zu teure Wohnung .. ARGE will das wir umziehen! Bitte um Antwort...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von bigal60 04.06.10 - 14:57 Uhr

Hallo,

wir haben folgendes Problem... Unsere Wohnung ist wegen gestiegener Kaltmiete und Nebenkosten nun 30€ zu teuer! Jetz will die ARGE das wir in eine günstigere ziehen - binnen 4 Monaten!

Tja und nun zu unserem Problem... Haben schon eine Wohnung gefunden die schlappe 100€ günstiger ist wie die jetzige ABER sie wird schon zum 1.8. frei! Wir haben 3 Kinder und alle gehen in den Kindergarten! Wohnen in einem Ort wo die Wohnungsmarksituation nicht so rosig ausschaut da wir nur 1000 Einwohner haben! Jetzt würen wir gerne in diese Wohnung ziehen ABER wir haben hier ja auch 3 Monate Kündigungszeit (also bis 30.09.2010)...

Waren bei der ARGE vorsprechen bezüglich Übernahme der doppelten Mietkosten und auch der Umzugskosten ... Laut unserer Kommune soll es wohl so sein das sie keinen Cent an Miete doppelt zahlen und wir die Kaution nur auf ein Darlehen bekommen (super, dann könnten wir ja auch weiter schön brav die 30€ jeden Monat die wir zu viel an Mietkosten selber tragen #schwitz). Bekommen leider keine Kaution hier raus denn wir haben nix gezahlt sonst hätte man es ja verrechnen können!!!

Sie meinen wir sollen jetzt kündigen und dann zusehen das wir halt bis dort hin eine passende Wohnung gefunden haben :-[ ganz klasse aber meine Jüngste hat hier auch ihren Kigapaltz (unter 2 J. Kosten werden von der Gemeinde übernommen) und meine Frau hat gute Chancen ab September auf einen Job... Ziehen wir hier weg hat sie vermutlich auch keinen Platz mehr und meine Frau kann das Arbeiten erst mal vergessen denn wohin mit dem Kind :-[:-[:-[

Kann mir jemand helfen, weis jemand Rat ...

Vielen Dank schon mal!!!

P.S. Net das hier noch Steien fliegen weil wir schmarotzen... Ich selber gehe arbeiten - habe ne 2. Ausbildung begonnen denn mein alter AG hatte mir gekündigt und ich hatte nix gefunden :-[

Beitrag von dani.m. 04.06.10 - 15:01 Uhr

Kannst du nicht mit deinem jetzigen Vermieter reden, ob er die Kündigungsfrist einvernehmlich kürzt? War bei uns problemlos möglich, wir waren innerhalb von 1 Monat raus aus der alten Wohnung. Wenn es bei euch so schlecht aussieht mit Wohnungen, kann der Vermieter sie ja sicher schnell wieder "loskriegen". Oder ihr kennt jemanden, der Interesse hätte?
Wäre mein Vorschlag.

Beitrag von woodgo 04.06.10 - 15:07 Uhr

Hallo,

keiner kann Euch zwingen, Eure Wohnung zu räumen!!! Die Arge darf Euch lediglich anraten, daß Ihr umzieht. Tut Ihr es nicht, müßt Ihr die Mehrkosten nach einem halben Jahr, soviel ich weiß, selber tragen, aber es darf keiner gezwungen werden, auszuziehen!
Da würde ich mich an Eurer Stelle noch mal kundig machen.
Schau mal hier nach:

www.tacheles-sozialhilfe.de

LG

Beitrag von goldtaube 04.06.10 - 15:12 Uhr

Könnt ihr die Differenz nicht aus eigener Tasche zahlen? Wenn ja, müsst ihr nicht umziehen.

Beitrag von bigal60 04.06.10 - 16:22 Uhr

WIr haben jeden Monat gerade so viel um das es zum leben reicht... Da ist nichts drin und das was wir sparen geht auf Autoversicherung und Autoschäden / Reifen drauf #zitter Ohne Auto geht hier gar nix :-[

Beitrag von zickenhaushalt 04.06.10 - 17:42 Uhr

Aber euch würde doch eh etwas Geld fehlen, wenn ihr Kautionsdarlehen zurückzahlen müßtet.
Und wenn deine Frau Aussicht auf einen Job hat, ist es doch nur vorübergehend ein Engpass bei den Finanzen.

