Geburtshaus ?!? und wie weit sind "euere" EntbindungsKH entfernt ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von olchen81 02.06.10 - 21:39 Uhr

Guten Abend Mädels,

ich möchte um eure Erfahrung und Meinung bitten .

Irgendwie werde ich nicht "fündig " und weiß zur Zeit nicht weiter .

Es geht darum wo ich entbinden möchte.
Meine Tochter hatte ich im nähsten KH entbunden, ein modernes großes Haus.
Es war furchtbar---nicht die Schmerzen, sondern die Atmospäre ..iregendwie ALLES .
Habe ein richtiges Trauma und seit der Geburt viele Stunden mit Aufbereitung verbracht.

Es gibt noch ein Kh in der Nähe , einfach zu erreichen .

Dann habe ich ein Geburtshaus gefunden, nicht ganz so nah ca.40 min Fahrt .
Mein Mann sagt, schlimmer Weg.

Habe mit einer tollen Hebamme telefoniert, sie könnten mich noch "aufnehmen" , habe einen Termin nächste Woche zur besseren Besprechung.

Aber mein Mann , er möchte nichts davon hören.
EIN GEBURTSHAUS alles viel zu gefählich etc. und der Weg.....

Bisher verlief die Schwangerschaft ohne Komplikationen .
Ich " traue" mir eher eine Geburt im Geburtshaus zu als wieder im KH .

Eine Hebamme die mir wirklich sympathisch ist finde ich auch nicht :-( :
Die , die ich bei beiner Tochter hatte war in meinen Augen schlimm.
Zuerst mochte ich sie, als es darauf ankam war sie nicht da und danach frech, desinteressiert
Traue seitdem einfach niemandem, keiner Hebamme.

Bitte, erzählt mir von euren Erfahrungen.
"Wann "ist eine Hebamme eine Gute ?

:-(

grüße

Beitrag von nina610 02.06.10 - 21:50 Uhr

Hi,
also ich fahre wieder ins KH... Ist nur 5 Minuten Autofahrt. Als ich damals meine "Große" entbunden habe, war es dort chaotisch, da die Entbindungsstation umgebaut wurde. D.h. Bohrgeräusche ab morgens 5.30Uhr!!! Und duschen mußten wir Wöchnerinnen in einem Bad wo man eine Tür zwar verriegeln konnte, aber hinter der 2. Tür( die man nicht verriegeln konnte ) die Bauarbeiter waren... Man hab ich mich unwohl gefühlt. Aber da dasd Personal da superlieb war, fahre ich da dieses Mal ( wenn ich es schaffen sollte ) wieder hin.
Geburtshaus hätte ich einfach Angst, was ist wenn was passiert, Sauerstoffmangel unter der Geburt zB. Was wird dann gemacht, wie weit ist das nä KH... Und Geburtshaus ist mir ehrlich gesagt, ach klingt jetzt doof, zu öko... Wenn die da mit ihren Aroma-Tropfen ankommen und Akupunktur hier und da... Och nööö.... Aber da ist jede Mami anders....

LG Nina + Emy 5 J. + Felicia 34.SSW

Beitrag von sandee222 02.06.10 - 21:52 Uhr

Hi!
Also,ich bin kein Fan von Geburtshäusern-da ist nunmal keine Intensivstation,und da es im Notfall auf Sekunden ankommen kann,sind mir alle anderen Vorteile,wie schönere Atmosphäre etc .dagegen egal.
40 minuten Fahrt sind ganz schön lang!!!
Hör mal besser auf deinen Mann;-),der sieht das nicht so emotional sondern realistischer als du zur Zeit,da du so schlechte Erinnerungen hast und da ganz in deinem Gefühl aufgehst.(logisch)
Und man kann es sich ja "gemütlich" machen,da kann man ja im KH gucken,ich hatte sogar Musik,Badewanne,Holzvertäfelung,Hüpfball etc.-die Geburt selbst war allerdings sehr schlimm-und auch sogar gefährlich und endlos lang-also,DAS im Geburtshaus?Nein Danke.
Ich glaube,du verbindest das mit der netten Hebamme und hast Sehnsucht nach einer guten Hebi und einer harmonischen Geburt--wer nicht?!;-)
Also,ich fand meine Hebi damals klasse,und die habe ich ganz durch zufall"zugewiesen" bekommen-das Schicksal entscheidet machnes Mal auch Richtig.
Ich würde aber,wenn ich die Wahl hätte,eine Ältere mit (Lebens)-erfahrung nehmen,die auch schon Kinder hat-ich glaube,so junge Hüpfer sind so 10000% (in der Theorie;-))-
und dann kann man auch googeln oder sich ein Buch kaufen.Ist zwar unfair,weil die ja auch ihre erfahrungen machen müssen,aber wenn man eh schon Angst hat-NO Scrubs;-)
LG und alles Gute,sandee

