Hund abgeben?

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von ddchen 03.06.10 - 09:38 Uhr

Guten Morgen,

Ich habe mir nachdem ich meine 15 Jährige Hündin ende des Jahres einschläfern lassen musste anfang des Jahres einen neuen zugelegt.

Es ist ein Schäferhund-Labradormix, mittlerweile kanpp 6 Monate alt.

Wir waren von anfang an in der Hundeschule, nur eine sache bekommen wir nicht wirklich in den Griff.

Es geht darum das Arthas unseren Sohn (5) wohl eher als Spielgefährten sieht und das fürht ständig zu Situationen wo der Hund an seine Hose hängt oder ihn umwirft.

Sobald wir dazwischen gehen ist es auch vorbei, aber das Aus von unserem Sohn ignoriert er völlig.

Bislang war es nie brenslich und er hat auch nie gebissen.

Ansonsten haben wir soweit auch keine Probleme mit dem Hund.

Es ist nun so das bei uns ende des Jahres wieder nachwuchs ansteht, und nun mache ich mir natürlich gedanken wie es wird, wenn das kleine erstmal ins Krabbelalter kommt, geht der Hund dann auch drauf und zerrt zb an den Anziehsachen oder springt es an.

Die Hundeschule hat schon viel gebracht aber was ist wenn wir dieses Problem das er kleine Kinder so bedrängt nicht in den Griff bekommen.

Es ist ja nun kein kleiner Hund wenn er einen anspringt dann kann ein Kind schon schnell umfallen.

Ich gehöre nicht zu denen die schnell Tiere abgeben sobald es Probleme gibt, aber da ich hier in diesem fall keine wirkliche besserung sehe mache ich mir natürlich wohl schon meine Gedanken, ob unser Arthas nicht in einer Familie mit grösseren Kindern besser aufgehoben wäre.

Mit unseren Grossen Töchtern haben wir auch keine Probleme was den Hund angeht.

Uns wurde bisher gesagt das er sehr Dominant sei und eine sehr strenge Hand brauch.

Ich mag unseren Hund, es ist ein schönes Tier und im Grunde hat er auch kein schlechten Charakter, wenn es nicht so wäre das er mehrmals täglich an meinem Sohn hängt :(

Wäre für Ratschläge eurerseits Dankbar.

Ich möchte nicht wirklich, sollte es besser sein sich zu trennen noch monate warten bis er noch älter ist :(

LG
Andrea

Beitrag von cunababy 03.06.10 - 09:48 Uhr

Hi,

dein Hund muss ein für alle mal kapieren, dass er das nicht darf.

Es ist schwer die Lage genau zu beuteilen, da ich die genauen Umstände ja nicht kenne.

Ich würde euch einen Hundetrainer/in empfeheln die zu euch nach Hause kommt. In der gewohnten Umgebung verhalten sich Hunde ja auch immer etwas anders. Vor Ort kann sich ein Trainer ein genaues Bild der Situation machen und euch besser helfen, wann und wie ihr eingreifen müsst oder wie es erst gar nicht dazu kommt.

Euer Hund ist noch jung und ich bin mir sicher, dass ihr das mit dem richtigen Training in den Griff bekommt.

VG Cunababy

Beitrag von cationa85 03.06.10 - 10:01 Uhr

Ich denke auch, dass ihr es mit Konsequenz und Training weg bekommen könnt.
Wie alt ist der Hund? Es ist normal, dass Hunde kleine Kinder nicht als Chef akzeptieren und einen Befehl nicht ausführen. Für sie sind es keine Rudelführer.


Viel Erfolg, ihr schafft das!

Beitrag von hexenwesen25 03.06.10 - 10:04 Uhr

Hallo Andrea,

dein Hund ist noch ein Kind und macht deshalb auch noch eine menge quatsch. Manche Hunde kapieren sehr schnell das sie irgendwelche dinge nicht dürfen und andere testen immer und immer wieder. Ist bei Kindern ja nun ähnlich.
Aber das weiß man ja auch wohl bevor man sich einen Welpen in die Familie holt. Welpen sind nun mal anstrengt und schwierig und ungestüm und wild und machen Sachen kaputt und stellen den Alltag auf den Kopf. Das ist doch genau das was hier immer und immer wieder gesagt wird. Und wenn ich dann mit kriege das sich Welpen mit 6 Monaten unterordnen sollen und Kindern gegenüber vorsichtig sein sollen dann krieg ich echt nen Hals. Zumindest wenn dann überlegt wird ob man das Tier nicht einfach abgibt. Der Hund muss das doch erstmal lernen. Warum überlegt man sich nicht vorher ob es im Augenblick überhaupt ins eigene Leben passt einen Welpen anzuschaffen?

