Köhler, Afghanistan und der Wille der Bevölkerung

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Beitrag von elodia1980 01.06.10 - 12:50 Uhr

Wirtschafts- und Finanzkrise, radikale Zerstörung aller sozialstaatlichen Prinzipien, Angriffskriege durch die Bundeswehr – Bundespräsident Horst Köhler hat sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt ausgesucht, um Deutschland die Brocken vor die Füße zu werfen. Mit ihm verlässt nun ein zweiter bedeutender CDU-Mann das schwarz-gelbe Nest. Über den Grund für seinen Rücktritt, er sehe wegen der Kritik an seinen Äußerungen hinsichtlich des Afghanistankriegs sein Amt nicht gebührend respektiert, mag man geteilter Meinung sein.

Mehr und mehr deutlich wird allerdings, dass der Wille der Bevölkerung anscheinend zunehmend die Regierungskreise in die Knie zwingt. Eine außerordentlich große Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bürger ist gegen diesen Angriffskrieg, der von deutschen Soldaten in Afghanistan geführt wird, zumal nicht, wie behauptet, das Ziel der Stabilisierung, sondern wirtschaftliche Interessen dahinter stecken. Immerhin diese Wahrheit kann nun dank Köhler nicht mehr länger verschleiert werden.

Möge die Bundesregierung den notwendigen Respekt dafür aufbringen, den Willen der Bevölkerung endlich anzuerkennen, die gegen das Völkerrecht verstoßenden Auslandseinsätze der Bundeswehr grundlegend zu überdenken und entsprechend konsequent im Interesse der deutschen und afghanischen Bevölkerung zu handeln. Horst Köhlers überraschender Rücktritt bietet einen passenden Anlass, auch die weit verbreitete Einstellung zur Regierungs- und Koalitionsfähigkeit der Linken in einem realistischeren Licht zu sehen. Immerhin ist sie die einzige Partei, die diesen Krieg von Anfang an abgelehnt und im Bundestag ihre Stimmen geschlossen verweigert hat, als deutsche Soldaten vom Parlament den Abmarschbefehl ins Ausland auferlegt bekamen.

Wünschenswert wäre es für politische Akteure und Repräsentanten, eigene Fehler einzugestehen und mutig den Versuch zu unternehmen, sie wiedergutzumachen. Kritischen Stimmen durch einen Rücktritt aus dem Weg zu gehen hilft leider weder Deutschland noch Afghanistan. Respekt ist denen geschuldet, die falsche Entscheidungen korrigieren.

Beitrag von grafzahl 01.06.10 - 13:03 Uhr

Hast du hier deine Rede auf eurem nächsten Parteitag schon mal vorab eingestellt?

Falls du das Gewäsch direkt von eurer Homepage mittels Copy & Paste hier eingestellt hast, liefere doch bitte den entsprechenden Link mit.

Beitrag von elodia1980 01.06.10 - 13:11 Uhr

Das Gewäsch hab ich selbst getippt, Herzchen.

Für Parteitagsreden bin ich nicht zuständig. Die Leute, die dort hingehen, sind ja bereits gegen Krieg. Denen brauche ich nicht mehr sagen, wer uns den eingebrockt hat. #rofl

Beitrag von grafzahl 01.06.10 - 13:26 Uhr

Ach Hase - es ist ja offensichtlich Teil deines Jobs, eure Phrasen hier abzusondern. Hast du da richtige Zielvereinbarungen mit euren Leuten?

Gut, dass hier nicht auch noch die anderen Parteien ihre bezahlten Hilfskräfte an den Start schicken. Wäre ja nicht auszuhalten.

Beitrag von gunillina 01.06.10 - 16:26 Uhr

Heldin unseres Alltags.

Beitrag von le-cochon 01.06.10 - 19:36 Uhr

http://www.youtube.com/watch?v=OPNin0-dLVE

Beitrag von rosali25 01.06.10 - 13:25 Uhr

So ein hingeklatschter Text ist doch echt blöd.

Beitrag von no-limit 01.06.10 - 20:42 Uhr

Sehe ich genauso ...

reine Propaganda in meinen Augen !

Beitrag von mansojo 01.06.10 - 13:25 Uhr

#kratz

der wille dieser bevölkerung hat die regierung doch gewählt

oder schauen die meißten gar nicht wen bzw.was sie wählen?

Beitrag von daddy69 01.06.10 - 13:32 Uhr

Angriffskrieg? Hab ich was verpasst? Wo sind wir denn einmarschiert? Nach Polen wüsste ich nix mehr, und das ist schon ein bisschen her...

Beitrag von grafzahl 01.06.10 - 13:43 Uhr

"Angriffskrieg" muss sie doch schreiben. Ist bei denen die offizielle Sprachregelung.

Beitrag von fred_kotelett 01.06.10 - 14:26 Uhr

Ich muss gestehen das ich ein großer Fan dieser Sprachregelungh bin.

Sobald ich eins der üblichen Worte lese, weiss ich sofort das es nicht wert ist weiterzulesen.

Herrliches Bullshit-Bingo.

Beitrag von daddy69 01.06.10 - 17:34 Uhr

"Herrliches Bullshit-Bingo. "

Sollen wir mal durchzählen? ;-)

Beitrag von le-cochon 01.06.10 - 18:41 Uhr

Hitler gesagt?

