Kiga-Eingewöhnung, bitte auch - lisasimpson -

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von innchik 01.06.10 - 11:27 Uhr

Hallo,

ich mache mit meiner Tochter (sie ist 3J4M) die Kiga-Eing. seit Mitte April.
Allerdings waren wir jetzt insg. ca. 15x da (mit Unterbrechnung wie Feiertage und 2x Krankheit)
Ich hatte mit Erz. von Anfang an besprochen, dass ich keine harte Ablösung möchte.

Anfangs war ich im Gruppenraum dabei, dann im Flur, dann in einem anderen Raum.

Dann hatte sie Magen-Darm-Grippen. Nach der langen Pause hatte sie geklammert. Ich sass die letzte Woche nur im Flur.
Dann dachte ich, ich versuche es mal, in den anderen Raum zu gehen, ohne ihr Bescheid zu sagen (was total falsch war) Natürlich hatte sie sich erschrocken, als sie mich nicht mehr im Flur sah, hat panisch geweint. Natürlich habe ich sie gleich getröstet.

Jetzt ist es so, dass sie gar nicht hin will, wir gehen aber dennoch hin.

Gestern und heute wollte sie nicht einmal reingehen. Wir sind zusammen rein (ich wollte nicht gleich heimgehen, was meine Tochter wollte). Sie wollte mit niemanden spielen, nicht frühstücken.

Daheim ist es eher so, dass sie sich immer mehr ablöst, sie bleibt ohne Probleme beim Papa, bei den Grosseltern, das war monatelang nciht möglich.

Anfang September kommt unser zweites Kind, ich möchte gerne ,dass es klappt, bevor es soweit ist.
Mir gehts gar nicht gut, diese Eing. Geschichte macht mir zu schaffen, ich weine oft, kann schlecht schlafen, hab Magenschmerzen.

Erz. meinen, dass es nur HART funktionieren wird. Ohne Druck gehts nicht. Ich merke aber, dass je mehr Druck aufgebaut wird, desto schlechter funktioniert es. Und ich möchte absolut keine harte Ablösung.

Ich weiss, die meisten machen das so und viele Kinder haben dann
daheim wochenlang Probleme. Aber da muss man durch, heisst es dann.

Ich weiss jetzt wirklich nicht was ich tun soll. Leider kann mein Mann die Eing. nciht machen.

Viele schicken ja ihre Kinder erst mit 4 in den Kiga. Es wird bestimmt schwierig mit Kind und Baby. Aber es ist vielleicht sogar besser, als dieser ganze Stress, der sicherlich nciht so schnell aufhören wird. Es sind bald Ferien, dann kommt das Baby. Es kann nur schlimmer werden, was den Kiga betrifft.

Ich weiss, dass mir und meinem Mann niemand die Entscheidung abnemen kann, aber ich würde dennoch gerne wissen, was ihr an meiner Stelle tun würdet.

Sorry, ist lang geworden.

#danke im Voraus.

LG innchik

Beitrag von nettio78 01.06.10 - 11:58 Uhr

an deiner Stelle würde ich versuchen, das dein Mann die Eingewöhnung macht. Das hat bei uns super geklappt. Und am besten nicht zu lange mit dabei sein.

lg netti

Beitrag von innchik 01.06.10 - 19:58 Uhr

Hallo netti,

leider ist es aus beruflichen Gründen absolut nicht möglich, dass mein Mann die Eing. übernimmt.:-(

lg innchik

Beitrag von misses_b 01.06.10 - 12:03 Uhr

Hallo!

Ich hatte vor einigen Wochen zu diesem Thema hier gepostet, das ich diese wischi-waschi ewiglange Eingewöhnung mit Mutti furchtbar finde.

Das ist MEINE MEINUNG.

Mein Sohn war drei Nachmittage schnuppern für je 2 Stunden und 2 Monate später ging es los.

Halb neun gebracht, halb eins wieder abgeholt!

Und ja, es hat auch Tränen gegeben, aber nur solange ich da war.

War Mama aus dem Blickfeld, versiegten die Tränen.

Ich mußte NIE zum Kindergarten kommen weil mein Sohn nicht zu beruhigen war.

Lieber kurz und bündig als monatelang diesen Terror!

Mein Sohn hat seine Kindergartenzeit ohne psychischen Knacks überlebt! Und Mutti auch!;-)

Dein Sohn merkt, das es DIR mit dem Kindergarten nicht gutgeht.

