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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von inkognito1810 01.06.10 - 15:36 Uhr

Hallo ihr lieben Urbinis,

bei meinem Sohn wurde letztes Jahr eine höher- und Hochbegabung festgestellt (je nach Bereich IQ von 114 bis 132), weshalb wir regelmäßig bei der Erziehungsberatung sind, um damit optimal umgehen zu können.
Die Kinderpsychologin riet uns nun dringend, ihn nächstes Jahr als Kann-Kind vorzeitig einzuschulen, da er sonst fast 7 bei der regulären Einschulung wäre und wir wohl damit riskieren, dass er aus Langeweile Leistungen verweigert.

Nun habe ich mich damit noch nicht so auseinander gesetzt. Gerade hat eine der Grundschulen angerufen und uns zur Anmeldung eingeladen, allerdings mit der Anmerkungen, ihn lieber auf eine der 3 Begabtenschulen in der Stadt zu schicken. (Wären wohl anders ausgerichtet). Sie erwähnte, dass vorher ärztliche und psychologische Gutachten anstehen.
Das psychologische Gutachten bekommen wir sowieso (sie meinte schon, dass sie auf jeden Fall die Einschulung empfielt), da der ganz offizielle IQ-Test nach dem 5. Geburtstag ansteht.
Nun wüsste ich gern, was da beim Arzt auf uns zukommt? Was muss er können, um schulreif zu sein (ich will nicht üben, nur abschätzen können, ob er das überhaupt erfüllen kann)? Generell wird durch seine Begabung wohl im Sozialverhalten ein anderer Maßstab gesetzt, weil viele damit Probleme hätten wie mir gesagt wurde.

So richtig weiß ich noch gar nicht, wo ich ansetzen soll, was die ganze Schulsache betrifft. Kognitiv ist es def. das Richtige für ihn, nur bin ich mir sonst da so nicht sicher. Er ist motorisch und feinmotorisch sehr geschickt, hat da einen guten Sprung gemacht, kann aber mit Niederlagen und Ablehnung nicht umgehen und wird unruhig, wenn er sich langweilt. Das Ausreden-lassen fällt ihm auch schwer; andererseits hat er ja noch fast 1,5 Jahre das zu lernen.

Könnt ihr mir sagen, wie das mit der Anmeldung läuft, was wann kommt und wie man ihn gut auf die Schule vorbereitet?
Kennt auch jemand eine Begabtenschule oder -klasse und kann mir sagen, wie es dort abläuft und wie die Kinder sind? Hat vielleicht selbst jemand ein "begabtes" Kind und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Ein bisschen überfordert mich das ja schon, will ja as richtige für ihn tun.


Sorry für das viele #bla und schonmal #danke für Antworten

Beitrag von manavgat 01.06.10 - 15:38 Uhr

Ich würde die Schule für Begabte vorziehen.

Die frühzeitige Einschulung verschiebt das eventuelle "Problem" nur nach hinten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von inkognito1810 01.06.10 - 15:42 Uhr

Meinst du kurz vorm 6. Geburtstag (er hat am 18. Oktober) auf eine Begabtenschule, oder dann erst mit fast 7?
Wobei er sicher nicht das einzige junge Kind auf so einer Schule wäre. Bin da wirklich hin- und hergerissen.

Beitrag von manavgat 01.06.10 - 16:13 Uhr

na sobald als geht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tauchmaus01 01.06.10 - 16:27 Uhr

Nur mal eine Frage, was macht denn die Hochbegabung Deines Jungen aus?
Meine ist auch superschnell frustriert wenn etwas nicht klappt. Sie schreibt bereits seit sie 4 ist und liest kurze Sätze. Schafft sie ein Wort nicht zu lesen, gibt es hin und wieder Wutausbrüche oder Tränen.
Langweile gibt es aber kaum, sobald mal kein Angebot zu Hause ist, bastelt sie und schreibt.

Sie rechnet im 10er Bereich und liebt es am Klavier kleine Melodien zu erfinden.(sie hat keinen Unterricht und ich zeige ihr nichts)

Aus welchem Grund habt ihr testen lassen? Was wurde denn bei diesen Tests gemacht?

Bin echt mal neugierig weil ich auf diese Idee nicht kommen würde mein Kind testen zu lassen.....was hat das für Konsequenzen?

