Umzug-will ich das wirklich ?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nilchen 02.06.10 - 11:04 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich denken seit geraumer Zeit darüber nach in unseren Geburtsort zurück zu ziehen. Ich wohne inzwischen seit 15 Jahren nicht mehr dort. Mein Mann noch länger.
Allerdings ziehen Oma und Opa und Freunde uns dahin zurück.
Auch glauben wir, das die Lebensqualität dort um einiges Höher ist.
Dort (Sachsen) ist alles viel Kinderfreundlicher als hier (BaWü).
Nun hängt sich mein Mann ganz schön rein. Guckt nach neuem Haus und Arbeit usw.
Also für ihn ist die Sache glaub ich schon ganz klar.

Tja, für mich leider nicht. #gruebel
Ich grübel jeden Tag darüber nach. Wir haben zwei Kinder (4 und 6J).
Klar ich habe dort immernoch meine beste Freundin, aber sind wir es immernoch wenn wir uns öfter sehen. Wir haben uns in den letzten 15 Jahren beide sehr verändert. Wenn man sich alle 6 Monate mal sieht ist es schön, aber wie wird es sein wenn wir uns öfter sehen!?
Wie wird mein grosser den Schulwechsel verkraften?
Habe ein super Verhältniss zu meinen Schwiegereltern, wird das dann immernoch so sein? Oder nervt man sich dann doch wenn man näher aufeinander hockt ? Wir sehen sie momentan ca. alle drei Monate.

Ach es sind so viele Fragen.
Wie kann ich herausfinden, ob ICH das wirklich will ?

LG

Beitrag von espirino 02.06.10 - 13:10 Uhr

Hallo,

vermutlich indem du es darauf ankommen läßt #kratz

Könnt ihr nicht im Vorfeld im Sommer so für längere Zeit in euren Heimatort bleiben? 2 - 3 Wochen?

Es wird euch bestimmt recht schnell alles wieder sehr vertraut werden. Ist denn dein kleiner "Großer" jetzt schon in der 1. Klasse? Kinder sind Naturtalente im Finden neuer Freunde - je eher desto besser, wenn ein Wechsel ansteht.

Über Großeltern, Freunde etc. würde ich mir jetzt noch nicht allzu sehr den Kopf zerbrechen. Du kannst alle Eventualitäten in Betracht ziehen und mit Sicherheit trifft dann eine ein, an die du nicht gedacht hast.

Ich denke ihr werdet das schon schaffen. Ich mußte auch zurück in meinen Heimatort, obwohl ich nur 20km weiter weg gezogen war (für knapp 6 Jahre). Nun bin ich wieder zu hause und fühle mich in meinen 4 Wänden pudelwohl und wenn ich wen auf der Straße treff, dann sind wenigstens ab und an bekannte Gesichter dabei.

LG Jana

Beitrag von nilchen 02.06.10 - 14:51 Uhr

Ja, drauf ankommen lassen. Wenn es nur um meinen Mann und mich ginge...
Kein Thema.
Aber es hängen nun mal auch zwei Kinder dran.
Wobei ich mir bei dem Kleinen überhaupt keine Sorgen mache.
Der Grosse kommt dieses Jahr in die Schule. Hier bei uns ist Einschulung erst mitte September. In Sachsen allerdings schon am 3.8. Ich hätte ihn gerne gleich dort eingeschult, aber das werden wir nicht schaffen.
Ich habe ja auch noch einen Job den ich fristgerecht kündigen muss.

So würde ein Schulwechsel nach dem ersten Halbjahr oder zu den Sommerferien 2011 anstehen.

Ich gehe hier durch unser Viertel und überlege immer wieder würde ich dieses und jenes Vermissen? Und es ist verdammt wenig was ich vermissen würde. :-(
Das schlimmste wäre für uns Eltern unsere allerliebsten Freunde hier zu lassen. Sie waren immer so lieb und sind so tolle Menschen. Haben uns hier irgendwie die fehlende Familie ersetzt. Fast jeden Sonntag sind wir dort und kennen uns inzwischen in und auswendig. #heul

Ach es ist so schwer, es wäre echt ein Krasser Schnitt.




Beitrag von purzelbaum500 02.06.10 - 14:11 Uhr

Hallo,

ich bin nach knapp 10 Jahren wieder in meinen Heimatort zurückgezogen (1200 Einwohner).
Ich fand es auch komisch. Alles war so anders. Ich war ja auch zwischendurch immer mal da, um meine Eltern zu besuchen, aber wieder
dort zu wohnen?!?!

Die Leute hatten sich alle soooo sehr verändert.
Mit ehem. Schulkameraden hatte man sich kaum/nichts mehr zu sagen, als ein "Hallo".

ABER:
Wir sind total glücklich, denn die Lebensqualität ist hier auch besser.
Wir haben Platz, Ruhe und Natur (das, was wir wollen).

Wir sind nun so weit, dass wir unser Haus in dem wir wohnen kaufen werden.
Haben vor kurzem nochmal hin und her überlegt, ob wir hier oder dorthin ziehen, aber dann stand ich bei Bekannten im Garten (dort wo mein Mann & ich vorher gewohnt haben) und ich wußte, was ich wollte!
Kam ganz plötzlich.

Meine gesamte Familie wohnt hier (Eltern, Geschwister, Oma, Tanten etc.), aber sehen tun wir uns trotzdem nicht häufig.

Also, wag den Schritt!



Viel Glück!
VG,
Purzel

Beitrag von nilchen 02.06.10 - 14:56 Uhr

Danke für deine liebe Antwort.

Ich glaube ich werde jetzt wirklich erstmal abwarten was mein Mann geschäftlich erreichen kann.
Ich hänge hier nicht sehr an meinem Job. Bin froh das ich einen habe, aber mehr auch nicht (400 Euro Basis).

Und wenn sich doch alles so fügt wie wir es uns wünschen würden, dann spricht wohl nix mehr dagegen. Ich habe halt viel Angst vor dem risiko was wir eingehen.

Wir haben ja hier auch alles was wir brauchen. Ein Haus, Freunde, ...
Sind nur nicht besonders glücklich. :-(

Die Bank hat ja ihr ok schon gegeben. Wir müssten nur auch in Sachsen wieder ein Haus kaufen. Könnten die Schulden dann "umschulden" (oder wie das heißt) Also ohne Extrazahlungen.

Beitrag von michi0512 03.06.10 - 08:36 Uhr

ich bin jetzt, nach 8 jahren, wieder zurück in meinen geburtsort - auch in sachsen (lebte die letzten 8 jahre in NRW und dann NDS). es war eine...vernunftentscheidung gepaart mit einem inneren kribbeln. sicher war ich mir nicht.

jetzt... nach 4 wochen, fast 5 wochen, fühle ich mich sauwohl!!!! zweifel wirst du immer mal haben... die 100% sicherheit wirst du nicht finden.

alles gute!