mit 2 Jahren schon Karies

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 17:32 Uhr

Hallo Mütter,

meine Tochter hat mit 2 Jahren schon Karies. :-(

Wir putzen regelmäßig die Zähne, es gibt wenig Süßigkeiten (allerdings mehrmals täglich Obst, wo ja auch Zucker enthalten ist) und keine gesüßten Getränke, schon gar nicht aus Flaschen.

Und dann sagt heute die Zahnärztin in der Kita, sie habe typische Flaschenkaries - wo mein Kind noch nie eine Flasche akzeptiert hat.

Was ich falsch gemacht habe: Ich stille auch nachts, also noch nach dem Zähneputzen. So viel dazu, daß es keine Stillkaries gäbe.

Ich bin schockiert und entsetzt und habe Schuldgefühle und auch Angst. Natürlich habe ich sofort einen Termin beim Zahnarzt besorgt (wir waren vor zwei Monaten schon bei einem anderen Zahnarzt, aber da hieß es, es gäbe ein bißchen Karies, aber kein Grund zur Beunruhigung).

Meine Kleine macht ja zum Gucken bereitwillig den Mund auf, aber wie soll das gehen mit einer Behandlung?

Gibt es hier irgendeinen Menschen, der schon Erfahrung mit Karies beim Kleinkind sammeln mußte?

Beitrag von muffin357 01.06.10 - 17:39 Uhr

hi,

normalerweise werden die kleinen mit einem gas oder saft schlafen gelegt, wenn was zu behandeln ist, --- geh zu einem speziellen kinderzahnarzt, - sonst vescherzt du es mit dem zahnarzt auf lebenszeit (so gings mir leider).

übrigens: auch vielputzer können karies kriegen, wenn vor dem zähneputzen das essen kürzer als ne std her ist (egal welches essen, da ist zucker egal)
(die ess-säure macht den zahnschmelz angreifbar und mit der bürste zerstört man dann den gelösten zahnschmelz)

lg
tanja

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 17:42 Uhr

was? #klatsch

Na super, da habe ich gleich den nächsten Fehler gemacht. :-(

#danke für den Hinweis. Da habe ich ja gleich noch etwas, was ich ändern muß.

Beitrag von die_elster 01.06.10 - 17:54 Uhr

Hallo Du,

ich kann Dir nur raten, geh zu einem anderen Doc und hol Dir eine zweit Meinung ein.

So lief es bei uns ab:
Kinder sind mit dem Kindergarten zum Zaharzt, dort bekam sie einen Zettel mit ,wo drauf stand:
Kind muß sofort einem Kieferotropäden oder Zahnarzt vorgestellt werden. Dieverse Schäden am Michgebiss.
#schock

Ich war auch total gschock.
Aber da wir schon, seid sie die ersten Zähne hat, zum Zahnarzt gehen und wir auch ein paar Tage später einen Termin dort hatten. Blieb ich erst mal gelassen.

Wir also zum Doc hin. Ich ihr den Zettel vom Kindergarten Zahnarzt gegeben, sie schaut sich die Zähne an und sagt nur:

Was war das für ein Kolege? Die Zähne sind vollkommen ihn ordnung! Du brauchst Dir keine Sorgen machen.!"

Da hat sich nur mein Verdacht bestätigt, dass die nur Kunden haben woll.

Ich wünsche Dir das es bei Dir genau so ist wie bei uns. Alles Gute für Euch und man soll nicht immer auf eine Meinung verlassen.

Lg Heike+Pocke(10+3)+Lindsey(*01.2007)+Ziva(*07.2008)#drache

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 18:07 Uhr

Dankeschön!

Ich hoffe wirklich, es ist nicht so dramatisch, wie es sich angehört hat.

Ihr dürft mir gerne die Daumen drücken! ;-)

Bis dahin mache ich alles, was ich kann, um es nicht schlimmer werden zu lassen.

Beitrag von cludevb 01.06.10 - 18:37 Uhr

... und aus genau dem und ähnlichen Gründen hab ich die "Erlaubnis" dass er an der Untersuchung des KiGa-Zahnarzbesuchs teilnehmen darf - die automatisch im Betreuungsvertrag drinsteht - durchgestrichen mit Anmerkung dass mein Sohn NICHT an dortigen Untersuchungen teilnimmt, sondern nur privat zu einem "professionellen" Zahnarzt geht! ;-)

LG Clude, Lukas (3 1/2) und Michel (1)

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 21:15 Uhr

dann hätte ich mit ihr zum gesundheitsamt gemusst ohne die anderen krippenkinder. wäre für meine kleine mit sicherheit ätzender gewesen.

Beitrag von cludevb 01.06.10 - 21:28 Uhr

und wieso zum gesundheitsamt?

ich wüsste nicht dass es verpflichtende arztbesuche gibt:-) bei mir hat noch keiner probiert mir oder meinen kindern den besuch bei irgendeinem arzt aufzuzwingen, abgesehen vom thema freie arztwahl ;-)

was und wo habt ihr denn für regelungen?

