sollte ich lernen das zu akzeptieren, oder...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mini-sumsum 03.06.10 - 14:13 Uhr

Hallo zusammen,

bin momentan etwas unsicher. Ich habe mich vor einem knappen Jahr von meinem Mann getrennt. Seit nem guten halben Jahr leben wir getrennt. Allerdings verstanden wir uns so gut, dass wir als Familie mit unserem Sohn zusammen einfach wunderbar harmoniert haben. Wir waren bis dahin gute 10 Jahre ein Paar.

Gründe für die Trennung waren: Wir hatten uns aus den Augen verloren, haben nur noch als WG gelebt, es gab keine Gemeinsamkeiten mehr, und natürlich gab es auch Streit. Eigentlich ganz normale Dinge in einer Beziehung, Finanzen, Eifersucht, Haushalt, etc. Es hat oft geknallt, danach war es zwei Wochen lang gut, und dann war wieder alles beim Alten.

Die Trennung ging dann letzendlich nach langer Zeit von mir aus. Nun gut, inzwischen haben wir langsam wieder zueinander gefunden, haben uns quasi erneut ineinander verliebt. Und wir hatten Sex. Daraus ist ungeplant ein zweites Baby entstanden, ich bin nun in der 13. SSW. Wir haben es uns reiflich überlegt, und entschlossen, wieder zusammenzuziehen.

Also sind wir gerade dabei.

Ein weiterer "Knackpunkt" war damals, dass es zum Ende hin viele Heimlichkeiten gab. Wir haben uns beide bei MeinVZ angemeldet, niemand bekam mit, was der andere machte, und wir trafen uns mit früheren Freunden, ohne sie dem anderen irgendwie mal vorzustellen. Dies führte häufig zu Eifersuchtsszenen.

Also bin ich inzwischen der Beziehung zu Liebe hergegangen, und habe diese Kontakte wieder abgebrochen, bzw. meinem Mann den ein oder anderen vorgestellt, und wir waren mal gemeinsam nen Kaffee trinken, etc.

Und was macht er heute? Erzählt mir heute morgen ganz kurzfristig, dass er heute zum Geburtstag seiner Ex eingeladen ist. "Hatte er ganz vergessen"; komisch nur, dass er ein Geschenk parat hat. Kurz nachdem wir damals vor über 10 Jahren zusammengekommen waren, hatte er mich für sie verlassen. Kontakt hat er nur sehr sporadisch zu ihr; aber dennoch habe ich ein Problem damit. Ich werde nicht mit eingeladen, es sind schon wieder so kleine Heimlichkeiten, ich hab ein kein gutes Gefühl dabei, auch wenn wir auf einem guten Weg waren.

Dann gibt es noch weitere Frauen, die er über MeinVZ wieder "entdeckt" hat. Vielleicht fällt es mir ja deshalb so schwer, weil alle diese Frauen solo sind, keine Kinder haben, und genau das Leben führen, was mein Mann sich irgendwann auch mal für sich vorgestellt hat. Nun ja, alle diese Frauen nennt er Schatzi, Süße, etc. Ich weiß zwar, dass das irgendwie seine Art ist, aber dennoch find ich es nicht normal für einen fast vierzig-jährigen bald 2fachen Papa, der wieder mit seiner Familie zusammenleben will.

Ich habe früher öfter vorgeschlagen, dass er ruhig mal mit der ein oder anderen nen Kaffee trinken gehen kann oder so; können ja befreundet sein, kein Thema. Aber ist es wirklich zu viel verlangt, wenn ich möchte, dass wir einander mal vorgestellt werden? Er behauptet immer, das wäre so, als wenn er "seinen Aufpasser" vorstellen würde, das wäre ja peinlich. Ich hingegen "darf" mich mit niemandem treffen, den er nicht kennt, sonst gibt's sofort wieder ne Szene. Naja, schon lang nicht mehr vorgekommen, waren ja eigentlich wieder auf nem guten Weg, dachte ich.

Ach ich weiß auch nicht, vielleicht muss ich einfach lernen, damit klar zu kommen. Aber es bleibt irgendwie unfair und ich hab ein ungutes Gefühl, auch wenn er niemand ist, der sofort fremdgeht, aber er albert halt gerne rum und so.

Habt ihr vielleicht ein paar Tips für mich?

Vielleicht sind es ja auch nur die SS-Hormone, die mich verrückt spielen lassen.

LG
mini-sumsum

Beitrag von janamausi 03.06.10 - 14:32 Uhr

Hallo!

Wenn man sich schon mal getrennt hat und wieder zueinander findet/finden will, steckt auch viel "Arbeit" dahinter.

Das was dein Mann macht (alleine zu seiner Ex gehen, es dir nicht sagen etc.) sind genau wieder die gleichen Fehler die ihr bisher gemacht habt.

Redet miteinander und entweder ihr wollt wirklich etwas ändern oder ihr solltet es gleich sein lassen. Halbherzig, so wie dein Mann es macht, wird es nichts.

Und wenn solche Wörter wie "Aufpasser" etc. kommen, denke ich, stimmt noch mehr bei euch nicht. Eigentlich müßte dein Mann stolz sein, wenn er dich mitnimmt und vorstellt, aber es scheint eher das Gegenteil zu sein, Du bist störend.

LG janamausi

Beitrag von mini-sumsum 03.06.10 - 14:40 Uhr

Ja, so ähnlich habe ich auch schon gedacht. Ich versuche an unserer Beziehung zu arbeiten. Denn du hast Recht, es ist tatsächlich ARbeit, nicht schnell wieder in die alten Muster zu verfallen.

Aber ich möchte auch daran arbeiten, für mich, für uns, für unsere Familie.

