Zweites Kind soll vom Verhältnis zu den Schwiegereltern abhängen?!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von SchwiegermuttersAlptraum 02.06.10 - 23:30 Uhr

Guten Abend,

vielleicht können mir ja ein paar Mütter und Männer antworten.

Mein Partner und ich haben einen zweijährigen Sohn. Seit der Geburt des Kindes (und eigentlich auch schon beginnend in der Schwangerschaft) hat sich mein zuvor sehr gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern (insbesondere zur Schwiegermutter) massiv verschlechtert. Inzwischen kann ich sie nicht mehr ertragen und es vergeht nahezu kein Kontakt zu ihnen, ohne dass ich schlecht gelaunt bin, einen bissigen Kommentar gebe oder meinem Partner gegenüber meinen Unmut über seine Mutter kundtue.

Nun steht - für mich - so langsam ein zweites Kind zur Diskussion. Ich möchte gern einen Abstand von drei Jahren, also wäre so ab Sommer "üben" angesagt. Mein Partner möchte so früh schon ungern.

Heute waren wieder seine Eltern da, es gab mal wieder schlechte Stimmung und einen unangenehmen Kommentar meinerseits (auf eine m.E. unverschämte Reaktion seiner Mutter). Er hatte daraufhin den ganzen Abend schlechte Laune und knallte mir dann an den Kopf:

"Kein Wunder, dass ich kein zweites Kind will. Seit dem ersten ist ja dein Verhältnis zu meinen Eltern so schwierig und es gibt nur Stress."

Spinnt der? Als wenn ein zweites Kind von meinem Verhältnis zu seinen Eltern abhinge? WIR sind zusammen, WIR sind eine Familie und bekommen ein Kind. Ich krieg doch keins für seine Eltern.

Es klang alles so nach dem Motto: "Wenn sich dein Verhältnis zu meinen Eltern nicht bessert, dann will ich auch kein zweites Kind."

Ich bin maßlos enttäuscht und traurig über diese Einstellung, ja sogar schockiert.

Sehe ich das falsch oder seid ihr meiner Meinung? Falls ich so sehr auf dem falschen Dampfer bin, dann sind auch Kommentare willkommen, die meine Perspektive wieder gerade rücken...

Vielen Dank,
D.

Beitrag von boehsewicht87 02.06.10 - 23:38 Uhr

Hallo Schwiegermuttersalptraum, ;-)

als aller erstes mal wäre interessant zu hören worum es bei dem vielen Streit zwischen dir und deiner schiemu genau geht , und warum es gerade losging als euer Sohn auf die Welt kam.

Mein Alptraum hat damals (etwa 2-3 wochen später auch mit spinnen angefangen- hat sich mittlerweile erledigt).

Beitrag von meritene 02.06.10 - 23:53 Uhr

Hallo,
es ist natürlich eine lange Liste an Dingen, die ich hier aufschreiben könnten, aber kurz mal zusammengefasst:

Meine Schwiegermutter ist eine sehr egozentrische Person, weiß vieles besser und tut in diesem Zusammenhang Dinge, die ich nicht tolerieren kann. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass sie Kinderärztin ist (war, inzwischen berentet) und dementsprechend immer alles besser weiß, was unseren Sohn betrifft.

Beispielsweise rief sich mich bereits in der Schwangerschaft morgens um 7.00 (ich war im Mutterschutz!!) an, um nachzufragen, ob ich denn jene und solche Untersuchung beim Frauenarzt schon habe machen lassen, es sei ja wichtig.

Sie rief an und meinte am Telefon "Was macht denn unser Kind?". Woraufhin ich antwortete: "MEIN Kind strampelt im Bauch, DEINS ist gerade arbeiten."

Bereits wenige Stunden nach der Geburt kam sie ungebeten (wir sagten wir rufen an, wenn Besuch kommen darf) in die Klinik. Am Abend noch ein zweites Mal, obwohl ich mir das auch verbeten hatte, weil ich mit meinem Mann und unserem Kind allein sein wollte.

Am Tag als wir nach Hause aus der Klinik kamen, standen sie zwei Stunden nach unserer Ankunft bereits auf der Matte.