Und wenn erst mal Nr. 2 da ist wird die Eingewöhnung noch schwerer, weil er sich dann abgeschoben fühlt.

Vertraue auf die Erzieherinnen, für die ist es Alltag. Lass Dein Kind los, auch unter Tränen. Der Spuk wird nicht so lange dauern, wie dieses "sanfte loslösen" !

Alles Gute!

misses_b

Beitrag von misses_b 01.06.10 - 12:16 Uhr

Sorry, hab Dein Mädel zu nem Jungen gemacht!:-D

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 12:20 Uhr

Ich sehe es ähnlich. Wobei ich durchaus Erwachsene kenne, die nie gerne in den Kindergarten gegangen sind und sich durchaus noch daran erinnern können, dass sie immer geweint haben. Wenn man so will, haben die schon einen Knacks.


Deswegen denke ich, dass man damit vorsichtig sein sollte. Wenn das Kind wirklich überfordert ist mit der Situation muss man was ändern. Aber probieren kann man diesen Weg durchaus mal, oft funktioniert er ja.

Beitrag von petra1982 01.06.10 - 12:28 Uhr

Früher waren die Kiga zeiten auch strenger, ich mochte den Kiga an sich nur eine Erzieherin nicht ;-)

Beitrag von innchik 01.06.10 - 19:59 Uhr

Hallo misses_b,

ich denke schon, dass manche einen Knacks davontragen.

Vielen Dank für deine Antwort und fürs Mutmachen.

lg innchik

Beitrag von nityanandi 02.06.10 - 22:36 Uhr

kinder sind übrigens unterschiedlich...

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 12:12 Uhr

Einerseits kann ich dich verstehen. Andererseits wird deine Unsicherheit sich auf deine Tochter übertragen. Ich bin mir absolut sicher, dass Kinder in dieser Richtung ein sehr feines Gespür haben. D.h. der erste Schritt wäre mal, dass Du vom Kindergarten überzeugt bist, dass Du fest daran glaubst, dass es gut für deine Tochter ist und dass sie das schaffen wird.

Im Moment ist es eher so, dass Du unsicher klingst und davon überzeugt bist, dass das Ganze eh nicht klappt: "Es kann nur schlimmer werden, was den Kiga betrifft." Vermutlich stehst Du auch unter einem gewaltigen Schwangerschaftshormonrausch mit all den Nebenwirkungen eines zweiten Kindes (ein bißchen schlechtes Gewissen, Unsicherheit ob Du beide lieben kannst usw.). Das kenne ich von meiner Freundin. Versuch das ein bißchen abzulegen.

Was die Erzieherin gesagt hat bezüglich "Druck", hätte mich früher ziemlich schockiert. Mittlerweile verstehe ich es besser. Kinder brauchen das tatsächlich manchmal. Allerdings ist eine Grundvoraussetzung, dass das Kind dann auch von den Erzieherinnen aufgefangen wird und dass diese eine Möglichkeit bekommen, es zu trösten. Im Moment tust Du das aber und somit braucht deine Tochter sich nicht von ihnen trösten zu lassen. Du musst aber bedenken, dass diese Erzieherinnen deine Tochter zukünftig betreuen sollen und Du deswegen unbedingt selbst Vertrauen zu ihnen haben solltest. Das hast Du aber nicht, sonst würdest Du den vorgeschlagenen Weg gehen.
Vor allem: Deine Tochter schickt dich sogar weg und Du bleibst.... warum denn? Brauchst nicht antworten, ich denke, ich weiß warum.

Mal ein Beispiel: Ich nehme mal an, dass Du die Erzieherinnen ihre Arbeit tun lässt, wenn es darum geht zu basteln und zu malen. Oder vorzulesen. Vielleicht gehen sie mit deiner Tochter auch aufs Klo. Wenn es aber ums Trösten geht, dann nimmst Du ihnen die Arbeit ab. Besser wäre, wenn Du deine Tochter zumindest gemeinsam mit einer Erzieherin tröstest, denn das ist genauso ihr Job.

Eine "harte" Eingewöhnung muss nicht bedeuten, dass das Kind gleich stundenlang allein im Kiga bleibt. Es kann auch erstmal nur eine halbe Stunde da bleiben oder 15 Minuten... ein Anfang. Es kann ein Trösterchen mitbekommen, etwa ein Stofftier oder auch für den Anfang einen Schnuller. Und es bedeutet auch nicht, dass Du einfach gehst.

