probleme in kita, 3jähriger haut u ist schwierig

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von matsel 01.06.10 - 22:17 Uhr

hallo mädels,
zz gibt es leider mit meinem großen einige probleme in der kita. er schlägt und mobbt (wenn man das so sagen kann) andere kinder, es gibt wegen ihm ständig tränen.er nimmt spielsachen u essen weg, tritt, schlägt und ärgert die anderen. er ist körperlich mit der größte und vebal sehr weit, es gibt ca 8 kinder in der gruppe. bisher ga es nie probleme, er hat sich immer gut eingefunden. die gruppe ist schon länger zusammen, seit kurzem gibt es wohl 2 neue kinder, aber das scheint nicht wirklich das problem zu sein. zu hause gibt es zwar häufiger reibungspunkte, aber wir sind recht konsequent. große supergaus gibt es nicht. körperl.strafen lehnen wir generell ab. soweit finde ich es recht gut und harmonisch bei uns. die kindergärtnerin weiß auch nicht warum es zz gar nicht klappt bei ihm. heut wars wohl ganz schlimm, er durfte nicht mal sein kindertagsgeschenk mitnehmen. auf der einen seite tut er mir wirkich leid, auf der anderen seite hatte ich durch solche (sorry) "arschlochskinder" selber im kidergarten arg zu leiden und möchte nicht das mein sohn da mit dazu gehört. ich möchte ihm gerne helfen. frage ihn nach seinen gründen, antwort: das weiß ich auch nicht mehr. mit seiner schwester (5 Monate) ist er super lieb. och weiß auch nicht weiter.
sagt mal bitte was dazu.
danke
lg

Beitrag von kleenerdrachen 02.06.10 - 05:49 Uhr

wie lang geht das denn schon so? was sind eure reibungspunkte daheim? und wie kam er anfangs mitden neuen kindern aus?
gibt es evtl. ne neue erzieherin?

das alles kann irgendwo ein grund sein, warum er sich so verhält.
meist wollen die kinder ja wirklich nur auf "missstände" hinweisen. nimmt sich der papa bissl mehr zeit für ihn, seit er großer bruder ist, oder muss er immer nur zurückstecken? kinder erleben das viel intensiver als wir großen, sehen das auch viel dramatischer...

Beitrag von matsel 02.06.10 - 08:38 Uhr

so ca 2-3 wochen geht das schon so u steigert sich.
zuhause ist ständig was, aber einfache sachen: ich will cornflakes zum abendbrot. ich geh jetzt nicht ins bett. ich will dies o jenes und stampfe mit dem fuß auf oder trotze rum. solche normalen alltagssachen mit kindern halt. dabei sind wir sehr konsequent. es gibt klare absprachen. zz sind da außnahmen nicht drin. er ist schon seit er 12 monate alt ist in der kita. seit ca 3 monaten hat sich der verbund bis auf die zwei neuzugänge nicht geändert. die kindergärtnerin ist seit ca 1 1/2 jahren da. es gab weder bei der eingewöhnung und auch nicht später probleme.
ich bin halt gedanklich auch am suchen was bei uns oder in der kita zz nicht passt, wogegen er sich auflehnt, finde aber nix. in der anfangszeit nach der geburt seiner schwester war er wieder unsauber geworden, das haben wir aber gut im griff wieder. vielleicht lässt er eben anders dampf ab und nicht mehr über seine fäkalien. abends gibt es tägl. toben mit papa (zz natürlich nicht, weils da eben auch ein bissel rauher zugeht. wenns im kita nicht klappt -> dann kein toben, das weiß er auch). bei uns muß eher die kleine zurückstecken, weil sie ein ganz leises mäusel ist und wir schon vonanfang an drauf geachtet haben das der große ja nicht zu kurz kommt. mathilde ist oft im tragetuch damit ich die hände für den großen freihabe. wir gehen immer auf ih n ein, ich könnte noch nicht entdecken warums zz nicht klappt, ich war auch überrasvcht als mich die kindergärtnerin vor einigen tagen angesprochen hat.

Beitrag von sparrow1967 02.06.10 - 09:06 Uhr

>>dabei sind wir sehr konsequent. es gibt klare absprachen. zz sind da außnahmen nicht drin.<<

>>wenns im kita nicht klappt -> dann kein toben, das weiß er auch)<<


Keine Ausnahmen....man muß nicht IMMER eine harte Hand haben oder am längeren Hebel sitzen. Wir reden hier von einem 3Jährigen!!

Was hat die Kita mit zuhause zu tun? Er bekommt ja im Prinzip 2 STrafen: einmal in der Kita UND dann noch zuhause? Sowas muß nicht sein - das sagen bei uns im übrigen auch die Erzieherinnen. Kiga ist Kiga und das regeln SIE - zuhause ist zuhause.

