starkes Krampfadern-Problem ... ich leide so sehr darunter

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von engel2405 04.06.10 - 06:57 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben,

ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll. Das wird wahrscheinlich ein absolutes "SiloPo", aber irgendwie belastet mich das Thema sehr.

Also begonnen haben die Probleme mit den Krampfadern in der 1.SS, da bekam ich dann irgendwann oberflächliche Thrombosen und mußte Kompressionsstrümpfe tragen und mir Heparin. Nach der Entbindung hatte ich keine Probleme mehr, außer das ich diese häßlichen Krampfadern hatte.

In der 2.SS gab es wieder Probleme mit oberflächlichen Thrombosen und ich mußte wieder Strümpfe tragen. Mittlerweile hatten sich die Krampfadern verdreifacht (in Menge und Größe wahrscheinlich :-( ) ... In den letzten Jahren - nach der 2. Entbindung - hatte ich dann immer mal wieder leichte oberfl. Thrombosen, die ich mit Heparin-Salbe immer ganz gut in den Griff bekommen habe. Natürlich wäre der Gang zum Arzt sinnvoller gewesen, aber der hätte mir eh nur (wieder) geraten, mich operieren zu lassen. Ganz ehrlich: Ich habe ANGST vor einer OP! Und das, obwohl ich unter der Situation leide. Das Krampfader-Problem ist bei mir so ausgeprägt, dass der Arzt richtig erschrocken war. Die beginnen mittlerweile direkt an den Oberschenkeln (sowohl hinten als auch vorn) und ziehen sich bis nach unten zum Fuß.

Nun bin ich wieder schwanger und wieder habe ich diese Probleme mit den oberfl. Thrombosen. Also war ich beim Arzt, der stellte ein kleines Blutgerinnsel in der Leiste fest. Fazit: Heparin spritzen. Nach 1Woche war das Gerinnsel weg und auch die oberfl. Thrombose hatte sich soweit aufgelöst. Nun fängt es am anderen Bein an und das, obwohl ich wirklich täglich schenkellange Kompressionsstrümpfe trage. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll ... Der Arzt hat mir natürlich dringend zu einer OP geraten und eigentlich jeder sagt, dass ich das machen lassen MUSS. Zusätzlich leide ich unter dem Lipödem, was auch immer das heißt ...

Wieso ausgerechnet ich? Keiner in meiner Familie hat solche häßlichen Beine! Wenn ich mich bei jemanden ausheulen will darüber heißt es nur: "Lass sie wegmachen." oder "Dafür kannst Du doch nichts!" Nur leider tröstet mich das nicht wirklich ... Ich trage nicht mal mehr 7/8 Hosen, geschweige denn Röcke oder Kleider. Ich gehe nicht schwimmen usw., weil ich mich so sehr dafür schäme. Und wenn ich mich abends ausziehe könnte ich heulen ... so wie jetzt gerade. :-(

Ach was für ein sch*** Tag.

Sorry für das blabla ...

Ina

Beitrag von annabarbara 04.06.10 - 07:33 Uhr

Hallo Süsse

Ich schreibe Dir jetzt mal, obschon ich Dir überhaupt nicht helfen kann.

Ich weiss nur, dass es bei mir auch anfängt mit Krampfadern,Besenreisern und so und werde heute meine FÄ fragen, ob's ein paar gescheite und leichte Stützstrümpfe gibt:-(

Ich kenne auch viele Frauen, auch meine Mutter, die darunter leiden. Eine Freundin hat sie operieren lassen und seitdem ist sie viel glücklicher.

Soll ich Dir sagen; komm Scheiss drauf, hauptsache Deine Familie und Du bist gesund? Das sicher, aber ich verstehe Dich echt gut!Fühl Dich wenigstens also mal verstanden.

Und vielleicht lässt Du Dich mal gut beraten über eine OP und verllierst so Deine Angst?

Ich wünsche Dir alles Gute!!!

#liebdrueck

AnnaBarbara mit #stern im Herzen und Bauchbewohner 16 SSW

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 10:34 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine lieben Worte.

Ich weiß, dass ich diese OP früher oder später machen lassen muß. Da wird kein Weg dran vorbei führen ... Ich bin erst 31 und werde zu 98% den Rest meines Lebens damit zu "kämpfen" haben. Ich schäme mich einfach für meine Beine.

Liebe Grüße, Ina

Beitrag von ladyhexe 04.06.10 - 07:53 Uhr

Deine Geschichte könnte auch meine sein...

Bei dieser SS ist es diesmal so schlimm geworden das ich eine hohe dosis spritzen muss...

Meine FA hat mir jetzt nahe gelegt einen spezialisten(phlebologe) aufzusuchen,der mir dann nach der geburt die Krampfadern entfernen lassen soll...

