total verzweifelt-po gehaun (knapp 5 jahre)

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jayda2009 03.06.10 - 19:54 Uhr

hallo

mein sohn (knapp 5) ist z.z. tierisch bockig. es wird nur geschrien, geschimpft (ich und sein vater werden beschimpft, wenn es nicht nach seinem kopf geht z.b. mit do blödmann, arsch, doofi usw.)

säntliche strafen, erklärungen, reden etc. bringen nichts... auch ignorieren hilft nicht...

nun war er heute wieder extrem bockig. wir waren einkaufen und er durfte sich ein eis mitnehmen. dann hat er irgendein spielzeug gesehn, ich sagte dann nur dass es das nicht gibt daraufhin kam dann gleich wieder blöde mama usw. wie gesagt, das ist noch harmlos, oft sagt er auch blödmann.

heut zuhause sollte er dann ins bett, er schrie rum und beschimpfte mich und trat dann volle kanone gegen die küchentür, die scheibe wackelte. in dem moment war ich so wütend, dass ich ihm eine auf den po gegeben habe... das wolltei ch nicht und es tut mir wahnsinnig leid. ich war in diesem moment einfach so hilflos und wusste nicht mehr weiter. ich bin in der 37 ssw auch das ist keine erklärung aber er reizt mich z.z. so extrem, dass ich in diesem moment einfach nicht mehr weiter wusste..ich habe mich dann zig mal bei ihm entschuldigt, ihm geschworen dass es nicht wieder passiert und mama nicht hauen darf...

vor ca. einem jahr ist mir das schon einmal passiert, sonst noch nie. damals hae ich ihm schon gesagt, dass es nicht wieder vorkommt. daran erinnerte er sich heute noch und sagte, dassi ch ihm versprochen habe, ihn nicht auf den po zu hauen...ich könnte echt heulen und würde es so gern rückgängig machen.

ich sage ja selber immer, man darf nicht hauen....

ich fühl mich wirklich besch...
so ein mist.

lg jayda

Beitrag von summer1981 03.06.10 - 20:02 Uhr

Mach dich nicht so fertig, das kann jedem mal passieren. Solange es nicht ständig ist. Die Hormone bei dir sind jetzt auch so durcheinander, dass du etwas sensibler bist als sonst.
Also alles halb so wild.

Beitrag von lalal 03.06.10 - 20:30 Uhr

Das ganze dermaßen zu verharmlosen lässt wohl nur erahnen wie du dein Kind erziehst.

"Also alles halb so wild"

#klatsch

Ein Kind hat ein recht auf Gewaltfreie Erziehung!

Beitrag von klimperklumperelfe 03.06.10 - 21:04 Uhr

Und eine Mutter hat das Recht mal nicht unfehlbar zu sein!

Beitrag von lalal 03.06.10 - 21:13 Uhr

Ohja das hat sie, aber sie sollte sich umindest soweit unter Kontrolle haben das Kind nict zu schlagen.

Hier ging es mir aber im speziellen um die dermaßen übertriebene Verharmlosung des geschehene.

Beitrag von lalal 03.06.10 - 21:14 Uhr

nehmen wir lieber der Geschehnisse#schein

Beitrag von klimperklumperelfe 03.06.10 - 21:16 Uhr

Ich hätte es auch nicht anders geschrieben als in der Antwort, die du kritisierst. Und letztendlch haben doch alle, die bisher geantwortet haben, auch gemeint, dass es nicht schön sei aber es eben passiert

Beitrag von lalal 03.06.10 - 21:19 Uhr

Das ist bedenklich wie ich finde.

Das ich allerdings eine Ausnahme sein soll wage ich zu bezweifeln.


Beitrag von klimperklumperelfe 03.06.10 - 21:21 Uhr

ja, aber es ist nicht zu ändern. Ich hoffe für dich, dass du nie in solch eine Situation kommst.

Beitrag von lalal 03.06.10 - 21:22 Uhr

Es ist aber bereits das zweite mal passiert!

Ich hoffe es auch das es mir nie passiert:-)

Beitrag von klimperklumperelfe 03.06.10 - 21:23 Uhr

naja, 2x in 5 Jahren....