Ich würde folgendes tun:
Rede mit deiner Tochter. Sag ihr, dass Ihr ab morgen einen anderen Weg geht. Sag ihr, dass Du irgendwohin musst (z. B. zum Arzt), dass Du dort etwa eine halbe Stunde bleiben wirst und sie dann auf jeden Fall wieder
abholst (so wie bei Oma und Opa ja auch). Erkläre ihr, wie sie die halbe Stunde an der Uhr ablesen kann (auch wenn sie das noch nicht so 100%ig versteht). Und sag ihr, an wen sie sich wenden kann, wenn sie ein Problem hat (Erzieherinnen namentlich benennen). Sag ihr, dass die dafür da sind, auf die Kinder aufzupassen und dass sie das ja bei all den anderen Kindern auch tun. Und dann zieh es durch. Drück deine Tochter einer Erzieherin in den Arm, gib ihr einen Abschiedskuss und sag ihr nochmal, dass Du in einer halben Stunde wieder da bist. Dann dreh dich um und geh. Es fühlt sich scheiße an, wenn das Kind weint, das weiß ich selber. Verdammt scheiße sogar. Aber oftmals beruhigt sich das Kind schnell und kann dann seinen eigenen Weg finden.

Diese Verweigerung, die deine Tochter an den Tag legt ("Sie wollte mit niemanden spielen, nicht frühstücken.") ist übrigens laut einer Musikpädagogin in der Musikschule ein typisches Zeichen dafür, dass Kinder ohne Mama sein wollen. Das kann also ganz anders laufen, wenn Du nicht da bist.

Und dass Kinder anfangs zu Hause anders sind, ist ebenfalls normal. Immerhin schaffen sie gerade etwas ganz Großartiges alleine und wollen dieses neu gewonnene Selbstwertgefühl auch zu Hause ausleben. Da werden die Zwerge dann gerne mal "aufmüpfig". Sowas muss nicht immer daher kommen, dass sie sich alleine gelassen fühlen.

Beitrag von jazzbassist 01.06.10 - 12:36 Uhr

Dem lässt sich nichts mehr hinzufügen! Ganz toll geschrieben #herzlich

Beitrag von innchik 01.06.10 - 20:05 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

>>Vor allem: Deine Tochter schickt dich sogar weg und Du bleibst.... warum denn? Brauchst nicht antworten, ich denke, ich weiß warum. >>

Das hier habe ich nicht geschrieben und ist bei uns nicht vorgefallen. glaube mir, wenn sie das gesagt hätte, wäre ich überglücklich und wäre gegangen:-D

Wie ich schon unten schrieb, das einzige, was mich verunsichert, ist die Tatsache, ob meine Tochter wirklich richtig getröstet wird. Mehr nicht.

Hattest du im Nachhinein Schuldgefühle? Weil du deine Tochter weinend da gelassen hattest?

Beitrag von miss.sunshine01 02.06.10 - 00:02 Uhr

Ich hatte das an einer Stelle auch so verstanden (dass sie dich wegschicken wollte), da hattest du dann wohl was anderes gemeint...

Beitrag von marionr1 02.06.10 - 09:41 Uhr

Hallo!

Doch, das hast du geschrieben:
>Wir sind zusammen rein (ich wollte nicht gleich heimgehen, was meine Tochter wollte)< ;-)

Lg Marion

Beitrag von innchik 02.06.10 - 15:56 Uhr

Sie wollte sofort mit mir zusammen heimgehen:-)

Beitrag von bine3002 02.06.10 - 21:15 Uhr

Ach so, dann habe ich das missverstanden.

"Hattest du im Nachhinein Schuldgefühle? Weil du deine Tochter weinend da gelassen hattest?"

Ganz so war das nicht. Sie hat sich zuerst gut eingewöhnt und blieb etwa 5 Wochen problemlos alleine dort (gleich vom ersten Tag an 5 Stunden). Erst nach 5 Wochen weinte und klammerte sie dann morgens. Da wusste ich bereits, dass sie schon etwas Vertrauen zu den Erzieherinnen hatte und ich selbst vertraute ihnen auch. Natürlich fühlte ich mich nicht wohl, wenn sie so weinte. Ich machte mir aber eher Sorgen, weil ich nicht wusste, warum das so plötzlich kam.

Beitrag von innchik 02.06.10 - 22:03 Uhr

Und wie lange dauerte diese Phase des Weinens? Liess sie sich beruhigen und trösten? Wie läufts jetzt?

