Freundinnen-Problem - wie kann ich meiner Tochter helfen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von birgit2 04.06.10 - 10:01 Uhr

Hi zusammen,

meine Tochter geht zur Zeit gar nicht gerne in den Kindergarten, sie weint öfters und sagt sie will zuhause bleiben. Ich denke, daß hat hauptsächlich mit ihrer (Ex-) Freundin zu tun. Meine Tochter und Anna waren von Anfang an dicke Freundinnen und haben sich auch oft privat getroffen. Seit einiger Zeit wollte Anna sich dann nicht mehr mit meiner Tochter treffen - gut ist nicht so schlimm man kann sie ja nicht zwingen.

Jetzt gibt es da noch ein anderes Mädchen (Mia) mit der Anna jetzt lieber spielt. Eigentlcih haben die drei auch immer zusammen gespielt. Jetzt will Anna immer nur noch mit Mia spielen und wenn meine Tochter mit Mia spielen will, dann geht Anna dazwischen und zieht sie weg.

Meine Tochter ist natürlcih total traurig, erstens daß sie so "gemobbt" wird und zweitens daß ihre beiden besten Freundinnen jetz nicht mehr mit ihr spielen wollen. Leider gibt es nicht so viele andere Mädchen in ihrem ALter.

Habt ihr einen Tip, wie ich ihr helfen kann? Ich hatte gehofft das regelt sich von selbst, aber es dauert jetzt schon recht lange und meine Tochter wird immer unglücklicher im Kindergarten.

Liebe Grüße,

Birgit

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 11:04 Uhr

Hallo Birgit,

wir hatten ein ähnliches Problem mit meinem Sohn.

Es kommt allerdings darauf an, ob diese Anna freiwillig nicht mehr mit Deiner Tochter spielen will oder sie von der Mia dazu gedrängt wird? Oder wird Mia von Anna dazu gedrängt nicht mehr mit Deiner Tochter zu spielen?

Läuft das ganze nur im Kindergarten ab oder treffen sich alle 3 auch mal außerhalb des KiGa?

LG Ina

Beitrag von birgit2 04.06.10 - 11:25 Uhr

Hallo Ina,

ich glaube die Initiative geht von Anna aus. Mia geht ja durchaus auf meine Tochter zu, aber dann zieht Anna Mia weg.

Ich habe keine Ahnung warum Anna sich so verhält. Sie waren echte gute Freundinnen. Früher haben sie sich oft nach dem Kindergarten getroffen, jetzt will Anna das nciht mehr.

Mit Mia haben wir uns noch nicht getroffen. Spricht eigentlcih nichts dagegen.Ich will aber auch den Zwist zwischen Anna und meiner Tochter nicht verschärfen und Mia zwischen die Fronten gerät.

Wie lief es denn bei Euch?

Gruß,

Birgit

Beitrag von engel2405 04.06.10 - 16:43 Uhr

Hallo Birgit.

Bei uns war es - wie gesagt - ähnlich. Mein Sohn hatte eine sehr gute Freundin im KiGa, die beiden verstanden sich von Anfang an super. Irgendwann kam ein Junge dazu, mit dem sich sowohl mein Sohn als auch das Mädchen gut verstand. Leider wurde der Junge mit der Zeit sehr einnehmend und wollte nicht, dass das Mädchen mit meinem Sohn spielt wenn er da ist. Wenn mein Sohn ein Spiel vorschlug sagte er immer: "Nein A., wir spielen etwas anderes!" Das Mädchen litt sehr unter der Situation, weil sie das Gefühl hatte sich nicht durchsetzen zu können. Sie wollte den anderen Jungen auch nicht verletzen. Meinem Sohn ging es dann eine zeitlang auch nicht gut damit und wir (die Eltern des Mädchen und ich - gemeinsam oder einzeln) führten viele Gespräche mit den Erzieherinnen. Denen war das Problem natürlich aufgefallen und sie mußten dieses 3-er Gespann regelrecht auseinander nehmen. Wenn alle 3 im KiGa waren, durften sie z.B. nicht zusammen an einem Tisch sitzen beim essen. Sie wurden getrennt. Das Mädchen wurde immer wieder darin bestärkt, ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen. Und ich habe viel mit meinem Sohn geredet und ihm gesagt, dass er sich dann mal jemand anderen zum spielen suchen soll. Immerhin gibt es viele Kinder in der Gruppe, die nicht alleine sein wollen. Es klappte ganz gut am Ende. Mittlerweile ist mein Sohn in der Schule, leider in einer anderen als seine Freundin. Sie ist allerdings mit diesem anderen Jungen in einer Klasse und wie ich von der Mutter des Mädchens hörte, hat sich sein Verhalten nicht geändert. Im Gegenteil: andere Kinder werden von ihm "attakiert", wenn sie dem Mädchen "zu nahe" kommen. Mit der Mutter des Jungen haben sie schon versucht zu reden, aber sie fühlt sich gleich angegriffen und verteidigt ihren Sohn mit den Worten: "Bei uns (sie sind russisch) ist das so, da hat man nur einen (!) guten Freund!"

Ich würde an Deiner Stelle mal mit den Erzieherinnen reden, wie das mit den Mädchen so läuft und ob denen etwas aufgefallen ist. Natürlich sind sie noch klein und da wechseln die Freundschaften in der Woche 7x ... Wenn Du merkst, dass diese Mia gern mit Deiner Tochter spielen möchte und nicht "darf", lade sie doch einfach ein paar Mal ein. Man merkt doch dann eigentlich gleich, ob die Kinder auf einer Wellenlänge sind oder nicht. Du lernst dann auch gleich die Eltern von ihr kennen und kannst denen ein bisschen auf den Zahn fühlen. Vielleicht sehen sie die Situation ja wie Du?!

Liebe Grüße, Ina

Beitrag von ratpanat75 04.06.10 - 12:31 Uhr

Hallo,

ich finde, man darf nicht vergessen, dass es hier um 3-Jährige geht.
Da haben die meisten noch kein wirklich gefestigtes Konzept von Freundschaft.
Vielleicht kannst du versuchen, Mia mal nach Hause einzuladen oder euch auf dem Spielplatz zu treffen, damit die beiden auch mal ohne Anna zusammenspielen.
Ansonsten denke ich, dass auch die Erzieherinnen im Kiga mit etwas Fingerspitzengefühl "vermitteln" sollten, wenn deine Tochter sich sehr ausgegrenzt fühlt.

LG