ich ja, er nicht

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von scarlight 01.06.10 - 00:43 Uhr

Hallo zusammen!

Mich quält etwas:
Seit Jahren habe ich einen immer stärker werdenden Kinderwunsch.
Mein Partner nicht.
Er schiebt es und schiebt es. Nun ist es sogar soweit, das er nicht mehr ohne Kondom mit mir schlafen will!
Was soll ich tun?#schmoll

Beitrag von swety.k 01.06.10 - 07:45 Uhr

Hallo,

das ist eine schwierige Situation, wenn einer unbedingt ein Kind will und der andere nicht. Da kannst Du aber leider nicht viel machen. Entweder einer von Euch ändert seine Meinung oder Ihr trennt Euch. Ich habe tatsächlich gelegentlich schon von Paaren gehört, die sich aus genau diesem Grund getrennt haben. Du mußt Dir halt klarwerden, ob Dein Kinderwunsch wirklich stärker ist als die Liebe zu Deinem Partner und wenn das der Fall ist, bleibt nur noch ein Weg.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von scarlight 01.06.10 - 18:15 Uhr

Hallo Swety!

Er wird seine Meinung genauso wenig ändern wie ich.
Die Sehnsucht Mama zu sein ist einfach immens.
#stern

Beitrag von willnix 01.06.10 - 12:19 Uhr

Bei mir war es damals ähnlich. Meine Freundin wollte Nachwuchs und ich nicht.
Das hatte bei mir mehrere Gründe.
Zum einem hatte ich immer Angst, so zu werden wie mein Vater (und das wollte ich keinem Kind zumuten) und zum anderen wollte ich mich nicht zusätzlich durch ein Kind binden, weil unsere Beziehung aus meiner Sicht eh auf tönernen Füssen stand.
Die Beziehung ist dann auch in die Brüche gegangen (nicht wg. des Kinderwunsches).
Sie hat nie Nachwuchs bekommen und ich habe zwei Töchter. Worüber sie immer noch tierisch sauer auf mich ist.
Das er nur noch mit Kondom will, zeugt davon, dass er Dir nicht (mehr) traut, oder nimmst du nicht die Pille?
Aus meiner Sicht müsstet Ihr dieses Thema auf den Tisch bringen und Klartext reden. Auch, dass Dein nicht erfüllter Kinderwunsch das Ende der Beziehung bedeuten könnte.

Beitrag von scarlight 01.06.10 - 18:10 Uhr

Hallo willnix.

Wir haben, bis auf einmal ganz und ein paar Mal kurz, immer mit Kondom verhütet, da ich die Pille nicht vertrage.
Das kondomlose Vergnügen ging von meinem Freund aus!
Ich bin schon der Meinung das mein Freund mir vertraut, nur ich weiß seit dem letzten Mal als ich mit ihm schlafen wollte und er mich abblitzen ließ, da er auf ein Kondom nicht mehr verzichten möchte, das er keine Kinder haben will.
Ich bin nicht bereit noch 4 bis 7 Jahre weiter zu warten, aber eine Trennung?
In dem Punkt, das Du nun Papa bist und Deine Ex, die sich immer Kinder (mit Dir) gewünscht hatte, kinderlos geblieben und sie nun sauer auf Dich, kann ich Deiner Ex nachfühlen.
Mein Freund und ich haben oft über das Thema gesprochen, soweit bis er abblockte.
Er sagt ich setze ihn unter Druck, dabei wünsche ich mir ja ein Kind MIT ihm. #schmoll
Aber der Wunsch in mir ist so immens groß, Mama zu sein, das ich mich von ihm inzwischen als Mensch abgelehnt fühle.

Beitrag von willnix 02.06.10 - 09:37 Uhr

Also ich wollte auch nach der Trennung keine Kinder. Aber dann kam meine "Große" als TroPi.... :-[ Ich war ganz schön geschockt. Hab aber dazu gestanden und heut möcht ich meine Kiddies nicht mehr missen. #verliebt

Absolut vertrackte Situation bei Euch.......
Es ist schwer nachzuempfinden, was in ihm vorgeht.
- Hat er Angst, dass er der Verantwortung nicht gewachsen ist,
- oder das er ein schlechter Vater sein könnte (war bei mir so)
- Finanzielle- Existens Ängste
- Befürchtungen, das er sich einschränken müsste...

Da gibt es so vieles, was der Grund sein könnte.