Beitrag von bigal60 04.06.10 - 20:23 Uhr

Ja natürlich, deshalb würde ich es ja auch net einsehen :-[

Naja es würde nicht viel besser werden bis ich nächstes Jahr fertig bin denn wir wären weiterhin aufs ALG2 angewisen und der Freibetrag ging auf Spritkosten und ein 2. Auto drauf...

Beitrag von windsbraut69 05.06.10 - 07:54 Uhr

Ihr habt keine 30 Euro mehr, wenn Deine Frau ab September wieder arbeitet?
Kann ich nicht nachvollziehen, sorry. Aber dann muß sich wohl einer von Euch einen Nebenjob suchen.

Gruß,

W

Beitrag von bigal60 05.06.10 - 08:32 Uhr

Was ist daran nicht zu verstehen???

Meine Frau wird halbtags arbeiten und bekommt dafür netto 1000€ - da bekommen wir 260€ Freibetrag... Davon müssen die zusätzlichen Spritkosten (einfache Fahrt 50km an 5 Tagen) UND ein neues (gebrauchtes) Auto gezahlt werden! Da wir über nichts Gespartes verfügen müssen wir das Auto finanzieren und dann ist das Geld auch weg...

Eigentlich lohnt sich das Arbeiten in der Form auch nicht ABER wir sind froh das meine Frau in der Elternzeit wieder einen Job gefunden hat da es wenn ich ausgelernt bin dann finanziell alles abgesichert ist!!!

Naja und Nebenjob, erst mal finde was und dann nehme dir die Zeit... Ich arbeite 40 Std. die Woche und meine Frau dann schon halbtags! Unser Kiga hat aber nur 40Std. die Woche offen, wohin dann bitte mit den Kindern???

Beitrag von windsbraut69 05.06.10 - 08:57 Uhr

Ja, dann wäre doch ein Umzug gar nicht so verkehrt, wenn Ihr sonst 2 Fahrzeuge unterhalten müßt, die Ihr Euch nicht leisten könnt.

Allerding wird sich sicher ein Minijob für einen von Euch finden, hier hängen in jedem zweiten Laden Angebote rum, von der Tankstelle über die Pizzeria oder den Edeka-Markt, der Packhilfen sucht.

Mit 40 Wochenstunden ist doch durchaus noch ein Job für Abends oder Wochenende drin. Ihr habt ja irgendwann Feierabend und Wochenende.

Gruß,

W

Beitrag von bigal60 06.06.10 - 19:21 Uhr

Sicher wäre umziehen sinnvoll und das auch in die Stadt wo dann wenigstens 1 Arbeitsstelle ist ABER was machen wir wenn wir keinen Kigaplatz für die unsere Kleinste bekommen???

Auf dem Lande ist das leider nicht so einfach und wenn die *größte* Stadt in der Umgebung auch nur 30 000 Einwohner hat dann ist dann alles leichter gesagt als getan!

Beitrag von windsbraut69 07.06.10 - 16:23 Uhr

Ja, wenn Ihr keinen Kindergartenplatz bekommt, sucht Ihr nach einer Tagesmutter!

Irgendwas findet sich sicher und versuchen könnt Ihr es doch zumindest!

Wir wohnen extrem ländlich und ich kann von Fahrtkosten ein Liedchen singen, würde aber nie wieder auf so ein Kaff ziehen und mit Kindern schon gar nicht!

Beitrag von bigal60 08.06.10 - 12:16 Uhr

Der Vorteil an dem Kindergartenplatz ist der, dass er von der Gemeinde bezahlt wird... Ziehen wir hier weg und suchen eine Tagesmutter dann kommen da wieder kosten auf uns zu und uns bleibt unter dem Strich noch VIEL weniger...

Und außerdem muss ich sagen - und ich denke das werden eigentlich die meisten *Eltern* verstehen - meine Kleine geht nun seit 4 Monaten in den Kiga mit ihren Geschwistern... Wie soll sie verstehen das sie dann erst mal zu ner Tagesmama muss um ein paar Monate später (bis sie dann 3 ist) wieder zu ihren Geschwistern in den Kindergarten geht #schwitz

Also ich finde das nicht gut und auch hier im Kiga wird das nicht als *gut* angesehen ...

