Wer hat noch einen schwierigen Esser (9 Monate)?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von agathe26 08.06.10 - 20:13 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist jetzt fast neun Monate alt und ich dreh noch am Rad! #aerger Sie isst fast nichts. Ich stille sie morgens zwischen 5 und 6, irgendwann mittags biete ich ihr dann einen Brei an (Gemüse), von dem sie aber höchstens ein paar Löffel isst. Manchmal nimmt sie dann nachmittags noch die Brust, manchmal eine halbe Reiswaffel oder Banane. Aber nicht immer. Abends isst sie einen Milchbrei und gegen 23.00 stille ich sie dann noch mal. Ich kann ja damit leben, dass sie nach dem ersten Stillen morgens bis zum Mittag nichts will und das Gleich nachmitttags. Aber Mittagessen ist ein Kampf. Und ich habe es echt satt. Das Thema Essen schwirrt nur noch in meinem Kopf und wahrscheinlich ist das auch ein Grund, wieso es nicht läuft. Ich habe alles versucht: verschiedene Sorten, unterschiedliche Konsistenzen. Habe ihr eine Kartoffel in die Hand gegeben und die Karotte in Würfel geschnitten. NICHTS! Jetzt habe ich ihr gestern spaßeshalber mittags ihren Milchbrei gegeben. Siehe da - sie isst. Also muss sie wohl Hunger haben. Das macht sie aber meistens nicht deutlich und eigentlich müsste sie dann doch auch alles andere essen.
Hat jemand einen Tipp? Ich bin völlig überfordert. Bei ihrem Bruder gab es damals gar keine Probleme. Mit KiÄ und Hebamme stand ich übrigens shcon in regem Kontakt.

Danke im Voraus! Agathe #winke

Beitrag von kathrincat 08.06.10 - 20:21 Uhr

dein kind isst wenn es hunger hat, wenn nicht dan nicht, wenn du einen kampf daraus machst, wird es eine kampf für euch beide und den kind isst dann auch nichts mehr, selbst wenn es hunger hat.

Beitrag von maylu28 08.06.10 - 20:56 Uhr

Ach ich hatte die gleichen Probleme und hab sie leider immer noch, meiner ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate und ich könnte echt ausflippen. Aber man hat mir immer gesagt, an einem vollen Teller verhungert kein Kind.

Aber 9 Monate ist auch recht früh, vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit, ich hab meinen 10 Monate voll gestillt, weil er überhaupt kein Interesse an Beikost hatte. Was hat den die Hebamme gesagt??

LG maylu

Beitrag von agathe26 09.06.10 - 09:30 Uhr

Mit meiner Hebamme habe ich dies und das besprochen. Wie ich die Kleine ans Essen führen kann und was es für Möglichkeiten gibt. Ich möchte nämlich langsam aber sicher nicht mehr stillen. Versteh mich nciht falsch: ich stille gerne und genieße es auch. Aber ich möchte auch langsam, dass ein Ende absehbar ist. Und mit der Flasche fange ich jetzt nicht mehr an. Dabei würde ihc mich auch nicht gut fühlen. Aber vielleicht merkt sie das auch einfach: dass ich mit aller Macht versuche, sie von der Brust zu entwöhnen. :-(

Beitrag von maylu28 09.06.10 - 09:48 Uhr

Hey, ich kann Dich da voll verstehen. Ich wollte nie 10 Monate stillen und schon garnicht ein Jahr. Ich wollte 6 Monate stillen, dann schön langsam mit der Beikost anfangen und dann halt abstillen. Aber es ging leider nicht. Meiner war ein Flaschenverweigerer und daher konnte ich garnicht abstillen.
Es hat mich echt angeko...st. Obwohl ich es auch schön fand, aber ich konnte nirgends hin, weder einen schönen Mädelsabend machen, noch ein Kinobesuch, garnichts. War schon blöd.

Aber meiner hat es glaube ich auch ziemlich gemerkt, dass ich unbedingt die Beikost einführen wollte. Sonst versuch es einmal mit der Flasche, vielleicht klappt das ja, dann hast Du etwas mehr Zeit für den Beikoststart.