Eine "Idee" hätte ich da noch.
Ich habe auch schon oft gehört, dass Männer befürchten, nur als "Zuchtbulle" benutzt zu werden und die Frau sich hinterher nur noch um das Kind kümmert. Angst, dass für ihn keine Liebe mehr übrig bleibt.
Dies ist oft dann der Fall, wenn Frau sich so sehr Nachwuchs wünscht wie Du. Wenn Du ihm diese Angst nehmen könntest, sofern sie denn da ist.....

Beitrag von scarlight 02.06.10 - 20:37 Uhr

Hallo willnix.

Es ist schon ziemlich festgefahren, da ich dem Thema ja schlecht ausweichen kann.
Das viel Zeit und Kraft ins Kind investiert werden ist ja klar.
Als Samenspender/Zuchtbulle sehe ich ihn nicht an.
Immerhin wünsche ich mir ja ein Kind MIT ihm. Aber er meinte auch, das er wenig machen würde, zumindest nachts und auch seine Freiheiten haben wolle.
Nach der Arbeit und abends bzw am Wochenende fürs Kind da sein.
Kein Teilzeitpapa sein.
Etc.
Ich denke, das mein Freund und ich ziemlich hartnäckig an unseren Meinungen "kleben". Kinder: er nicht, ich ja.
"Zumindest jetzt noch nicht", schmerzt mich sehr.
Er meinte mal, das er zu kindisch sei. Mit 32.
Als wir einmal dachten, das ich schwanger sei, war er auch sehr süß.#verliebt
Dummerweise deutete er es auch auf seiner Arbeit an.....
Und es war "Fehlalarm"......
Ich denke schon, das wir bereit sind für ein Kind, da sich mit einem kleinen Hosenscheißerchen ja eh alles ändert.
#schrei
Zwingen kann ich meinen Freund nicht.
Fremdgehen will ich nicht.
Also bleibt mir nur:
entweder ich akzeptiere seine Verweigerung und Ablehung oder ich gehe und finde eventuell einen anderen Mann, der sich mit mir eine Familie vorstellen kann und dieses auch umsetzt.
Beides macht mich traurig.

Beitrag von janamausi 03.06.10 - 12:02 Uhr

Hallo!

Ich sehe es ganz anders.

<<Aber er meinte auch, das er wenig machen würde, zumindest nachts und auch seine Freiheiten haben wolle. <<

Wenn schon so etwas kommt BEVOR das Kind da ist, sehe ich kaum Chancen das er ein guter Vater ist. Gerade am Anfang brauchen Babys/Kleinkinder volle Aufmerksamkeit, 24 Stunden am Tag und da hat man kaum Freizeit. Da muß man sein Leben estmal komplett hinten anstellen und nur für das Kind da sein. Und das muß einen von Anfang an klar seiin und dazu muß man auch bereit sein.

Bei euch sehe ich die Gefahr, wenn ihr jetzt ein Kind bekommen solltest, dass Du bald im Partnerschaftsforum schreibst, weil dein Partner sich absolut nicht um die Familie kümmert und alles an dir hängen bleibt.

LG janausi

Beitrag von scarlight 03.06.10 - 13:31 Uhr

Hallo janausi!

Ich bin bereit mich voll um den Nachwuchs zu kümmern!
Mein Freund argumentierte damit, das er ja arbeiten geht und ich den Haushalt und die "Kinderversorgung" zu übernehmen habe, da ich nicht arbeiten gehe.
Wenn er kein Teilzeitpapa sein will, wünschte ich mir schon, das er auch nachts aufsteht und mich unterstützt, aber Du hast schon recht, das hatte ich ja auch geschrieben, das der Großteil meine Aufgaben sein werden.
Wie oben erwähnt wünsche ich mir das ja, den Tag und die Nacht für den Nachwuchs dazusein. Aber eben auch Unterstützung.
Er warf mir vor alleinerziehend sein zu wollen. In einer anderen Wohnung mit Kind wohnen zu wollen.
Das stimmt nicht.
Aber bei solch nahezu kindischem Verhalten würd ich es wohl doch vorziehen, da ich ja dann schon ein Kind zu versorgen hätte.

Beitrag von janamausi 04.06.10 - 13:55 Uhr

Hallo!

Sicherlich bleibt die "Hauptarbeit" an der Mutter hängen wenn der Mann arbeiten geht, also Nachts aufstehen etc. Aber es ist ja nicht nur das. Am Wochenende will man (bzw. Frau) ja auch gerne eine Familie haben. Und da sehe ich die Gefahr: Das dein Freund weiter sein Single-Leben lebt und Du alleine am Wochenende mit dem Kind bist. So etwas geht auf Dauer nicht gut.

