Kreissaal contra Liebesleben???

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von mannimkreissaal 08.06.10 - 13:45 Uhr

Hallo,

mir ist die Frage etwas peinlich, und vielleicht ist das nicht das richtige Forum, aber ich probiers mal...

Also, ich bin in der 34.SSW und so langsam macht man sich Gedanken über die Geburt.
Von Freundinnen weiß ich, was einen da so alles erwarten kann (Blasenkatheder, Einlauf, Dammriss/-schnitt, Nähen, PDA, Untersuchungen, Saugglocke etc.) und ehrlich gesagt möchte ich nicht, dass mein Mann das so alles mitbekommt.

Er war bei den Untersuchungen beim Frauenarzt nur beim Ultraschall dabei, findet vaginale Untersuchungen ein bissl seltsam und eklig, und als mein Bauch immer größer wurde hatte er auch mit dem Sex Bedenken...ich muss dazu sagen, dass er ganz gut bestückt ist und schon vor der Schwangerschaft hatte ich, wenn er zu tief war, leichte Blutungen, weshalb wir nun natürlich sehr vorsichtig wurden.
Leider wurde auch der Sex weniger, obwohl ich sehr gerne öfter mit ihm intim gewesen wäre.

Ich habe bereits mit ihm gesprochen, er möchte sehr gerne bei der Geburt dabei sein, auf die möglichen Komplikationen bzw. das was alles kommen kann hat er nur lapidar gemeint, dass es ja nicht so sein muss.

Bei mir bleibt ein komisches Gefühl, denn ich habe schon Angst, dass er mit Ekel oder so plötzlich rausgeht.
Entweder er geht mit rein und bleibt da auch oder eben nicht!

Was meint ihr? Vor allem die Männer unter euch, die bei der Geburt mit dabei gewesen sind...gab es bei euch Momente, die für euch sehr schlimm waren? Abgesehen davon, der geliebten Frau mit Wehenschmerzen nur zusehen zu können?

Beitrag von demy 08.06.10 - 14:01 Uhr

Hallo,
nein es war nicht schlimm, denn man hat mehr oder weniger in der Hand was man als Mann mitbekommen möchte.

Wenn man oben beim Kopf der Frau ist, dann bekommt das ganze nur als gesagt mit, man sieht nichts.

Wenn also dein Mann nun nicht grade versucht vor dir zu stehen und alles genau sehen will, dann wird er auch nichts sehen.

Meine Frau ist bei beiden Geburten geschnitten und genäht worden, ich habe bei beiden Geburten nichts davon gesehen.
Bei der ersten Geburt bekam sie auch einen Blasenkatheter und hat ihren Darm entleert.
Gerochen habe ich davon auch nichts.

Ich hatte auch erst ein wenig Angst als Mann, wie wird das alles so sein, aber es war nicht schlimm und die Freude wenn der neue kleine Mensch da ist überwiegt einfach.

Gruß
Demy

Beitrag von willnix 08.06.10 - 14:13 Uhr

Man(n) steht eh meistens am Kopfende und hält der Frau die Hand. Viel sehen tut man da nicht. Ich möchte diese Momente jedenfalls nicht missen. Auch hatte ich nie das Bedürfnis rauszulaufen, obwohl ich zwischendurch meiner Frau den Hintern abwischen musste, weil sonst niemand im Zimmer war und sie sonst in der eigenen Sch..... gelegen hätte.

Beitrag von sonnenschein.pfeili 08.06.10 - 14:14 Uhr

Hallo,

ich würde dir raten: geh allein zur Geburt.

Für eine Geburt brauchst du viel Kraft und Energie. Du musst dich auf auf deinen Körper konzentrieren, mit ihm arbeiten...

Und wenn du dann noch aufpassen musst, dass dein Mann dich nicht vom falschen (ungünstigen) Blickwinkel sieht oder du dich nicht getraust, dich gehen zu lassen (Schreien, jammern, etc.), dann kannst du dich doch nicht richtig konzentrieren.

Erkläre es ihm. Es ist dein Körper. Du musst da ganz allein durch!!! Deshalb zählt auch nur, was du willst!

Viel Glück!