LG maylu

Beitrag von agathe26 09.06.10 - 10:12 Uhr

Genau so wie Du es beschreibst, hatte ich es auch vor. Wie beim Großen eben. Klappte ja auch alles.
Ich habe auch das Gefühl, meine (Still-)Kräfte neigen sich langsam dem Ende zu. Irgendwie kann ich nicht mehr. Meine Tochter nimmt die Flasche, aber wenn sie schon nicht isst, soll sie wenigstens noch MuMi bekommen. Ich bin da echt im Zwiespalt, was mir schwerer fallen würde: abstillen und sie bekommt die Flasche? Ode Essen Essen sein lassen und noch ein bisschen stillen? Ich weiß es nicht....

Beitrag von maylu28 09.06.10 - 10:16 Uhr

Wie gesagt, ich hab halt einfach weitergestillt, obwohl es mich schon viel gekostet hat.
Mit 10 Monaten ging es dann etwas besser, aber wie gesagt, so ein toller Esser ist er immer noch nicht. Außer es gibt Spagetti.

#liebdrueck, manche Sachen kann mal leider nicht erzwingen.

LG maylu

Beitrag von tina4370 08.06.10 - 22:18 Uhr

Hallo, Agathe!

Dein Text könnte fast von mir sein....
Maria isst im Moment auch eher schlecht als recht, aber ich denke mir, sie holt sich, was sie braucht (solange ich sie nicht zum Essen zwinge).

Heute früh hat sie gestillt, vormittags ein bisschen Brötchen mit Frischkäse gegessen und mittags nach 2-3 Löffelchen Brei dafür nur gestillt. Das Obst heute Nachmittag hat sie total verweigert. Etwas Wasser und zwei Kekse waren okay (Zoo von Leibnitz, also ganz kleine). Danach hat sie dann nochmal kurz gestillt.
Und, oh Wunder, heute Abend hat sie dann tatsächlich noch ein halbes Gläschen Brei verdrückt. Ob es daran lag, dass wir alle zusammen gegessen haben?!? Das klappt leider zeitlich nicht immer.
Ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten und weiter so probieren. Ich mag ja bei der Wärme auch nicht unbedingt mittags warm essen.

Liebe Grüße!
Tina mit Maria Elisabeth *10.09.09

Beitrag von agathe26 09.06.10 - 09:31 Uhr

Deine Tochter ist einen Tag älter als meine. :-D

Beitrag von koffercord 08.06.10 - 22:38 Uhr

Liebe Agathe,

ich leg dir das Buch "Mein Kind will nicht essen: Ein Löffelchen für Mama" von
Carlos Gonzalez ans Herz.

Hab es gerade gelesen und selbst eine ganz andere Sicht auf das Essverhalten meines Babys bekommen.

Wenn deine Kleine wächst und gedeiht - also nicht abnimmt - dann reicht ihr die Menge, die sie täglich zu sich nimmt. Also entspann dich und lass den Kampf ums essen. Das macht euch beide sonst nur unglücklich!

Lieben Gruß
koffer

Beitrag von agathe26 09.06.10 - 09:28 Uhr

Ich danke Euch für Eure Tipps. Im Großen und Ganzen sehe ich es so, wie Ihr es auch beschrieben habt: ich zwinge meine Kinder nicht zum Essen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie genug Nährstoffe und so bekommt. Deswegen bin ich da wohl auch so hysterisch. Ich meine, wenn der Große sagt, er ist satt, akzeptiere ich das ja auch. Wieso bei ihr nicht? Vielleicht auch, weil sie ja z.B. Milchbrei isst, nachdem sie Gemüse verweigert hat.
Würde ich sie stillen, würde sie wahrscheinlich nciht nein sagen. Aber ich möchte nicht mehr. Ich stille wirklich gerne und genieße die Nähe zu ihr. Aber ich möchte jetzt langsam ein Ende absehen. Und mit der Flasche will ich für die paar Monate die noch bleiben bis sie "richtig" isst, nicht mehr anfangen. Schon gar nicht, wenn das Stillen so gut klappt.
Das Buch werde ich mir mal angucken. Vielleicht hilft es mir.

Vielen Dank für Eure Tipps! #sonne

Beitrag von honigbiene82 09.06.10 - 09:45 Uhr

Danke, dass du den Beitrag geschrieben hast. du sprichst mir aus der Seele. Ich verzweifle im Moment auch total. Ich habe mir gerade sofort das Buch bestellt. Die Bewertungen bei Amazon sind total gut.
Ich drücke uns die Daumen, dass die Kleinen bald wieder besser essen. Mein Süßer ist mittlerweile bei insgesamt 400ml Milch +150gr. Brei am Tag. :-(( Dabei ist er aber total fit und aktiv. Heute isst er das 1.x richtig mit uns mit. Vielleicht mag er das?!
Ganz liebe Grüße!
Biene

Beitrag von agathe26 09.06.10 - 10:06 Uhr

Hey!

