Freundin hat Problem und ich möcht ihr gern helfen

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von schwarzehexe79 09.06.10 - 21:46 Uhr

Hallo,

also ich schreibe hier weil meine Freundin sich von Ihrem Lebensgefährten und Vater Ihrer Tochter gerade getrennt hat. Nun gibt es ziemliche Probleme zwecks Sorgerecht für die Kleine usw.
Der Vater hat meine Freundin bedroht und ihr gesagt sie könne ausziehen, aber das Kind bekommt sie nicht. Sie waren nun beim Jugendamt und dort wurde ein wechselndes Umgangsrecht von jeweils 3Tagen ausgesprochen, da keiner die Kleine ganz hergeben will.
Mein Problem ist einfach, dass ich weiß, dass er mit der Kleinen nicht zurecht kommt und sich auch bisher nie um sie gekümmert hat. Sie leidet unter der Trennung von ihrer Mama und er redet schlecht über die Mama in Ihrem beisein. Dazu kommt, dass er Gewaltspiele vor der Kleinen am PC spielt und sie daher auch schon seit geraumer Zeit Alpträume und Angstzustände hat . Zum Anderen weiß ich das meine Freundin sehr schnell in Depressionen verfällt und dann kaum mit sich selber fertig wird. Ich möchte der Kleinen so gern helfen, weiß aber leider nicht wie. An wen kann ich mich denn mit meinen Bedenken wenden. Irgendwie ist grad keiner von beiden Elternteilen die richtige Betreuung für sie.
Mein Mann und ich haben schon überlegt ob wir sie nicht zu uns nehmen könnten, wenigstens bis die beiden sich einig sind. Ist sowas überhaupt möglich. kennt sich hier jemand ein bißchen mit sowas aus.

Danke schon mal im Vorraus und schönen Abend

Beitrag von michelle87 10.06.10 - 05:53 Uhr

Hallo,

also so wirklich viel kann ich dir wahrscheinlich nicht weiterhelfen.

Eventuell kannst du deine Bedenken dem *Jugendamt* vortragen, aber ob die darauf hin wirklich was machen... Außerdem weißt du nie, ob der Schuss nicht nach hinten los geht. Also wenn deine Freundin jetzt die Vorbildmutter wäre, aber du schreibst ja:

"Zum Anderen weiß ich das meine Freundin sehr schnell in Depressionen verfällt und dann kaum mit sich selber fertig wird... Irgendwie ist grad keiner von beiden Elternteilen die richtige Betreuung für sie."

Am Ende bekommt der Vater das Sorgerecht noch ganz zugesprochen, weil er ja offensichtlich das Kind nicht schlecht behandelt. Es ist sicher nicht schön, dass er schlecht über seine Ex redet vor dem Mädchen, aber wahrscheinlich nicht verboten. Während deine "depressive" Freundin nicht einmal für sich selbst sorgen kann (jetzt mal krass ausgedrückt). Ich denke, in dem Fall würdest du deiner Freundin sicher keinen Gefallen tun.

Vielleicht solltest du, wenn es dir wirklich so wichtig ist, nen *Anwalt* aufsuchen. Der weiß, was geht und was nicht und wie man es ggf. durchsetzen kann und wo. Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass das Kind eigentlich erstmal irgendwie in der Familie bleiben sollte, also bei den Großeltern oder so, bevor die einem Dritten die Personensorge übertragen. Aber wie gesagt, genau wissen, tu ich das nicht.

Hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bisschen weiterhelfen.

Michelle

Beitrag von destiny1 10.06.10 - 09:26 Uhr

ich würde auch erst mal den Kontakt zur Familie suchen. Wenn auch das nichts bring, dann das Jugendamt.

Was auf gar keinen Fall geht, dass ihr das Kind bei Euch aufnehmt. Da spielt das JA nicht mit, es sei denn, Du bist als Pflegemutter eingetragen.

LG

Beitrag von petra1982 10.06.10 - 09:50 Uhr

Ach du kacke, welcher richter hat sich für sowas entschieden? Wie alt ist die Kleine? Ich finde das Wechselmodel für ältere Kinder ok, für kleine die gerade die 'Trennung verarbeiten furchtbar. Und welche zustände in der familie? Papa zockt und mama hat depris armes Kind. Ich denke nicht das ihr das Kind bekommt.

Beitrag von manavgat 10.06.10 - 10:39 Uhr

Mein Rat: ab zu einer Anwältin (läuft über PKH) und das Kind nicht in diesen 3-Tage-Rhytmus bringen!

Das Jugendamt hat keinerlei Entscheidungsbefugnis!

Gruß

manavgat

Beitrag von michelle87 10.06.10 - 19:15 Uhr

Woher willst du denn wissen, ob sie PKH bekommt? Kennst du ihre Einkommensverhältnisse?

Beitrag von filo 11.06.10 - 11:28 Uhr

PKH bekommt man nur in Gerichtsprozessen und auch nur dann, wenn man wenig Einkommen hat. In außergerichtlichen Angelegenheiten kann man höchstens Beratungshilfe beantragen.