Sie hatte eine Liste mit Adressen vorbereitet von Leuten, denen wir ihrer Meinung nach Geburtsanzeigen schicken "müssen". (Da waren Leute drauf, mit denen mein Mann als Kind mal gespielt hatte, die ich noch nicht mal vom erzählen kannte!)

Als mein Sohn eine Lungenentzündung hatte und ins Krankenaus musste, rief sie aus als sie es erfuhr: "Na Gott sei Dank ist es nur eine Lungenentzündung, ich dachte schon er hätte Leukämie".

Sie hatte darauf bestanden, dass wir bei der Taufe Gäste einladen, die sie für wichtig fand.

Ich könnte die Liste ewig fortführen.

Zugegebenermaßen hat sie sich seitdem es mal eine große "Aussprache" gab, wirklich gebessert und bemüht sich um ein entspanntes Verhältnis. Aber bei mir ist der Kanal dicht, ich kann da keine Nähe mehr zulassen.

Dani

Beitrag von boehsewicht87 03.06.10 - 00:05 Uhr

Das ist hart! -Und was sagt dein Mann dazu?? Steht er hinter dir
oder bist nur du diejenige die sich dagegen währt??
Dein Mann sollte eigentl. hinter dir stehen und dich unterstützen, und nicht am Rockzipfel von der Mama hängen bleiben!
Sag ihm deine Meinung, und frag ihn ob er das Verhalten von Ihr so akzeptabel findet!?!

Beitrag von meritene 03.06.10 - 00:12 Uhr

Tja, was mein Mann dazu sagt? Also eigentlich im Grunde gar nichts - ist das nicht typisch für Männer in dieser Situation? Habe ich schon so oft gehört...

Er ist der konfliktscheuste Mensch, den ich kenne. Lieber lügt er, windet sich, verstrickt sich in Widersprüche als eine offene Konfrontation auszutragen. Dementsprechend "überhört" er einige Dinge ganz gern (die Kommentare seiner Mutter, aber öfter auch meine). Er hält sich meistens raus, hört sich meine Gezetere an, findet das alles aber halb so schlimm und würde deshalb seiner Mutter gegenüber NIE etwas sagen.
"Dann sag ihr das doch, wenn es dich stört, mich stört es ja nicht." Tja, das mach ich dann auch und wir sehen ja wozu es führt.

Sein Totschlagargument ist dann immer, dass seine Mutter sich ja wirklich in vielen Dingen bemüht und ich ihr dann keine Chance gebe und immer auf "Einzelsituationen" oder "speziellen Kommentaren" rumreite. Inzwischen gäbe es ja kaum noch wirklich gravierende Dinge und ich könnte versöhnlicher sein, wenn ich nicht alles auf die Goldwaage legen würde.

Ja, so sind im Groben seine Antworten dazu.
Aber zumeist ignoriert er wirklich beide Seiten, um dann immer mal wieder plötzlich rauszuplatzen, dass ihn ankotzt, wenn ich so über seine Mutter rede.

D.

Beitrag von boehsewicht87 03.06.10 - 00:34 Uhr

Jeep er geht den Weg des geringsten Widerstandes!!!

Beitrag von willnix 03.06.10 - 10:51 Uhr

Na ja, typisch für Männer????
Auf mich trifft es jedenfalls nicht zu.
Zwischen meinen Eltern und mir war mal ca. 3 Jahre lang Funkstille. Sie hatten schlecht über meine damalige Freundin geredet. Ich habe dann den Kontakt zu ihnen mit dem Satz abgebrochen: Das ist die Frau, mit der ich zusammen lebe. Wenn euch das nicht passt dann ist es wohl besser, wenn wir uns nicht mehr sehen.

Klar ist es schwer, wenn dass Tischtuch erst einmal zerissen ist, eine neue, neutrale Beziehung zur SchwiMu aufzubauen.
Wäre es ev. möglich, dass Du Dich allein mit ihr triffst um mal reinen Tisch zu machen?

Beitrag von luka22 03.06.10 - 14:26 Uhr

"Zugegebenermaßen hat sie sich seitdem es mal eine große "Aussprache" gab, wirklich gebessert und bemüht sich um ein entspanntes Verhältnis. Aber bei mir ist der Kanal dicht, ich kann da keine Nähe mehr zulassen."

