Down syndrom

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von nini-1212 07.06.10 - 15:46 Uhr

Hallo leute,ich habe eine frage???da ich ja in der sache nicht wirklich erfahren bin...
Meine beste freundin ist in 13 woche schwanger,und der doc hat ihr gesagt,dass das kind eventuell down syndrom hat.da sind wir natürlich sehr besorgt,der Doc meinte das kann man in 16 woche fest stellen...
deswegen wollt ich euch fragen,ob das überhaupt möglich ist in 13 woche sowas rauszubekommen???
freue mich auf Antworten....
Mfg Nini

Beitrag von minkabilly 07.06.10 - 15:58 Uhr

...die Nackenfaltenmessung gibt Auskunft über ein eventuelles Risiko für Down-Syndrom und wird meist 11-13 SSW gemacht

Beitrag von manavgat 07.06.10 - 17:17 Uhr

Die knallharte Frage, die zuerst kommen muss ist die:

würde Deine Freundin diese Schwangerschaft beenden, wenn es so wäre?????

ein Down Syndrom, wenn nicht noch andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Herzanomalie dazukommen, ist kein Grund ein Kind nicht zu bekommen, zumindest nicht mit der Argumentation, das Kind hätte kein lebenswertes Leben.

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist die einzige Möglichkeit das festzustellen, birgt Risiken (3 % Absterben des Fötus und von späteren Mißbildungen durch Verletzungen mit der Nadel).

Bei meiner Tochter hat man mir auch damit Angst gemacht und ich habe mich gegen diese Untersuchung entschieden, weil ich mein Kind sowieso nicht hergegeben hätte. Und was war? Nix war. Kind war völlig gesund.

16 Woche ist imho sehr spät. Das Kind ist fast lebensfähig.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kati543 07.06.10 - 17:57 Uhr

An ihrer Stelle würde ich sofort zu einem anderen FA gehen und dort nocheinmal (ohne von dem Verdacht des anderen zu erzählen) einen US machen lassen. Wenn er zu demselben Ergebnis kommt (und nicht nur von irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten erzählt, weil sie vielleicht das optimale Alter überschritten hat), dann sollte deine Freundin sich überlegen, was sie machen würde, wenn das Baby tatsächlich behindert wäre. Ich kenne ein Kind mit Down-Syndrom. Er ist geistig völlig normal entwickelt. Seine Gesundheit ist etwas angegriffener als die von Nicht-Downies und er trägt Hörgeräte. Das ist ALLES. Down-Syndrom kann wirklich alles und nichts sein. Es muß noch nicht einmal sein, dass ein Downie die typische Gesichtsform hat.
Würde sie tatsächlich IHR Baby abtreiben können? Wäre es eventuell eine Alternative für sie, das Kind erst einmal auszutragen und vielleicht zur Adoption freizugeben?

Beitrag von tinaxx 07.06.10 - 21:33 Uhr

Hallo!

Eine sichere Diagnose bekommt man nur durch eine Chorionzottenbiopsie (recht riskant) oder eine Fruchtwasseruntersuchung (weniger riskant als ersteres).

Wenn deine Freundin eine Nackenfaltenmessung und den dazugehörigen Bluttest hat machen lassen, dann hat sie nur eine Wahrscheinlichkeit dafür erfahren, dass ihr Kind das Down-Syndrom haben KÖNNTE.

Beispiel: Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit DS für eine Frau
im Alter deiner Freundin beträgt 1 : 1000 (keine Ahnung, ob dieser Wert realistisch ist).
Wenn bei ihrer Untersuchung nun 1: 500 rausgekommen ist, ist die Wahrscheinlichkeit also doppelt so hoch wie im Durchschnitt - aber immer noch sehr niedrig! 1: 500 heißt ja, dass statistisch 499 von 500 Kindern kein DS haben.

Hier ist alles ganz gut erklärt:

http://www.br-online.de/ratgeber/gesundheit/praenataldiagnostik-DID121870599127/praenataldiagnostik-schwangerschaft-ersttrimestertest-ID1219651741767.xml

Deiner Freundin viel Mut & LG,
Tina.

Beitrag von anyca 07.06.10 - 22:02 Uhr

"der doc hat ihr gesagt,dass das kind eventuell down syndrom hat."

War das "nur" die Nackenfaltenmessung - und wie war da der Wert? Da machen die Ärzte ja oft Panik und nachher ist das Kind kerngesund. Oder gab es da noch andere Hinweise?

Beitrag von mmv 08.06.10 - 18:48 Uhr

Hallo,

als ich letztes Jahr schwanger war,war unsere Nackenfaltmessung in ordnung.......als Paulina im Dezember 09 auf die Welt kam,hatte sie das Down Syndrom......ohne vorankündigung.
Paulina ist gott sei dank organisch gesund.....und sie ist unser Engel.Erst war es ein Mega schock.....aber sie ist ganz normal,wie meine andere 2 Kinder als Babys auch waren.Sie ist schon in der Frühförderung angemeldet....und mein Mann und ich werden alles tun,damit sie ganz normal aufwächst.........

Gruß Mela

Beitrag von mmv 08.06.10 - 18:52 Uhr

Achja.....meine Freundin hatte die Nackenfaltmessung machen lassen und es hieß bei Ihr,dass ihr Baby wahscheinlich das Down syndrom haben wird.......was war????????
Die Maus ist vollkommen gesund.......meine Freundin hat sich die ganze schwangerschaft bekloppt gemacht.....aber sie hatte sich darauf vorbereitet und sich drüber informiert..........ich wurde überrascht.

Beitrag von butler 09.06.10 - 16:43 Uhr

Ich hatte in der 13. Woche eine Zottenbiopsie machen lassen. verstehe nicht wieso das nicht angeboten wurde bei so einem Verdacht.
LG.

Beitrag von tempranillo70 11.06.10 - 21:16 Uhr

Hallo,
in der 13.Woche kann man mit der Nackenfaltenmessung und Blutwerten erkennen, ob ein höheres/hohes Risiko besteht.
Erst ab 15+0 also 16SSW, kann man bei der Fruchtwasseruntersuchung tatsächlich diagnostizieren, ob es vorliegt. Hier werden aus entnommenem Fruchtwasser die Gene untersucht und dann hat man 100% Gewißheit.
Wenn Deine Freundin professionelle Beistand (psychologisch, nicht medizinisch) in dieser Situation möchte, wäre es eine Möglichkeit sich bei http://www.donumvitae.org/beratung-und-hilfe
beraten zu lassen. Mir war es damals eine große Hilfe, zumal das Umfeld kaum Erfahrung hat und viele Ammenmärchen und gutgemeinte Halbwahrheiten zum Besten geben. Drei Wochen können seeeehr lang sein.
Alles Gute, I.h