Angstzustände??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von stinker2601 07.06.10 - 12:12 Uhr

Hallo ihr Lieben,
meist bin ich nur stille Leserin, aber heute muß ich euch um Rat fragen....

Meine Tochter wird jetzt zwei Jahre alt, sie war fünf Wochen zu früh und vorab möcht ich sagen, das wir eine sehr innige und enge Beziehung zueinander haben.
Jetzt zu meinem Problem:
Sie hat vor allem und vor jedem panische Angst!!!
Ich mein bei Autos oder lauten LKW`s ist das natürlich kein Thema, aber am meisten Angst hat sie vor Menschen.
Ich sage bewußt "vor Menschen" und nicht "vor fremden Menschen", weil sie auch Angst vor ihrem Opa, Onkel, usw. hat.
Bin total ratlos und frage mich, ob wir mal zu nem Facharzt gehen sollten?
Kennt das jemand? Wer kann mir Tipps geben oder mich beruhigen?

Sie sieht ihren Opa und die restliche Familie regelmäßig, daher weiß sie wer diese Menschen sind, aber neulich wollte ich mit ihr und ihrem Onkel im Auto auf den Spielplatz fahren und da hat sie nen ganz, ganz schlimmen hysterischen Anfall bekommen! Es war definitiv kein Trotzverhalten!!!! Sie hatte wirklich richtig Angst vor ihm.
Oder im Mai wollte ich sie zur Tagesmutter bringen weil ich ab Juni wieder arbeiten wollte. Das gign überhaupt nicht!!!!!!!Sie hatte solche Angst vor der Tagesmutter, das sie sich immerzu erbrochen hat vor lauter Weinen.....

Fazit: Meine Tochter vertraut nur mir und ihrem Papa, ansonsten sind alle Menschen angsteinflößend. Jetzt frage ich mich halt, ob das normla ist..

Danke fürs zuhören und danke schonmal fürs Antworten.


LG Melli

Beitrag von zazarina 07.06.10 - 12:26 Uhr

das ist nicht normal. ich würde zu einer beratungstselle gehen.

Beitrag von amadeus08 07.06.10 - 12:55 Uhr

damit solltest Du vielleicht doch mal zum Arzt gehen denke ich, vielleicht kann ein Kinderpsychologe schon etwas machen. Parallel könntest Du einen guten Homöopathen aufsuchen. Es gibt zum Beispiel sogenannte Calcium Carbonicum Kinder, meiner ist auch so einer. Er hatte auch viel Angst. Er traute sich nie etwas anzufassen zum Beispiel. Ein paar Tage musste ich ihm immer das gleiche Teil zeigen, dann hat er sich erst getraut es anzufassen und was soll ich sagen? Zwei Globuli (ich wollts ja auch nciht glauben!) vom Calcium Carbonicum und unser Kleiner hat beim Einkaufen die Sachen angefasst vom Wagen aus (das darf er natürlich nicht, aber Du glaubst gar nicht, wie ich mich gefreut habe, dass ich ihm das verbieten musste,, weil er endlich mal das machte, was für andere Babys ganz normal war). Die Pekip-Leiterin meinte sofort " sag mal, was hast du mit ihm gemacht? Er ist ja ein völlig anderes Kind", weil er nämlich auch mal was zurückholte, wenn ein Kind ihm was wegnahm und überhaupt, er traut sich jetzt viel mehr zu.
Da gibts aber halt auch noch zig andere Mittel und das muss exakt zum Kind passen.
Lg und viel Erfolg!

Beitrag von kukuksei2 07.06.10 - 13:03 Uhr

Hallo Melli!

Erstmal: mache dich nicht verrückt! Manches gibt sich von ganz allein.
Ich kann da ein Lied von singen;-)

Unser Sohn ist 21 Monate alt. Er hatte ca. 8 Monate eine schlimme "Phase". Und zwar hat er auf jedes Geräusch von Babys / Kleinkindern reagiert. Sie mussten nicht einmal schreien ein einfaches "ba" hat gereicht und er hat so doll angefangen zu schreien, dass wir uns immer entfernen mussten (er hat dann auch erst aufgehört zu weinen).

Seit ca. 3 Monaten hat er mit anderen Kleinkindern keine Probleme mehr. Wir sind sogar in einer Eltern-Kind-Gruppe.

In den 8 Monaten habe ich viel durchgemacht. Ich war richtig verzweifelt. Das was du beschreibst hat er aber auch manchmal.

Letztens hat er auch bei seinem Opa angefangen zu schreien, aber nur weil er im Autositz saß und sein Opa zu schnell und zu dicht herangekommen ist. Er hatte keine Rückzugsmöglichkeit.
Er braucht immer ein bischen um "warm zu werden", auch wenn er die Leute schon kennt.

Die Erzieherin von der Eltern-Kind-Gruppe findet ihn nicht unnormal. Jedes Kind ist eben anders. Dafür kuschelt mein Sohn gerne und viel mit uns, er ist eben ein Sensibelchen;-)

Ansonsten kannst du das "Problem" ja mal mit eurem Kinderarzt besprechen, das habe ich auch damals gemacht. Vielleicht hat der noch ein paar Tipps!? Unsere Ärztin hat uns auch etwas weitergeholfen.

Ansonsten beobachte einmal genau in welchen Situationen deine Tochter schreit. Vielleicht entdeckst du ein Muster?! Kann sie eigentlich schon sprechen?

Kopf hoch!

lg
Sanni und Tim

Beitrag von stinker2601 07.06.10 - 13:13 Uhr

Hallo,

ja sie kann schon sprechen, Sehr gut sogar.
Aber in solchen Situationen weint sie einfach nur und ist auch nicht wirklich zu beruhigen, außer ich entferne mich von der "Gefahrenstelle".

Mit anderen Kindern oder im Spielkreis hat sie keinerlei Probleme. Sie ist sehr aufgeweckt und fröhlich und spielt gerne mit gleichaltrigen oder auch größeren. Allerdings darf eine Gruppe größerer Kinder nicht auf sie zukommen, sonst bekommt sie sofort wieder Angst. Aber auch das ist mir irgendwie verständlcih. Es geht wriklich nut um die Problematik innnerhalb der Familie. Es scheint das sie ausgerechtne vor den Leuten Angst hat, die gerne mit ihr kuscheln, knutschen und knuddeln wollen. Das ist mir aufgefallen. Denn sie ist im Allgemeinen keine "schmusekatze" wenn ich es mal so extrem ausdrücke.

Beitrag von kukuksei2 08.06.10 - 13:02 Uhr

hm, Tim schreit nur bei Oma und Opa, wenn sie zu uns kommen. Wenn wir sie besuchen, dann geht es meisten gut.

Ich habe auch lange gedacht, dass es Angst ist. Aber die Erzieherin aus meiner Eltern-Kind-Gruppe meinte, dass er, wenn er dann auf meinem Arm ist, keine Angst zeigt, sondern wieder interessiert guckt. Es hat ihn dann irgendetwas gestört. Nun kann mein Sohn noch nicht sprechen, deswegen ist es doppelt so schwer herauszufinden warum er schreit.

Wenn Sie nicht gerne schmust, und Oma / Opa gerne mit ihr schmusen möchten, dann verstehe ich auch ihre Reaktion (vielleicht ist es nicht immer Angst?!).

Hast du mal mit ihr darüber geredet? Sie danach z. B. mal gefragt warum sie geschriehen hat?