Hauskäufer sind abgesprungen - trotz Notartermins

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kk79 05.06.10 - 23:37 Uhr

Hallo !

Evtl. kann mir ja jemand einen Rat geben ??? Wir wollen unsere Immobilie verkaufen und haben auch im weiten Bekanntenkreis ein Ehepaar gefunden.
Besichtigung-mündliche Zusage der Käufer-Banktermine-mündliche Zusage der Bank zur Finanzierung-Notar beauftragt-2 Wochen Wartezeit-1. Notartermin geplatzt wegen fehlender Finanzierungsbestätigung und heute ( nach insgesamt fast 6 Wochen ) einfach so eine Absage wegen Geldnot !!!
Können wir die Leute irgendwie belangen ???

LG K.

Beitrag von kaktus0 05.06.10 - 23:43 Uhr

Dumm gelaufen, aber Du willst ein Ehepaar belangen, dass sowieso schon Geldnot hat?

Beitrag von biene81 05.06.10 - 23:45 Uhr

Warscheinlich nicht. Was willst Du auch machen? Schadensersatz? Die Leute zum Kauf zwingen?

LG

Biene

Beitrag von carrie23 06.06.10 - 00:01 Uhr

Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben-daher Pech für euch.
Eine mündliche Zusage..naja gut und schön lässt sich aber schwer beweisen.

Beitrag von susannea 06.06.10 - 01:23 Uhr

Ich dneke, für die euch zusätzlich entstehenden Kosten, wie z.B. für den Notartermin usw. können sie belangt werden, aber ansonsten, wenn ihr keine Kosten nachweisen könnt, wohl eher nicht!

Beitrag von motte1986 06.06.10 - 08:07 Uhr

hallo!

also sei mir nicht böse, aber das finde ich total frech!!!

du willst jemanden, der jetzt lieber doch keine verschuldung in kauf nimmt und das auch garnicht kann, zum kaufen zwingen oder wie auch immer belangen????

sei doch froh, dass sie abgesprungen sind, am ende hättet ihr ewig auf geld gewartet!!!!

Beitrag von anyca 06.06.10 - 08:46 Uhr

Sei doch froh, daß sie VOR dem Notartermin abgesprungen sind! Ich kenne eine Story, wo ein Käufer NACH der Unterschrift beim Notar spurlos verschwand, Adresse stellte sich als falsch heraus etc. - keine Ahnung, was das sollte, aber natürlich sehr ärgerlich für die Verkäufer.

Beitrag von werner1 06.06.10 - 10:00 Uhr

Hallo,

nein, könnt ihr nicht belangen.
Eine Immobilie ist erst verkauft, wenn der Notar unterschrieben hat.
Aber die Rechnung des Notars geht an den Auftraggeber, wenn der nicht zahlt, gibt es noch die gesamtschuldnerische Haftung.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von parzifal 07.06.10 - 09:15 Uhr

Bist Du Dir mit der gesamtschudnerischen Haftung sicher?

Wenn eine Beurkundung erfolgte ist dies zweifelsfrei der Fall. Wenn aber nur eine Seite den Auftrag gibt eine Urkunde anzufertigen sehe ich das nicht so.

Beitrag von snoopster 06.06.10 - 11:38 Uhr

Hallo,

also ich weiß noch, dass wir damals unterschreiben mussten, dass wir das Haus kaufen wollen. Da waren der Makler und die Verkäufer anwesend, wir hatten aber noch keine Kreditzusage. Wir sagten, wir wollen das Haus, und werden uns um die Finanzierung kümmern. Es gab eine Frist, bis zu der die Finanzierungsbestätigung der Bank vorzuliegen hatte. Hätten wir das nicht geschafft, hätten wir zahlen dürfen.
Wie viel genau kann ich dir nich mehr sagen, aber ich glaub, es war ein fester Betrag, so 1000 Euro etwa. Also nicht die Höhe der Maklergebühr....

Das nächste Mal kannst Du auch sowas aufsetzen und dann kannst Du sie auch belangen.

LG Karin

Beitrag von susannea 06.06.10 - 13:31 Uhr

Sie brauchen so etwas nicht unterschreiben, sie hatten ja einen mündlichen Vertrag, der sollte reichen, wenn sie ihn bewiesen bekommen (und da ja schon ein Notartermin stattfand, wo die potentiellen Käufer das wiederholt haben, sollte das mit dem Notar als Zeugen kein Problem sein).

Beitrag von myimmortal1977 07.06.10 - 00:32 Uhr

Hallo,

das was Du meinst, ist was anderes. Es nennt sich ein "Vorvertrag" bzw. eine Festhaltung der Immobilie durch den Makler an einen bestimmten Interessenten.

Man muss, wenn man dann abspringt, eine "Strafe" zahlen. Damit sortieren Makler seriöse und unseriöse Käufer.

Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Kaufvertrag zu tun.

Außerdem kann der Käufer nichts dafür, wenn die Bank die Finanzierung nicht mit machen möchte.

