Vollzeitstelle, wie regelt ihr das?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von eisprinzessin. 07.06.10 - 16:46 Uhr

Hallo,

ich wollte mal wissen wie ihr Vollzeitbeschäftigten das geregelt bekommt, wenn euer Kind noch in den Kindergarten geht.

Ich habe eine Vollzeitstelle 40 km vom Wohnort entfernt angeboten bekommen.
Die Arbeitszeiten wären von 8 h bis 17 h von Mo-Fr.

Nun hab ich echt gar keine Ahnung, wie ich das regeln soll:-(

Der Krippeplatz ginge zeitlich gesehen von 7 h bis 17 h.

Es wäre mir aber auf gar keinen Fall möglich, um 17 h da zu sein.
Leider haben wir auch keine Verwandten/Bekannten, die das abholen für mich übernehmen könnten. :-( (arbeiten alle). Oma haben wir keine mehr.

Wie macht ihr das?
Oder weiss jemand ob es auch Tagesmütter gibt, die die Kinder dann abholen?
Wobei ich finde, dass 11 Stunden Fremdbetreuung schon sehr sehr heftig wären :-(
Und von meinem Verdienst könnte ich mir auch kaum eine Tagesmutter leisten.

Bin echt ratlos :-(


Beitrag von auisa 07.06.10 - 17:06 Uhr

Hallo,

bei mir ist es ähnlich. Ich fahre einfache Strecke ca 50 km.
Mein Kind kann nur bis 16:30 Uhr bleiben. Freitags macht der Kiga mittags zu :-[
Ich habe zum Glück eine nette Tagesmutter, die meinen Sohn bis 18 Uhr betreuut. Sie holt ihn natürlich vom Kga ab.

Hinsichtlich Entgelt für die Tagesmutter: Erkundige Dich beim JA, es gibt Zuschüsse! Bei uns sind es immerhin EUR 2,20 pro Stunde!!


Ich drücke Dir ganz fest die Daumen.

LG Auisa

Beitrag von manavgat 07.06.10 - 17:09 Uhr

Stell beim Jugendamt einen Antrag auf Übernahme der Betreuungskosten und such eine andere Kigamutter, die Deine Tochter um 17.00 Uhr mit nimmt und versorgst bis Du kommst - gegen Bezahlung.

Musst Du jeden Tag von 8 - 17.00 Uhr arbeiten, oder könntest Du an 3 Tagen bis 16.00 und an den anderen 2 Tagen bis 18.30 Uhr oder so was? Dann müsstest Du nur für 2 Tage eine Betreuung haben.

Ich hatte auch mal so ein Modell, meine Tochter hat dann bei der anderen Mutter übernachtet und ist morgens dann von ihr wieder im Kiga abgegeben worden. Bezahlt habe ich damals (ist 12 Jahre her) 25 DM je Nacht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kaltesherz0907 07.06.10 - 21:12 Uhr

finde ich schon heftig...die Arbeitszeiten......findest du nichts anderes vergleichbares was näher wäre? ich gondel momentan auch viel durch die gegend ( weg zum kiga 20km) - zur Arbeit nochmal 20km- und dann nochmal abholen eben...

wir frahren ca. 7 Uhr aus dem Haus- Kiga macht um 7 auf, 7,30 bin ich auf der Arbeit 15.30 mache ich schluss (kiga macht jeden Tag um 16.00 zu)- Leonie ist IMMER die erste und immer die Letzte---aber so ist es eben.....ich hole leo auch immer selbst ab. Nur meine Freundin macht es ab und zu Freitags, da sie früh frei hat......ne Tages mutter könntest dir aber leisten, ....erkundige dich beim JA, die unterstützen arbeitende Mütter.....11h . find eich aber auch ziemlich hart.......aber natürlich geht es...

Darf ich mal fragen was das für eine Stelle wäre?

Beitrag von karo_austria 07.06.10 - 21:43 Uhr

Hallo!

Also ich arbeite theoretisch 30 Stunden - aber meist sind es auch zwischen 35 und 40 und deshalb möchte mein Chef die Stunden jetzt auch fix raufsetzen - näheres erfahre ich vermutlich Mittwoch (arbeite erst seit 1.3. in dieser Firma).