Beitrag von lalal 03.06.10 - 21:25 Uhr

es hat wenig sinn mit dir darüber zu Diskutieren, du findest es offenbar vertretbar ein kind zu schlagen, unerheblich wie oft und in welchem Zeitraum.

Ich finde es nicht normal. Es wird ihr beim nächsten mal noch "leichter" Fallen...

Beitrag von klimperklumperelfe 03.06.10 - 21:27 Uhr

Normal finde ich es, ja, aber ich heiße es ebenfalls nicht gut. Aber wenn die Mutter das schlechte Gewissen plagt, sollte man den Zeigefinger einklappen. Es passiert eben.

Beitrag von 221170 03.06.10 - 21:45 Uhr

Aber sie schrieb doch auch, das der Junge sich daran erinnert hat als die ihn das erste Mal geschlagen hat und auch daran, das sie versprach es nicht mehr zu tun.

Ich finde das bezeichnend, das Kind erinnert sich sehr gut daran, also hat es Eindruck hinterlassen.

Beitrag von hailie 03.06.10 - 21:48 Uhr

Ja, das ist schrecklich!

Wie häufig so etwas vorkommt, spielt dabei doch gar keine Rolle... und wenn es "nur" zweimal in 10 Jahren wäre, es wäre genauso falsch!

Beitrag von mamavonyannick 03.06.10 - 22:03 Uhr

Hallo,

ich sehe es grundsätzlich genauso... hauen geht gar nicht. Aber wenn du das jetzt schon schrecklich findest (die Frage ist, erinnert sich der Junge, weil es weh tat, oder weil Mama ihm etwas versprochen und sich entschuldigt hat#kratz), welche Bezeichnung hast du dann für Kinder, die misshandelt werden? Etwa wie der kleine Jason, der Luftlinie ca. 2 km von mir entfernt gewohnt hatte. Dessen Mutter ihn im Drogenrausch gebissen und gekniffen hat. Und der von seinem stiefvater derart geschüttelt wurde (weil er geweint hat), dass er mit dem Kopf das Holzgitter an seinem Bett zerschlagen.
DAS finde ich schrecklich und grausam.
Das was die TE gemacht hat, finde ich nicht schön. Sie ist aber auf einem guten weg. Sie reflektiert ihr Verhalten, sie erkennt ihr fehler und gibt zu, den selben schon mal begangen zu haben. Ihr hilft es nicht, wenn hier darüber diskutiert wird, ob ihre Handlung schlimm oder nicht schlimm ist. Sie braucht Lösungsvorschläge. Man muss drüber reden, wie es dazu kam. Alles andere hilft weder ihr noch ihrem Kind.

vg, m.


Achso... jason ist übrigens verstroben an seinen Verletzungen.

Beitrag von hailie 03.06.10 - 22:15 Uhr

Was soll denn dieser Vergleich? Natürlich gibt es weitaus Schlimmeres, das ist mir auch bewusst.

Für das Kind finde ich es schrecklich. Wer weiß schon, was es sich eingeprägt hat?

Ich habe der TE außerdem bereits geraten, sich besser vorsorglich Hilfe zu holen ... wer mit einem Kind schon so überfordert ist, dass es so weit kommt (auch wenn es eine absolute Ausnahme war), der wird es mit zwei Kindern nicht leichter haben.

VG

Beitrag von mamavonyannick 03.06.10 - 22:21 Uhr

Das war kein Vergleich, sondern eine Frage! Und die Frage war... wie würdest du die von mir beschriebene Situation benennen, wenn du den "Fall" der TE schon schrecklich findest. Muss ja schließlich noch eine Steigerungsform geben.
Durch euer gegenseitiges auf die schultern klopfen, macht ihr der TE nur noch ein zusätzlich schlechtes Gewissen und das hilft ihr nicht.

Beitrag von hailie 03.06.10 - 22:35 Uhr

Hier klopft sich keiner auf die Schulter.

Es wurde nochmals verdeutlicht, wie schlimm die Situation für den Jungen sein kann. Ob man es nun schrecklich, traurig, oder wie auch immer nennen mag - was ändert das an der Tatsache?

Darüber möchte ich hier jetzt auch gar nicht diskutieren, es wird hoffentlich jeder einsehen wie falsch das Verhalten war.

Beitrag von mamavonyannick 03.06.10 - 22:47 Uhr

Alle haben bereits gesagt, dass das Verhalten falsch war!!!