Ines

Beitrag von renate63 08.06.10 - 15:19 Uhr

Hallo,

ihr habt das Kind gemeinsam gemacht 9 Monate gemeinsam darauf gewartet und dann wenn’s kommt willst Du deinen Mann ausschließen.

Meiner war dabei und nicht nur am Kopf, er hat der Hebamme geholfen unser Töchter auf die Welt zu bringen.

Für ihn war es mit das schönste zu sehen wie die kleinen, sich ihren Weg in das Leben bahnten.

Beitrag von sandycheeks 09.06.10 - 13:06 Uhr

Also ich finde Deine Einstellung gesund. Der heutige Anwesenheitszwang der Männer in Kreissälen ist doch Unsinn.

Jahrtausende lang haben Frauen sehr gut alleine Kinder zur Welt gebracht. Und kein Vater muss bei der Geburt dabei sein um ein gutes, liebvolles Verhältnis zu seinen Kindern zu bekommen.

Wenn der Mann der Ausgangsposterin schon eine simple vaginale Untersuchung beim FA "ekelig" findet, was macht der dann bei der Geburt?

Mit Verlaub, eine Frau ist ja keine 3 m lang. Will heissen, wenn der Mann am Kopfende steht, kann er sehr wohl mitbekommen was untem rum passiert. Denn auch unter der Geburt wird ja nun vaginal untersucht, zwecks Überprüfung der Muttermund Öffnung. Von dem ganzen anderen Gedöns (Fruchtwasserabgang, Blut, Dammschnitt/Riss, Nähen etc.) mal zu schweigen. Einiges davon kommt, so oder so, nämlich der Abgang von Fruchtwasser, die unvermeidliche Blutung und das ausstoßen der Plazenta. Von daher gesehen ist der Spruch "da muss ja nicht so kommen" schon Unsinn.

Ich würde den Herrn auch draußen warten lassen, er wird sein Kind schon noch früh genug zu sehen bekommen, und zwar sauber gewaschen und angezogen und seine Frau auch wieder hübsch "zusammengeflickt" und sauber angezogen.

Eine Geburt ist eine Ausnahmesituation im Leben einer Frau, da ist man nicht mehr Herr seiner selbst und es ist nicht unbedingt von Nöten das der holde Gatte das alles mitbekommt.



Beitrag von nina610 08.06.10 - 14:20 Uhr

Hi,
also mein Mann war bei den vag. US nie mit im Zimmer. Worauf mein Gyn meinte, das er das befürwortet, wenn der Mann erst bei den Bauch-Sonos dabei ist. Ich persönlich denke auch, warum muß mich mein Mann dabei sehen....
Und wenn ich zB im TV sehe, wie manche Männer mit ihrem Gesicht oder noch schlimmer mit ner Kamera direkt "vorm Ausgang" stehen, wird mir ganz anders. Sorry, aber ich verstehe da echt die Männer, die danach ihre Frau nicht mehr mmh wie soll ich es sagen, als nicht mehr allzu reizvoll finden. Ich finde ein Mann gehört auf jeden Fall mit in den Kreißsaal( um das klarzustellen!! ), aber bitte hinter die Frau!!
Ich finde es wichtig als Mami gesehen zu werden, aber eben für meinen Mann auch als Geliebte und natürlich Partnerin....
Ich hoffe du verstehst wie ich das meine........


Ganz liebe Grüße

Beitrag von minniemaus77 08.06.10 - 17:26 Uhr


Mein Mann war bei beiden Geburten mit anwesend.Als ich meinen Einlauf bekommen haben ,war er in einem anderen Zimmer und hat die Aufnahmeformalitäten geklärt .Das WC war auch in einem seperaten Raum und er hat von der Darmentleerung auch nichts mitbekommen.
Ansonsten war er oberhalb meines Kopfes ,hat mir geholfen in bzw. aus der Geburtswanne rauszukommen und hat seine Hände zur Verfügung gestellt ,wenn eine starke Wehe kam und ich was zum zusammendrücken gebraucht habe.Als es endlich soweit war stand er hinter mir und hat meinen Nacken gestützt und mich so beim pressen unterstützt.Er hat nichts gesehen was er nicht sehen wollte.Er ist mit dem Kind dann baden gegangen und in dieser Zeit wurde ich genäht .Er durfte die Kleinen baden ,anziehen ,beim wiegen und messen beobachten und Fotos schießen.Als sie fertig waren ,lag ich zugedeckt in meinem Bett und konnte dann noch 2 Std. im Kreissaal verbringen.
UND NICHTS WAR MIR PEINLICH-das ist eine ganz besondere Situation und durch dieses gemeinsame durchstehen sind wir noch enger zusammengewachsen als kleine Familie.

