Sie hat es geschafft und ist erlöst....

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von krebs1985 03.06.10 - 08:13 Uhr

Hallo!

Meine Oma ist nun von ihrem leiden erlöst.

Sie hatte Krebs, vermutlioch an den Eierstöcken, das weiss noch keiner genau.
Habe hier schon öfter geschrieben davon.

Am 1.6.10 war es dann soweit sie konnte nicht mehr und ist friedlich und ohne schmerzen eingeschlafen.
Sie bekam Morphin sehr hochdosiert.
Und hatte ne Atemmaske auf, da sie nicht mehr alleine Atmen konnte.

Es war klar das sie sterben wird, die letzten Tage, seitdem war die Familie nur an ihrem bett, Ihre Kinder waren bei ihr, tag und Nacht.

Ich schaffte es nicht, dieser Anblick schreclich.
Doch ich hatte ein schlechtes Gewissen, nicht mehr da gewesen zu sein.
Also entschied ich mich am 1.06 nochmal zu ihr zu gehen, habe ihre Hand gehalten und gestreichelt.
Als ich wieder zu Hause war, kam dann der Anruf, es sei vorbei.
Bin dann sofort wiede rhin um mich zu verabschieden.
Es war so schwer, ich habe sie umarmt und geküsst #heul#heul

Nun geht es ihr besser da wo sie jetzt ist, sie leidet nicht mehr.

Und vorallem sie ist nicht alleine gestorben, Einen kleinen Teil der Familie war bei ihr #heul

Ich komme absolut nicht klar damit, ich kann nicht mehr schlafen, ich kann nicht richtig essen, ich fühle mich komisch unter leuten zu gehen, überhaupt raus zu gehen, ich bin fast nur am heulen #heul

Bisschen lang geworden aber es tat gut das aufzuschreiben.

Danke!

Traurige Grüße Jenny

Beitrag von stoltze-mami83 03.06.10 - 09:38 Uhr

Hallo

Als erstes möchte ich für Deine liebe Omi eine #kerze anzünden und dir mein beileid aussprechen.

Und dann Du must dich hier nicht entschuldigen das dein Anliegen "so lang " geworden ist es ist völlig in ordnung das du deine gefühle aufschreibst und selbst wenn der Text noch länger geworden wäre, ist das auch in ordnung.

Ich wünsche Dir für die Zeit des Abschiedes und der Trauer ganz viel Kraft

Und wenn Dir nach weinen zumute ist dann weine, ist dir nach Gedanken aufschreiben zumute dann tu dies auch und wenn Dir nach schreien und schimpfen zumute ist machs es ist völlig in ordnung. Du brauchst abselut kein schlechtes gewissen zu haben.

Stille Grüße
Maddi mit ihren Opi(verst.10.4.2008) und Patenkind Lailla(08.4.10) im#herzlich

Beitrag von spanki80 03.06.10 - 15:10 Uhr

Liebe Jenny!

Eine #kerze für deine Oma!Ich denk es geht ihr gut da wo sie nun ist.
Ich habe Deine Postings verfolgt und dir auch geantwortet damals.
Meine Oma ist vor zehn Jahren auch an Krebs (Darmkrebs) verstorben und es tut mir bis heut in der Seele weh. Ich vermisse sie ganz schrecklich!
Ich wünsch Dir und deiner Familie viel Kraft für die kommenden Wochen.

Fühl Dich unbekannterweise#liebdrueck

LG Sandra

Beitrag von onlineengel 03.06.10 - 20:40 Uhr

Auch ich wünsche Dir ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Und ich weiß ganz genau, wie Du Dich jetzt fühlst, da ich auch gerade 2 Schicksalschläge verkraften musset (muss)

Mein Bruder ist im März im Alter von nur 37 Jahren verstorben.
Eine Woche später kam mein Vater mit Herzinfarkt ins Krankenhaus und wurde ins künstliche Koma gelegt. 1 Woche hoffen und Bangen. Dann ging es ihm wieder langsam besser. Allerdings ist er ein Pflegefall geworden. Ich habe ihn zu mir in ein Pflegeheim geholt. Aber leider war er dort nur knapp 4 Wochen. Anfang Mai ist er gestorben. Nun hat er keine Schmerzen mehr, aber das ändert nichts daran, das es unheimlich weh tut.

Aber die Zeit heilt die Wunden....

Beitrag von sternchen7310 03.06.10 - 21:40 Uhr

Hallo Jenny,

laß Dich erstmal #liebdrück und eine #kerze für Deine Omi anzünden sowie Dir mein aufrichtiges Beileid wünschen.

Glaub mir ich weis wie Du Dich fühlst. Ich kann Dir nur aus Erfahrung sagen, lass die Trauer zu, weine, schreie mach nach was D U Lust hast. Sonst nimmt Dich die Trauer gefangen und Du schaffst es alleine nicht mehr raus. Der Trauerprozess ist wichtig, für Dich und Deinen Körper/Deine Seele.

Ich habe meine Trauer nie zu gelassen. Ich bin damals seelisch krank geworden und habe es bis heute nie überwunden.

1986 verstarb meine Lieblingsomi an Krebs (ich war 13). 1990 im Feb. verstarb mein Stiefvater und im selben Jahr mein Opa an Krebs (ich war 16). 1996 versarb mein mein geliebter Papi ganz plötzlich und unerwartet an einem Hinterwandinfarkt (ich war 22). 1998 verstarb meine Mutter an Krebs (ich war 23). Ich trauere heute noch.

Und jetzt steht vielleicht wieder ein neuer Trauerprozess bevor. Unser Nachbarskind (sehr eng mit uns befreundet) hat einen bösartigen Tumor und Leukämie und hat nur noch schwache Hirntätigkeit (siehe meine Threads von gestern usw.).

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Und lasse die Trauer zu.

LG #sternchen (Bianca)

Beitrag von krebs1985 04.06.10 - 09:58 Uhr

Ich danke euch allen für die lieben Worte.

Es tut gut das zu lesen...

Ich komme absolut nicht klar damit....Ich weiß nicht was ich amchen soll :-(

Traurige Grüße Jenny