Beitrag von hailie 03.06.10 - 22:53 Uhr

Nein, einige finden es harmlos.

Aber darum geht es hier doch gar nicht mehr, ICH habe der TE geraten sich Hilfe (im Haushalt o. Ä.) zu suchen!

Sonst nichts... daher verstehe ich nicht, warum du darauf herumreiten musst. #kratz

Beitrag von mamavonyannick 03.06.10 - 22:54 Uhr

Ich reite nicht darauf herum, ich wollte nur eine Antwort auf meine Frage.

Beitrag von 221170 03.06.10 - 22:30 Uhr

Ich finde es einfach traurig.

Ich kenne solche Geschichten.
Und was macht man dann? Man tut was. Wir hatten im Kiga einen Fall grober Vernachlässigung. Das Kind war 5 Jahre alt und hing bis nachts um 23.00 auf der Straße, Klamotten und Essen im Kiga war Fehlanzeige, sie erzählte oft das sie traurig sei weil die Mama wieder getrunken hatte.
Wir haben das Jugendamt informiert, dann wurde was unternommen.

Man darf nicht wegschauen, nur so kann man verhindern.

Ich will das nicht vergleichen, das kann man auch nicht. Aber soll ich sagen:Es ist nicht so schlimm?
Es IST schlimm auch wenn es schlimmeres gibt.

Jede Mutter kennt das Gefühl gleich zu explodieren. Jede Mutter kennt das Gefühl sich nicht mehr anders helfen zu können als sich körperlich Luft zu schaffen.

Man muß das unter Kontrolle haben. Man darf es nicht, es bringt eh nichts. Es ist ein Zeichen von Hilflosigkeit. Und es bringt ihr nichts wenn man ihr sagt das es einmal ja nichts macht und nicht so schlimm ist, vor allem eben weil der Junge sich an das erste Mal erinnert.

Beitrag von mamavonyannick 03.06.10 - 22:46 Uhr

Natürlich ist es schlimm. das weiß sie ja selber. Jatzt kommt nioch ein total blöder vergleich;-): Ich stell mir gerade ein Treffen von den anonymen Alkoholikern vor, wo einer zugibt: "Ja... ich habe den Tag ein Gläschen Schnaps geturnken. Ich weiß nicht, wie mir das passieren konnte. Ich fühle mich total schlecht und habe die Hälfte auch gleich weggekippt."

Derjenige weiß grundsätzlich selbst, was dieses Glaqs bewirken kann und das auch dieses "bißchen" Alkohol verboten ist. Aber hilft es ihm tatsächlich, wenn ich ihm sage: "Tja, mir ist das noch nie passiert und überhaupt ist das, was du gemacht hast, das allerletzte?"#kratz Und dann fangen alle anderen im Kreis auch an, darüber zu sprechen, dass ihnen ja auch noch nie sowas passiert ist und das das alles noch viel schlimmer ist, als der Betroffene es gerade gesagt hat. Dann malt man ihm aus, wie die nächste Zeit verlaufen wird und das er garantiert nicht mal mehr an einer Rumkugel vorbei gehen können wird, ohne sich gleich darauf zu stürzen;-)

Hilft mir das als Betroffener? Oder würde mir die Analyse der Situation (wieso weshalb, warum) unter der Maßgabe: Hauen ist verboten, wie kann ich anders mit der Situation umgehen, mehr helfen, wenn man zugleich nach Auswegen sucht.

vg, m.

Beitrag von 221170 03.06.10 - 22:59 Uhr

Deshalb schrieben ja manche, sie solle sich Hilfe suchen.

Und viele haben auch geschrieben das sie es kennen das man kurz vor knapp steht. Aber das man sich eben unter Kontrolle haben muß.

Ich habe meine Tochter noch nie geschlagen, geklappst oder sonstwas. Noch nie. Was mich das manchmal an Selbstbeherrschung gekostet hat....es IST anstrengend mit Kindern, manche sind echt krass. Ich verstehe sie irgendwo auch.
Sie braucht niemanden der auf sie einschlägt, aber auch kein "ist doch nicht so schlimm".
Sie braucht Hilfe weil sie hilflos ist.

Ich geh jetzt ins Bett, sonst fehlt mir morgen die Selbstbeherrschung;-)

G.
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