Die laaaaaaange Geburt von Lennart

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von anibelle 10.06.10 - 02:10 Uhr

So, hier mal unser Geburtsbericht:

2009 wurde ich schwanger mit meinem Sohn Lennart. Der errechnete Geburtstermin war der 19.10.2009.
Schon früh (um den 5. Monat) bekam ich Wassereinlagerungen in den Beinen. Im Laufe der Schwangerschaft verschlimmerten sich diese massiv, sodass ich im September schon gut 25kg Wasser in den Beinen hatte.
Ich konnte meine Beine nicht mehr biegen, es war einfach zu "straff", nix ging mehr.
Dazu kam dann noch ein zu hoher Blutdruck.
Jeden Tag musste ich zur Vorsorge, wurde dann ab und zu mal stationär in die Klinik eingewiesen wegen einer drohenden Präklampsie, durfte aber immer wieder Heim. Um die 37. Woche war dann plötzlich kein Fruchtwasser mehr da. Allerdings hatte ich keinen Blasensprung gehabt.
Ich musste dann 2 mal am Tag zum CTG und wurde nochmal um den Geburtstermin rum in die Klinik eingewiesen. Dem Baby ging es aber so gut, dass ich noch nach dem Termin wieder Heim durfte.

9 Tage nach Termin war es dann aber so weit. Die Geburt sollte eingeleitet werden, da die Herztöne des Babys nicht mehr so gut waren.
Man legte mir morgens gegen 8 Uhr ein Gel vor den Muttermund, welches diesen weich machen sollte. Ich bekam gleich heftige Wehen im 2-3 Minutenabstand. Der Muttermund (MuMu) wurde nach 2 Stunden abgetastet, er war aber noch voll verschlossen, es hatte sich nichts getan.
Ich sollte rumlaufen, spazieren gehen und nachmittags wieder in den Kreißsaal kommen. Gegen 16 Uhr (ich hatte noch immer alle 2-3 Minuten Wehen) hatte sich noch immer nichts am MuMu getan. Ich bekam wieder das Gel gelegt, die Schmerzen wurden heftiger,...wieder wurde nach 2 Stunden geschaut, ob sich was getan hat - wieder nichts.
Die Ärztin wollte dann mit der Hand meinen MuMu "dehnen". Sie griff also mit der ganzen Hand rein und "dehnte" was hölllisch weh tat. Ich bekam dann aber gleich eine Wehe, dann merkte ich von dem "aufdehnen" nichts mehr. Der Schleimpfropf hatte sich teilweise gelöst. Es hatte also etwas gebracht.
Ich wurde wieder auf mein Stationszimmer gebracht und sollte am kommenden Morgen wieder in den Kreißsaal kommen. Ich bekam auf der Station ein Zäpfchen mit Buscopan, was die Wehen hemmen sollte, sodass ich die Nacht über schlafen könne. Mein Freund, der den ganzen Tag an meiner Seite war, ging nach Hause um etwas zu schlafen.
Leider brachte das Zäpfchen nicht viel. Ich bekam nach 30 Min. endlich eigene Wehen. Noch ca. alle 30 Min. kamen die Wehen dann. Als ich auf die Toilette ging um zu pinkeln machte es flutsch und ich hatte den Schleimpfropf komplett verloren. Ich freute mich sehr darüber...endlich kam es in Gang. Es war schon ca. 22 Uhr, ich hatte noch garnicht richtig registriert, dass das nun MEINE Wehen waren und nicht die durch das Gel ausgelösten.
Ich versuchte zu schlafen, was nicht klappte, weil ich in immer kürzer werdeneden Abständen Wehen hatte. Fernseh schauen konnte mich auch nicht so recht ablenken. Also beschloss ich gegen 2 Uhr nachts etwas herumzulaufen. Ich ging in den Aufenthaltsraum der Station und stoppte dort die Zeit zwischen den Wehen. Mittlerweile kamen sie alle 5 Minuten und ich musste sie schon gut veratmen.
Ab und zu schaute eine Schwester nach mir, aber ich wimmelte sie ab, meinte es hätte sich eh noch nichts getan.
Gegen 3 Uhr nachts rief ich meinen Freund an. Er kam dann auch recht schnell und blieb bei mir. DIe Wehen kamen weiterhin alle 4-5 Minuten und waren recht kräftig.
Morgens sollte ich Frühstücken im Gemeinschaftsraum. Für mich war diese Vorstellung absolut absurd, da ich ja schon starke Wehen hatte. Ich ging also nicht.
Gegen 8 Uhr sollte ich dann wieder in den Kreißsaal. Dort angekommen war ich schon recht "pissig" und hab erstmal ne runde geheult. Ich wollte nicht schon wieder das Gel bekommen. Ich motzte die Hebammenschülerin auch richtig an, dass ich keine Lust mehr hätte...
Als ich dann untersucht wurde war der MuMu auf 3cm geöffnet. Ich brauchte kein weiteres Gel, worüber ich mich sehr gefreut habe.