Beitrag von erdwuermchen 02.06.10 - 22:00 Uhr

Letztendlich solltest du entscheiden, wo du dich wohler fühlst. Und dein Mann sollte dich darin unterstützen, immerhin musst du die Hauptarbeit leisten unter der Geburt.

ich fahre wieder ins nächste KH, weil es praktischer ist. Das KH, wo ich gern entbinden würde, habe da meinen Sohn entbunden, ist auch ca. 40 Minuten weg und mir ist das zu lang, da ich meinen Mann gern bei mir haben möchte, wenn ich ihn brauch und wir aber immer noch 2 Kinder organisieren müssen. Ich habe meine Tochter in diesem KH bekommen und es geht schöner, aber es war ok. Meine 1. Wahl ist es aber nicht.

LG
erdwürmchen

Beitrag von mandragora58 02.06.10 - 22:06 Uhr

hallo

uiui, das hört sich ja nicht schön an:-(
du hast da ja nicht nur dein trauma (oder eben ängste/schlechtes gefühl/mißtrauen) abzuarbeiten sondern auch noch n partner, der dich da nicht versteht. und nicht hinter dir steht.

meine 1. geburt war auch im KH. groß, neu, modern... wurde dann letztendlich n NKS. ein trauma hatte ich auch. aber nicht nur wegen dem KH und der atmosphäre, der unmenschlichen behandlung und der viiielen dinge, die hätten besser laufen müssen, sondern weil meine große in der 30.ssw kam. als ich wieder ss wurde (die zwei sind 2 jahre auseinander), wollte ich nicht ss sein. wollte kein kind mehr, keine geburt,kein KH. hatte angst. hab bis zum 7. monat mehrmals täglich gebrochen, war fix und fertig.
hatte aber n guten FA, dem ich dann endlich alles erzählt hab, der hat mich an ein geburtshaus (50km entfernt) geschickt. er meinte, das sei richtig für mich. und so war es auch. es war ein traum. nach der geburt, die sehr schön war. ich hab mich da sehr wohl gefühlt, war mein trauma nur noch ganz klein.

2008 kam meine kleine zur welt. KH wird zwar nicht ausgeblendet (kann ja immer ein medizinischer notfall sein, und ich hatte seit der 29.ssw vorz wehen...) aber ich hab mein traum wahr weden lassen und die kleine kam zuhause. ich hab die hebamme gut kennenlernen können, schon ab der 12.ssw, wir sehen uns auch so noch manchmal. ist ne richtige freundin geworden. und das gefühl war schoin am anfang da.
ich hatte glück, dass mein partner ja zur hausgeburt gesagt hat. denn es war sein 1. kind. und er hats nicht bereuht.

und jetzt werd ich wieder ins GBH gehn (weil meine hebi vom letzten mal keine hausgeburten mehr macht, wegen haftpflicht). und die hebis sind auch super. hab die auch der reihe nach schon ab 3. monat kennengelernt. aber trotzdem werd ich fürn notfall nächste woche mich im KH anmelden.



wieso meint dein partner "schlimmer weg"? was meint er damit? mein GBH ist auch im besten fall (nachts, wenig verkehr) 40min weg. notfalls nehm ich n taxi. da ist mir der weg und verkehr egal.

weiß er nicht, wie sehr du unter der letzten geburt leidest? klar, medizinische versorgung ist wichtig. im GBH haben sie für notfälle alles da. sauerstoffversorgung, medikamente... und ich bin mir sicher, die freischaffenden hebis sind so auf dem präsentierteller, die dürfen nichts falsch machen, nicht zu spät handeln. im wirklichen notfall wirst du ratzfatz ins KH verlegt. oder sie sagen vor geburt, dass es nicht geht (z.b. wegen bluthochdruck....)

mach deinem mann klar, was du möchtest. schließlich bekommst du das kind. und wenn das für ihn immer noch gefährlich ist, dann such dir ne freundin, schwester, mutter... die dabei ist.
ich an deiner stelle würde auf alle fälle mal den termin mit der hebi wahrnehmen, den weg gehen,... (sonst sind die noch voll und sagen dir ab). du kannst immer noch absagen!!