Beitrag von bine3002 02.06.10 - 22:15 Uhr

Die Phase ging über 3 bis 4 Wochen. In der 2. Woche war es sehr extrem, sodass ich sie fast bis zum Auto schleifen musste. Sie weinte die ganze Fahrt lang und ließ sich nur schwer "abgeben". Wir entwickelten dann ein Ritual: Die Erzieherin schob einen Stuhl ans Fenster und sie winkten gemeinsam zum Abschied.

Sie beruhigte sich zwar, war aber immer sehr weinerlich und fing bei Nichtigkeiten an zu weinen. Das Ganze steigerte sich dann soweit, dass sie Bauchweh bekam und ich sie abholen musste. Das Bauchweh war dann seltsamerweise weg als sie zu Hause war. Zum Ende der Woche bekam sie dann Fieber. Wir schoben es dann erstmal darauf, dass sie wohl vorher schon "was ausbrütete".

Nach und nach stellte sich heraus, dass sie ein Junge immer "kitzelte" (Zitat meiner Tochter) und sie sich nicht dagegen wehren konnte. Sämtliche Strategien, die ich ihr nahelegte, schlugen fehl (weggehen, "Stopp" schreien usw.). Der Junge machte immer weiter und ging ihr wohl tierisch auf die Nerven. Ich bat die Erzieherinnen, darauf zu achten.

In dieser Zeit verweigerte sie auch das Essen im Kindergarten. Immer, wenn es ans Essen ging, fing sie an zu weinen (erst beim Mittag, dann auch beim Frühstück). Wir meldeten sie erstmal vom Mittagessen ab und gaben ihr für das Frühstück schöne "Leckerlis" mit. So ging es wieder bergauf und um Weihnachten rum, aß sie dann auch wieder Mittag (sie bekam es immer angeboten und am Nikolaus gab es zum Nachtisch Schoko-Nikoläuse, das war der Durchbruch).

So richtig ging es bergauf als sie eine Erzieherin, die zu der Zeit als Aushilfe dort war und die früher meine Erzieherin war, sie betreute. Sie hatte eine besondere Art, sehr gelassen und mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, trotzdem liebevoll. Das gefiel meiner Tochter wohl sehr und dadurch lebte sie sich dann wieder ein.

Sie war dann noch etwa 3 Monate etwas klammerig, aber nicht mehr so weinerlich. Heute läuft sie morgens fröhlich in die Gruppe und fühlt sich wohl. Manchmal, wenn ihr etwas unheimlich ist (wenn es neu ist oder sie denkt, dass man etwas von ihr erwartet) dann fängt sie an zu weinen. Und wenn sie gefragt wird, was los ist, dann sagt sie, dass ihr der Arm oder der Finger oder das Bein weh tut. Damit will sie dann Aufmerksamkeit bekommen. Sie wird dann etwas betüdelt und anschließend ist es wieder gut.

Zur Zeit gewöhnt sie sich gerade beim Ballet ein, das sie auf ihren eigenen Wunsch hin besucht. Dort macht sie es dann auch so wie beschrieben: "Mein Bein tut weh." "Och, was hast Du denn da? Lass mal gucken!" Dann erzählt sie eine wilde Geschichte und ist wieder glücklich. Das ist so ihre Art mit Unsicherheit umzugehen.

Beitrag von petra1982 01.06.10 - 12:27 Uhr

Bei uns damals im Kiga wo ich gearbeitet habe, war es auch so das die Muttis ein oder zweimal dabei waren und dann nicht mehr, klar heulen sie bei der verabschiedung aber bei den Muttis die es durchgezogen haben war es auch bald vorbei, einen fall hatten wir unter 100 kinder das das Mädchen so getobt hat bis sie erbrochen hat, was aber wie gesagt in 2 jahren einmal vorkam der rest war supi.....Lass du los dann wird es deine Tochter auch mal können

Beitrag von quickys1 01.06.10 - 12:33 Uhr

Hallihallo,

ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich habe das Gefühl, du bist selbst auch schon ein wenig Schuld daran.

Ihr macht jetzt seit 6 Wochen diese Eingewöhnung.
Und du willst sie doch eigentlich gar nicht weglassen, oder?!

Sie merkt doch ganz genau, wie unsicher du bist.
Magenschmerzen, Schlafstörungen und und und. Natürlich überträgt
sich das auf dein Kind.

Wie ihr euch entscheiden sollt, kann ich auch nicht sagen, aber dieses Hick Hack geht an keinem Kind spurlos vorbei. Die kleine ist doch auch total verunsichert und das mit Sicherheit viel durch dich.
Ich persönlich glaube nicht, dass man Tränen beim Abschied durch so eine Eingewöhnung abhaken kann.