Ich war heilfroh das mein Mann da war ,da ich nicht die einzige war die entbunden hatte und die Hebammen alle Hände voll zu tun hatten und sich nicht wirklich um einen kümmern konnten ,sonst hätte ich mutterseelenallein und hilflos wie ein Käfer auf dem Rücken die meiste Zeit verbracht.Dein Mann kann jederzeit den kreissaal verlassen und frische Luft schnappen ..so hatte ich es auch mit meinem Mann ausgemacht und er ist aber bei der 1. Geburt die ganzen 11 Std, an meiner Seite geblieben und bei der 2. habe ich es dann auf die schnelle Tour geschaft in 1,5Std.


Beitrag von mausi1086 08.06.10 - 20:58 Uhr

Der Papa von meinem Sohn war damals auch mit im Kreißsaal und er hat es nicht bereut. Ihm war es zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Ich hab ihm vorher auch gesagt, was passieren kann, hat ihn aber alles nicht gestört. Im Gegenteil, er hat sich alles ganz genau angeschaut. Mir war das in dem Moment sowas von egal. Ich hab mich nur auf mich und meine Atmung konzentriert. Alles andere war mir egal.
Ich gebe dir auch den Tipp, dich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, was um dich herum passiert, denn das schadet dem Geburtsvorgang. Meine Hebamme hat gleich gesagt, dass sie den mann rausschickt, wenn sie merkt, dass sich die Frau wegen der Anwesenheit des Mannes versteift.

Beitrag von lieke 08.06.10 - 21:03 Uhr

Hallo,

mein Mann sagt, von den richtig "fiesen" Dingen kriegt man nichts mit. Er war so beschäftig, bei mir zu sein, also am Kopfende, mich zu beruhigen, mir Mut zuzusprechen etc, dass er Details wie schneiden, katheder legen und so was nicht gesehen hat.

Meine Meinung ist, dass eine gute Hebamme auch dafür ein Auge hat und dafür sorgt, dass beide sich "wohlfühlen". Ich würde ihn nicht ausschliessen, wenn er gerne mit möchte. Vielleicht könnt ihr zu dritt ein Gespräch mit der Hebamme führen und eure Wünsche/Ängste ausdrücken, so dass sie es ein bisschen steuern kann. Vielleicht stellst du es dir auch jetzt einfach so vor, aber wenn es soweit ist, hat man meistens keine Zeit, darüber nachzudenken und dann ist es auf einmal ganz normal.

Bei den Unteruchungen während der SS war mein Man fast nie dabei, wenn vaginal etwas gemacht wurde, wenn mal unvorbereitet gefühlt oder vaginal geschallt wurde ging er meistens raus. Er findet das nicht eklig, sonder tut das aus Respekt vor mir. Trotzdem käme es nie in Frage, dass er bei der Geburt seiner Kinder nicht dabei wäre. (außer, wenn wir niemanden finden der zu Hause aufpasst.).

Alles Gute,
Lieke

Beitrag von falsche entscheidung 08.06.10 - 22:05 Uhr

Mein Mann war mit, es war eklig (in 2 Stunden ein 5 kg-Baby...) mit allem, was dazu gehört.
Er fand´s nicht eklig, nicht schlimm, hat eine innige Affenliebe zu unserem kleinen Menschlein entwickelt, mich umsorgt und unterstützt und sagt oft, wie sehr er es bewundert, wie ich das geschafft habe; kurzum: Der perfekte Kreißsaal-Papi!!!

Aber: unser Zwerg ist jetzt 9 Monate alt und wir hatten seit der Geburt NIE WIEDER SEX!!! Und das liegt nicht an mir...

Wenn ich nochmal entscheiden könnte??? Liebhaber oder perfekter Geburtshelfer???

Wünsche Dir, dass Du die für Euch richtige Entscheidung triffst, viel Glück dabei!