Beitrag von ddchen 03.06.10 - 10:12 Uhr

Wenn du meinen Beitrag genau gelesen hättest müsstest du wissen das schon Hundeerfahrung vorhanden ist, und somit auch das wissen das Welpen nicht einfach sind.

Er ist ja auch schon viel ruhiger geworden, nur mache ich mir halt auch gedanken über das was evt noch kommt.

Jetzt wird gemeckert man würde nicht vorher überlegen ect, wenn aber dann was passiert sagt man, ja man hätts ja ahnen können und es hat nicht interesiert.

Ich mache mir halt einfach gedanken die in allen richtungen gehen.

Ich hätte es ganz sicher auch lieber das alle sorgen unberechtigt sind.

Wenn man die beiden genau beobachtet ist auch klar das der Hund keine abneigung gegen meinen Sohn hat, denn die beiden liegen auch mal ganz ruhig nebeneinander.

Der Hund jault meinem Sohn hinterher wenn er draussen ist, Arthas sitzt dann auf dem Stuhl vorm Fenster und guckt :)

Ich sagte ja das er im Grunde einen schönen Charakter hat, aber dennoch sind halt einige sorgen da worüber man sich gedanken macht.

LG

Beitrag von nicole1508 03.06.10 - 10:22 Uhr

Hallo
Reg dich nicht auf das ist normal hier das man immer direkt angemacht wird wenn man nicht ins Schema passt.Ich finde es toll das Du dir solche Gedanken machst,dein Hund ist noch in der Spielphase und dein Sohn auch,Es mag sein das der Hund es nicht extra macht,das Umwerfen,aber wenn dann mal eine gefährliche Situation kommt dann bist Du mit schuld,so ist das nunmal.
Unser Hund ist nun 2Jahre alt,wir haben ihn im Alter von 10Monaten bekommen und der Spieltrieb ist heute noch sehr sehr ausgeprägt.Wenn unsere Nachbarin Besuch von ihren Enkeln bekommt(fast 2Jahre Zwillis)dann ist Max immer Feuer und Flamme,er hat einen Lieblingsball und wirft es dem Jungen von den 2en immer wieder vor die Füsse in Erwartung das er geschmissen wird,Ich rufe Max immer wieder zurück,und das wo die Mutter sagt ach lass Ihn doch er ist doch lieb,Ja klar lieb ist er,aber was ist wenn der Junge den Ball nimmt und Max ihn sich holen will??Ich gehe sowas bewusst aus dem Weg um Stress für meinen Hund und für das Kind zu umgehen.Ich würde dir auch raten einen Hundetrainer ins Haus zu holen,und vieleicht deinem Sohn beibringen das dein Hund kein Spielzeug ist,ok er ist erst 5 aber verstehen müsste er das schon.Gib deinem Hund eine Chance.
lg Nicole

Beitrag von hexenwesen25 03.06.10 - 11:22 Uhr

Okay, das man sich Gedanken macht ist klar und total normal. Nur redest du ja schon vom abgeben und das wo der Hund erst 6 Monate alt ist.
Ich möcht dir nicht absprechen das du Hundeerfahrung hast, daß wäre absolut vermessen immerhin kenne ich dich ja garnicht.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und da ich im Tierschutz tätig bin weiß ich wie schnell der süße Welpe lästig wird und abgegeben wird.
Dann hört man immer wieder :
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das der alle Schuhe kaputt macht...
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das er die Tapetten abnagt.
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das er mit 6 Monaten immer noch nicht stubenrein ist.
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das er so ungetüm ist
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das er das Sofa kaputt macht.
- wir haben uns ja auf einen Welpen eingestellt aber das er die Kinder umschmeißt.
usw usw
Wie ich schon sagte das euer Welpe sich ausprobiert und die Grenzen immer wieder testet ist absolut normal. Das der Welpe ungestüm ist mit 6 Monaten und euch gegenüber mehr respekt zeigt als einem Kind das kaum größer ist als er und noch eine pipsstimme hat ist auch normal. Ein Hund hat überrings absolut nichts auf einen Stuhl zu suchen und schon garnicht wenn für den Hund die Rangordnung in der Familie noch nicht klar ist. Ich habe unseren Hund damals hin und wieder auf den Rücken geschmissen und an die Kehle gepackt wenn es mir zu bunt wurde. Das machen Hunde untereinander auch um zu zeigen wer Boss ist.
Für dich sehe ich nur 2 Möglichkeiten entweder du suchst dir einen Hundetrainer der dich im Umgang mit den Hund coacht oder du suchst jetzt für den Hund einen neuen guten Besitzer weil jetzt wird er den Wechsel noch ganz gut verkraften.

