Was habe ich falsch gemacht? 13jähriger Lügen u Alk-problem?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 13:00 Uhr

Ich muss Sie von einigen Sachen informieren die mir hier gerade die Haare etwas zu Berge stehen lassen.



Aber der Reihe nach:



Ich habe heute früh eine 1,5 L Fanta Flasche gepanscht mit Hochprozentigem Wodka gefunden.

Er sollte ja heute eigentlich mit auf die Konfirmandenfreizeit fahren – dies ist er nun nicht. Der Pfarrer wurde von mir unterrichtet über den Sachverhalt.




Also: Laut Sohnemanns Aussage hat er den Alkohol vom XXXX organisiert / gekauft bekommen gestern, Sohnemann hätte ihm 10 € dafür gegeben und XXXX hätte das gekauft.

Und ein anderer Junge der in einer anderen Konfirmandengruppe ist, solle Kevin noch Geld in der Schule dazu gegeben haben und ihn dazu angeleitet haben heute dieses Getränk auf die Konfi-freizeit mitzubringen. Von diesem Jungen will er aber nicht den Namen nennen.

So. Ich war als erste heute Vormittag bei der Polizei, doch die können logischer Weise nicht viel machen, da nichts genaues bekannt ist.

Dann war ich mit Sohnemann bei XXXX daheim und hab mit dem Vater gesprochen, mit XXXX dabei, also eine Gegenüberstellung vom Sohnemann und XXXX.

XXXX streitet es ab das gewesen zu sein und Sohnemann bleibt unter Tränen nach wie vor darauf bestehen. Also Aussage gegen Aussage.

Wir sind dann zusammen mit den Kindern zu der Trinkhalle gefahren und haben den Inhaber / Verkäufer in Gegenwart der Jungs befragt und er hat sofort gesagt, daß er keinen Alkohol an Jugendliche / Kinder verkauft und gestern keiner von den beiden dort war.



Also hat Sohnemann gelogen, ganz dreist und noch jemanden Unschuldigen da mit hinein gezogen, nämlich XXXX.

Jetzt hat Sohnemann ein mächtig großes Problem.

Es gibt also 3 Möglichkeiten

1. Sohnemann sagt doch die Wahrheit und er bekommt am Montag Ärger in der Schule, da er für das erhaltene Geld keine Ware geliefert hat für den noch namentlich unbekannten Jungen.
2. Sohnemann hat gelogen und noch XXXX unberechtigter Weise mit hinein gezogen und sich das irgendwie anders oder selber organisiert und kann dann auch keine Ware liefern – sprich also auch Ärger am Montag vorprogrammiert
3. Sohnemann hat komplett gelogen auf ganzer Linie und es hat ihm keiner Geld und die Anweisung dazu gegeben : Dann wäre die Frage woher er den Alkohol hätte – bei uns daheim ist das zu 1000 % unmöglich da hier so was in keiner Form vorhanden ist. Da ich ein absoluter Gegner davon bin und das weiß Kevin auch, da reagiere ich sehr allgerisch. Und es wäre zu klären ob Sohnemann ein kurz bevorstehendes Alkoholprobleme zu bekommen droht und wenn ja wieso das dann.

Habt ihr einen Tipp wie ich jetzt am intelligentesten vorgehen kann/soll?

Was meint ihr, habe ich falsch gemacht?

GLG Gabi


Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 13:02 Uhr



huhu


der erste Satz sollt eigentlich mit da hinein sonderne in allgemeine
Anrede für euch.

Sorry, bin noch immer etwas arg durch den Wind.

GLG Gabi

Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 13:04 Uhr



#klatsch

der erste Satz sollt eigentlich NICHT mit da hinein sonderne in allgemeine
Anrede für euch.

Ich glaube ich lasse es heute lieber. Die Aufregeung ist einfach zu groß.
Sorry. #schwitz

Beitrag von frieda05 03.06.10 - 14:04 Uhr

Atme erst einmal tief - nein: noch tiefer - durch.