Deine Schwiegi ist anstrengend - ohne Zweifel. Aber, wenn sie jetzt Einsicht zeigt und sich vieles gebessert hat, dann ist es jetzt an dir auch einen Schritt auf sie zuzugehen und nicht jeden einzigen Kommentar von ihr mit spitzer Zunge zurückzugeben! Also wenn ich meiner Schwiegermutter ins Gesicht sagen würde: "Deine Geltungssucht ist unerträglich" dann hätte ich ein schwerwiegendes Problem mit meinem Mann! Und das zurecht. Meine Schwiegereltern sind manchmal auch anstrengend und mischen sich gerne mal ein, aber so einen Satz - er ist unverschämt und frech. Meine Schwiegereltern können mir doch sagen, was sie wollen. In 2 Stunden gehen sie nach Hause und ich und mein Mann machen doch eh alles, wie wir wollen! Ich schimpfe eher mit meinem Mann, weil er auch das ein oder andere Mal einen unverschämten Ton gegenüber seinen Eltern hat und sie regelrecht anfährt. Ich finde es respektlos. Es sind seine Eltern und sie haben auch sehr gute Seiten: sind immer für einen da und helfen ohne wenn und aber! Natürlich bin auch nicht stumm wie ein Fisch. Der Ton macht aber die Musik. Man kann alles vernünftig äußern und am besten mit Humor!
Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Wie du treffend bemerkt hast, hast du deine Familie und dein Mann steht doch hinter dir. Dass er seine Mutter liebt und sich über diese ständigen Streitereien aufregt ist doch verständlich! Er möchte nichts anderes als ein einigermaßen entspanntes Verhältnis. Und das es das nicht gibt, da seid ihr beide - du und deine Schwiegermutter - wahrscheinlich zu gleichen Teilen Schuld. Sie macht von mir aus spitze Kommentare, aber du zahlst es ihr doch mit gleicher Münze heim!
Denk einfach daran, dass du auch eines Tages ein unbeschwertes Verhältnis zu deinem Sohn und seiner Frau haben möchtest. Du kannst ja schon mal damit anfangen, dich in Zurückhaltung zu üben ;-)!

Grüße
Luka

Beitrag von SchwiegermuttersAlptraum 03.06.10 - 16:34 Uhr

>>Es sind seine Eltern und sie haben auch sehr gute Seiten: sind immer für einen da und helfen ohne wenn und aber!<<

Das kann ich von den Eltern meines Mannes nicht behaupten - insbesondere natürlich von der Schwiegermutter. Sie schaut immer nur danach, wie es für sie am besten läuft.

Sie beschwert sich beispielsweise, dass sie den Kleinen nicht so oft sieht. Mit einem kleinen Kind ist der Tagesablauf nun mal relativ stark strukturiert (Schlafenszeiten, Essenszeiten etc.), früher ja noch mehr als jetzt wo er schon zwei ist.
Es war nie möglich, dass sie zu den von mir vorgeschlagenen Zeiten kam, stets mit ein bis zwei Stunden Verspätung, da war es für mich schon wieder unpassend, dass sie kam.
Das hat sich bis heute nicht geändert.

Wenn wir bei ihr sind, dann darf der Kleine auf einem Areal einer Decke spielen, alles andere soll nciht angefasst werden, da es ja wertvoll ist und er es kaputt machen könnte.

>>Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage. <<

Ich weiß, das habe ich ja auch als Problem erkannt. Aber wenn sich erst einmal ein Berg aufgetürmt hat, dann ist leichter immer noch eins draufzulegen als das riesige Monstrum abzubauen.
Sie hat einfach in den letzten 1,5 Jahren so sehr meine persönlichen Grenzen überschritten, obwohl ich sie vorher (im Guten) mehrfach darauf angesprochen habe, dass nun ein halbes Jahr "Wohlwollen" das eben nicht mal so eben richten können. Und es ist ja nun nicht so, dass sie sich friedlich wie ein Lamm gebärdet und gar nichts mehr von sich gibt, wie man an dem Muttertagsbeispiel etc. sieht.
Wahrscheinlich ist es einfach ein innerer Zustand den man zum Verzeihen erreichen muss, das habe ich wohl noch nicht...