Beitrag von le-cochon 01.06.10 - 18:44 Uhr

den link vergessen:
http://www.youtube.com/watch?v=_8OD9TGWJSs

Beitrag von kikaninchen 01.06.10 - 13:56 Uhr

Hingeklatschter Text, sorry. Wenn Du Reklame für die Linke machen willst, stell Dich in die Fußgängerzone.
Deinen Beitrag im Medienforum fand ich wirklich gut, aber das hier...

"Der Wille der Bevölkerung..."
Wer wollte denn schon, dass Köhler geht? Und ich habe hier kaum jemanden gesehen, der sich über seine Äußerung letzte Woche aufgeregt hat - zumal er sich ja auch nach der Kritik erklärt hat.
Ich glaube nicht, dass Köhler Rücktritt irgendwas mit dem "Willen der Bevölkerung" zu tun hatte.

"Angriffskrieg..."
#schock

Und morgen gehts an die Ostfront...

Beitrag von grafzahl 01.06.10 - 14:03 Uhr

> Und morgen gehts an die Ostfront...

Nee, glaube ich nicht. Die Ostgrenze haben wir doch garantiert. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir die Westgrenze garantiert haben.

Elsaß-Lothringen könnten wir uns doch zurück holen.

Beitrag von mili21 01.06.10 - 15:34 Uhr

Elsaß-Lothringen könnten wir uns doch zurück holen.

Auja, und dann saufen wir uns die Hucke mit Crémant zu, himmlisch!!

Beitrag von le-cochon 01.06.10 - 16:09 Uhr

... aus der afghanischen Bevölkerung hast du denn geredet?
->
"und entsprechend konsequent im Interesse der deutschen und afghanischen Bevölkerung zu handeln"

Beitrag von gunillina 01.06.10 - 16:27 Uhr

Ach Gott, da isse auch.#winke

Beitrag von lexa8102 01.06.10 - 20:04 Uhr

Hallo,

entgegen den anderen bin ich deiner Meinung.

Ich habe nicht dafür gestimmt, dass wir in Afghanistan "unterstützen". Regelmäßig werden Soldaten beweint, die gefallen sind - was denken die denn wie es im Krieg zugeht? Dass ausgerechnet die Deutschen da heil rauskommen?

Ich denke, egal wer gewählt worden wäre, es wäre genauso geblieben wie es jetzt ist. Keine andere Regierung hätte den Abzug befohlen.

"Der Wille der Bevölkerung" - was ist das eigentlich? Ich kann nur für mich sprechen: geringere Diäten, faire Besteuerung, Streichen sinnloser Subventionen (z. B. Weinanbaugebiete in Italien) und eine bessere Arbeitspolitik. Aber das macht eh keiner - egal wen man wählt (ich war trotzdem wählen).

Ich denke, dass die Regierung niemals zugeben wird, dass sie Mist gemacht haben... Das ist schon seit Jahrzehnten so und alle sagen immer noch, dass es gut war und gut gehen wird. Das hängt mir echt zum Hals raus.

VG
Lexa

Beitrag von grafzahl 01.06.10 - 21:13 Uhr

Bis du der Meinung, die USA hätte im 2. Weltkrieg gegen Nazi-Deutschland in den Krieg ziehen sollen oder müssen?

Hitler hatte zwar den USA den Krieg erklärt - er hätte aber kaum eine Möglichkeit gehabt, die USA anzugreifen. Eine wirkliche Gefahr bestand für die USA nicht. Trotzdem sind unzählige amerikanische Soldaten tausende Kilometer von zu Hause auf den Schlachtfeldern Europas gefallen.

Bist du der Meinung, dass die USA nach dem 2. Weltkrieg Soldaten in Europa stationieren sollte, um ein Gegengewicht zum Warschauer Pakt zu bilden? Hätte man nicht spätestens bei der Berlin-Blockade Deutschland sich selbst bzw. der Sowjetunion überlassen sollen.

Glaubst du wirklich, ein Staat mit der Bedeutung Deutschlands kann sich aus allen Auseinandersetzungen heraushalten und sagen - interessiert mich nicht, ich warte erstmal, bis ich direkt angegriffen werde.

Bist du tatsächlich so naiv und gehst den pseudo-pazifistischen Rattenfängern der Linkspartei auf den Leim?

Beitrag von wasteline 02.06.10 - 20:00 Uhr

#pro

Beitrag von lexa8102 02.06.10 - 21:21 Uhr

Ich bin kein Anhänger der Linkspartei und kenne deren Parolen und Wahlprogramm nicht.

Ich habe das Glück, selbst eine Meinung zu haben und muss mich nicht an Parteien orientieren.

Dass die USA in den 2. WK eingegriffen hat, war wohl eher die Reaktion auf Pearl Harbour. Wäre das nicht gewesen, hätte sie uns machen lassen. Hitler hat ja wohl eher den Fehler gemacht, an 2 Fronten zu kämpfen und konnte so den Nachschub nicht mehr sichern.

Die Aufteilung Deutschlands nach dem 2. WK hätte nicht sein müssen - man spürt ja die Auswirkungen immer noch. Die Menschen in der ehemaligen DDR bekommen ja immer noch geringere Löhne für gleiche Arbeit, niedrigere Renten usw. Man hätte den Menschen ja einfach nur beim Aufbau und der Regierungsbildung helfen können. Aber nein, die "Mächte" wollten es ja anders.

VG
Lexa

Beitrag von grafzahl 02.06.10 - 21:55 Uhr

Hallo Lexa,

falls dich meine Ausführungen dazu provoziert haben, hier deine "Geschichtskenntnisse" preis zu geben, tut mir das Leid.

Ich habe nicht gewollt, dass du dich blamierst.

Viele Grüße
Christian

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