Es gibt ja mittlerweile viele methoden,es muss nicht unbedingt eine OP sein...

Erkunde dich mal,,googlen hilft da auch schon weiter.
Dort wirst du betsimmt auch findig welche Methode für dich in frage kommen könnte

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 10:39 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort.

Ich habe schon im Internet nach den verschiedenen Methoden geschaut, aber bei allen wird mir echt übel ... ^^

Ich bin bereits bei einem Phlebologen in Behandlung, der auch Operationen durchführt. Ich werde ihn wohl nochmal darauf ansprechen ... Hast Du auch diese Thrombosen? Ich muß momentan kein Heparin spritzen, muß auch nicht mehr zur Kontrolle kommen. Irgendwie habe ich Angst, dass das Gerinnsel in der Leiste zurück kommt oder sich irgendwo ein neues bildet. Immerhin bin ich noch 3 Monate schwanger und der Sommer steht vor der Tür ...

Alles Gute, Ina

Beitrag von happyverheiratet 04.06.10 - 09:00 Uhr

Meine Mutter kämpft auch viel mit ihren Krampfadern und bisher hat sie auch eine Op abgelehnt. Aber die Ärzte raten ihr immer wieder dazu und so langsam denkt sie darüber nach.

Lass Dich gründlich von verschiedenen Ärzten beraten. Hol Dir mehrere Meinungen ein. Ich weiß bloß, dass Krampfadern eben auch schlimme Sachen wie Gerinnsel auslösen können.

Es gibt inzwischen auch schonende Op-Methoden.

Kopf hoch! Und hey...egal wie es aussieht, Schwimmen würde Deinen Beinen bestimmt gut tun. Im Wasser sieht es niemand und der Weg in die Umkleide ist bestimmt nicht so weit und Du kannst Dir ein langes Handtuch um die Hüfte wickeln.

Kopf hoch!

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 10:44 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Krampfadern sind nicht ohne, mittlerweile kenne ich mich damit ein bisschen aus ... Jeder, der meine Beine sieht, rät zu einer Operation. Selbst die Dame im Sanitätshaus, die die Maße für die K.Strümpfe genommen hat ... ^^ Und ich weiß es ja selbst.

Eine Bekannte von mir hatte sich letztes Jahr eine(!) Krampfader entfernen lassen und meinte, das es nicht so schlimm sei. Ihr Bein war nach der OP allerdings dick und blau. Wie wäre das dann erst bei mir???

Schwimmen ging ich eigentlich sehr gern, aber mittlerweile auch nicht mehr. Dazu ist die Scham viel zu groß ...

Liebe Grüße, Ina

Beitrag von linagilmore80 04.06.10 - 09:12 Uhr

Also bis zu dieser Schwangerschaft hatte ich nur eine kleine Krampfader direkt über der Kniekehle. Bisher habe ich nicht groß darunter gelitten - sie war einfach nur da. In dieser Schwangerschaft wird sie immer ausgeprägter, verläuft schon am Knie entlang zur Wade - trotz der Stützstrümpfe. Daher habe ich schon vor Monaten beschlossen, dass das Teil so bald wie es geht gerupft wird. Meine Hebamme hat mir schon einen Arzt empfohlen, der darauf spezialisiert ist.

Ich weiß, es hilft Dir nicht gegen Deine Angst vor der OP. Aber lass dir mal was anderes durch den Kopf gehen: Willst Du für den Rest des Lebens Heparin spritzen?
Und was ist wohl für den Körper belastender: Krampfadern entfernen oder Krampfadern behalten und dauernd Heparin nehmen?

Sie es einfach vor der Seite, was gesünder für Dich ist.

Lass sie nach der Schwangerschaft weg machen, Du hast ja auch keine Angst vor der Geburt, oder?

Lina

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 10:31 Uhr

Hallo Lina,

danke für die Antwort. Ich weiß, dass ich mich lieber nach der Entbindung operieren lassen sollte. Eine Bekannte von mir hat sich auch eine wegmachen lassen und meinte, das wäre nicht so schlimm. Es war allerdings auch nur eine ... Ihr Bein war nach der OP geschwollen und blau. Meine Beine sind übersät mit den Dingern und ich frage mich ernsthaft, ob da noch Adern nach einer OP überbleiben würden ... Abgesehen davon, dass ich mir Gedanken mache wie ich nach der OP aussehe - wenn es denn bei einer (!) schon so arg sein soll. Auch wenn die Schwellung und Flecken wieder weggehen.

Ich bin - was Ärzte angeht - eher zurückhaltend und gehe wirklich erst hin, wenn ich quasi als Notfall gelte. Ich weiß auch nicht wieso, das war sonst nie ...

Liebe Grüße, Ina