>>[...] hast du deine Familie und dein Mann steht doch hinter dir.<<

Tatsächlich? Trotz meiner Bitten und auch mal Einsicht seinerseits, dass seine Mutter oft über's Ziel hinausschießt, kommt doch nur "Na mich stört es ja nicht, also brauche ich das ja nicht zu klären."


Naja, im Moment habe ich leider auch kein Rezept aus dieser Geschichte rauszukommen. Kopf und Bauch sind zwei seeehr unterschiedliche Dinge...

Lieben Gruß,
D.

Beitrag von gh1954 02.06.10 - 23:41 Uhr

Schwer, etwas dazu zu sagen.

>>>und es vergeht nahezu kein Kontakt zu ihnen, ohne dass ich schlecht gelaunt bin, einen bissigen Kommentar gebe oder meinem Partner gegenüber meinen Unmut über seine Mutter kundtue. <<<

>>>es gab mal wieder schlechte Stimmung und einen unangenehmen Kommentar meinerseits<<<

Wenn man nicht weiß, worum es geht, ist nicht zu beurteilen, ob deine Schwiegermutter unverschämt und unerträglich oder du nur zickig bist.

Vielleicht möchte ein Mann nicht, dass sich das beim zweiten Kind potenziert.

>>>Spinnt der?<<<

Nein, DER spinnt nicht, er möchte sich vielleicht den letzten Rest von Umgang mit deinen Schwiegereltern erhalten, denn es sind seine ELTERN und vielleicht liebt er sie ja und es tut ihm weh, dass du meinst, immer Sptzen loslassen zu müssen.

Beitrag von meritene 03.06.10 - 00:03 Uhr

Hallo,
ich habe bereits Boesewicht87 eine nähere Antwort dazu geschrieben, damit ich nicht alles wiederhole kannst du ja schon mal dort ein bißchen lesen.

Zu der heutigen Situation:
Als Muttertag war, haben mein Mann und ich jeweils unseren Müttern einen Blumenstrauß geschenkt. Da ich an dem Tag arbeiten war, hat mein Mann den Strauß seiner Mutter in meiner Abwesenheit überbracht. Sie rief mich dann auf der Arbeit (!!!) an, um mir zu sagen, dass ich sie doch bitte am Telefon zum Muttertag beglückwünschen solle, wenn ich schon nicht persönlich vorbeikäme.
Ich war so perplex, dass ich es sogar gemacht habe. Obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass ich nur EINE MUTTER habe, nämlich meine und wenn es mal einen Schwiegermuttertag geben sollte, dann kann sie gerne ne Extrawurst haben. Ich finde das unmöglich.

Nun hatte sie vor kurzem Geburtstag. Sie war zu diesem Zeitpunkt im Urlaub. Also rief ich sie an und gratulierte ihr. Bei der Nachfeier´nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub musste ich erneut arbeiten (sie hatte den Termin so gewählt, obwohl sie wusste dass ich arbeiten muss). Sie rief mcih dann an und fragte, ob ich nicht einen Tag später am Abend vorbeikommen wolle, schließlich wünsche sie sich, dass ich ihr noch einmal "persönlich gratuliere". Das habe ich aber abgelehnt (nicht geschafft und auch keine Lust gehabt). Somit haben wir uns heute zum ersten Mal seit ihrem Geburtstag gesehen. Ich begrüsste sie ganz normal, woraufhin sie meinte: "Nun nimm mich doch mal in den Arm und gratuliere deiner Schwiegermutter noch einmal persönlich zum Geburtstag so wie es sich gehört." Daraufhin antwortete ich "Deine Geltungssucht ist ja unerträglich, ich habe dir bereits telefonisch gratuliert, das reicht ja wohl."
Sie war zwar eingeschnappt, aber meinte dann nur: "Naja, dann eben nicht, ich kann dich ja nicht zwingen mich zu umarmen."

Danach haben wir uns "ganz normal" (was bedeutet: formal höflich, aber unterkühlt) über andere Themen unterhalten.

Es folgte dann später am Abend die Situation mit meinem Partner so wie im Ausgangsthread beschrieben.

D.

Beitrag von nightwitch 03.06.10 - 00:32 Uhr

Sorry,

aber das Getue mit dem Geburtstag finde ich kindisch. Und zwar von dir.

Selbst wenn ich schon bereits telefonisch beglückwünscht habe, reisse ich mir doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich es dann bei dem ersten persönlichen Treffen noch mal mache, wenn ich schon weiss, dass die Person darauf wert legt.

