Mache mir Sorgen um meine Tochter...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sunflower18121982 03.06.10 - 08:09 Uhr

Guten Morgen,

es könnte vielleicht ein wenig länger werden, aber ich bräuchte mal Rat.

Es geht wie gesagt um meine Tochter, sie ist 8 Jahre alt und geht in die 1. Klasse in die Grundschule (Regelschule). Das Problem fing an als sie schon 5 Jahre alt war, dort wurde das erste Sonderpädagogische Gutachten erstellt und sie ist halt ein Grenzfall, es kommen zwar Fortschritte aber nicht in dem Maße wie es hätte sein sollen.
Da hatten wir uns entschieden sie ist erstmal in die Vorklasse zu schicken, damit sie nochmal ein Jahr hat und danach wollten wir weitersehen, was passiert.

Muss dazu sagen, sie hat Ergotherapie und Psychomotorik gehabt.

Nach dem Jahr in der Vorklasse, wurde wieder ein Gutachten erstellt, aber wieder Grenzwärtig, aber die Förderlehrerin meinte wir sollten versuchen sie in die "normale" Grundschule zu geben.

Das erste halbe Jahr funktionierte Problemlos, sie kam einigermaßen mit, aber dann fingen die Probleme an. Sie kann nicht richtig lesen, nicht schreiben. Hatten schon gedacht sie hätte Legasthenie.

Mein Mann und ich haben dann einen Termin bei einer Kinderpsychologin gemacht, und dort wurde wieder getestet. Dort war sie wieder grenzwärtig und zudem hat sie große Verlust- und Versagensängste.
Termin bei einem Pädaudiologen hatten wir auch, dort wurde festgestellt, dass sie bestimmt Laute nicht unterscheiden kann, aber das Hören selber ist intakt.
Also die Diagnose ist Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (falls es jemand interessiert)

Hat jemend schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Wäre es besser sie in eine Förderschule zu bringen? Bin im Moment auch etwas überfordert, weil soviel auf einmal kommt.

Danke schon mal fürs Lesen und das es vielleicht ein wenig durcheinander ist.

LG Lena

Beitrag von kleinehexe1606 03.06.10 - 08:55 Uhr

Mein Sohn hat es auch und wir hatten nach vielen Gutachten beim SPZ und Logopäde die Entscheidung getroffen ihn jetzt in die Sprachheilschule zu geben. Wir freuen uns für ihn, er ist dort gut aufgehoben und alle Kinder sind so wie er, das finde ich auch wichtig.
Für mich wäre selbst eine Eingliederungshilfe nicht in Frage gekommen, da die Therapien und Lernmöglichkeiten in der sprachheilschule einfach besser sind.
Schon mal darüber nachgedacht Deine Tochter dort vorzustellen ?

Beitrag von sunflower18121982 03.06.10 - 09:08 Uhr

Hallo,
ja wir sind schon inzwischen soweit, sie auf eine Förderschule zu geben für Gehörlose und Kinder mit AVWS und Lernhilfe. Ich denke dort kann man ihr besser helfen, als auf der Regelschule! Mir tut es zwar wirklich leid, dass sie aus der gewohnten Umgebung gerissen wird, aber für sie ist es sicherlich besser.

Danke für deine Meinung!

LG Lena

Beitrag von zanadu01 03.06.10 - 12:27 Uhr

Hallo, mein Sohn hat auch eine AVWS. Er geht auf die normale Grundschule, im ersten Jahr hatte er Problme mit Rechnen und Lesen.
Im zweiten Schuljahr haben sich die Problme im rechnen gelegt. erhat im Lesen aufgeolt.
Es dauert bis zum ende der zweiten Klasse bis Kiner lesen können müssen.
Vielleicht solltet ihr euch noch Zeit lassen.
Bei uns sind die bedingungen allerdings sehr gut ( kleine Klasse 18 Kinder, gute Lehrerin, tolle KLasse, Sonderpädagogen der oft mitunterrichtet).

Beitrag von sunflower18121982 03.06.10 - 17:23 Uhr

Hallo,
danke für deine Meinung! Leider sind die Lehrer bei Antonia nicht so toll! Die Mathelehrerin hatte sie schon anfang des Schuljahres aufgegeben, hat sie uns selbst ins Gesicht gesagt, wie kann denn eine Lehrerin nur sowas sagen und meine Kleine hat so ein Gespür dafür!