Beitrag von julianstantchen 03.06.10 - 14:13 Uhr

Hallo,

ich denke auch, dass du dich einfach entscheiden sollst. Willst du den Hund behalten, ja oder nein.

Und dann such dir ggf. Hilfe.

Dass ein großer Hund mal ein Kind umhaut, geht ja schnell, er muss nur kurz rempeln.

Ich denke ihr müsst euch noch deutlicher durchsetzen, für den Hund ist es einfach noch Spiel.

Beitrag von carrie23 03.06.10 - 15:09 Uhr

Er ist ein Kind, das darfst du nicht vergessen.
Ich persönlich würde mir nicht mit Kleinkind und schwanger noch nen Babyhund ( der auch erst erzogen werden will ) anschaffen.
Babyhunde kapieren dass genauso wenig schnell wie menschliche Babys-sind ja immerhin Kinder.

Beitrag von joy1975 03.06.10 - 16:37 Uhr

Ich würde mir auch mal einen guten Trainer nach Hause einbestellen, damit dieser mal beurteilt, welcher Art das Problem ist und ob man es erziehungstechnisch in den Griff bekommt oder ob es zwischen dem Hund und Kindern immer wieder Differenzen geben wird.
Ich glaube, es ist im Notfall besser, einen Hund abzugeben, als Risiken einzugehen bzw. vielleicht ist der Hund woanders, ohne kleine Kinder, auch glücklicher.
Der Hund wird den Wechsel auf jeden Fall verkraften, da denken viele hier oft zu "menschlich".
Mein letzter Hund kam auch aus einer Familie mit Kindern und mußte dort weg, aber nicht, weil er keine Kinder mochte, sondern weil er sie einfach viel zu sehr verteidigt hat gegen alles, was von außen kam. Das ging irgendwann nicht mehr.
Das war auch vorher schon 2x der Abgabegrund und diverse Hundetrainer sind an dem Schutzverhalten gescheitert.
Dann kam er zu uns. Wir haben keine Kinder und er war ein komplett anderes Tier. Ausgeglichen, ruhig und gehorsam. Kinder waren für ihn einfach zuviel Stress. Er hat sich draußen immer noch ein Loch in den Bauch gefreut, wenn er welche gesehen hatten, aber das waren halt fremde Kinder, da hatte er keinen Beschützerinstinkt.

Beitrag von wildehilde85 03.06.10 - 18:13 Uhr

Liebe Andrea,;-)

unsere Avra ist auch mit unseren Kindern groß geworden und jetzt sind meine zwei Kinder grad mal 4 Jahre und 1,5 Jahre und ich war streng mit unserer Avra aber auch lieb.;-)Und unsere Avra ist auch ein großer Hund wie haben eine Schäferhündin.:-D
Schonmal über eine Hundetrainerin nachgedacht?Die hilft dir mit solchen Situationen und beobachtet immer erst und dann gibts Sie dir tips.:-)
Aber bitte nimm deinem Hund nicht wieder sein Zuhause..:-(

Du schaffst das und kannst mich ruhig immer fragen=)

#hund#baby#baby

Beitrag von paankape 03.06.10 - 18:54 Uhr

Das liegt ganz in eurer Hand.

Es liegt an EUCH was aus dem Hund wird, wie gut er erzogen wird und ebenso wie er mit Kindern umgeht. Ein Kind ist für den Hund keine Respektsperson. Ihr musst umgehend, also SOFORT, deutlich eingreifen, sobald sowas vorkommt.

Sucht euch evtl Hilfe von einem Trainer.