lg und viel glück

do 36.ssw

Beitrag von datlensche 02.06.10 - 22:33 Uhr

ich habe letzte woche im geburtshaus entbunden...wenn ich endlich mal fertig werde, kannst du meinen geburtsbericht im entsprechenden forum lesen ;-)
und ich kann es nur empfehlen! war auch total unzufrieden, zwar nicht mit der KH-hebamme sondern mit den schwestern der wochenstation....diesmal war die geburts zwar schwieriger aber die atmosphäre viel besser!

und von wegen risiko: nimm deinem mann mit ins geburtshaus und lass euch informieren ;-) die haben viel mehr möglichkeiten als man denkt!

lg, lena + kilian *10.07.07 & nuno *27.05.10 #verliebt

Beitrag von marquise 02.06.10 - 22:37 Uhr

Huhu,

also ich habe meine Große im KH entbunden. Letztendlich war es ein KS und es war schrecklich im KH. Also habe ich mich GEGEN ein KH entschieden.

So kamen die Jungs beide im GH (20 min Fahrt) zur Welt. Es waren wunderschöne Geburten. Gefährlich, fahrlässig! Alles habe ich mir anhören müssen. Nein, ist es nicht. Denn die Hebammen beobachten dort wesentlich besser und verlegen dann, wenn es kritisch werden könnte und reagieren nicht erst, wenn es kritisch ist.
Außerdem ist die Hebi die ganze Zeit unter der Geburt bei dir, während du im KH oft auch alleine gelassen wirst.
Gefährlicher ist ein Geburtshaus nicht. Sie haben auch Sauerstoffgerät und können Wehenhämmer geben, ... . Die Statistiken belegen, dass ein GH oft sogar sicherer ist, weil nicht in die Geburt mit Medizin eingegriffen wird. Du kannst keine PDA bekommen und somit kommt es auch nicht zu PDA-Komplikationen wie Geburtsstillstand, ... . Und ohne PDA kann man es auch aushalten.

Diesmal wollte ich auch wieder ins GH. 35-40 Minuten Fahrt. Es ist kein Problem, wenn du rechtzeitig losfährst. Du fährst halt früher und dann ist es von den Wehen nicht so schlimm. Da aber meine Behilfe das GH nicht zahlt und ich über 500 €selbst zahlen müsste, kommt das BAby nun zu Hause zur Welt. Die GH-Hebamme kommt zu mir nach Hause.

Ich verstehe dich, wenn du dich nach einer ruhigen heimeligen Atmosphäre sehnst. V.a. hast du da DEINE Hebamme und nicht irgendeine aus dem KH, die dann auch noch jemand anderen betreut.
Nimm dein Mann mit, damit er beim Gespräch mit der Hebi dabei ist. Sie kann sicherlich auch seine Ängste nehmen.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch gerne schreiben.

LG Marquise

Beitrag von nana13 02.06.10 - 23:20 Uhr

Hi,

Ich arbeite in einem kh und weis wie schnell gehandelt wird ohne das notwändig wäre, und das wollte ich nicht.

Für mich war schon vor der ss klar das ich,wen alles in gut geht;ins geburtshaus gehe.
mein mann war von diser idee gar nicht begeistert.
wegen der sicher heit, weil kein arzt da ist, was ist wen irgend etwas schief geht.
mir zu liebe hat er sich bereit erklärt, zur info abend ins gh zu gehen.
der abend war noch nicht ganz um da sagte er:"hier hind gehen wir".

aber da war ich jetzt eher die welche nicht ganz überzeugt vom gh war.

nach ein paar tagen, habe ich mich wider dort angemeldet. musste einfach die ganzen infos verarbeiten und darüber schlafen.
danach war ich mir ganz sicher.

das irgend etwas schief gehen könnte,hatte ich keine angst. den die Hebammen dürfen sich keine fehler leisten, den sonst wird das gh sehr schnell geschlossen.
die hebammen haben viele erfahrungen in geburten und können meist früh erkenne das etwas nicht mehr ganz normal geht und das evt ein wechsel ins spital nötig wird.

bei der geburt von meinem sohn gab es ein geburtsstilstand, und es kam die sprach auf kh und pda, ich wollte aber nicht gehen.
irgend wan sagte meine hebamme so entweder geht in der nächst stunde merklich was vorwärts oder ich muss ins kh.
sie hat mir erklärt was für möglichkeiten jetzt noch gibt und wen es dan nicht weiter geht, gibts nur das kh.

aber 10min. später habe ich gesagt gut ich habe die nase voll ich will nicht mehr. wir fahren ins kh.
da ging alles ganz schnell. eine hebamme hat im kh angerufen, die andere hat mir blut abgenommen und eine Infusion gelegt.
dan ins auto rein.
das kh ist nur etwa 5 min. von unserm gh entfernt, allso ging alles sehr schnell.