Aber nunja wir machen das Beste draus... Egal wie es kommt wir schlagen uns bis mitte nächstes Jahr durch und dann haben wir den Staat dann hoffentlich für immer hinter uns gelassen #winke

Beitrag von bruchetta 04.06.10 - 15:39 Uhr

Entweder Ihr zahlt die Differenz in Höhe von € 30,-- selbst oder Ihr versucht doch in die Wohnung zum 01.08. zu kommen.
In dem Fall ist es ratsam, einen Nachmieter zu suchen (haben wir auch schon gemacht).
Das aber bitte mit dem Vermieter absprechen.
Soweit ich weiß, kann das Darlehen nicht in der Zeit zurück gefodert werden, in der Ihr Hartz 4 bezieht.
Erst wenn Ihr wieder auf eigenen Beinen steht, ist es in Raten zurück zu zahlen.

Beitrag von snowy 04.06.10 - 16:47 Uhr

Erst einmal wäre wichtig ob die Aufforderung zum Umzug schriftlich kam. Sollte dies nicht der Fall sein ist hier erst mal gar keine Grundlage um etwas zu diskutieren. Die Behörde hat dies zu bescheiden sofern sie euch auffordern möchte die Wohnung zu wechseln.

Sollte die Aufforderung schon da sein, gibt es 2 Möglichkeiten!

Möglichkeit 1:

Sprich mit dem Vermieter und versuche es hinzubekommen dass dieser die Kaltmiete absenkt. Evtl. lässt er sich darauf ein, da er ja ansonsten auch neue Mieter finden müsste, was ja auch nicht mit wenig Aufwand verbunden ist ( kommt halt drauf an was ihr für einen habt - Wohnungsbaugesellschaften stört das ja des Öfteren nicht )

Möglichkeit 2:

Stell einen schriftlichen Antrag auf Übernahme der Umzugskosten für einen notwendigen und für einen von der ARGE geforderten Umzug.
Hierzu gehört auch die Übernahme der Doppelmiete wenn eine andere Regelung nicht möglich ist. Hier gibt es auch schon Einzelfallentscheidungen:

".....Weder der Regelung des § 22 SGB II noch dem allgemeinen Grundsatz zur Vermeidung unnötiger Kosten gemäß § 2 SGB II kann die Forderung entnommen werden, dass Hilfe-bedürftige ihre Wohnung schon vor Auffinden einer neuen Wohnung kündigen müssen, um die bei Einhaltung von Mietkündigungsfristen regelmäßig entstehenden Überschneidungszeit-räume zu vermeiden oder sich auf solche Wohnungen bewerben müssen, die wegen der schlechten Vermietbarkeit auch erst zum Ablauf der Kündigungsfrist der innegehaltenen Wohnung angemietet werden können. Ein Überschneidungszeitraum von nur einem Monat entspricht einem kostenbewussten Verhalten, das üblicherweise auch Mietselbstzahler an den Tag legen......"

Quelle: http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=83501&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=

Ansonsten würde ich, sofern ich nicht vorhabe umzuziehen die ARGE darauf hinweisen was für Kosten durch einen Umzug auf diese zukommt. Das ist nicht unerheblich gegenüber den monatlichen Mehrkosten von 30 Euro.

Nebenher würde ich auch mit aufführen dass die Kids einen Betreuungsplatz haben und deine Frau eine Aussicht auf einen Job.
Das alles natürlich nur wenn überhaupt eine schriftliche Aufforderung vorliegt.

Evtl. könnt ihr durch einen kommenden Job deiner Frau die 30 Euro auch tragen?

Was das Darlehn angeht, so lies dir mal folgendes durch:

"Kautionsdarlehn muss während des Leistungsbezuges nicht getilgt werden"

Quelle: http://www.123recht.net/Kautionsdarlehn-muss-w%C3%A4hrend-des-Leistungsbezuges-nicht-getilgt-werden-__f105386.html

"Landessozialgericht Baden Württemberg (Az.: L 13 AS 3108/06 ER-B)
Hessische Landesozialgericht (Az.: L 6 AS 145/07 ER)"

Link zum ersten Baden Württemberg Urteil:

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%2013%20AS%203108/06%20ER

Link zum Urteil vom Hessischen Landessozialgericht:

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%206%20AS%20145/07%20ER

#snowy



Beitrag von manavgat 04.06.10 - 16:56 Uhr

Erstens habt ihr 6 Monate Zeit

zweitens würde ich wegen 30 Euro nicht umziehen

drittens kann die ARGE das imho auch gar nicht verlangen, weil es nicht wirtschaftlich wäre

Frag nach bei

www.tacheles-sozialhilfe.de

die haben schon vielen Leuten mit diesem Problem wirksam helfen können.