Bei ihm habe ich manchmal das Gefühl, dass er die Trennung, auch wenn sie von mir ausging, gar nicht so verkehrt fand. Nur dass er niemals derjenige gewesen wäre, der diesen Schritt geht. Er will nicht als derjenige darstehen, der eine Familie hat sitzen lassen. Aber das was er tut, tut er scheinbar wirklich nur halbherzig. Leider.

Ich werde also erneut das Gespräch suchen, um seine Beweggründe zu verstehen.

LG
mini-sumsum

Beitrag von naklarhabichntipp 03.06.10 - 14:48 Uhr

Verhüten!

Beitrag von frieda05 03.06.10 - 15:06 Uhr

zu spät #rofl

Beitrag von mini-sumsum 03.06.10 - 23:50 Uhr

Super Tip. :-p Danke, hätt ich auch selbst drauf kommen können. Hab ich auch; habe mit der 3-Monats-Spritze verhütet. Und es hat sich trotzdem eingeschlichen.

Nun ja, dieser Tip bringt mich nun also nicht wirklich weiter.

Lg
mini-sumsum

Beitrag von luka22 03.06.10 - 14:54 Uhr

Schwierig darauf zu antworten. Es gibt Menschen, die gehen laxer mit früheren Beziehungen um und es gibt Menschen, für die das ein Tabu ist. Mein Mann und ich gehören beide zu der letzteren Spezies. Ich könnte es mir nie und nimmer vorstellen auf den Geburtstag meines Ex zu gehen. Da ich keine männlichen Freunde habe, sondern wir Ehepaare miteinander befreundet sind, gibt es überhaupt keinen Anlass mit einem Mann allein ins Cafe zu gehen. Das wäre für mich sehr komisch. Am ehesten kann ich es mir vorstellen, wenn ich einen alten Schulfreund in der Stadt treffen würde und man dann spontan entschließt einen Kaffe zu trinken. Aber auch hier würde ich nie einen extra Abend ausmachen. Bei meinem Mann ist es genauso. Deshalb gibt es bei uns keine Eifersuchtszenarien. Ehrlich gesagt kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass es einem egal sein kann, wenn sich der Partner alleine mit der/dem Ex trifft. Speziell in eurer Situation, wo alles noch frisch und sensibel ist, ist es wahrscheinlich nicht die beste Entscheidung. Wenn ihr vorher eine offenere Beziehung geführt habt und es jetzt für dich nicht mehr in Ordnung ist, dann musst du es so auch sagen.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von mini-sumsum 03.06.10 - 23:55 Uhr

Hi,

bei uns ist die Lage leider etwas anders. Als wir uns kennenlernten, war ich noch sehr jung; und ich habe meinen gesamten Freundeskreis aufgegeben. Wir haben nun einen gemeinsamen, der hauptsächlich aus Ehepaaren besteht; hier gibt's auch nie Probleme.

Doch er hat eben einiger seiner "Freunde und Freundinnen" von damals "alleine behalten". Da der Kontakt auch immer nur sehr sporadisch ist, habe ich tatsächlich einige von denen in all den 10 Jahren nie persönlich kennengelernt.

Unsere Beziehung war noch nie offen / offener. Aber er misst diesbezüglich leider mit zweierlei Maß. Er kennt ja alle schon "seit zig" Jahren. Wenn ich mal mit Arbeitskollegen was trinken wollte, hat er schon komisch geschaut.

Nun ja, ich werde das Thema morgen sofort ansprechen, und dann weiter sehen.

Vielen Dank für deine Meinung

LG
mini-sumsum

Beitrag von ciocia 03.06.10 - 15:49 Uhr

Hört sich für mich an als wäre dein Mann schon etwas auf den Geschmack des Single-Daseins gekommen. Aber eine Familie im Rücken zu haben ist natürlich auf nicht schlecht.

Man kann aber nicht alles haben im Leben. Stell ihn vor eine Entscheidung. Entweder er bemüht sich wirklich um eure Beziehung und Neuanfang oder er lässt sich auf irgendwelche Frauen ein. Hast du vielleicht die leise Hoffnung gehabt, das zweite Kind könnte ihn verändern und eure Ehe retten? Besser wäre es natürlich, euer Ehe wäre wieder stabil und glücklich und dann käme Nachwuchs.

Jetzt müsst ihr das Beste aus der Situation machen, aber das Verhalten deinen Mannes find ich nicht ok. Würde mich nicht wundern, wenn er dir offenbart, dass er sich "verliebt" hat und auszieht. Was ich natürlich nicht hoffe!

alles Gute

Beitrag von mini-sumsum 03.06.10 - 23:49 Uhr

Hi,

das zweite Baby war absolut ungeplant. Ich habe nicht im entfernsten daran gedacht, noch ein zweites Baby zu bekommen, und schon gar nicht in einer solchen Situation. Ganz bestimmt nicht. Aber das ist etwas, andem ich nichts ändern kann.

Er wird sicher nicht ankommen, und mir sagen, dass er sich verliebt hat. Dafür kenne ich ihn zu gut. Ich will ihm keine Boshaftigkeit unterstellen, aber sollte er sich für sich wirklich für's Single-Leben entscheiden, wird er es so forcieren, dass ich mich erneut trenne.

Ich hoffe es zwar nicht, aber wenn wir nicht beide wirklich ernsthaft an unserer alten-neuen Beziehung arbeiten, dann wird das wohl nichts.

Nun ja, da er immernoch nicht wieder zurück ist, geht es mir dementsprechend. Aber ich werde es - was ich in der Vergangenheit viel zu oft nicht getan habe - morgen sofort ansprechen und meine Stellung klar machen.

LG und danke für deine Meinung
mini-sumsum