Lukas kam dan 4 stunden später mit pda auf normalen weg auf die welt.

bei der 2 ss habe ich mich sofort wider bei meiner hebamme angemeldet und wir sind wider ins gh, für mich gab es kein überlegen was ich möchte.
es war für mich ganz klar.
hatte einfach die befürchtung wider ins kh zu müssen.
hatte viele gespräche mit meiner hebamme.
als ich dan mit wehen um 9.30 ankam wurde ich erst untersucht und danach ging ich zuerst spatziern im wald.
danach war schon die badewanne für mich paarat.
im neben raum war eine andere frau mit blasensprung, ohne wehen, aber wir hatten die selbe hebamme.
wir wussten von einander, aber das sie 2 frauen gleichzeitig betreute, haben wir beide nie wirklich bemerkt.
um 13.13 kam dan unsere Neela im gh auf die welt.

es war für mich die beste entscheidung, und sollte es irgendwan mal ein drittes kind geben, dan ganz klar wider gh.

ich fühle mich dort geborgen, sicher und einfach rund um wohl

nimm deinen mann doch mal mit zu einem info abend, das kan sehr hilfreich sein.
ich kan das gh nur empfehlen, auch dort ist eine sehr grosse sicherheit, und auch im spital oder gerade weil man im spital so viele aparate hat, kan etwas passerien was nicht passieren dürfte.
und glaub mir da ich dort arbeite, das erlebte ich immer mal wider.

wünsche dir wo auch immer eine schöne geburt so das du dich wohl fühlst.
lg nana

Beitrag von nisivogel2604 03.06.10 - 07:24 Uhr

Ich kann dich gut verstehen. ich habe das dritte Kind zu Hause geboren. Keine 10 Pferde würden mich je wieder in eine Klinik kriegen.

Mein Mann war absolut dagegen. Ich hab ihm die Wahl gelassen. Entweder er steht hinter mir und macht mit oder ich schmeiß ihn zur Geburt raus. Er hat sich fürs mitmachen entschieden und findet es heute völlig bescheuert sich einer Klinik auszuliefern und das ganze sinnfreie und Geburtsblockierende Theater da mitzumachen.

Eine Geburtshaus oder Hausgeburt ist NICHT gefährlicher als eine Klinkgeburt. Sondern sicherer. Denn es gibt weniger Eingriffe an Mutter und Kind.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=37926

http://www.quag.de/content/publikationen2.htm

http://www.privatgeburt.de/forum/viewtopic.php?f=10&t=415

http://meinegemeinde.vol.at/news/tp:meinegemeinde:meinegemeinde/artikel/hausgeburten-sind-sicher/cn/news-20100111-01560705

lg denise

Beitrag von qrupa 03.06.10 - 10:44 Uhr

Hallo

ich hab mich bei der ersten Geburt von meinem Mann überreden lassen in die Klinik zu gehen. Sowas werde ich nie wieder machen und hab ihn inzwischen zum Glück auf meiner Seite.
Es gibt viele Vorurteile gegen Geburtshäuser oder Hausgeburten. Viele Leute glauben man würde geradewegs im Mittelalter sein Kind bekommen und sich irgendeinem alten Kräuterweib ausliefern.
Das auch im Geburtshaus oder bei einer HG Technik und Notfallmedizin zur Verfügung stehen, wissen die meisten nicht.
Dein Mann sollte auf jeden Fall auch mit der Hebamme reden und all seine bedenken und Fragen loswerden können. Das allermeiste wird sie wahrscheinlich ausräumen können.

Wann eine Hebamme eine "gute" Hebamme ist ist sicher ganz individuell.
Was dem einen super wichtig ist, ist dem anderen völlig egal.
Du solltest auf jeden Fall ein wirklich gutes Gefühl in ihrere Gegegnwart haben udn sie sollte dir wirklich sympathisch sein. Eine Hebamme, bei der ich nicht das Gefühl haben, dass ich ihr blind vertrauen kann, ist in jedem Fdall die falsche auch wenn noch so viele Frauen sie toll finden oder sie sonst welche tollen Referenzen hat.

LG
qrupa