Und - entschuldige wenn ich falschliege (was ich allerdings nicht glaube): muss deine Schwiegermutter die Termine so legen, dass DU damit einverstanden bist?
Dein Satz "(sie hatte den Termin so gewählt, obwohl sie wusste dass ich arbeiten muss)" klingt für mich so, als wenn sie es extra gemacht hat. Aber ist es nicht eher so, dass man einfach einen Termin festlegt wo die meisten der Gäste können?
Wenn man sich ständig nach JEDEM Gast richtet, schafft man eine Feier in 100 Jahren nicht unter einen Hut zu bekommen.

Ich gebe dir Recht, wenn einige Sachen vorgefallen sind, die vielleicht nicht so okay sind, aber ich denke, du machst teilweise aus einer Mücke einen Elefanten. Wahrscheinlich ist das so, weil die Fronten so festgefahren sind und du letztendlich nur auf eine Situation wartest, wo du wieder Spitzen verteilen kannst.


Und ja, ich kann deinen Mann verstehen. Ich würde auch nicht gerne noch ein Kind bekommen, wenn ich Angst haben müsste, dass sich meine Frau und meine Mutter, die wahrscheinlich wichtigsten Menschen in meinem Leben (neben den eigenen Kindern) ständig an die Gurgel gehen.



Mein Tipp: begrab das Kriegsbeil, hör auf ständig irgendwelche "Fehler" bei deiner Schwiegermutter zu suchen und reflektiere dein Verhalten ihr gegenüber.

Es heisst aber nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss, um Gottes Willen, aber man muss halt auch nicht auf jeden Pups anspringen.

Sonst verlierst du nicht nur dein "zweites Kind" sondern vielleicht auch irgendwann deinen Ehemann.

Gruß
Sandra

Beitrag von boehsewicht87 03.06.10 - 00:44 Uhr

Wenn ihrer Schwiegermutter es so wichtig gewesen wäre Sie bei ihrem Geburtstag dabei zu haben dann hätte sie es so gelegt dass sie Zeit hätte.

und nein ich hätte ihr auch nicht gratuliert, schließlich sollte man das von selber tun und nicht dazu gezwungen werden, soweit kommt es noch!

Beitrag von nightwitch 03.06.10 - 10:32 Uhr

Nun, ich weiss noch nicht mal alle Termine meine Mutter bzw entfallen sie mir.
Daher sehe ich da jetzt nicht das Problem mit "die Schwiegermutter wollte sie nicht dabei haben".

Und bzgl. des persönlichen Gratulierens: komisch, mir hat man das so beigebracht, dass man es - wenn man in angemessener Zeit das Geburtstagskind persönlich trifft - auf jedenfall auch persönlich macht.

Ich sehe da ehrlich nichts schlimmes dran. Um so unverständlicher, wieso man es nicht einfach macht, wenn man doch weiss, dass der Gegenüber darauf wert legt.


Wie gesagt, einige der Probleme und Konflikte halte ich in dieser Situation einfach für hausgemacht und "drauf angelegt" um es der Person "mal wieder richtig geben zu können".

Dass das aber zulasten des Ehemannes und des Kindes (der Kinder) geht, scheint der TE egal zu sein.

Gruß
Sandra

Beitrag von SchwiegermuttersAlptraum 03.06.10 - 16:47 Uhr

Hallo Sandra,

>>Selbst wenn ich schon bereits telefonisch beglückwünscht habe, reisse ich mir doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich es dann bei dem ersten persönlichen Treffen noch mal mache, wenn ich schon weiss, dass die Person darauf wert legt. <<

Nein, einen Zacken aus der Krone würde ich mir vermutlich nicht reißen. Aber es wäre unehrlich und aufgesetzt. Ich habe sie telefonisch an ihrem Geburtstag beglückwünscht. Das habe ich auch so gemeint. Sie jetzt bussibussimäßig zu umarmen, obwohl ich ein offenkundig unterkühltes Verhältnis zu ihr habe, geht mir einfach gegen den Strich. So bin ich nicht und das will ich auch nicht.
Ich umarme Menschen, wenn ich sie mag und mir der Sinn danach steht. Und nicht, weil es die Etikette oder sonstwas erwartet.