Natürlich können wir hier nicht beurteilen, ob Dein Junior lügt, oder sogar ein Alkoholproblem hat.

hat sich der Gute in letzter Zeit verändert? Bei so Jungspunden dürfte man als Mutter selbst einen kleinen Rausch (welcher ja i.d.R. mit einer Fahne #ole einhergeht) bemerken.

Für seine Version spricht, daß er mit Dir zusammen diese Gegenüberstellung in Kauf nahm. In dem Alter flattert den Jungs eher die Büggs, als das sie so eine Blamage in Kauf nähmen, sollten sie gelogen haben.

Das der Verkäufer dieser Flüssigkeiten sich hier aus der Affäre zieht, ist ja wohl selbstverständlich. Hätte er zugegeben Hochprozentiges an Jugendliche veräußert zu haben, hätte er mit schweren Konsequenzen rechnen müssen.

Weiteres Indiz für die Ehrlichkeit Deines Sproßes wäre für mich, daß es durchaus üblich ist (und das war es früher zu meiner Zeit schon..#schein), auf solche Fahrten verbotene Substanzen schmuggeln zu wollen. Seien es Zigaretten oder Alk (schlimmeres ist heute wahrscheinlich auch schon üblich). Ich heiße das nicht gut, natürlich nicht, weiß aber, was wir damals so verzapft haben. Sollte das also die von ihm genannte Regelwidrigkeit gewesen sein, würde ich hier mit etwas Nachsicht verfahren und nicht gleich die Daumenschrauben anlegen.

Wie gesagt, den Wahrheitsgehalt kann schlußendlich keiner überprüfen. Äger wird Dein Sohn ohnehin mit seinem xxx bekommen, das ist sicher.

Ich denke ich würde noch etwas Vertrauen investieren - dies allerdings mit offenen Augen.

GzG
Irmi

Beitrag von sini60 03.06.10 - 14:43 Uhr

Hallo,

ehrlich gesagt bin ich mehr geschockt über deinen Riesenaktionismus, als über das was dein Sohn gemacht hat. Du hast jetzt einen Riesenwirbel gemacht, der im Grunde überhaupt nichts gebracht hat, im Gegenteil. Im Grunde hätte man das schon vorher wissen können. Das dein Sohn nicht alleine auf diese Idee gekommen ist, sagt der gesunde Menschenverstand. Das er niemand von seinen Kumpels ans Messer liefern will, ist eigentlich Ehrensache. Unter deinen Druck hat er dir ja doch noch einen Namen geliefert, aber das der das abstreitet ist natürlich auch klar. Das die Polizei nichts macht, ist eigentlich auch logisch und die Angst das dein Kind jetzt ein Alkoholproblem hat, ist Quatsch.

Wenn man deine Überschrift liest, denkt man dein Kind ist völlig abgestürtzt und dann hat er was gemacht, was ich in dem Alter noch als völlig normal bezeichnen würde. Wenn es mein Sohn gewesen wäre, hätte ich das Getränk einfach ausgeschüttet, ihm gehörig die Meinung gesagt und auch die Folgen, wenn das in der Freizeit rausgekommen wäre. Und das wäre es auch. Ich hätte auf jeden Fall nicht den Pfarrer informiert, weil sie ja kein Alkohol mehr gehabt hätten und ich hätte ihn auch mitfahren lassen. Wie er das dann mit dem Geld regelt, das wäre dann sein Problem gewésen.

LG
Sini

Beitrag von tschika1973 04.06.10 - 15:37 Uhr

ich stimmt dir zu

Und erinnere mich bei der Gelegenheit an gewisse Fahrten zurück #schein

Beitrag von jazzbassist 03.06.10 - 15:55 Uhr

Ich halte es für ziemlich normal, dass Kids in diesem Alter die ersten Experimente mit diesen Dingen wagen. War in meiner Jugend so, in der meiner Nichten und wird meinen Sohn in 1-2 Jahren sicherlich auch mal treffen. Klassenfahrten und Ausflüge, wo die unter sich sind, sind dafür - denke ich - ziemlich üblich. Wenn Sie hier jemanden fragen, der solche Ausflüge betreut (Lehrer o.ä.) und die ehrlich zu ihnen sind, werden diese Ihnen diese Problematik sicherlich bestätigen. Es ist halt doch unvermeidlich.