Ich drück Dir die Daumen. Ich werde mir das Buch auch bestellen. Schaden kann es ja nciht. :-) Mal gucken.

Alles Gute!

Beitrag von lunaleila 09.06.10 - 22:58 Uhr

Hallo Agathe,

Deien Kleine ist doch noch ein Baby/Säugling! Und weisst Du, was Säuglinge am liebsten essen/trinken? Natürlich Milch!

Ich denke, sie ist einfach noch nicht so weit für die Breie, Gemüse und Obstsachen. Wenn Du nicht mehr stillen willst, würd eich ihr schon noch die Fladche als Ersatz anbieten.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt übrigens BIS WEIT INS 2. LEBENSJAHR zu stillen. Alternativ natürlich Säuglingsmilch zu geben. Mir scheinen die "vielen" festen Mahlzeiten bei Euch einfach noch zu früh zu sein.
Gib ihr noch ein bisschen Zeit.
Meine Kleine ist 11 Monate alt und will auch noch nicht so recht Brei haben. mal ein paar löffelchen probieren, aber das wars dann auch. Genauso ists mit "Fingerfood", da landet nciht viel im Mund. Banana wird auch nur 1-3 Bisse gemampelt, dann ists wieder gut.
Mamamilch geht natürlich immer :-)
Ich halte deshalb noch durch, auch wenn manchmal schwer fällt. Man stillt ja nicht sein Leben lang...

LG, lunaleila

Beitrag von agathe26 12.06.10 - 12:13 Uhr

Hey!

Ja, Du hast schon Recht. Ich denke, das Problem FÜR MICH besteht einfach darin, dass ich gerne an einem "Plan" festhalten würde: mit Punkt sechs Monaten wird mit der Beikost gestartet. Nach vier Wochen die zweite Mahlzeit ersetzt. #bla Davon versuche ich jetzt ein bisschen abzurücken. Na ja. Es fällt schwer, aber was soll´s. Vor allem weil ich wenn ich erst mal abgestillt habe, sowieso die Zeit des Stillens vermissen werde. #klatsch ;-)

Schöne Grüße! Agathe

Beitrag von lunaleila 12.06.10 - 12:31 Uhr

Hallo Agathe,

ich kann Dich gut verstehen! Auch das mit dem Am-Plan-festhalten. Ich möchte auch lieber etwas vorgegeben haben und das "abarbeiten". Aber unsere Kinder sind nun mal keine Maschinen, die wir alle über "einen Kamm scheren" können.

Bei meiner Grossen (jetzt 6 jahre) wollte ich auch den Plan abarbeiten, zumal wir eh schon "Schlafprobleme" hatten und ich nicht auch noch ein "Essproblem" brauchte, sprich das Stillen mehr sehr schwer fiel. da "Plan" wird einem ja auch überall vorgegeben. Aber sie mochte nicht und es verschob sich alles um 4 Monate nach hinten. Hätte ich das gleich akzeptiert, hätten wir uns beide viel Mühe und Nerven erspart...

naja, was soll ich sagen, meine Kleine (jetzt 11 Monate) ist nicht anders, aber ich habe kapiert, dass die Kleine den Rhythmus bestimmt und nicht ich. Ich denke, manche baby sind eben keine Breifans, die wollen noch etwas länger ihreMilch (bevorzugt natürlich Mumi ;-)) haben (und auch ein bisschen länger rumnuckeln ;-)) und der Brei wird dann ausgelassen. Die essen dann später "gleich" feste Sachen mit. Meine Kleine isst jetzt erst langsam, seitdem die ersten Zähnchen durchkommen, gekochte Zucchini, reis (-waffel), Melone, bissl Brot, banane etc. Aber eben nur langsam. Nichts zum sattwerden, da muss ich halt wieder ran ;-)

Hab noch geduld, sonst setzt Du Euch beide nur unter Druck. Gib ihr ihre Milch (wenns gar nicht geht, eben ans Fläschchen gewöhnen, wobei sie da sicher auch erst Gefallen dran finden muss - ist ja auch nur ein Mumi-Ersatz).

Liebe grüsse & alles Gute,
lunaleila