Beitrag von nick71 08.06.10 - 22:24 Uhr

Dein Mann sollte sich im Kreissaal nicht gerade so positionieren, dass er einen direkten Blick aufs Geschehen hat...dann wird er wahrscheinlich auch nix eklig finden.

Beitrag von maisonne05 08.06.10 - 23:51 Uhr

ich weiß grad nicht so genau, was ich dazu sagen soll. ich meine, ihr habt das Kind doch auch gemeinsam "gemacht", warum soll er dann bei der Geburt nciht dabei sein? er hat dich doch schon oft genug nackt gesehen! warum soll es jetzt so schlimm sein? dein Mann wird eh die meiste Zeit neben dir sitzen/stehen und deine Hand halten.

und wer sagt dir, dass die Geburt schlimm werden muss? wenn du Glück hast geht es recht schnell. Blasenkathether und sowas sind oft gar nicht nötig. mach dir nicht unnötig Gedanken!
mein Mann war immer mit dabei wenn ein US Termin war, auch beim vaginalen US. da hatten wir auch beide kein Problem mit. warum auch? warum soll ich ihm vorenthalten die ersten Bilder unseres gemeinsamen Kindes zu sehen? das ist etwas unglaubliches, was ich ihm auch nciht vorenthalten wollte.

er war auch wann immer er Zeit hatte mit zur Vorsorge oder wenn mal was war mit im kh. da wird man auch vaginal untersucht, er stand daneben. da haben wir beide keine Probleme mit gehabt.
bei der Geburt war er auch dabei. ja, mir haben sie auch mittendrin mal die Blase entleert. na und? und geschnitten bin ich auch worden (hab ich nichts von mitbekommen.... er schon. na und?). das ist halt normal, passiert... er stand/saß meist neben mir, aber er ist auch mal "gucken" gegangen, hat mir dann gesagt unsere Maus hätte dunkle Haare. fand ich total super, dass er sie schon sehen konnte (wobei ich sie auch gerne schon da gehabt hätte...).
die Geburt war nicht sooo toll, hat 31h gedauert. aber es war dennoch das Schönste was mir je passiert ist, einfahc, weil wir hinterher unseren Engel in den Armen halten konnten. alle beide!
mein Mann hat mir die Hand gehalten, die Stirn mit nem kühlen Lappen abgetupft, mir geholfen die Wehen zu verarbeiten oder mich wieder zu beruhigen, wenn ich einfach nur noch geweint habe weil ich keine Kraft mehr hatte. udn ohne ihn hätte ich das niemals so geschafft wie es jetzt gelaufen ist! und auch für ihn war es das Schlimmste, aber gleichzeitig auch das Schönste was er erlebt hat. nicht schlimm, weil es eklig oder so war. nein, schlimm, weil er gesehen hat was ich für Schmerzen hatte und er nichts tun konnte. dabei hat er gar nicht gemerkt, wie viel er für mich getan hat, einfach durch seine Anwesenheit.

wenn ich dir einen Tipp geben darf: hör auf dir Gedanken darum zu machen was er sehen oder nicht sehen könnte. wenn es wirklich los geht wirst du froh sein, ihn an deiner Seite zu haben. und wenn es dir unangenehm ist, dass er "da unten" steht und schaut, dann sprich das doch einfach in RUhe mit ihm ab vorher. macht doch aus, dass er einfach nur neben dir sitzt und deine Hand hält.

ich wünsche dir eine wunderschöne (und kurze) Geburt. mach dir nicht so viele Gedanken, alles wird gut gehen!

Beitrag von nichtnochmal 09.06.10 - 08:44 Uhr

Mein Mann war bei der Geburt unserer Tochter auch dabei. Leider hatte ich eine sehr komplikationsreiche Geburt mit Notfall-op und wäre fast verblutet.

Mein Mann war danach total verändert. Ich kann nicht direkt sagen woran es lag, aber er war nicht mehr derselbe. Monatelang hab ich unter vielen Tränen um unsere Beziehung gekämpft. Ich war eben für ihn nicht mehr dieselbe. Ich dachte immer, Männer hätten Respekt vor dem was man da leistet. Bei uns war es anders herum. Seit diesem Tag ist ihm der Respekt vor mir wohl total verloren gegangen. Er stand irgendwie unter Schock weil er sich das so nicht vorgestellt hatte (ich ja auch nicht), denn Geburten im TV sind manchmal so erschreckend schön und leicht anzuschauen. Er sprach kaum noch mit mir.