Das weiß auch der Gesetzgeber, darum steht nirgendwo geschrieben, dass ihr Sohn diese Sachen nicht besitzen oder nicht konsumieren darf oder nicht versuchen darf, sich diese Sachen zu beschaffen. Rechtlich regelt man solche Fälle dann in einer anderen Ebene. Hier z.B. verhindert man mit §9 JuSchG einfach, dass ein Kind diese Sachen überhaupt bekommen/erwerben kann. Folglich könnten sie diese auch nicht besitzen und somit nicht konsumieren.

So gesehen hat Ihr Sohn erst einmal nichts falsch gemacht. Problematisch werden solche Fälle erst dann, wenn Kind/Jugendlicher A einem Kind/Jugendlichem B solche Getränke zur Verfügung stellt, da Kind A damit dann selbst gegen das JuSchG verstößt. Das entspräche also Ihrer Möglichkeit Nr. 1. Hier würde ich Eltern raten, Kindern/Jugendlichen über diese Problematik aufmerksam zu machen, da die Kette der Schuldfrage so gesehen bei der Person endet, die den Alkohol ausgehändigt hat.

Darum wird auch kein Inhaber/Verkäufer einer Trinkhalle einer aufgebrachten Mutter (oder jemanden anderen) gegenüber zugeben, dass dieser alkoholische Getränke an Kindern/Jugendlichen verkauft hat, weil hier einfach Ordnungsgeldstrafen drohen, die ziemlich markant und jenseits von Gut und Böse sein können. Scheinkäufe in einigen Bundesländern haben auch gezeigt, dass es nicht wirklich ausgeschlossen ist, dass Kinder/ Jugendliche an diese Sachen käuflich rankommen können.

Sie scheinen hier - mit Verlaub - panisch übertrieben zu reagieren, weshalb ich mir zumindest gut vorstellen kann, dass ein 13-Jähriger dann Probleme mit der Wahrheitsfindung haben könnte. Ihren Sohn kennen Sie jedoch selbstverständlich am besten. Ich denke nicht, dass ein normal entwickelter 13-Jähriger hier grundlos einen unschuldigen Jungen reinreiten würde. Ich denke auch nicht, dass ein normal entwickelter 13-Jähriger hier einen Freund/Kamerad reinreiten möchte, sondern einfach nur hofft, dass hier bald wieder Ruhe herrscht und er weiter ein normaler 13-Jähriger Teenager sein kann. Und wenn Sie ein paar mal tief durchatmen und sich beruhigen, werden Sie sicherlich auch zu dem Schluss kommen, dass ihr Sohn sicherlich kein kurz bevorstehendes Alkoholproblem hat.

Am wahrscheinlich wird einfach sein, dass hier ein paar Kids an einem Ausflug teilnehmen (wollten), die sich irgendwie abgesprochen haben, dass es ja „cool“ wäre, da mit Alkohol zu experimentieren (wo geht das am besten als weit entfernt von den Eltern?), die das knappe Taschengeld irgendwie zusammengekratzt haben und ein oder mehrere Kids hier gesagt haben: „Ich schaff das Zeug ran.“ Erfahrungsgemäß tun diese Kids das entweder, weil Sie sich umbewusst als „Anführer“ einer Gruppe sehen - die ja besonders „cool“ und „lässig“ sein wollen, also versuchen, ihren Status in der Gruppe zu behalten - oder aber, weil die eher die Rolle des Mitläufers spielen, sonst kaum Anerkennung in einer Gruppe finden und sich dann durch solche Aktionen versuchen, sich zu profilieren. Auch hier kennen Sie Ihren Sohn besser als Ich - aber spätestens, wenn Sie eher das Gefühl haben, dass ihr Sohn in der „letzteren Rolle“ stecken könnte, würde ich das wesentlich ernster nehmen als einen 13-Jährigen, der Fanta mit Wodka mixt.