Ich denke - ohne euch angreifen zu wollen- ihr seid im Moment etwas zu hart mit ihm.


sparrow

Beitrag von matsel 02.06.10 - 09:31 Uhr

das ist auch die zwickmühle in der ich stecke. weil wir eigentlich einen guten entspannten umgang alle haben und zur zeit nichts wirklich so richtig klappt. aber ich möchte sein verhalten imkita nicht völlig ignorieren.
lg

Beitrag von sparrow1967 02.06.10 - 11:53 Uhr

Du sollst es ja nicht ignorieren. Man kann ja ruhig drüber reden und ihmsagen, dass es nicht ok ist.
Aber er bekommt Druck im Kiga, zuhause....wie soll denn so ein kleiner Mensch dann reagieren?
Konsequenzen fürs Verhalten in Kiga bekommt er dort- Konsequenzen fürs Verhalten zuhause- bekommt er zuhause.

Oder möchtest du, dass sie ihn im Kiga dafür strafen, weil er sich z.b. zuhause "schlecht" benimmt? Ich denke, da würdest du ja auch differenzieren. Also differenziere auch andersrum ;-)


lg
sparrow

Beitrag von matsel 02.06.10 - 20:05 Uhr

danke dir für deine mutmachenden und entspannten worte. wiir wollen ihm ja helfen und eine schöne kindheit ohne angst u streß bescheren...aber manchmal gar nicht so einfach das richtige maß zu finden.
danke

Beitrag von kleenerdrachen 02.06.10 - 09:08 Uhr

hmm, das ist echt ne verzwickte Situation...
Habt ihr schon mal versucht ihn mit "Belohnungen" zu locken? Sowas wie wenn es eine Woche keinen Ärger gab, weder im Kiga noch daheim, dann geht ihr am WE alle gemeinsam in den Zoo? Oder dass ihr euch jeden nachmittag mal alle zusammensetzt, vielleicht zum Kaffee trinken, wenn das von den Arbietszeiten deines MAnnes geht, und macht mal eine Gesprächsrunde, wo jeder sagen darf, was ihn an dem Tag und dem vorhergehenden Abend geärgert- aber auch was ihm gefallen hat? Vielleicht rückt er dann mit der Sprache raus, wenn er merkt, dass Papa sich auch über den blöden Kollegen ärgert, der ihm immer in der Kantine das letzte Kompott wegschnappt und dass es normal ist, dass man mal Wut und Ärger spürt, aber dass es andere Wege als bocken und Schlagen gibt, damit umzugehen?
Oder du bastelst mit ihm eine Wutpuppe, die darf er dann schlagen und kneifen etc. wenn er sich ärgert?

Oder diese Seite könnte interessant für dich sein:
http://books.google.de/books?id=qmw_urN42jMC&pg=PA91&lpg=PA91&dq=wutpuppen+selber+machen&source=bl&ots=wxviz6J65W&sig=_vZudf9n7Yltk9YRT5dLtVUmYBc&hl=de&ei=CgMGTP27OZGaOLmsmLYL&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CCEQ6AEwAQ#v=onepage&q&f=false

LG und alles Gute für euch!

Beitrag von matsel 02.06.10 - 09:34 Uhr

das mit der wutpuppe und den gemeinsamen besprechungen finde ich ne gute idee. belohnungen fruchten nicht. in dere sache ist unser kleiner sehr konsequent mit uns;-)
lg

Beitrag von kleenerdrachen 02.06.10 - 09:50 Uhr

Du kannst ja mal berichten, was ihr erfolgreich ausprobiert habt :-)

Ich hab mich von Belohnungen auch nie locken lassen, meine Mutter ist an mir schier verzweifelt und Sten scheint da voll nach Mama zu kommen ;-)

Beitrag von fbl772 02.06.10 - 09:51 Uhr

Ist er in der Krippe von 0 - 3 Jahren? Orientiert er sich eher an Größeren? Dann ist er vielleicht mittlerweile durch die Kleineren einfach unterfordert? Ihm würde dann wahrscheinlich eine Kita 3 - 6 helfen.

VG
B

Beitrag von matsel 02.06.10 - 09:53 Uhr

die kinder sind altersgemäß aufgeteilt. die jüngsten sind 2 3/4 die ältesten 3 1/2 jahre. das ist schon ganz stimmig.

Beitrag von fbl772 02.06.10 - 10:54 Uhr

Da du selbst geschrieben hast, dass er verbal sehr weit ist und mit seiner Schwester, die ja doch schon etwas älter ist, nichts dergleichen passiert könnte es ja doch sein, dass er sich nun den anderen gegenüber "überlegener" fühlt.

Unser Dicker ist bspw. 2 Jahre alt und ein richtiger "Anführer" geworden, da er verbal auch extrem weit ist - zumindest im Vergleich mit seinen gleichaltrigen Krippenkollegen und -innen. In den letzten Wochen sind nun die letzten 3-jährigen in die Kita gewechselt, an denen er sich extrem orientiert hat (kleinere Kinder werden ignoriert, außer richtige Babies, die hält er schon mal gerne :-)). Jetzt ist er mit der Größte und ist auch so "selbstbewußt", dass er das deutlich zum Ausdruck bringt. Ich kann mir vorstellen, dass es in den nächsten Monaten dort heißer hergehen wird.

Solange er in der Kita aber Grenzen gesetzt bekommt, würde ich mir trotzdem keine Gedanken machen. Aber dort müssen nun die Erzieher ran, das ist deren einziger Job ... Mach dir keine Vorwürfe!

VG
B