LG

Beitrag von gewitterhexx 03.06.10 - 20:03 Uhr

Hallo,

ich kann mich da noch sehr gut an unseren ersten Hund erinnern. War auch ein Schäfi-Mix, 5 Monate alt und aus dem Tierheim.

Meine Schwester und mein Bruder waren damals 5 und 6 Jahre, ich und mein großer Bruder 10 und 11. Die Hündin hing auch ständig an den Hosenbeinen meiner jüngeren Geschwister und wir älteren machten uns auch noch einen Spaß daraus....jugendlicher Leichtsinn halt#schein
Aber ernsthaft verletzt hat sie damit niemanden und sie hat es auch nach einer Weile und einer kräftigen Standpauke für uns "großen" auch sein lassen.

Einen Hundetrainer kannst du dir auch sparen, gib deinem Jungen einen Spielball vom Hund, den er immer bei sich trägt und sobald euer Hund anstalten macht, an die Hosenbeine zu gehen, soll dein Sohn den Ball wegwerfen. Somit wird der Hund von seiner eigentlichen "Beute" abgelenkt und lässt es auch mit der Zeit sein. Ich denke auch, dass ein 5-jähriger Junge das schnell hinkriegt. Meine Tochter ist ebenfalls 5 und mein Hund macht zum größten Teil, dass was sie sagt. Wir haben ein Langhaar-Schäfi.

Wenn das wirklich das einzige "Problem" ist, wäre es echt Schade,wenn der Hund aus seiner Familie raus müsste. Lass deinen Sohn auch ein paar Gehorsamsübungen mit dem Hund machen und er kann ihm ja auch ein paar Tricks beibringen. Glaub mir das legt sich echt mit der Zeit.

LG
Petra

Beitrag von hexenwesen25 03.06.10 - 20:28 Uhr

>>Einen Hundetrainer kannst du dir auch sparen<<
Finde ich doch sehr leichtsinnig diese Aussage zumal wenn man bedenkt das sie wirklich sehr verunsichert ist.
>>gib deinem Jungen einen Spielball vom Hund, den er immer bei sich trägt und sobald euer Hund anstalten macht, an die Hosenbeine zu gehen, soll dein Sohn den Ball wegwerfen. Somit wird der Hund von seiner eigentlichen "Beute" abgelenkt und lässt es auch mit der Zeit sein.<<
Funktioniert nicht bei jedem Hund und wenn man etwas Hundeerfahrung hat weiß man das auch. Ausserdem muss man dabei das richtige Timing haben was vielen Erwachsenen schon schwer fällt ich denke die meisten 5 jährigen werden damit überfordert sein.
>>Meine Tochter ist ebenfalls 5 und mein Hund macht zum größten Teil, dass was sie sagt. Wir haben ein Langhaar-Schäfi. <<
Das kann jeder Hund lernen aber man kann das von einem 6 Monate alten Hund einfach noch nicht erwarten.
>>Glaub mir das legt sich echt mit der Zeit. <<
Da gebe ich dir recht allerdings kann das nur funktionieren wenn man mit dem Hund arbeitet und arbeitet und arbeitet.
Lg Nicole

Beitrag von germany 04.06.10 - 06:03 Uhr

Morgen,

dieses Problem hatten wir auch. Wir haben zwei Bordeauxdogge-Boxer Mischlinge und die meinten auch unser Sohn wäre ein Spielgefährte. Er hat aber auch echt wild mit denen getobt und die Hündin war dann auch immer so das sie an dem kleinen dann am Pulli hing oder so. Wi haben es so gemacht, dass unsere Emmely im haus immer eine Leine drum hatte. Sobald sie anfing den kleinen zu ärgern, hab ich laut Nein gesagt, sie genommen und zu ihrem Platz gebracht. Wenn sie da ruhig lag, gab es ein leckerlie. Außerdem hat mein Sohn die kleine dann immer gefüttert, damit sie merkt das er ihr Futter gibt und kein Spielkamerad ist. Wir hatten das relativ schnell im Griff.

Jetzt sind unsere 3 ein herz und eine Seele.


lG germany

Beitrag von binecz 04.06.10 - 09:41 Uhr

#pro#pro
Falls meiner "faxen" macht wenn Baby da ist werden wir das auch so machen.
Hat schon beim bellen super geklappt.
Man darf ja nicht vergessen das die Tiere lernen wollen!

An TE, ich finde es aber super dass du dir Gedanken machst!!