das "Schwiegermonster"

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von grrrrrrrrr 03.06.10 - 19:38 Uhr

Hallo,
es gehört nicht ganz hier her, möchte aber in schwarz schreiben.
Zu unserer Situation, mein Mann hat sein Elternhaus überschrieben bekommen, es ist ein wirklich runtergekommenes Zweifamilienhaus. Seine Eltern werden auch weiterhin dort wohnen bleiben im zweiten Stock. Wir richten uns das erste Stockwerk ein. Das Haus hat eine wunderschöne Lage mitten in der Stadt. Wenn wir uns ein Haus gekauft hätten, wäre dies in dieser Gegend unbezahlbar gwesen. Letztes Jahr kam mein Mann dann mit der Idee, sein Elternhaus zu übernehmen. Ich hatte auch nichts dagegen, da ich immer ein super Verhältnis habe mit meinen Schwiegereltern.
Wie ich ja oben schon geschrieben habe, ist es runtergekommen, weil in den letzten Jahren rein gar nichts von den Eltern am Haus gemacht wurde. Wir müssen eine Menge Geld reinstecken. Macht uns auch nichts aus, weil wir wussten was auf uns zukommt.
Jetzt zum eigentlichen Problem.
Meine Schwiegermutter ist ein Messi! Sie müllt zwar nicht ihre Wohnung voll, aber egal ob im Keller oder auf dem Dachboden, alles steht voll mit Sachen, die sie in ihrem Leben nicht mehr braucht. Wird eine neue Lampe gekauft, wird die alte nicht weggeschmissen, sondern sie kommt auf dem Dachboden, denn O Ton Schwiegermutter, "das hat mal soundsoviel Euro bzw. Mark gekostet, das kann man doch nicht wegschmeissen.
Heute war es wieder mal soweit, mein Mann entkernt gerade den ersten Stock, auch das Bad, da wir es vergrößern wollen. Das passt ihr überhaupt nicht, da sie das Bad "erst" vor zehn Jahren neu gemacht haben. Die Toilette und das Waschbecken werden wir wegschmeißen. Das kann sie nicht verstehen, aber es geht sie auch nichts an. Es ist UNSER Bad!
So, dass musste ich mal loswerden. Zum Glück unterstützt mein Mann mich.
Aber langsam bekomme ich echt Schiss, wie das weitergehen soll.

Beitrag von mansojo 03.06.10 - 20:00 Uhr

hallo,

wie wäre es wenn ihr euch in ruhe zusammensetzt und regeln aufstellt

sie habens ich vielleicht noch nicht dran gewöhnt ,das andere in "ihrem"haus rumwerkeln

auch wenn es auf euch geschrieben wurde so schnell ändern sich beitzgedanken nicht

was das zumüllen angeht hilft nur klare absprachen
wo was untergestellt werden kann
der rest fliegt raus

ältere menschen haben noch andere vorstellungen sie glauben man könne alles noch irgendwie gebrauchen

lg manja

Beitrag von grrrrrrrrr 03.06.10 - 20:06 Uhr

Ja, das habe ich mit meinem Mann auch so abgesprochen, wenn es so weiter geht, dass wir uns dann mal zusammen setzten müssen. Ich meine, ich habe ja noch Glück, dass mein Mann nicht ja und amen zu allem sagt, was seine Mutter denkt und auch ausspricht.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es schwierig für sie ist, dass ihr das Haus nicht mehr gehört. Aber es ist wirklich eine Bruchbude. Im Endeffekt kann sie sich glücklich schätzen, dass sie in ca. einem Jahr in einem grundsanierten Haus hockt und dafür keinen Cent bezahlt hat.
Sie wird für das jahrelange nichtstun auch noch belohnt, um es mal drastisch auszudrücken.
Wir versuchen auch immer, sie in alles zu integrieren, und unsere Vorstellungen vom Aussehen des Hauses und des Gartens mit ihnen abzustimmen, aber wenn sie mir weiterhin so dumm kommt....

Beitrag von luci82 03.06.10 - 20:31 Uhr

Wegen dem "vermüllen" was hebt sie denn alles auf? Alte Plastiktüten, Milchkartons etc...oder so wie du im Beispiell sagtest alte Lampen obwohl eine neue gekauft war?
Wenn es noch funktionierende Dinge sind, die euch lediglich unsinnig erscheinen, dann kannst du das nicht "vermüllen" nennen....,manchen Leuten fällt es eben schwerer etwas wegzuwerfen als anderen....

Ich weiß ja nicht in welchem Ausmaß das ist und in wie weit Krankhaft, aber ich finde nicht,daß ihr das Recht habt zu bestimmen, was es denn nun Wert ist aufgehoben zu werden und was nicht....einmischen kannst du dich eigentlich nur, wenn eine gesundheitliche Gefährdung vorliegt.

Grade älteren Leute (vor allem die, die den Krieg miterlebt haben) fällt es oft schwer Sachen, die noch funktionstüchtig sind wegzuschmeissen.

Früher gab es noch nicht diese Wegwerf-Mentalität, wenn da etwas in Ordnung war da wurde es gelassen....wie zum Beispiel ein zehn Jahre altes Bad-
trennt ganz klar ihren Bereich von eurem....

Beitrag von fp 04.06.10 - 09:23 Uhr

Mir fällt beim lesen grad so auf, dass du nicht möchtest, dass sie sich bei eurer Wohnung einmischt. Aber umgekehrt machst du das bei den vermeintlichen Messi-Gegenständen ja schon... Erst wenn du ihren Bereich akzeptierst, kannst du es umgekehrt ebenfalls erwarten. Und dann müssen klärende Gespräche geführt werden... von Regeln halt ich nicht allzu viel.