So, dann ging die Geburt richtig los.
Ich hatte Wehen in Abständen von ca. 3 Minuten, der MuMu war auf 3 cm geöffnet, es war ca. 9 Uhr früh. Zuerst sollte ich einen Einlauf bekommen. Ich fand das ganze nicht so wirklich schlimm. Doof war, dass die Schülerin den Schlauch abgeknickt hatte, sodass die Flüssigkeit nicht ablaufen konnte. Andauernd wurde ich aufgefordert "mich locker zu machen". Ich war wirklich so locker wie man sein kann mit Wehen. Irgendwann merkte die Hebamme dann, das der Schlauch abgeknickt war...danach ging es ganz gut. Ich sollte den Einlauf "absitzen" wobei alle 2-3 Min jemand ins Klo schaute um zu sehen, ob es mir gut ging...
Danach sollte ich ein Entspannungsbad nehmen. Das Bad empfand ich als nicht entspannend, ich fand es schrecklich mich so schwerelos zu fühlen. Ich brauchte eher etwas um "gegenzudrücken" während der Wehe.
Nach dem Bad ging es mir dann schon nicht mehr so gut. Ich bekam deshalb eine Spirtze in die Hüfte (ich habe keine Ahnung was das war). Die Spritze sollte mir beim Entspannen helfen, evtl. sollte ich etwas schlafen, ich hatte ja die ganze Nacht nicht geschlafen. Leider ging es mir mit der Spritze garnicht gut. Ich fühlte mich total hilflos und war wie betäubt. Die Schmerzen allerdings waren noch immer stark. Durch die Spirtze konnte ich nicht mehr gegen die Schmerzen arbeiten und musste sie "betäubt" ertragen.
Gegen 12 Uhr ließ die Wirkung der Spritze nach. Zum Glück!

Der MuMu wurde wieder abgetastet, leider hatte sich nichts getan. Ich stand noch immer auf 3cm.
Ich versuchte mich etwas zu bewegen, lief durch den Kreißsaal und hängte mich während der Wehen an ein Seil oder meinen Freund. Irgendwann brach ich aber zusammen. Mein Freund konnte mich gerade noch auffangen.
Ich bekam dann Traubenzucker und Früchtetee (soooo eklig!!!). Daraufhin musste ich mich bei jeder Wehe übergeben. Das ging sicher eine gute Stunde so weiter.
Dann kam die Ärztin und meinte ich müsse an einen Wehentropf, weil es so nicht voran ginge. Ich war absolut am Ende und dachte ich überlebe das nicht. Weiterhin meinte sie ich müsse eine PDA bekommen, weil ich sonst nicht die Kraft für die Geburt hätte. Ich überlegte noch eine Weile, weil ich eigentlich auf keinen Fall eine PDA wollte. Ich wollte unbedingt die Geburt mit allem drum und dran miterleben.
Aber mir war auch klar, dass es so wirklich nicht weitergehen konnte. Und ich dachte besser so als am Ende ein Kaiserschnitt, weil ichs nicht mehr schaffe.

Gegen 15 Uhr kam dann die supernette Anästhesistin und veruschte mir die PDA zu legen. Das war schwieriger als gedacht. Ich hatte fast durchgängig Wehen und konnte einfach nicht still sitzen. Ich schlug dann vor mir ein Mittel gegen die Wehen zu geben, sodass ich still sitzen könnte.
Das Mittel war so so so so so toll. Auf einmal waren die Wehen weg. Der ganze Schmerz war weg. Ich bekam die PDA und in fließendem Übergang waren zwar die Wehen wieder da, aber ich spürte nichts mehr wegen der PDA. Es war super!
Ich bekam dann den Wehentopf und Kochsalzlösung angehängt.
Von den Wehen merkte ich wirklich nichts mehr. Ich sah sie zwar auf dem CTG Gerät, aber ich spürte rein garnichts. Allerdings war die PDA so gut gesetzt, dass ich meine Beine spürte, sogar laufen konnte. Es war einfach toll! Ich lag da wie ein neuer Mensch. Ich konnte auf einmal wieder Scherzen und mir ging es supergut. Keine spur mehr von dem leidenden Wrack was ich noch kurz zuvor gewesen war.

