Oje, mein Mann ist in der Mutti-Falle gelandet SILOPO

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nele27 01.06.10 - 16:37 Uhr

Hi Ihr Lieben,

ich hab ja immer hier rumgeprollt, dass ich noch nie beim Vorstellungsgespräch nach KInd und Kinderbetreuung etc. gefragt wurde ...
das ist dafür heute meinem Mann passiert #schock

Er macht ja Technikerschule (ist fast fertig) und hatte heute ein Bewerbungsgespräch in der Firma, in der nebenbei jobbt.
Das war auch alles schön und gut und plötzlich kamen die Fragen: "Sie waren doch 1,5 Jahre in Elternzeit und wir haben gehört, Ihre Frau ist schwanger - wie lange wollten Sie denn diesmal beantragen, wenn wir fragen dürfen?" Er: "Diesmal nur 2 Monate, ich könnte auch ein bisschen von zu Hause arbeiten".
Nächste Frage: "Und wir machen Sie das dann später mit der Kinderbetreuung?" Er: Wir haben einen Kitaplatz und dort werden auch Geschwisterkinder aufgenommen."
Und: "Ihre Frau hat ja einen anstrengenden Job, nicht wahr?" Er: "Ja, schon, aber auch sehr flexible Arbeitszeiten..."

Dann war das Thema zwar erledigt, aber ich finde es schon krass... mich hat sowas noch NIE wer gefragt und ich habe mich beworben, da war Anton 10 Monate.

Naja, da ist Nils voll in der Mutti-Falle gelandet #rofl Er meinte schon, nächstes Mal kommt er mit Rock ;-)

LG, Nele

Beitrag von manavgat 01.06.10 - 17:06 Uhr

Ehrliche Meinung?

Ich würde an seiner Stelle den Lebenslauf aufhübchen und statt Elternzeit

Auslandsaufenthalt angeben.

Sonst kann es passieren, was Frauen schon kennen, dass er am Ende keinen Job bekommt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nele27 01.06.10 - 17:14 Uhr

Wir haben da einfach im Leben nicht mit gerechnet, daher alles immer reingeschrieben, wie es war...
Auslandsaufenthalt ist aber etwas sehr weit hergeholt oder? Was, wenn einer Fragen dazu stellt??

Glücklicherweise war das ja nun kein Problem oder Ausschlusskriterium. Nils hatte das Gefühl, die wollten es einfach nur für die Stellenplanung wissen.
Aber ich finds immer noch krass, dass er jetzt die Frauenrolle hat #rofl

Nele

Beitrag von gunillina 01.06.10 - 17:35 Uhr

Na, und was sagt er dann, wenn sie fragen: "Bei welcher Firma sind Sie denn im Ausland gewesen? Und was heisst Ausland? Können Sie das etwas konkretisieren?"
Ich finde ja, "Auslandsaufenthalt" könnte eben so gut Entziehungskur in der Schweiz oder Haft oder so etwas bedeuten...#schock

Beitrag von annamarie23 01.06.10 - 17:52 Uhr

#klatsch

Also in der Regel finde ich Deine Antworten (Manavgat) trotz der Kürze immer sehr hilfreich, aber diese ist sorry wenn ich das nun so sage einfach nur schwachsinnig.

Am Ende interessiert sich der eventuell zukünftige Arbeitgeber genau für das Land, in welchem er angebl. seinen Auslandsaufenthalt hatte, möchte wissen, bei welcher Firma er dort angestellt war oder was er dort gemacht hat und geht natürlich auch davon aus, dass der Herr die Sprache des anderen Landes schon recht gut spricht;).

Mit Fragen zu seiner zukünftigen Familienplanung bzw ob seine Kinder untergebracht sind muss er einfach heutzutage auch als Mann rechnen und dann ist Ehrlichkeit angebrachter als irgendwelche Lügen.

LG Anna

Beitrag von manavgat 01.06.10 - 17:55 Uhr

Ich hab das oft so gehalten. Aber man muss sich merken (und sollte seine Hausaufgaben machen) was man lügt!

Japan würde ich nicht angeben, wenn ich kein Japanisch könnte....

Gegen Diskriminierung muss man sich halt kreativ wehren.

Gruß

manavgat

Beitrag von gunillina 01.06.10 - 18:19 Uhr

so kann ich das dann auch vertreten. Fast zumindest...#rofl

"Man muss sich merken, was man lügt." Klasse.

Beitrag von purpur100 01.06.10 - 18:24 Uhr

also, irgendwie hats schon was #huepf

Beitrag von carmelita34 01.06.10 - 20:33 Uhr

Unglaublich dumm Dein Rat!

Was denkst Du, was das bringen soll?

Ach so, es gibt ja Anwälte.

Leider habe ich für die TE keinen brauchbaren Rat, aber Manavgat ich bitte Dich.... :-[

Gruß

C.

Beitrag von schwarzbaer 02.06.10 - 08:31 Uhr

Der Mann einer Bekannten, die ein solches Lebensmodell auch leben hat deshalb eine kleine Firma gegründet, hat hier und da mal einen Auftrag (meist aus dem Familienkreis) und kann dann (so der Plan) wenn er wieder versucht sich als Arbeitnehmer zu bewerben, darauf verweisen, daß er wegen der Kinder ein paar Jahre selbständig war (freie Zeiteinteilung, flexibler, dieses blabla halt).
Ob's klappt? Nächstes Jahr kann ich es Euch berichten.

Lügen mit Auslandsaufenthalt finde ich schwierig...

gruß, schwarzbaer

Beitrag von auchmal 02.06.10 - 09:18 Uhr

Hallo,
das sehe ich nicht so. Denn es gibt nunmal Elternzeit auch für Väter und das haben die Arbeitgeber zu akzeptieren. Und wenn Kinder bei manchen Firmen ein derartiger Makel sind, würde ich dort nicht arbeiten wollen..

Abgesehen davon sind unwahre Angaben im Lebenslauf ein Grund zur fristlosen Kündigung.

LG

Beitrag von hummingbird 01.06.10 - 20:30 Uhr

Komisch, ich wurde fast immer nach der Betreuung gefragt.

Beitrag von schatz6 02.06.10 - 06:41 Uhr

Wenn die Firma das absolut gestört hätte, was im Lebenslauf steht, hätte sie Deinen Mann doch gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Warum sollten die ihre Zeit verschwenden?