>>Aber ist es nicht eher so, dass man einfach einen Termin festlegt wo die meisten der Gäste können?
Wenn man sich ständig nach JEDEM Gast richtet, schafft man eine Feier in 100 Jahren nicht unter einen Hut zu bekommen. <<

Zu dieser Geburtstagsfeier waren eigenladen: Mein Mann, mein Sohn (wie gesagt zwei Jahre alt - dem ist der Termin wohl egal) und ich. Außerdem meine Eltern. Das war alles. Es handelte sich also um eine höchst geringe Anzahl an Personen, die man unter einen Hut bekommen muss. Es war ein Wochenende, ich bin die einzige, die einen Job hat, an dem man auch am Wochenende arbeitet.
Soviel also dazu.
Trotz allem hätte ich es - und habe ich es auch nicht - schlimm gefunden, wenn sie an einem Termin ohne mich feiert. Aber dann braucht sie doch nicht eine Woche später noch eine Extra-Beglückwunschung von mir zu erwarten und dann unverschämterweise noch einzufordern!

>>Ich gebe dir Recht, wenn einige Sachen vorgefallen sind, die vielleicht nicht so okay sind, aber ich denke, du machst teilweise aus einer Mücke einen Elefanten. Wahrscheinlich ist das so, weil die Fronten so festgefahren sind und du letztendlich nur auf eine Situation wartest, wo du wieder Spitzen verteilen kannst. <<

Ja, damit hast du 100&ig Recht. Und ich bin da nicht unreflektiert, glaub mir. Aber das Begreifen des Verstandes und das innerliche Gefühl dazu sind nicht immer kongruent. (Sonst könnte man wohl 2/3 der Threads bei Urbia schließen... ;-))

Lieben Gruß,
D.

Beitrag von abenteuer 03.06.10 - 00:22 Uhr

Huhu
Für mich klingt das nicht so, als würde er die Entscheidung für oder gegen ein 2. Kind von deinen Schwiegereltern abhängig machen.

1. Deinem Schreibstil nach zu urteilen bist du intelligent. Ich schließe daraus, dass du dir ebenfalls einen intelligenten Partner gesucht hast. Intelligente Männer handeln komplexer!

2. Er hat es im Streit gesagt. Sein Ziel war dich zu verletzen.

3. Das Thema 2. Kind beschäftigt ihn. Vermutlich weiß er selber noch nicht so genau, warum er jetzt noch keines möchte. Er hofft dadurch FÜR DICH einen plausiblen Grund gefunden zu haben.

4. Er weiß genau, dass ein 2. Kind nichts ändern würde, hätte er mit seiner Behauptung recht. Ob man sich nun wegen einem oder wegen zwei Kindern nicht mit der Schwiegermutter versteht, ist völlig egal.

An deiner Stelle würd mich wohl mehr aufregen, dass dein Mann nicht hinter dir, sondern hinter seiner Mutter steht. An den Streitigkeiten bist du wohl kaum alleine schuld.

lg abenteuer

Beitrag von SchwiegermuttersAlptraum 03.06.10 - 16:37 Uhr

Hallo abenteuer,

mag sein, dass da an dem einen oder anderen Punkt durchaus etwas dran ist. Insbesondere mit deinem dritten Argument hast du womöglich ins Schwarze getroffen, gepaart mit dem zweiten Punkt kommt wohl das raus, was ich gestern erlebt habe.

Allerdings hege ich noch immer Zweifel daran, dass er zu komplexem Handel fähig ist, auch wenn ich ihn durchaus als intelligent bezeichne... #gruebel

Lieben Gruß,
D.

Beitrag von arkti 03.06.10 - 00:40 Uhr

Mir fällt immer häufiger auf das frauen mit ihren Schwiegermüttern Stress haben sobald Kinder da sind.
Wobei man den Stress auch teilweise selber mit produziert.
Es ist doch klar das frischgebackene Großeltern ihr Enkelkind so schnell wie möglich sehen wollen.
Sie freuen sich halt auch.
Anstatt das einfach zu tolerieren wird wird sich aufgeregt, wobei sie ja meistens schon zufrieden sind wenn sie mal eben 30 Minuten gucken können.
Genauso verhält es sich mit den Geburtsanzeigen, sie sind halt auch stolz das sie nun Großeltern sind.
Solche Aussagen wie "Gut das es keine Leukämie ist ist heutzutage gar nicht mehr so abwägig, denn Krebs verbreitet sich immer mehr.
Die Aussage ist zwar nicht toll, aber aufregen würde ich mich darüber nicht.