Ein Liebesleben gab es lange nicht wirklich. Auch sonst kein gemeinsames Leben. Die ersten 1,5 Jahre unserer Tochter hat er irgendwie "verpasst".

Mittlerweile hat sich das wieder gefangen, aber ein zweites Mal würde ich ihn nicht mitnehmen.

Beitrag von nisivogel2604 09.06.10 - 09:13 Uhr

Mein Mann war bei den 2 spontanen Geburten dabei. Bei der ersten hat er sogar ALLES gesehen was passierte. Geekelt hat ihn das auf keinen Fall. Er fand es toll das ich da sein Kidn gebäre udn war unheimlich stolz auf mich.

Die zweite spontane Geburt haben wir zu Hause gemacht und da war er natürlich auch voll dabei. Diesmal konnt er allerdings nichts gucken, weil er mich vorn gehalten hat.

Die Erfahrung der Geburten hat uns sehr zusammengeschweißt.

lg

Beitrag von famow 09.06.10 - 09:32 Uhr

Hi,

ehrlich gesagt bin ich meiner Frau dankbar dass ich bei beiden Geburten dabei sein durfte.

Beide Geburtsvorgänge hab ich aus verschiedenen Blickwinkel gesehen, also von Kopf, da sieht man(n) aber auch alles, als auch vom Fuß.

Scheidenwand-Riss anschließendes Nähen, die Wehenschmerzen und so ein zwei Sachen die ich hier nicht nennen möchte waren kein Problem, nur als der Herzton unserer Tochter bedenklich sank wurde mir doch sehr unwohl.

Fakt ist dass der Mann nur dabei stehen kann, er ist halt nur der Beobachter, hat keinen direkten Einfluss auf das Geschehen.

Zum Thema deiner "Freundinnen": Eine Freundin die eine Erstgebärende, bist du doch, mit (Blasenkatheder, Einlauf, Dammriss/-schnitt, Nähen, PDA, Untersuchungen, Saugglocke etc.) versucht auf die Geburt vorzubereiten, würde bei mir recht schnell gehen dürfen.
Es ist ja verständlich das sowohl die werdende Mutter als auch der Vater angst vor der Geburt haben, diese noch zu vergrößern und die Verunsicherung zu fördern finde ich persönlich für verwerflich und in solch eine Situation unangebracht.

VG
FamOw

Der glücklich ist bei beiden Geburten dabei gewesen zu sein.

Beitrag von saubaer 09.06.10 - 11:48 Uhr

also für meinen mann war es absolut nicht schlimm, er hat es sehr locker genommen.
vielleicht bleibt dein mann auch einfach "oben" bei dir und hält deine hand, dann muss er ja nicht sehen was untenrum passiert.

Beitrag von mannimkreissaal 09.06.10 - 14:46 Uhr

Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich werde einen Vorschlag aufgreifen, der hier gemacht worden ist bezüglich eines Gesprächs mit der Hebamme, hab da eine sehr erfahrene und liebe, und mich mit meinem Mann zusammen hinsetzen und alles besprechen.

Man weiß als Frau nicht vorher, wie man die Geburt erlebt, wie soll man da wissen, wie es wohl für einen Mann sein wird?? Deshalb vor allem danke an die Männer hier, die geschrieben haben. Und gerade aufgrund dieser Schilderungen finde ich es wichtig, dass mein Süßer sich nun vorher gründlich informiert.

Bin sehr gespannt, für was ich mich letzten Endes entscheiden werde....

Grüße

Beitrag von rosenkavallier 11.06.10 - 09:57 Uhr

Hallo,

ich finde es eine sehr gute Lösung. Ich war bei den beiden Geburten meiner Jungs von vorne bis hinten dabei. Beim ersten Kind habe ich alles geseehen und wollte es auch. Ich habe seitlich bei meiner Frau gestanden, Ihr bei jeder Wehe zur Seite gestanden und zwischendurch geguckt, was da so alles passiert. Meine Frau wurde genäht und der Prof, hat uns danach sogar noch die Plazenta "erklärt".