Bei meiner Großen war ich zwei Tage mit, danach blieb sie alleine dort.

Alles wunderbar und nach 6 Monaten heulte sie auf einmal.
Der kleine ging dann direkt ganze Tage ohne Mama (Er hatte ja seine Schwester) Bei dem fing es vor einem halben Jahr an, dass er heult, allerdings nur, wenn Mama ihn bringt.:-p

Ich würde ihr erklären, dass sie jetzt groß ist und du sie jetzt mal 3 Stunden alleine läßt, damit du einkaufen kannst. (Kannst ihr ja anbieten, ihr was mitzubringen)
Dann verabschiede dich kurz und geh, auch wenn es schwer fällt.
Gib den Erzieherinnen deine Tel.-Nummer für den Notfall und komme auch erst nach den 3 Stunden wieder, wenn dich keiner anruft.
Probier es einfach mal aus, vielleicht braucht deine Tochter das.
Im Moment wickelt sie dich um den kleinen Finger und du machst wunderbar mit.

Viel Erfolg

Nicole

Beitrag von bine3002 01.06.10 - 12:38 Uhr

"Im Moment wickelt sie dich um den kleinen Finger und du machst wunderbar mit."

Das finde ich etwas hart formuliert, weil es auch suggeriert das Kind würde das mit Absicht tun. Ich denke, dass es deine erste Vermutung eher trifft: Das Kind ist verunsichert, weil Mama verunsichert ist. Und in der Situation tut das Kind dann das einzig Richtige: "Mama ist unsicher, also stimmt hier was nicht, ich will weg!"

Beitrag von quickys1 01.06.10 - 13:05 Uhr

Da hast du vollkommen Recht, aber manchmal wirken "harte" Formulierungen einfach besser.
Veranschaulichung lebt durch Übertreibung.

Lieben Gruß

Beitrag von innchik 01.06.10 - 20:07 Uhr

Hallo Nicole,

>Im Moment wickelt sie dich um den kleinen Finger und du machst wunderbar mit.>

Diese Aussage habe ich erwartet. Und ich bin da anderer Meinung.

Vielen Dank für Deine Antwort.

lg innchik

Beitrag von lisasimpson 01.06.10 - 13:10 Uhr

hallo innchik,

gerne antworte ich dir auch. habe jetzt nicht alle antworten durchgelesen, so daß sich evtl. einiges wiederholt.

Ich bin kein freund von einer Eingewöhnung mit druck. ich denke, daß Kinder Zeit brauchen um loszulassen und sich erst mal in ruhe die Umgebung mit Mama anschauen sollten.
ABER ich denke auch, daß Kinder klarheit brauchen.

so wie ich das raushöre, kann ich keine "strategie" erkennen, also kein muster, nachdem die ablösung stattfinden soll.
ich denke, das verunsichert deine tochter.
dann meine ich rauszuhören, daß du das gefühl hast, ihr ginge es dort evtl. nicht gut bzw. sie wäre nicht ausreichend gut betreut?
wenn du das gefühl hast, daß dich irgendetwas stört am kiga, versuche das auf der "erwachsenenebene" zu klären und sorge dafür, daß du dein kind mit GUTEM Gewissen und der Gewissheit dortlassen kannst, daß sie dort gut betreut wird.
außerdem habe ich ds gefühl, du traust deienr tochter noch nicht ganz zu, auch alleine ohne dich in einer Kindergruppe klar zu kommen.

ich bin mir allerdings sicher, daß ihr der Kindergarten gut tun wird (außer es spricht etwas gegen genau diesen kiga- dann sucht euch nen anderen). ich finde es richtig, daß sie vor der ankuft des babys dort eingewöhnt ist- der kiga kann ihr die Stabilität und Kontinuität geben, die zu hause dann nicht mehr gegeben ist. und du kannst die letzten wochen vor der ankuft des babys vielleicht nen ganz zurückschalten.