Beitrag von SchwiegermuttersAlptraum 03.06.10 - 16:24 Uhr

>>Es ist doch klar das frischgebackene Großeltern ihr Enkelkind so schnell wie möglich sehen wollen.
Sie freuen sich halt auch.
Anstatt das einfach zu tolerieren wird wird sich aufgeregt,[...]<<

Natürlich haben Sie in Anrecht darauf sich zu freuen, dass ist ja auch in Ordnung. Aber 3 (!!!) Mal eigenmächtig zu entscheiden, wann sie kommen ist meiner Meinung nach respektlos. Sie haben damit eindeutig Grenzen überschritten, die wir ihnen aufgezeigt haben, das ist übergriffig und egoistisch.
Es war unser erstes Kind, das ist eine sehr besondere Situation, natürlich auch für die Großeltern, aber doch in erster Linie für die Eltern!

Mein Mann hat noch im Kreissaal (während ich genäht wurde!) seine Eltern angerufen, um ihnen mitzuteilen, dass sie nun Großeltern sind. Das ist doch wohl zunächst genug Mitteilung oder? Da kann man sich als Großeltern auch mal zusammenreißen.

Merkwürdigerweise haben meine Eltern uns diese Zeit gelassen, sind erst gekommen, als wir sie angerufen haben. Sie sind genauso wie die Eltern meines Mannes zum ersten Mal Oma und Opa geworden. Haben sie sich jetzt weniger gefreut, nur weil sie die Bedürfnisse der jungen Familie mehr respektiert haben?

Was die Geburtsanzeigen betrifft: Dann sollen sie doch an ihre Freunde und Bekannten eine schicken, dass sie jetzt Großeltern geworden sind. Steht ihnen ja frei. Stattdessen haben sie erwartet, dass wir Geburtsanzeigen an uns fremde Menschen schicken!

Besten Gruß,
D.

Beitrag von k_a_t_z_z 03.06.10 - 00:44 Uhr


Hört sich an als wäre Deine Schwiegermutter aufgrund ihres ehemaligen Berufes arg übereifrig.
Und Dein Mann nicht ganz im Bilde darüber (wahrscheinlich weil er es nicht anders gewöhnt ist).

Ich denke es würde helfen Deinem Mann zu erläutern wie es dazu kam und Deiner Schwiegermutter klarzumachen, dass Du schon "groß" bist und selbst weisst wie Du mit deinem Kind umzugehen hast.


Ich halte das für ein "Patt" - sie will nichts Böses aber Du fühlst Dich auch zu recht gegängelt und überrumpelt.


Ich würde zuerst noch einmal mit Deinem Mann sprechen und es ihm erklären.

Danach wäre wohl ein Dreiergespräch mit der Schwiegermutter angebracht - freundlich und sachlich vorgebrachte "Verhaltensregeln" wird sie dann sicher verstehen.

Letztlich - es ist Eure Familie - aber die alte Dame kann auch nicht einfach aus ihrer jahrzehnte alten Haut.


LG, katzz

Beitrag von mindgames 03.06.10 - 07:15 Uhr

Ich sehe es so, dass er um Eure Beziehung als Mann und Frau Angst hat wegen den Spannungen zwischen Schwiemu und Dir. Deshalb mag er momentan wohl nicht an ein 2. Kind denken. Er kann sich ja jetzt schon ausmalen, wie das wird waehrend Deiner neuen SS und gleich nach der Geburt... Schwiemu macht/sagt all die Sachen, die schon beim 1. Kind geschehen sind. Bedeutet wieder Stress fuer ihn.. Die Spannungen sind vorprogrammiert. Tja, anstatt in die Offensive zu gehen, wartet er wohl lieber mit dem 2. Kind, bis ein Wunder geschieht zwischen Dir und Schwiemu.

