Ich mach mir Sorgen - 3,5J - um`s Sprechen/Kontakte ausserhalb der Fam

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von 4mausi 01.06.10 - 08:23 Uhr

Hallo!

Seit einem halben Jahr sind wir nun auch im Kiga, mit wenigen/normalen Fehlzeiten (Krankheit und Urlaub).

Das Sprechen ist zu Hause + innerhalb der Familie gar kein Thema, das klappt super, auch der Wortschatz ist sehr gut.

Aber im Kindergarten, mit Nachbarn, Bekannten etc. spricht er nicht. Noch nicht mal einzelne Wörter. Er sagt kein ja oder nein, Hallo oder Tschüß, danke oder bitte. Zu Hause tut er das schon.

Was kann ich denn nur tun, damit er auch "draussen" spricht?

Sein Sozialverhalten leidet ja auch darunter, #heul und wenn ich an die Schule denke, ist das denkbar schlecht.
Ich dachte eigentlich, daß das "draussen sprechen" mit Eintritt in den Kindergarten besser wird, aber bis jetzt ist das nicht der Fall.#schmoll

LG

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 08:38 Uhr

Vielleicht muss er die Erfahrung machen, dass Nicht-Sprechen persönliche Nachteile mit sich bringt. Ich denke da jetzt an die Fleischereitheke, wo er eine Wurst angeboten bekommt, die dann aber nicht bekommt, weil er eben nichts sagt. Oder er möchte ein Brötchen vom Bäcker... "Dann geh und kauf dir eins!" und wenn er nicht will: "Tja, dann kannst Du auch keins haben." Soll heißen: Vielleicht nimmst Du ihm im Moment einfach zu viel ab, was er schon gut alleine könnte.

Ich bin nicht für Druck in der Erziehung, aber manchmal brauchen Kinder einfach ein klares Statement ihrer Eltern. Man muss damit sehr vorsichtig sein, um das Kind nicht zu überfordern, aber so nein kleiner Schubs in die richtige Richtung wird nicht gleich einen psychischen Schaden hervorrufen, insbesondere, wenn das Kind dadurch einen Vorteil hat und eine unmittelbare Belohung bekommt (die Wurst oder das Brötchen).

Vielleicht steckt dein Sohn aber auch in der letzten großen Fremdelphase und braucht einfach noch etwas Zeit.

Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 08:55 Uhr

Hallo,

es gibt aber auch Kinder denen es dann egal ist. Mein Sohn ist soeiner. Er ist sogar eine Zeit lang gar kein Karussel gefahren weil er die Chips sich alleine holen sollte und abgeben sollte. Nee dann fährt er einfach nicht das macht Ihm nix aus. Seine Aussgaen sind dann immer die kenne ich nicht mit den spreche ich nicht und nimmt auch nix an.

LG Sandra

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 09:34 Uhr

Na ja gut, aber dann ist es seine Entscheidung. Er weiß dann aber wenigstens, dass sein Nicht-Sprechen Konsequenzen hat im Gegensatz zu einem Kind, das immer damit durchkommt und auch keine Nachteile davon hat.

Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 10:29 Uhr

bei uns ist ja nicht nur das nicht sprechen er nimmt nix an von Personen die er nicht kennt. So langsam nimmer er jetzt aber Sachen an und einkaufen klappt auch schon ganz gut nur das er halt immer schweigt. Bin aber froh das er das Geld der Verkäuferin geben kann ist schon mal ein kleiner Anfang. Vor einem halben Jahr war da gar nicht daran zu denken.

Was er auch gerne macht wenn er weiter weg ist dann ruft er. Ich möchte was trinken aber kaum ist die Kellnerin da sagt er nix mehr. Dann zeigt er nur. Und dann fragen die ja nach und er nickt für uns schon ein ganz kleiner Fortschritt. Vorher gab es nur Theater weil er das gar nicht alleine machen wollte.

LG Sandra

Beitrag von 4mausi 01.06.10 - 09:20 Uhr

So ähnlich verfahre ich zu Hause, wenn ich dabei bin.
Z.B. bekommt er nur was von mir, wenn er auch danke sagt. Das tut er zu Hause.

Aber die anderen Leute nehmen ihm auch alles ab. Er ist ja so klein und zierlich und unheimlich süß, da braucht er nie sprechen.

Das Brötchen beim Bäcker bekommt er schon so von der Verkäuferin geschenkt, ohne das er was sagen muß.
Im Kiga der Toilettengang: Die Erzieherin geht von sich aus mit ihm zur Toilette. Wenn sie das nicht tut, macht er einfach in die Hose, weil er ja nichts sagt.

Das sind also meistens so Dinge, mit denen ich dann auch nicht viel zu tun habe.

LG

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 09:38 Uhr

Tja, das ist dann natürlich schwierig.

Macht es ihm denn etwas aus, wenn er in die Hose gemacht hat? Dann würde ich es darauf ankommen lassen.