also daher mein rat:
ich würde für dir raten, zu klären ,was dich stört am kiga und was sich verändern muß, damit du sie gut dort lassen kannst.
Dann mußt du über deinen schatten springen und deiner tochter es zutrauen, daß sie gut alleine klar kommt (also alleine im sinne von :ohne mama) und das wird sie ganz sicher!!
dann würde ich mti den Erziehern und deiner tochter eine klare eingewöhnungsstrategie beschließen und die erzieher bitten da auch dahinter zu stehen!
ich würde in etwa so vorgehen.
du bleibst jetzt diese woche komplett mit dort mit IM Zimmer (vielleicht nur in einem zimmer- du wanderst also nicht mit ihr rum, wenn sie das gerne möchte, dann kann sie- du bleibt aquf JEDEN fall dort). du spielst mit allein kindern und unterstützt die erzieher.
am montag dann bleibst du wieder mit dort. du besprichst aber mit deienr tochter, daß du an diesen tag zum ersten mal für kurze zeit gehen und dann wieder kommen wirst.
ich würde dann gehen und nach ca 15 minuten wieder kommen und mit ihr den kiga verlassen.
diese zeit weitet sich dann täglich weiter aus. du GEHST (sitzt nicht im flur oder bist für sie sichtbar). und du kommst wieder- danach ist der kiga zu ende!
wenn es gut läuft und ihr zügig voran kommt, würde das am ende der nächsten Woche bedeuten, daß sie für vielleicht 2 stunden alleine bleibt (immer das gleiche muster- du bleibst erst mit dabei, dann gehst du und kommst wieder -dann ist ende). nach spätestens 2 Wochen sollte sie somit einen Vormittag über bleiben können.

ja- es kann sein, daß sie am anfang weint! ABER: sie ist nicht alleine. es sind erzieher da, die sie trösten werden.
sie wird die Erfahrung machen könne, daß
- mama zuverlässig wieder kommt
- daß es andere Erwachsene gibt ,die ihr trost spenden könne nund für sie da sind- eine wahnsinnig wichtige Erfahrung für ihr leben
- sie wird erfahren, daß du es ihr zutraust, dort zu bleiben in der Kindergruppe, daß du ihr zutraust, mit ihrer trauer dort gut aufgehoben zu sein
- sie wird erfahren, daß sie nach und nach!! sich lösen und kann und mit den anderen kindern Kontakt aufnehmen kann...

ich weiß, daß es für Eltern sehr schwer ist, das erste mal "loszulassen" und anderen Erwachsenen die Verantwortung zu übergeben, das eigene Kind bei Gefühlen von trauer, wut und angst zu begleiten. aber glaube mir: Das ist eine wichtige und gute Erfahrung für kinder und es stärkt sie ungemein!

Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen mut machen, über das nachzudenken, was DICH am kiga stört und das zu trennen von dem., Was deine tochter durchmacht (sie ist in einer ganz normalen Ablösung, die von beiden seiten das zulassen von angst, trauer und das einlassen auf ungewisses erfordert- und die für beide seiten schwer ist und dennoch ein Gewinn!)

ihr beide könnt also nun die erste schmerzliche Erfahrung machen, die jeder schritt in die Selbständigkeit erfordert. und manchmal geht das nicht ohne tränen (ich hab sogar geheult , als meine eltern mich in mein erstes wg- zimmer brachten und somit mein Auszug zu hause "bei muttern" vollzogen war. ich erinnere mich ganz genau an meine Gefühle und auch sie hatte tränen in den augen- und da war ich 19:)
aber meine tränen bedeuteten nicht, daß ich wieder ins heimische Kinderzimmer ziehen möchte- nein ganz im gegenteil..

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von innchik 01.06.10 - 19:56 Uhr

Hallo lisasimpson,

danke für Deine Antwort.

Es gibt tatsächlich einen Punkt, der mich am Kiga stört. Ich habe nicht das Gefühl, dass Kinder, die morgens weinen, richtig getröstet werden. Sie werden abgelenkt, ja, aber nicht getröstet.

Ansonsten traue ich das Meiner Tochter zu. Ich weiss dass sie es schaffen wird, das möchte sie auch. DAs merke ich an ihrem Spielverhalten zuhause und an ihren Gesprächen mit mir (sie ist sprachlich und kognitiv sehr gut entwickelt, auch laut Erz)

Ich habe gehofft, dass es so klappen wird. Vielleicht hätte der erste Trennversuch früher stattfinden sollen. Aber dann war sie ja länger krank, und seitdem klappts gar nicht.

Morgen sind z.B. beide Bezugserz. nciht da, Do ist Feiertag. Am Freitag werde ich nochmal mit der Erz. sprechen.

Ich bin jetzt schon soweit, dass ich bei Abschiedstränen gehen würde, aber nicht wenn sie panisch und aus Angst schreit. Das möchte ich auf keinen Fall. Was mache ich, wenn das passiert?

lg innchik

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