Es war von uns beiden der Wunsch dass ich dabei bin. Ich sage nur jedem, wenn Du es Dir zutraust, mach es mit es ist wirklich das Größte auf der Welt.

Beim meinem zweiten Sohn, habe ich auf einem Stuhl gesessen und meine Frau vor mir gekniet, hier habe ich von der Geburt nicht soviel mitbekommen, aber konnte meiner Frau super intensiv helfen, auch dieses Erlebnis war gigantisch. Den ersten Schrei des Kindes, das suchen des Kindes nach Mamas Wärme und Brust, der beginn neuen Lebens. Ich kann mir heute gar nicht vorstellen, das nicht erlebt zu haben.
Wir hatten auch Komplikationen bei der 2. Geburt da sich die Plazenta diesmal nicht löste, aber auch das hat meine Frau dank Not OP gemeistert. Ich habe in dieser Stunde allein im Kreissaal gehockt und das kleine Würmchen auf dem Arm gehalten. Es war so ein unglaublicher Moment, als meine Frau dann wieder "gesund" zurück war.

Die Frauen wollen Emanzipation, aber auch wir wollen alte Sturheiten abschaffen. Hier schreibt eine Posterin das die Frauen über jahrtausende hinweg die Kinder alleine gekriegt habt. Okay, dann gehen wir demnächst wieder mit der Keule los, suchen uns die schönste Frau aus und ziehen Sie an den Haaren nach Hause.

Unser Liebesleben hat nicht gelitten, ich sehe meine Frau weiterhin als die Liebe meines Lebens an und nicht nur als Mutter meiner Kinder. Was aber definitiv richtig ist, eine Geburt ist eine anstrengende und auch blutige Sache. Hier muss sich der Mann klar sein, das es auch für Ihn kein Zuckerschlecken ist und er nicht mit umfallen oder jammern den Fokus verschiebt.

Beitrag von nusch 09.06.10 - 14:51 Uhr

Hi Du,

mein Mann war bei der Geburt unseres Sohnes dabei, von Anfang an bis einschließlich des schlussendlich durchgeführten Kaiserschnittes nach mehr als 18 Stunden Wehen.

Er hat sogar während des Kaiserschnittes immer über dieses Laken, das die Sicht versperren soll, geguckt, ist weder ohnmächtig geworden, noch hat er sich so geekelt, dass wir anschließend keinen Sex mehr hatten (den hatten wir bereits 4 Wochen nach der Geburt wieder).

LG
Nusch

Beitrag von dabida 10.06.10 - 22:12 Uhr

so jetzt sag ich auch noch was dazu

Mein Lebensgefährte war bei der Geburt dabei, von Anfang bis Ende, ich wollte nicht dass er da unten rum steht und auch die nicht so schönen bilder einer geburt sieht, aufgrund einer missglückten PDA war mein bein aber unbeweglich, welches er hielt während den presswehen.

und glaub mir, ES WAR TEILWEISE FÜRCHTERLICH FÜR MICH ZU WISSEN WAS ER DA GERADE ALLES SIEHT!!!


im nachhinein gesehen ist es für mich schlimmer gewesen als für ihn, er würde es wieder machen, es hat ihn nichts ausgemacht.
er fand es sogar unbeschreiblich toll so ein wunder zu erleben.

soviel dazu

Beitrag von martina3007 11.06.10 - 21:56 Uhr

Hallo,
ich finde die Bedenken schon eigenartig. Wenn man mit einem Partner zusammenlebt bekommt man viele Dinge mit:

* wie er mal rülpst
* mal pupst
* sich mal übergiebt
* wie es riecht, wenn er am WC war
* wie er uriniert
* manche vielleicht wie er masturbiert
...
also ehrlich, beim Liebesakt scheuen auch viele nicht zurück
von allen möglichen Varianten, oral, anal ... und dann
soll es den Partner auf einmal ekeln, wenn ein Kind geboren wird?

Nein, sorry, verstehe ich nicht.

Wie viele schon im Forum sagten:

Der Mann entscheidet selber, was er sieht. Vom Einlauf sieht er ja auch nichts und bei der Darmentleerung am WC wird er doch wohl nicht anwesend sein.

Nimm Deinen Mann bloß mit zur Geburt - er soll wissen, mit wieviel Mühen das Kind geboren wurde.

LG Martina;-)