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 21:42 Uhr

berlin - und die kita hatte keine wahl, sie musste uns alle darüber informieren, dass kinder, die nicht da sind, hinterher zum gesundheitsamt müssen. was genau die rechtliche grundlage ist, weiss ich nicht.
ich weiss aber, dass die kita sich da informiert hat, weil sie selbst nicht so begeistert von solchen pflichtveranstaltungen sind

Beitrag von cludevb 01.06.10 - 21:52 Uhr

hmm naja ok

hab ich noch nie was von gehört.
dass leute die mit dem jugendamt "enge" sind z.b. U-Besuche als Plichttermin bekommen hab ich schon mal gehört,
aber einfach so weils denen gerad passt würd icih denen was erzählen wenn einer meinte mir den Arzt und die Untersuchung vorschreiben zu lassen... ist bis jetzt hier auch noch keine auf die idee gekommen...
das höchste der gefühle wäre ja denen vom meinem eigenen zahnarzt ein attest ausfüllen zu lassen dass es einen zahnarztbesuch gab, ich wüsste aber auch keinen grund warum das jemanden das überhaupt angeht und erst recht der befund...

obwohl ich ja vollkommen dafür bin dass U-Besuche zur Pflicht gemacht werden, und dass bei müttern die den termin überhaupt nicht wahrnehmen mal dezent nachgefragt wird, warum nicht. ist hier nämclih (noch) nicht so... #aha

gerad bei kindern, wo man sich mit einem "schlechten" zahnarztbesuch zahnarztbesuch-terror for ever verschaffen kann... :-)

Beitrag von sannimausi 01.06.10 - 22:01 Uhr

naja, im grunde ists mir egal, wenn solche sachen zur pflicht gemacht werden, es dient ja dem wohl meiner tochter.

allerdings habe ich die kita gebeten darauf zu achten, dass sie sich wohl fühlt und beim kleinsten anzeichen von unwohlsein abzubrechen. dann wäre ich lieber zum gesundheitsamt gegangen. aber das würden die ohnehin machen, die bitte kann man sich auch sparen ;-)

erschreckend ist für mich "nur" das ergebnis.

Beitrag von luzie2 02.06.10 - 00:20 Uhr

Hallo,
ich bin Zahnarzthelferin. Leider ist es wirklich so, dass die Muttermilch über lange Zeit getrunken - vor allem in der Nacht - auf Dauer ebenso Karies auslöst wie alle anderen Mahlzeiten auch. Außerdem ist in der Nacht der Speichelfluß sehr eingeschränkt. Speichel hat eine leichte Pufferwirkung auf die entstehenden Säuren.
An Deiner Stelle würde ich auf jeden Fall eine spezielle Kinderzahnarztpraxis aufsuchen. Natürlich behandelt man Kinder in diesem Alter schon. Die Aussage von Deinem ZA finde ich schon merkwürdig : ja, da ist ein wenig Karies, aber nicht schlimm. Hä?????? Ist ihm nicht bekannt, das Karies sehr schnell größer wird??????
Sie muß behandelt werden, da wirst Du nicht drumherum kommen. Es wird aber in Narkose gemacht, und die Kleine bekommt kaum etwas davon mit. Zur Beruhigung bekommen die Kinder vor dem Eingriff ein spezielles Medik. (Saftform). Dieses unterdrückt die Angst, mindert aber auch das Erinnerungsvermögen. So wissen die meisten Kinder hinterher nichts mehr von alle dem. Wäre ja auch schlimm, dann würde kein Kind mehr freiwillig zum ZA gehen. Achte darauf, das während des Eingiffs außerdem alle nicht kariösen Backenzähne versiegelt werden. So ist eine mögliche Kariesentstehung erschwert. Ihr werdet aber sehr wahrscheinlich in ein sog. Recallsystem aufgenommen werden. D.h. nach der Behandlung solltet ihr mind. alle 6 Mon. zur Prophylaxe gehen. Brechen die rsten bleibenden Backenzähne durch (5-6J.) laß auch diese auf jeden Fall versiegeln (Kasse zahlt). In Eurem Fall solltet ihr auch mit dem ZA überlegen, ob eine spezielle Fluoridierung in Frage kommt (kariesanfälliges Gebiss).
Das Stillen in der Nacht solltest Du auf jeden Fall so schnell wie möglich abstellen. Was nutzt es, wenn alles repariert wurde, und Du ihr weiterhin in der Nacht die Brust gibst. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Karies da ist.
Das Kind ist nun leider in den Brunnen gefallen, aber Du mußt jetzt reagieren, und das so schnell wie möglich.
Bitte frage nicht andere Mütter, was das nächtliche Stillen betrifft. Fast alle werden Dir sagen, dass es nicht schädlich ist. Sprich mit dem Kinderzahnarzt darüber, denn nur er ist kompetent.
Viel Kraft für die nächste Zeit und Kopf hoch. Es wird wieder!

LG Kiki

Beitrag von sannimausi 02.06.10 - 12:58 Uhr

Dankeschön!

Natürlich stille ich jetzt nachts nicht mehr. Das ist zwar sehr, sehr schwierig für sie, aber was soll ich machen. Sie soll ja nicht mit einem halbverfaulten Mund herumlaufen müssen.

Wir haben ja einen Zahnarzttermin, und ich hoffe, daß alles gut geht. Die Vorstellung, meine Kleine betäuben lassen zu müssen finde ich schon sehr gruselig, aber da müssen wir jetzt wohl durch.