LG Janette

Beitrag von windsbraut69 07.06.10 - 11:08 Uhr

"Außerdem kann der Käufer nichts dafür, wenn die Bank die Finanzierung nicht mit machen möchte"

Dann muß er aber nicht ohne Zusage ein Haus "kaufen".
Die Beschaffung des Geldes ist doch sein Problem!

Gruß,

W

Beitrag von myimmortal1977 07.06.10 - 12:50 Uhr

Gekauft oder verkauft ist eine Immobilie erst, wenn der Kaufvertrag von beiden Parteien rechtsverbindlich unterschrieben wurde. Dann kann man die Partei, die nicht leistet, rechtlich belangen.

Im Falle der TE wurde allenfalls das Kaufinteresse bekundet. Mehr nicht. Sie hätte einen Reservierungsvertrag vor dem Kaufvertrag aufsetzen können. Somit hätte sie dem Interessenten bei Ausfall ggf. 1000 € als Schadensersatz abverlangen können.

Eine andere Möglichkeit hat man nicht.

Ich habe auch gerade eine Immobilie verkauft. Der erste Interessent ist auch abgesprungen. Aus anderen Gründen. Mein Glück ist, dass ich sie im 2. Anlauf besser verkaufen konnte. Aber Belangen kann man einen möglichen Käufer vor Unterschrift nicht, es sei denn, dass man nachweisen kann, dass während der Reservierung die Immobilie hätte besser verkauft werden können. Dann kann man den Differenzbertrag vom abgesprungenen Verkäufer versuchen einzuklagen. Nur der Weg ist lang und rentiert sich nur bei recht hohem entgangenen Gewinn.

Immobilien An- und Verkauf ist ein reines Spekulationsgeschäft. Und man trägt entsprechend das Risiko. Wie auf dem Aktienmarkt.

#herzlich Janette

Beitrag von vwpassat 06.06.10 - 12:48 Uhr

Nein, könnt Ihr nicht.

So schlimm es ist (Bekanntenkreis), aber die waren und sind klamm, merken es anscheinend aber selbst nicht.

Beitrag von nick71 06.06.10 - 17:39 Uhr

Ich gehe davon aus, dass die Finanzierung nicht zustande gekommen ist. Das wäre bei einem Autokauf z.B. ein Grund, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Bei euch existiert noch kein Vertrag...ich glaube also nicht, dass ihr die potenziellen Käufer belangen könnt. Und ein finanzieller Schaden ist euch in dem Sinne ja auch nicht entstanden (von wegen Schadenersatzansprüchen o.ä.). Das war dann wohl einfach Pech...

Beitrag von susannea 06.06.10 - 22:29 Uhr

Wie nennst du denn dann Kosten für einen Notartermin bzw. sogar zwei? Das sind doch sicher zu tragende Kosten ;)

Beitrag von windsbraut69 07.06.10 - 11:09 Uhr

"Das wäre bei einem Autokauf z.B. ein Grund, vom Kaufvertrag zurückzutreten."

Nicht grundsätzlich!
Das muß vertraglich dann schon so geregelt sein.
Wenn ich einen Kaufvertrag unterschreibe, ist es nicht das Problem des Verkäufers, wenn ich dann das Geld nicht zusammen bekomme!

LG

Beitrag von myimmortal1977 07.06.10 - 00:36 Uhr

Hallo!

Nein, da kannst Du nichts machen. Außer wenn Du nachweist, dass Ihr die Immobilie in der Zeit an einen höher bietenden Interessenten hättet verkaufen können, der Euch jetzt aber durch die zeitliche Reservierung abgesprungen ist.

Dann könntet Ihr die Differenz zwischen dem Angebot des Abgesprungenen mangels Finanzierung und dem Angebot des Interessenten mangels bereit stehen der Immobilie von dem Interessenten verlangen, der mangels Finanzierung nicht kaufen konnte.

Aber das ist ein sehr langer Weg und ob sich das lohnt.... #kratz

LG Janette

Beitrag von freundliche 07.06.10 - 08:37 Uhr

Der Weg wird sich nicht lohnen...

denn die Käufer haben schlicht und einfach die Finanzierung nicht bekommen, das kommt in den besten verhältnissen vor...

sollen sich die potenziellen Käufer jetzt ja nicht Käufer, in Schulden stürzen, weil die TE jetzt beleidigt ist...

Als ich damals meine ETW verkauft habe, waren viele "Käufer" dabei die schlichtweg, trotz gutem Verdienstes die Finanzierung nicht bekamen...

ich kann auch net jeden deswegen belangen, weil sie zugesagt haben und dann wieder abgesagt ;)

so ist das Leben!!! Es kommen bestimmt noch Interessenten, bei denen es klappt...

Beitrag von parzifal 07.06.10 - 09:18 Uhr

Du führst leider nicht aus, wegen was Du die Leute irgendwie belangen willst?

Wegen schlechten Benehmen?

Hast Du einen finanziellen Schaden erlitten? Dann müsste man wissen warum und weshalb?