Gruß

Manavgat

Beitrag von snowy 04.06.10 - 17:05 Uhr

"Erstens habt ihr 6 Monate Zeit "

Die Auslegung im Gesetz sieht anders aus. Siehe §22 SGB II.

Du kannst auch fragen beim ahfd.org, bei erwerbslosenforum.de und vielen anderen. Gibt es Prozente bei entsprechenden Hilfeforen dass man diese immer nennt?

Der Themenstarter hat doch schon ausführlich geschildert welche Problematik vorliegt, von daher müsste er sich in einem anderen Forum extra noch einmal registrieren und dort nochmal alles einsetzen.

Lediglich eine direkte Adresse in seiner Umgebung wäre hilfreich, sofern er einen Widerspruch nicht selbst schreiben kann oder andere Wege gehen möchte.

#snowy

Beitrag von king.with.deckchair 04.06.10 - 19:06 Uhr

"von daher müsste er sich in einem anderen Forum extra noch einmal registrieren"

Wäre mir neu, dass man das bei Tacheles müsste.

"und dort nochmal alles einsetzen."

Strg + A dann
Strg + C dann
Strg + V - wo ist das Problem.

Ich schreibe nicht mehr bei Tacheles, weil ich das irgendwann zu krawallig fand dort. Aber es müssten noch immer einige Kollegen dort - fachgerecht - Auskunft geben.

"Lediglich eine direkte Adresse in seiner Umgebung wäre hilfreich, sofern er einen Widerspruch nicht selbst schreiben kann oder andere Wege gehen möchte."

Findet man bei Tacheles ebenfalls.

Beitrag von snowy 05.06.10 - 08:40 Uhr

Und das ist dann der Sinn, dass man User rüberschickt wo es doch hier ein Forumteil für Finanzen und Beruf gibt?

Ein Forum hat meistens die Haupteinnahmequellen über die Werbung und genau die Seitenaufrufe bringen Geld, von daher sehe ich es für diese Seite als kontraproduktiv an.

Da hat halt jeder seine Meinung. Tacheles finde ich nicht zu krawallig, es ist genau wie andere Foren gefüllt von Betroffenen die öfter mal den Bogen überspannen oder aber das brisante Thema zum ausarten bringen.

#snowy

Beitrag von manavgat 05.06.10 - 11:33 Uhr

Bin ich hier jetzt bei Scientology, oder was?

Du darfst in keine andere Sekte gehen, als in meine?


Urbia ist nicht schlecht als Schaltzentrale. Bei wirklichen Detailfragen geht man besser woanders hin.

Gruß

Manavgat

Beitrag von chidinma2008 04.06.10 - 20:58 Uhr

Mal ganz ehrlich ihr habt drei kinder bekommen dann werdet ihr es wohl hin bekommen 30 euro mehr zu bezahlen.
Ich verstehe das nicht jeder normale mensch der rechnen und sparen kann hat zum ende des Monats immer noch ein kleinen Notfall Groschen Übrig

Beitrag von bigal60 06.06.10 - 19:26 Uhr

Sicher haben wir *den* übrig ABER der ist dafür da wenn was mit dem Auto sein sollte.. Bei einem 15 Jahre alten Auto geht dies und das kaputt naja und rechnen und sparen tun wir auch, wir geben zu 5. im Monat für LM und Hygieneartikel 300€ aus aber es geht so viel an Sprit raus...

Aber wir wollen ja nicht klagen, immerhin habe ich wieder *Arbeit* und meine Frau gute Aussichten auf einen *guten* Job!!! Ich würde ja auch nichts sagen, würde die ARGE nicht mit so nem tollen Schreiben wegen 30€ kommen!!!

Naja und klar haben wir 3 Kinder bekommen, da war aber noch nicht abzusehen das ich meine Arbeit verliere :-[

Beitrag von caro300 05.06.10 - 14:57 Uhr

Hallo,

irgendwie habt ihr das bestimmt falsch verstanden. Wenn man nicht umzieht, muss man lediglich die 30 Euro mehr selbst zahlen. An eurer Stelle macht umziehen keinen Sinn.

LG
Carola

Beitrag von windsbraut69 06.06.10 - 08:57 Uhr

Plus nicht angemessene Nebenkosten!

Er hat doch geschrieben, sie können die 30 Euro nicht zahlen!

LG