Den Bäcker würde ich "impfen", dass er keine Brötchen mehr schenkt (vorausgesetzt Ihr geht immer zu demselben Bäcker). Sagst Du einfach "Wir üben gerade, dass der Kleine sich selbst Dinge kaufen geht."

Mit den Erzieherinnen würde ich auch sprechen, dass sie ihn etwas links liegen lassen, wenn er nichts sagt.

Mehr kann man nicht tun.

Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 10:21 Uhr

Hallo,

das mit der Toilette haben wir auch. Traut sich nie etwas zu sagen ist Ihm peinlich. Am Anfang war das ein ganz großes Problem hat sich nie gtraut und hat versucht aufzuhalten klappt ja nun mal nicht so lange dann ging es in die Hose und das ist Ihm auch sehr unangenehm. Jetzt bekommt er nur noch Hosen an die er alleine aufmachen kann damit er alleine gehen kann.

Ich bin froh, dass mein Sohn die Brötchen einfach so bekommt ohne das er was sagen muss weil er auch erst mal lernen muss das er das annehmen kann und so langsam macht er das auch. Danach kommt bei uns der nächste Schritt.

LG Sandra

Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 08:51 Uhr

Hallo,

mein Sohn 4,5 Jahre ist genauso. Er spricht nicht mit Fremeden und nimmt auch nix an. Scheibe Wurst beim Schlachter ging ja gar nicht er hat schon immer vorher geweint weil er die ja nicht annehmen wollte. Habe IHm erklärt, dass er das auch nicht muss er muss nur Nein sagen und was macht er er schüttelt nur mit dem Kopf.

Ich und die Erzieherinen haben auch schon Bauchschmerzen :-), da mein Sohn nächstes Jahr in die Schule kommt. Der Sprachtest ging auch total daneben. Er hat kein einziges Wort gesagt als dann seine Erzieherin und eine Lehrerin das mit Ihm gemacht haben hat er wenigsten alles mit den Fingern gezeigt. Kaum waren wir draussen fing er an zu plappern.

Seit ende Januar geht er zur Psychomotorik. Etwas ist es jetzt besser geworden er kann eine Scheibe Wurst beim Schlachter annehmen und auch wenn er Karussel fahren möchte kann er den Chip sich schon alleine besorgen aber sagen tut er immer noch nix.

Wir wissen auch nicht mehr weiter haben schon die Frühförderung informiert die waren auch schon bei uns zuhause konnten natürlich nix feststellen da er ja da geredet hat (hat zwar gedauert). War ja zuhause sein Bereich da fühlt er sich sicher und wohl. Jetzt mal abwarten die machen noch einen Termin in der Kita.

LG Sandra

Beitrag von anja96 01.06.10 - 09:39 Uhr

Hi Sandra,

bekommt man für Psychomotorik ein Rezept vom Kinderarzt oder wie funktioniert das? Und wie ist das mit der Frühförderung? Wofür ist die gedacht?

LG, Anja

Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 10:05 Uhr

Wir bezahlen das selber 5 EUR die Stunde und es ist einmal die Woche. DEr KIndergarten hat uns dazu geraten.

DIe Frühförderung ist füe alle Kinder gedacht die Defizite aufweiswen. Die schauen sich Dein Kind an und entscheiden ob das Kind eine Förderung braucht (z.B. auch Sprache) das zhlt in der Regel die Kasse dann.

LG Sandra

Beitrag von 4mausi 01.06.10 - 09:42 Uhr

Warum Psychomotorik?
Hat das nicht eher was mit Bewegung zu tun?

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 09:49 Uhr

Wikipedia: "Psychische Vorgänge, wie z. B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsanlage beeinflussen das spontane Bewegungsspiel. Diese kausale Verknüpfung wird Psychomotorik genannt. "

Also wenn man so will: Ein Kind wird angesprochen und versteckt sich hinter Mama. Dann ist das ein psychomotorischer Vorgang.



Beitrag von joel-laurin 01.06.10 - 10:11 Uhr

bine3008 hat das ja schon erläutert. Bei meinem Sohn wird auch gezielt datuf hingearbeitet, dass er selbsbewusster wird und wir hoffen, dass mal wieder jemand neues in der Gruppe hin zu kommt (weil erdamit ja die großen Probleme hat).

Beitrag von anja96 01.06.10 - 09:36 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist genauso. Sie ist extrem zurückhaltend, was sich auch durch den Kiga nicht gebessert hat. Wenn die Erzieherin ihrer Gruppe mal Urlaub hat, ist es extrem schwierig für sie im Kiga, da sie mit den anderen kaum spricht. Es dauert immer ewig bis sie auftaut und wenn andere Leute sie ansprechen, versteckt sie sich bei mir. Ich habe daher leider auch keinen Tip für Dich.

Daheim redet sie ununterbrochen.

LG, Anja

Beitrag von alina06 01.06.10 - 10:56 Uhr

Hallo,

ich will nicht die Pferde scheu machen, aber ist bei euch mal der Verdacht auf selektiver Mutismus geäußert worden?

Bei uns ist das nämlich alles genauso und wir wurden darauf hingewiesen, dass es das sein könnte.

Gruß
alina