Natürlich lass ich ihr die Zeit und ich mache ja gar keinen Druck, aber die Lehrer wollen halt alles so schnell durchprügeln und da kommt sie einfach nicht mit.
Macht dein Sohn irgendwelche Therapien?

Lg Lena

Beitrag von zanadu01 03.06.10 - 20:39 Uhr

Schade, grade in Mathe ist es für die Kinder nicht so einfach die Zahlen zuhören.

Mein Sohn geht zur Ergotherapie ( dort haben sie die Hörstörung auch endeckt) .

Die Praxis ist sehr gut sie machen auch Hörtrainning und hat uns durch ein eigenes Lese Konzept ( Lesen und Rechtschreiben lernen: nach dem IntraActPlus-Konzept von Fritz Jansen, Uta Streit, und Angelika Fuchs (Loseblattsammlung - 27. Juli 2007) doch sehr unterstützt.
Solltet ihr euch unbedingt ansehen.
Außerdem geht mein Sohn zum therapeutischen Reiten. Zusätzlich haben wir ein Hörtraining mit einem Audivagerät duchgeführt.

Sitzt deine Tochter denn richtig im Unterricht, Vorne mit Blick auf die Lehrerin.
Wie geschrieben , bei uns geben sich die Lehrer viel Mühe.

Beitrag von sunflower18121982 04.06.10 - 07:46 Uhr

Ja ist wirklich schade! Tja und die Klassenlehrerin hat sie nach hinten gesetzt weil andere Kinder Aufmerksamkeitsprobleme haben. Gut wir hatten noch nicht die Diagnose, aber sie wusste das sie ein Grenzfall ist.

Sie macht jetzt auch Ergo und Logo. Sport macht sie Judo um ihr Selbstbewusstsein ein wenig zu stärken.

Beitrag von darleens-mom 04.06.10 - 09:07 Uhr

Hallo Lena!

Kann gut verstehen, wie es euch im Moment ergeht. Unser Sohnemann (jetzt 11) hat eine einohrige hochgradige Schwerhörigkeit durch angeborene Gehörgangsverengung. Dies wurde natürlich durch die sichtbare Verengung früh festgestellt und wir konnten uns so gut auf die Schulzeit "vorbereiten". Wir waren in einer Frühfördergruppe, in der auch viele "Audis" waren. Durch diese Frühfördergruppe bekamen wir bei der Einschulung in die Regelschule eine Betreuung an die Seite gestellt. Diese Betreuung beriet die Lehrerin, hospitierte im Unterricht und gab den ein oder anderen Tipp, wie man es dem Kind erleichtern kann, dem Unterricht zu folgen und auf was die Lehrer zu achten haben. (Augenkontakt, vorn sitzen, nachfragen, ob alles verstanden wurde und klar ist .....)

Wir hatten aber auch eine super-motivierte und liebe Klassenlehrerin, die auf Sohnemann ihr Auge hatte und kamen so recht problemlos durch die Grundschule. Andere Kiddies aus der Frühfördergruppe waren die ersten Grundschuljahre auf einer Sprachheilschule und wechselten später auf die Regelschule, einige sind zur Schule für Hörbeeinträchtigte gewechselt (auf der man auch einen guten Realschulabschluss mit Qualifikation machen kann!).

Informiert euch, ob bei euch in der Nähe nicht auch pädaudiologische Beratungszentren sind und ob ihr Begleitung für die Schule beantragen könnt. Legt euer Augenmerk auf eure Kleine, was ist für sie das Beste und wo wäre sie am Besten aufgehoben? Sowie Ruhe einkehrt wird auch das Lernen besser und macht wieder mehr Spaß. Dann stellen sich auch schnell Lernerfolge ein, eine Menge Misserfolge würden jeden demotivieren. Haltet durch, das wird schon!

Grüße Tanja

Beitrag von sunflower18121982 04.06.10 - 11:02 Uhr

Hallo Tanja,

danke für deine Antwort! Wir haben uns schon informiert, am Montag werden wir gleich einen Termin machen und schauen wo ihre Stärken und Schwächen sind im Bereich hören.
Sie ist ja schon selber bereit die Schule zu wechseln und sagt, sie möchte das es ihr besser hilft :-(, mich macht es natürlich traurig, aber wir müssen jetzt nach vorne sehen und sie wird es schaffen!

LG Lena