Mona


Beitrag von inkognito1810 01.06.10 - 17:11 Uhr

Wir haben testen lassen, weil der Kindergarten dazu riet. Mein Sohn war verhaltensauffällig und permanent gelangweilt, und deshalb sind wir zur Erziehungsberatung. Der Berater vermuetete dann eine höher- bzw. Hochbegabung und vermittelte uns an die Kinderpsychologin. Die hat dann einen IQ-Test gemacht. Im emotionalen Bereich kam er bei der schlechtesten Auswertung auf 114, im sprachlichen Bereich auf 126 und mathematisch/logisch auf 132. Allerdings meinte sie, dass es durchaus nach oben hin noch zu steigern wäre, sie haben nur sehr streng bewertet.
Gemacht wurden mittels Bilder verschiedene Aufgaben. Zuordnen und Wortpaare finden zum Beispiel. Also Dinge, die vorallem ein gutes Sprachverständnis und schnelle Ausfassungsgabe brauchten.

Er ist ja jetzt auch 4 und hat sich vor einem halben Jahr das Zahlenlesen beigebracht. Er schreibt seither Zahlen, rechnet bis 20 (Auch Division und Multiplikation), kann sich Aufgaben bildlich vorstellen und hat ein sehr ausgeprägtes, logisches Denken. Auch die räumliche und bildliche Vorstellung ist enorm.
Sprachlich ist er sehr begabt, er hat also einen sehr großen Wortschatz und eine altersuntypische Gramatik. Er würde gern Lesen lernen, allerdigs versuchen wir das zu vermeiden, der Berater meinte, das verdirbt ihm uU die Vorfreude auf die Schule. Dafür besucht er einen Englischkurs, wo er schnell lernt und aufnimmt.
Generell lernt er seit jeher sehr schnell und viel. Als 2-Jähriger konnte er Gedichte und Lieder nach einem mal hören bereits auswendig, oder merkte sich Wege.

Mädchen gehen wohl damit anders um als Jungen. Mir wurde erklärt, dass Jungen ihr "Anderssein" eher durch Agressivität verarbeiten. Jedoch ist es viel besser geworden, seit wir es wissen und seine Umgebung komplett umgestellt haben. Er ist ruhiger, ausgeglichener, zufriedener...

Beitrag von rienchen77 02.06.10 - 06:57 Uhr

also wenn mein Kind übermäßig intelligent wäre, würde ich es, wie das wohl habt, auf eine Begabetenschule schicken....leider gibt es sowas hier bei uns in der Pampa nichts....

Beitrag von butler 02.06.10 - 15:27 Uhr

Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte meinen Sohn auf eine Begabtenschule zu schicken, dann hätte ich das getan.
Leider gibt es bei uns im erreichbaren Umfeld erst jetzt eine Grundschule die in diese Richtung unterrichtet bzw. individuell fördert. ( Habe da schon den Zwerg angemeldet).
Meiner besucht eine Leistung und Begabungsklasse (7. Klasse) wie ein teil der Klasse den Weg dahingeschafft hat ist mir schleierhaft.
lg

Beitrag von kuschelweich23 02.06.10 - 19:10 Uhr

Komisch mein Sohn sollte auf Anraten von Kiga und Ergo einen Intelligenztest machen, aber für einen IQ Test wäre er noch viel zu Jung gewesen ( er war 5.5 Jahre ).

Uns wurden von vielen verschiedenen Einrichtungen gesagt das der IQ erst im Schulalter gemessen wird. Es wurden dann halt andere Tests gemacht.

Ich lass auch erstmal nichts mehr machen. Ich weiss das er überdurchschnittlich begabt ist, aber nicht Hochbegabt.

Er hat übrigens auch im Sozialverhalten massive Probleme. Es gibt aber Einrichtungen die im Schulalter Gruppentherapie machen wo sie den Umgang etc pp lernen. Dort wird mein Sohn nach den Sommerferien auch hin gehen.

Ich würde ihn erst auf die normale Schule schicken und sehen wie er sich macht. bzw würde mich schlau machen ob es sonst vll später einen wechsel geben kann.

Mute ihm nicht zuviel zu... ich habe schon von vielen Kindern gehört die an der HBS gescheitert sind und in der Normalen Schule nun ganz weit hinten anstehen.

Es sind und bleiben Kinder.

Wenn du noch Fragen hast meld dich einfach über VK

LG

Kuschel