Ihnen als Mutter würde ich einfach raten, mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen und sich einfach ein paar infomaterialien aushändigen zu lassen. Da Sie mir hier Ihrem Beitrag nach zu urteilen Schwierigkeiten zu haben scheinen, seriös mit der Problematik umzugehen. Da der Konsum vom alkoholischen Getränken ab einem gewissen Alter bei pubertierenden Kids schon ein Jugendphänomen ist, dem wir Eltern wahrscheinlich nicht mehr nur dadurch entkommen können, in dem wir selbst kein Alkohol trinken und hier eine 0-Toleranz-Politik vorleben. Das hilft einen 13-Jährigen nämlich nicht sonderlich, sondern führt nur dazu, dass er in der Clique mit diesen Phänomen zwangsläufig früher oder später konfrontiert wird, er nicht weiß, wie er sich verhalten kann (Schließlich will er ja auch sein Gesicht in der Gruppe nicht verlieren) und das irgendwie eine Kette in Gang setzt, in der Sie gerade stecken und deren Entstehung irgendwie unvermeidlich war. Auch wird es unvermeidlich sein, dass Jugendliche diese Sachen mal antasten - völlig unabhängig davon - wie hoch die Eltern dann an die Decke springen.

Zur Klärung des Problems sind Kinder am ehesten bereit, wenn Eltern sich zunächst einmal beruhigen und sachlich bleiben. Einen 13-Jährigen in aller Öffentlichkeit in einer Trinkhalle bloßzustellen ist da der mit abstand denkbar schlechteste Weg. Der arme Kerl ist sicherlich in Grund und Boden versunken und dass ihnen hier kein Erwachsener zugibt, einem Kind Alkohol zu verkaufen, kann sich ein rational denkender Erwachsener, der ruhig und sachlich bleibt, sicherlich denken. Auch wird ein 13-Jähriger sicherlich lieber alles mögliche erzählen, als zu riskieren, dass seine Mutter vor der Haustür des Freundes X steht und ausflippt. Er muss diese Kinder die nächsten Jahre nämlich noch sehen, und, dass wird ihn zutiefst demütigen.

Ich würde daher raten, einfach die Prioritäten neu zu sortieren. Was vorgefallen ist, ist vorgefallen und lässt sich nicht mehr ändern und angesichts der Tatsache, dass ein 13-Jähriger sicherlich völlig problemlos an Alkohol kommen kann, wenn er das möchte, fände ich persönlich es viel wichtiger, ein Kind hier ordentlich aufzuklären. Jedoch die Art von Aufklärung, mit der ein 13-Jähriger - der sich nun mal in solchen Jugendkreisen bewegt - auch was anfangen kann. Ihr aktueller Ansatz scheint ihrem Sohn nämlich nicht zu helfen, sondern hat ihn so sehr verunsichert, dass er nicht in der Lage ist, hier zur Wahrheitsfindung beizutragen. Ich denke aber nicht, dass das Schuld ihres Sohnes ist. Der scheint der einzige zu sein, der einigermaßen rational und verständlich agiert.

Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 18:18 Uhr

Hallo,

ich danken allen sehr für Ihre Antworten.

Nachdem ich mich jetzt einigermaßen wieder runtergefahren habe, bin ich zu folgenden Einsicht gekommen:

Ich bin wohl wirklich etwas arg weit übers Ziel hinaus geschossen, das mag sein.

Aber, ich kann dem Thema gebenüber nicht objektiv oder nicht ganz unbefangen gegenüber treten, das ist ein rotes Tuch für mich.