Auch meine Arbeitsstelle liegt 40 km von meinem Wohnort entfernt.

Isabel (5) ist morgens ziemlich die 1. im Kindergarten (um 7 Uhr). Da unser Kindergarten mittags um 13 Uhr zusperrt musste ich sowieso auf eine Tagesmutter zurückgreifen. Sie holt die Kleine meist schon um halb 12 gemeinsam mit ihrer eigenen Tochter (Schule nebenan) ab und am späten Nachmittag hole ich Isabel dann auf dem Nachhauseweg um 17 Uhr wieder ab. Sollte es wirklich später werden, ist es auch möglich, dass die Tagesmutter die Kleine zu uns nach Hause bringt. Hier sind dann bereits meine 2 Großen (fast 13 und 11) von der Schule zu Hause und passen auch verlässlich auf die Kleine auf.

Es kam sogar schon vor, dass die beiden die Kleine schon schlafen gelegt haben, bevor ich nach Hause kam - aber das ist Gottseidank selten der Fall.

Im Prinzip bist du immer unter Strom. Denn anders als bei Männern endet dein Tag nicht, nachdem du die Firma verlassen hast. Zu Hause angekommen (wenn nicht vorher noch ein Einkauf ansteht) muss ich sofort kochen, Wäsche waschen und Co. Bis man dann endlich auspusten kann, ist es ca. 21 Uhr und die Kinder sind im Bett.
Aber auch für die Kinder ist diese Situation nicht immer leicht und vor allem von Verantwortung geprägt.

Aber was solls, ich bin auch durchaus stolz, dass wir das alles so schaffen. Und vor allem sorge ich für mich selbst - bin also nicht von meinem Exmann (ausgenommen Alimente für die Kinder) oder vom Vater Staat abhängig.

Wie bereits erwähnt, gibt es vielerorts für die Tagesmutter Förderungen. Bei uns ist es Gottseidank so, dass die Kinderbetreuung von 3-6 Jahren gratis ist!!! Danach weiß ich auch noch nicht, wie ich tun soll. Ab Sept. 2011 geht die Kleine dann in die Schule. Ab da wird es dann noch schwieriger.....

Aber nichts ist unmöglich! und "Aufgeben tut man einen Brief" - das sind Leitsprüche, die ich bereits als Kind verinnerlicht habe!

Also Kopf hoch und viel Glück

Petra

Beitrag von lilaluise 08.06.10 - 11:28 Uhr

Hallo
ich hab meine Stelle auf 35 Stunden runtergehandelt...vorher hatte ich ne sTelle wo die Betreuungszeiten nicht mit den Arbeitszeiten übereingestimmt haben, da hab ich an manchen Tagen extra lang gearbeitet, dann hat ein Babysitter Paula abgeholt und an manchen Tagen so dass es mit der Betreuungszeit gepasst hat!

Beitrag von h-m 08.06.10 - 16:44 Uhr

Ich hab eine Kita in derselben Straße wie meine Arbeitsstelle!

Dadurch klappt es so gerade.

Ich arbeite normalerweise von 8:00 - ca. 16:30, wenn ich früher mit der Arbeit fertig werde, darf ich auch etwas früher gehen. #schwitz

Beitrag von clautsches 08.06.10 - 21:51 Uhr

Hallo!

Ich hab im Frühjahr einen Monat lang 43 Stunden pro Woche gearbeitet und obwohl die Arbeit im Wohnort und die TaMu 10 km entfernt war, war es echt frustrierend!!
Morgens hetzen, den ganzen Tag arbeiten, abends wieder stressig. Keine gemeinsame Zeit mit Sohnemann (der das auch oft gar nicht so lustig fand).

Jetzt hab ich nach insgesamt 9 Monaten Suche einen 30-Stunden-Job - und das ist einfach perfekt für alle Beteiligten! Die Arbeitszeiten passen genau zu den KiGa-Zeiten, nur für Freitags muss ich mir für ca. 2 Stunden was einfallen lassen.

Also, wenn du finanziell noch etwas Luft hast, würd ich eher weitersuchen.

LG Claudi