehrere MRTs, EEGs, wurde in die Klinik nach Hamburg geschickt, wo er nochmal untersucht und medikamentös eingestellt wurde. Gegen die Lumbalpunktion hat er sich verweigert. Er lebt nun seit einem Jahr auf Medikamtente eingéstellt recht gut mit der Krankheit, mir ist immer noch die Angst im Nacken. Hat dein Mann auch ein Fahrverbot ausgesprochen bekommen???
Wenn du Lust auf Austausch hast, dann melde dich gerne über VK.
LG D.

Beitrag von katy1210 01.06.10 - 14:02 Uhr

Danke für eure Antworten!
Es geht ihm heute schon besser und evt. darf er nachher heim, wenn nicht morgen.
Ja, ein Fahrverbot hat er für 2 Jahre. Was ich auch absolut richtig finde. Nur in seinem Beruf ist es eben schlecht. Er ist Physiotherapeut und muss ab und zu Hausbesuche machen. Sein Chef hat gesagt, er soll sich erstmal keine Gedanken machen, außer er bekommt jetzt öfter solche Anfälle, dann ist er nicht mehr tragbar.
Ja, es ist halt eben diese Angst. Ich hoffe, dass die Erinnerungen verblassen und ich bald wieder richtig schlafen kann :-)

Liebe Grüße
Katja