1. meine komplette Kindheit durchzieht das wie ein roter Faden und ich wollte meine Kinder immer nur vor sowas beschützen

2. Zwei Väter meiner Kinder sind damit problembehaftet gewesen, weshalb auch die Trennung vom ersten Vater noch während der Schwangerschaft stattgefunden hat und beim 2. Vater - ebend er Vater des betreffenden Sohnes - die Problematik sooooo groß wurde - daß wir von dort weggezogen sind in ein anderes Bundesland und der Vater unter Alkoholeinfluß 3 Jahre später einen Suizid verüben wollte der zum Glück misslang. ( Jetzt ist der Papa weitesgehend trocken - unter therapeutischer Kontrolle und von Amtswegen zur Therapie gezwungen )

Ich habe schon vor Jahren mit meinen Kindern lange Gespräche und Erklärungen bezüglich der Thematik geführt - auch mal im Zuge eine 3,5 jährigen SPF übers Jugendamt mit den entsprechenden Betreuern der Jungs, weil das Thema Alkohol ständig präsent ist bei den Besuchen im Hause des Vater, vor allem in der schweren Zeit des Therapieversuches des Vaters mit dem Suizid .

Mein Sohn bleibt nachwievor darauf bestehen, daß dieser Junge den Wodka an der Trinkhalle besorgt hat. Er führt jetzt sogar 2 Mädels an die das bezeugen können, daß die 2 zu dem Zeitpunkt gestern dort waren.

Es hat mich nur so erschüttert, so unvorbereitet getroffen, nicht die Tatsache an sich, daß das versucht wurde - ich war ja auch mal jung und auf Klassenfahrt - aber eben diese Aussage und das abstreiten und das dadurch nicht wissen was Sache ist.

Ich weiß nicht ob daß jemand so nachvollziehen kann oder ob ich nur einfach ein besonders schwieriges Exemplar bin.
Ich muss halt lernen damit klar zu kommen. Bzw. anders umzugehen.
Und was ich auf jeden Fall machen werde mir einen Gesprächstermin bei einer Suchtberatung zu holen für mich.
Vielleicht bin ich ja diejenige der der Kopf zurecht gerückt werden muss.

GLG Gabi

Beitrag von tschika1973 04.06.10 - 15:42 Uhr

Mal ne blöde Frage... wie "findet" man zufällig eine mit gemixte Flasche Fanta?

Beitrag von gbmaintal 04.06.10 - 16:42 Uhr

Huhu

es gibt keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten

Die findet man indem man eine Regenjacke in den Koffer des Sohnemann noch packen will und 2 x 1,5 Liter Flaschen Fanta mit unterschiedlicher Farbkonsistenz findet. So war es jedenfalls bei mir, ein ganz dummer Zufall, da er die Jacke vergessen hatte mit in den Koffer zu tun.

Den die Getränke solltene eigentlich im Rucksack mit in den Bus genommen werden und nicht im Koffer.

GLG Gabi

Beitrag von tschika1973 08.06.10 - 08:51 Uhr

:-D das fällt natürlich auf

Beitrag von r.le 03.06.10 - 18:23 Uhr

Hallo Gabi,

die Überschrift ließ ja Schlimmes erahnen #schwitz . . .

Zu einer Konfirmandenfahrt gehört so was, wie schon erwähnt, dazu. Hat man als Mutter noch nie toll gefunden, is' aber so.

Du hast also sicher nichts falsch gemacht und Dein Sohn hat (wenn solche Aktionen nicht dauerhaft laufen und sein Freundeskreis nicht gerade aus Problemfällen besteht) auch kein Alkoholproblem.

Ob Lüge oder nicht, ist nach der von dir beschriebenen Reaktion wahrscheinlich schwer herauszufinden. Ich könnte mir vorstellen, dass Juniors Koperationsbereitschaft nach dem Riesen-Aufriß gegen Null geht.

Ich sehe in Deiner VK, dass auch einen erwachsenen Sohn hast. Vielleicht kann der (oder eine andere männliche Vertrauensperson) ja mal 'von Mann zu Mann' mit dem Sünder reden.

Viele Grüße

Ralf

Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 18:43 Uhr

Hallo,

auch dir danke ich für deine Antwort.

