Fast 6 Jahre, näßt jede Nacht ein....

Archiv des urbia-Forums Bettnässen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Bettnässen

Hier noch einmal zum Nachlesen: In unserem Expertenforum beantwortete Universitätsdozent Dr. Hans Salzer - Facharzt für Kinderheilkunde - eure Fragen zum Thema Bettnässen.

Beitrag von lenimelina 02.06.10 - 09:01 Uhr

Guten Morgen,
unser Sohn (fast 6 ), nässt noch jede Nacht ein.Manchmal nur ein bißchen, manchmal ist das Bett richtig nass.Er schläft ganz feste und ist auch schwer erweckbar.
Trocken war er tagsüber mit 3 Jahren und 2 Monaten; da kam er von selber dass er jetzt groß sei und keine Windel mehr brauche.
Der Kinderarzt hat uns ein Trink/Einnässprotokoll führen lassen, Blut untersucht, Ultraschall von Blase und Nieren gemacht und da war alles normal und ohne Befund.
Er sagt, er sei ein Fall des klassischen nächtlichen Einnässen.Er möchte unserem Sohn eine Klingelhose verschreiben, hat aber gesagt, er habe das bisher immer erst bei Schulkindern gemacht, die das Einnässen auch richtig gestört hat.Unser Sohn kommt im Sommer in die Schule, bisher stört in das nasse Bett aber selten.

Was sollen wir nun tun??Weiter abwarten, wenn ja wie lange?Oder jetzt schon auf die Klingelhose zurückkommen (Der Kinderarzt sagte allerdings, es sei wichtig, dass das Einnässen das Kind stört und nicht die Eltern).Haben Sie noch eine Idee ?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Viele grüße
Melina

Beitrag von EXPERTE 03.06.10 - 15:59 Uhr

Liebe Melina,
die Entwicklung der Kontrolle über die Ausscheidungsorgane ist ein längerer Prozess, der bei jedem Kind individuell abläuft. 90% der Kinder sind am Ende des 6. Lebensjahrs nachts trocken, mit 8 Jahren sind es 97% der Kinder, einige wenige benötigen dann noch einige Zeit. Der Grund liegt einerseits in der unterschiedlichen Größe der Harnblase, die oft noch nicht das nächtliche Harnvolumen speichern kann. Andererseits wird in der Hirnanhangsdrüse ein Hormon gebildet, das die nächtliche Harnproduktion vermindert. Auch diese Hormonausschüttung ist individuell sehr unterschiedlich. Manchmal hilft, wenn man ca. 1-2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr trinkt und knapp vor dem Schlafengehen nochmals auf die Toilette geht. Ein „Sternenkalender“ ist eine gute positive Verstärkung. D.h für jede trockene Nacht wird in einen Kalender ein Stern eingezeichnet für z.B. 10 Sterne gibt es dann eine Belohnung.
Mit der Klingelhose und anderen medikamentösen Therapien würde ich noch zuwarten. Da diese Therapien nur sinnvoll sind, wenn das Kind unter dem Symptom leidet. Bei der Klingelhose sollte man auch bedenken, dass diese Therapie die ganze Familie betrifft, da meist alle durch den Klingelton aufwachen und man das Kind auf die Toilette bringen muss. Das kann für eine Familie auch belastend sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Hans Salzer

Beitrag von dianap2204 10.06.10 - 21:31 Uhr

Hallo Melina,

mein Sohn hat mit 4 Jahren angefangen ins Bett zu machen, ich bin von Arzt zu Arzt gerannt es wurde alles Versucht wie zB. Klingelmatte, Nachts wecken, Psychologische Test usw.
Irgendwan hat ein Uologe ihm Minirin 0,1mg Tabletten verschrieben er meinte es sei ein Hormon was bei manchen Kinder zu wenig vom Gehirn produziert wird. Zuerst war ich dagegen weil ich nicht mit Tabletten anfangen wollte, aber er leidet selbst darunter das er ins Bett macht und ich dachte ich versuche es mal. Jetzt ist er 9 Jahre und nimmt sie immernoch weil es ohne nicht funktioniert. Der Doc meinte es würde sich spätestens in der Pupertät geben.
Das war meine Erfahrung.

Lg Diana

Beitrag von lenimelina 02.10.13 - 23:23 Uhr

Wir hatten dann , als er 7 1/2 war doch die Klingelhose und nach nur 6 Wochen tragen war er nachts trocken!
Der Alarm wurde die ersten 5 tage ausgelöst und er wurde nicht wach davon sondern mußte zusätzlich geweckt werden.Dann ist er 4 x wach geworden und dann war nichts mehr!
Mittlerweile ist er nachts ohne Zwischenfälle trocken-und selber doch unheimlich froh