Wenn man hier im Partnerschaftsforum schaut gibt es soooo viele Beiträge, in denen Mütter schreiben, dass sie das Wochenende ganz alleine verbringen müssen weil der Mann Abends/Nachts fort geht, ausschlafen will, mit Freunden etwas unternehmen will, aber keine Zeit mit der Familie verbringen will.

LG janamausi

Beitrag von manavgat 01.06.10 - 19:30 Uhr

Ihm klar sagen, dass er dann nicht der Mann ist mit dem Du eine Partnerschaft haben kannst.

Dann ist er am Zug.

Gruß

Manavgat

Beitrag von engel7.3 01.06.10 - 20:48 Uhr

Hallo!

Hat er triftige Gründe warum er keine Kinder möchte?
- ist er krank?
- will er noch "warten"
- bist DU die Frau mit der er sich ein ganzes Leben vorstellen kann?
- kann er vielleicht keine Kinder zeugen?
- hat er selber schlechte Erfahrungen als Kind gemacht??

Kläre mal die Gründe ab, und dann mußt Du, im Zweifelsfall. ihn vor die Wahl stellen.

Glg

Beitrag von scarlight 01.06.10 - 22:40 Uhr

Hallo engel7.3!

Ein gewisses Maß an Defiziten haben sowohl mein Freund als auch ich und dennoch möchte ich eine Familie.
Ich habe Diabetes Typ1 und neige zu Depressionen, er hat eine operierte LKGS und eine chronische Entzündung in der Lunge.
Ja, das Männer noch "warten" wollen kenne ich bereits aus einer früheren Beziehung.
Das ist einfaches Schieben. #schmoll
Mein Freund und ich hatten beide auch schlechte Erfahrungen in der Kindheit machen müssen, aber wer muss das nicht?
Er sagt mir immer wieder, das er noch sehr lange mit mir zusammen bleiben will und auch mal Kinder, aber nur nicht jetzt sofort.
Als Mann kann man da ja auch einfach bestimmen und sich verweigern, sicher tun das auch manche Frauen, aber ohne #schwimmer und #herzlich kein #baby!
Inwieweit mein Freund zeugungsfähig ist wissen wir nicht. Bei mir soll es laut Gyn schwieriger sein schwanger zu werden.
Genauer untersucht wurden wir beide noch nicht, da er ja keine Kinder will.
Ich möchte keinem zu nahe treten, aber ich möchte auch nicht erst Mitte 30 oder Anfang 40 Mama werden.
Ich werde in zwei Monaten 28. Wenn ich nun noch 4 bis 7 Jahre warten soll BIN ich Mitte 30.
Kennt denn keine/r von Euch das Gefühl, das da draußen das Kind "ist" und frau eine immense Sehnsucht danach hat?

Beitrag von dodo154 04.06.10 - 14:35 Uhr

Klar, Scarlight, kennen sicher viele dieses Gefühl. Ich kannte es übrigens auch. Ich bin übrigens auch eine dieser "alten" Mütter, die du nicht werden möchtest.
Ich wusste schon in meiner Jugend, dass ich mal Mutter werden möchte. Aber mein Leben war so wechselhaft, beruflich, wie privat, dass ich auf meine Tochter doch bis zu meinem 36 Lebensjahr warten musste. Auf den richtigen Mann dafür übrigens auch 34 Jahre. #freu Gut Ding will halt tatsächlich Weile haben. #verliebt Jetzt wird meine Maus bald 2 Jahre alt und wir sind alle glücklich und zufrieden so wie es ist. Ich hätte so eine Lebensentscheidung niemals übers Knie gebrochen und ich wollte mir immer sicher sein, dass ich mit der Arbeit und den Sorgen, die ein Kind immer macht, nicht allein dastehe, wenns sich vermeiden lässt. Und dazu braucht es auf jeden Fall jemanden, der sich auch ein Kind wünscht. Dein Freund scheint das ja nun auf keinen Fall. Zumindest "jetzt noch nicht"! #kratz Das ist immer so eine fadenscheinige Aussage, finde ich jedenfalls. Das hat ne Menge von Vertrösten. :-[

Ich empfehle dir, dir darüber klar zu werden, was du willst. DIESEN Mann ODER ein Baby. Das eine scheint nicht mit dem anderen zu gehen. Und wenn du dich entschieden hast, steh zu dieser Entscheidung, so schwer dir das auch fallen mag.

So oder so. Ich wünsche dir, dass in dein Leben bald etwas Ruhe und Zufriedenheit einzieht und sich deine Träume erfüllen.

Gruß Dodo