Das ich mir mit meiner bis-an-die-Zähne-bewaffnete-Auflaufaktion mehr geschadet wie genützt habe, ist mir inzwischen auch aufgegangen.
Bei manchen fällt halt der Groschen Pfennigweise. #hicks

Genau da liegt das Problem, hier herrscht ein hohes Maß an problembehafteten Kindern aus den umliegenden Siedlungen, genau einige von denen gehen auch mit meinem Sohn in die Konfi-gruppe und in die gleiche Schule.

Der Junge der ihm vermeintlich den Wodka besorgt hat, geht in seine Klasse ( insegsamt 19 Kinder ) und ist mit 8 anderen Kindern in der führenden Riege der ständigen Klassenkonferenzen wegen Fehlverhalten und Sachbeschädigung von Schuleigentum. Mein Sohn ist dort Klassensprecher und muss daher immer an diesen Konferenzen teilnehmen und ich werde ein paar Tage vorher per Elternbrief darüber informiert, weil mein Sohn an dem Tag dann nach der Schule zum dortigen Termin erscheinen muss.

Das ganze trägt natürlich nicht zum Frieden meinerseits bei, die Angst ist mein ständiger Begleiter und ich hege so langsam die Befürchtung das vieles abläuft um diesen Kids zu gefallen, um dazu zugehören.

Aber inzwischen bin ich etwas ruhiger geworden und kann wieder halbwegs klar denken. Ich versuche es zumindest. #schein

GLG Gabi

Beitrag von 1familie 03.06.10 - 22:01 Uhr

Hallo,

auch ich denke, das sie eine riesen Welle für nichts gemacht haben.
Ihr Sohn wird Ihnen jetzt wahrscheinlich gar nichts mehr sagen und noch eine bessere Lösung finden um Dinge zu verstecken.

Ich hatte vor bei meinen Söhnen locker an die Dinge ranzugehen, auch ich bin gebranntmarkt, mein Vater war ein sehr schlimmer Alkoholiker.

Ich würde mich an Ihrer Stelle nochmal mit meinem Sohn an den Tisch setzen und in Ruhe darüber reden.

LG

Beitrag von gbmaintal 03.06.10 - 22:10 Uhr

Hallo,


danke für die Antwort.
Nachdem ich mich dann beruhigt hatte, habe ich ihm einen Rieseneisbecher von der Eisdiele ausgegeben und mit ihm nochmal in Ruhe geredet, nachdem ich mich für meine überzogene Art entschuldigt habe.
Habe ihm erklärt, daß ich totale Panik bekommen habe und er hat das auch verstanden irgendwie war aber auch enttäuscht von mir, weil ich ihm nicht geglaubt habe.

Inzwischen konnte er mir 2 Namen von Mitschülerinnen der Paralellklasse nennen die ihn und den anderen Jungen gestern an der besagten Trinkhalle zu der fraglichen Zeit gesehen haben mit ner Tüte mit Inhalt in der Hand.

Bin ich froh.....................daß er das ansich probieren wollte, ist ja irgendwo normal - auch wenn ich damit Probleme habe - aber so weltfremd bin ich dann doch noch nicht.

GLG Gabi

Beitrag von lisasimpson 03.06.10 - 23:34 Uhr

nun ja- zum thema jungedliche und alk wurde denke ich alles gesagt und ich spare mir meinen senf.

aber dine antowrten haben mich ehrlich gesagt stutzig gemacht.
du höst dich clever und reflektiert an und da du die frage stellst :
"Was meint ihr, habe ich falsch gemacht? "
wprde ich vielleicht gerne anmerken, daß ich sehr verwundert darüber bin, daß du nach deinen erfahrungen in der kindheit dir dann nochmal zwei männer gesucht hast, die wieder das selbst muster mitbrachten UND du auch danach noch nicht die chance ergriffen hst, für dich zu klären, wie du mit deiner rolle in Abhängigkeitsbeziehungen umgehen kannst bzw. wie du mit dem thema "männer und alkohol" umgehen kannst.