Beitrag von mansojo 03.06.10 - 08:25 Uhr

na da haben sich zwei gefunden was?


warum das verhältnis so abrupt schlecht wurde hab ich immer noch nicht verstanden

dein mann kann ich da schon verstehen

er wird nicht kapieren warum du permanent genervt bist


wie wäre es mit einer aussprache

dieses umarmen und bussibussi hasse ich auch wie die pest
aber mein umfeld toleriert diese marotte

Beitrag von fraz 03.06.10 - 09:03 Uhr

Da hast du dir aber einen "nicht von seinen Eltern abgenabelten Mann" angelacht!
Achtung: Das kann ins Auge gehen!
Wenn die Meinung von Mutti wichtiger ist als deine, dann hast du eigentlich nichts zu flöten!
Ich würde mich mal grundsätzlich mit meinem Mann unterhalten, denn eine Beziehung zu dritt wird wohl nicht das sein, was du dir gewünscht hast ;-)

Beitrag von frieda05 03.06.10 - 10:38 Uhr

Deine Schwiegermutter ist scheinbar etwas anmaßend und hat ein "einnehmendes Wesen". So etwas kommt vor. Gerade mit Enkelkindern sehen sich viele Neu-Omas genötigt, ihren Schwiegerkindern vorzupredigen wie was zu funktionieren hat, etc.pp.

In Deinem Falle sehe ich allerdings keinerlei böse Absicht hinter den Äußerungen Deiner SM. Natürlich nervt das und nahezu alle Dinge weißt Du selber genau und Deiner Ansicht nach wahrscheinlich auch besser. Fakt ist, diese Frau will Dir eigentlich nicht ans Bein pinkeln. Du ihr hingegen schon.

Alleine Deine Reaktion auf diese Geburtstagsgeschichte #augen. Wenn jemand zu mir sagt: "Nimm mich mal in den Arm, wie es sich gehört" - was ja einfach so ein "Schnack" ist (und Dir wahrscheinlich nicht implizieren sollte, Du hättest keine Erziehung genossen) würde ich denjenigen mit "aber gerne doch Euer Gnaden" grinsend in den Arm nehmen. Du hingegen haust ihr eine Unverschämtheit um die Ohren und bezeichnest sie als geltungssüchtig. Extrem respektlos.

Die Muttertagsaktion war von ihr voll daneben, doch Herrschaftszeiten, kein Grund ein Faß aufzumachen.

Ich verstehe, daß viele Kleinigkeiten sich auftürmen können und man irgendwann platzt. Doch Du sagst selbst, sie gäbe sich Mühe. Den Eindruck erweckst Du hier weniger. Mit welcher Berechtigung erwartest Du von ihr ein Änderung zu Deiner Erträglichkeit, während Du Dich weiterhin benimmst, wie die Axt im Walde?

Deinen Mann kann ich schon verstehen. Der sieht zwei streitlustige xx, wie die Geisteskranken miteinander umgehen und sitzt zwischen den Stühlen. Er liebt Euch beide. Schöner Interessenkonflikt. Wer bitte sagt dann, daß ein Mann gegen seine Überzeugung auf der Seite der eigenen Frau stehen muß? Ist ja wohl lächerlich. Gibt er denn sein Hirn ab, wenn er heiratet? Wenn er der Meinung ist, Du wärest im Unrecht, dann darf er das doch wohl kundtun. Wenn er das (wie Du selbst übrigens auch) an der Geburt und der Existenz Eures Kindes festmacht, dann ist es nicht sehr verwunderlich, daß er mit einer Verschlimmerung des jetzigen Zustandes rechnet, so ein zweites Kind dazu käme. Das ist Männerlogik. Du selbst weißt natürlich, daß Du Deiner SM nicht noch beschissener kommen wolltest, außer Du würdest den Kontakt komplett knicken, aber er weiß das noch nicht.

Mein Vorschlag. Stärke macht gelassen. Werde etwas gelassener im Umgang mit Deiner Schwiegermutter.

GzG
Irmi
P.S. schlage Tausch vor: Meine gegen Deine - gerne incl. Schwiegervater, an denen könntest Du Dich mit meinem Segen austoben...#rofl

Beitrag von .roter.kussmund 03.06.10 - 15:33 Uhr

weshalb sollte ein mann mit seiner frau ein zweites kind haben wollen, wenn er in absehbarer zeit, seine ehe als beendet betrachtet sehen könnte.

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