ich persönlich fände das einen wichtige schritt für dich Und eine große chance für deine sohn, nicht ebenfalls ein muster zu übernehmen, daß in eurer familie ja Tradition zu haben scheint, aber bisher wohl nur unzureichend angegangen wurde

alles liebe
lisasimpson

Beitrag von gbmaintal 04.06.10 - 07:38 Uhr

Hallo liebe Lisasimpson


vielen lieben Dank für deine Antwort, du hast recht und deswegen wird mein erster Weg für mich zu einer Suchtberatung sein. Zweigleisig werde ich mir langfristig einen Therapieplatz in der Psychotherapie suchen ( also eine Gesprächstherapie ) um das ganze Alte aufzuarbeiten, das hätte ich eigentlich schon längst machen sollen aber immer wieder vor mir her geschoben.
Ich habe ja zusätzlich noch das Problem des Helfersyndroms - das hat emine Familienhelferin damals schon erkannt und ich weiß es ja auch, aber das Wissen und den Schritt zu tun - was dagegen zu tun, da liegen Welten zwischen.

Und ich liebe meine Kinder einfach zu sehr, als dass ich mit so einer Hau-Ruck-Aktion eines davon zu verlieren oder sonst irgendwie zu schaden.

Irgendwie schaltet meine an sonsten vorhandener gesunde Menschenverstand da aus.

GLG Gabi die mit hochgerollten Ärmeln jetzt in den Tag geht

Beitrag von lisasimpson 04.06.10 - 08:27 Uhr

find ich klasse!

Also dann mal ran an den speck!
das wird sicher nicht einfach- aber ich denke, du und dein sohn sollten es dir wert sein

lisasimpson

Beitrag von oma.2009 06.06.10 - 19:08 Uhr

Hallo Gabi,

also, ein Aufriss war doch etwas zu groß.
Ich als Mutter hätte die Flasche ausgetauscht, gegen eine "normale" Flasche, hätte meinen Sohn fahren lassen und erstmal Stillschweigen bewahrt. Wenn Junior wieder von der Konfirmandenfahrt zu Hause wäre, hätte ich ihn ganz einfach mal gefragt, ob es was Besonderes gegeben hat oder ob alles ok war. Und genau DANN hätte ich gesagt, ich habe die Flasche entdeckt und ausgetauscht und erwarte nun Erklärungen von ihm und dann hätte soetwas alles geklärt werden können.
Denk doch mal ein paar Jahre zurück, habt ihr nicht auch so etwas oder anderes gemacht. Also, wir schon!!!
Aber darum wird man doch nciht gleich zum Alki oder zum Lügner.

LG und rede mit deinem Sohn nochmal in aller Ruhe und erkläre ihm die Folgen

Beitrag von silvia72 08.06.10 - 20:11 Uhr

Hallo Gabi

ich habe keine Kind in dem Alter,aber trotzdem möchte ich meine Meinung dazu los werden. Genau genommen eher zu den Antworten hier im Forum.

Mehrere Mütter haben geschrieben,dass sie gar nichts unternommen hätten,weil es doch in dem Alter ´normal´wäre.
Klar haben wir es damals auch versucht, insofern ist es normal.Aber wären wir erwischt worden, hätte es ganz mächtig Ärger gegeben!
Ich finde daher nicht,dass man den ´Vorfall´totschweigen sollte.
Wie weit man mit Nachforschung oder Konsequenzen gehen will,liegt bei jedem selbst.
Aber Sohnemann sollte schon wissen,daß er nicht so davon kommt.

Noch kurz meine Einschätzung: ich glaube auch eher,daß der Verkäufer es nicht zugeben würde,wenn ihm ein Verkauf nicht nachgewiesen werden kann. Das würde nämlich sehr teuer für ihn und er macht sich auch strafbar.

LG Silvia

Beitrag von maike.171 22.06.10 - 22:17 Uhr

#rofl
ganz ehrlich ich glaub du hast nix falsch gemacht!
das ist in dem alter eben so .....
ich war nicht anders!
es kommen auch wieder bessere zeiten ;-)