Gegen 18 Uhr war mein MuMu dann fast vollständig eröffnet und die Fruchtblase war irgendwann geplatzt. Das hatte ich aber nicht gemerkt, da ich eh kein Fruchtwasser mehr hatte. Die PDA wirkte dann schon nicht mehr, da ich sie nicht mehr nachdosieren sollte, damit ich den Rest der Geburt wieder voll mitbekäme. Ich sollte mich dann erst 10 Min auf die linke, dann 10 Min auf die rechte Seite legen und dann 10 Min im Vierfüßlerstand mit dem Becken kreisen, damit sich das Kind in die richtige Position bringen konnte. Das tat ich dann. Mein Freund half mir sehr, indem er mir den Rücken rieb und massierte.
Dann sollte ich versuchen zu pinkeln. Die Schülerin schob mir eine Bettpfanne unter. Aber ich konnte beim besten Willen nicht. Ich sagte der Schülerin sie solle mir die Blase ausdrücken, ich erklärte ihr wie (ich kenne die Technik aus der Arbeit mit Querschnittsgelähmten).
Danach hatte ich dann massiv den Drang drücken zu müssen. Ich drufte auch, da ja alles soweit schon bereit war.
Leider war aber meine Hebamme noch bei der Frau im Nachbarssaal, die eben ihr Kind bekommen hatte.
Die Schülerin holte sie aber und dann konnte es für mich auch losgehen.

Ich hatte mir gewünscht auf dem Gebärhocker zu entbinden. Also sollte ich aufstehen und rüber laufen, sofern dies ging. Erstmal hatte ich nach dem Aufstehen eine Megawehe. Ich stand mit einem Bein auf der Liege, mit der anderem auf dem Boden und dachte "so jetzt bekommst du dein Kind eben hier". Ich drückte und drückte...aber natürlich tat sich nichts. Ich konnte dann aber zum Hocker laufen. Ich setzte mich, mein Freund saß hinter mir auf einem Gymnastikball. Bei jeder Wehe wurde ich von der Hebamme (wie ich es mir gewünscht hatte) angewiesen. Mein Freund konnte mir beim drücken helfen, indem er meinen Oberkörper nach unten drückte.
Bei jeder Wehe preeeeeessste ich, aber es zog sich ewig.
Irgendwann machte die Hebamme eine Dammassage, damit sich das Gewebe dehnen konnte und ich bekam Akupunkturnadeln in den Damm.
Die Presswehen taten mir persönlich wirklich am allermeisten weh. Ich dachte ich zerreisse. Als dann nach unzählig vielen Presswehen endlich das Köpfchen fast da war habe ich noch nach einem Kaiserschnitt gebettelt. Dann war aber der Kopf da. Ich wurde heftig angewiesen nicht weiter zu pressen, tat dies auch so. Dann sollte ich wieder pressen und mein Sohn war nach 1 oder 2 weiteren Wehen (ich weiß es leider nicht mehr genau) da.

Er lag dann vor mir, war klein, blaurot und schrie. Ich war sehr erleichtert und froh - unglaublich froh.

Mir wurde dann ein Mittel gespritzt, dass die Nachgeburt kommt. Meine Wehen waren wohl abgeflacht. Die Plazenta kam dann recht schnell, ich hab davon wenig bis garnichts gemerkt. Mir tat "da unten" noch immer alles unglaublich weh. Das hat mich etwas enttäuscht, denn eigenltich hatten mir alle gesagt, es täte nix mehr weh, wenn das Kind da sei.

Ich wurde dann wieder auf die Liege gebracht und durfte erstmal mit meinem Sohn kuscheln. Das war soooo schön. Im Nachhinein ist bei mir die Erinnerung an die ersten Minuten total verschwommern...leider...
Irgendwie wars dann doch etwas viel....

Die Hebamme hat derweil die Plazenta auf Vollständigkeit geprüft. Leider war sie nicht vollständig. Man schlug mir vor entweder die PDA die ja noch lag nachzudosieren, sodass man den Rest der Nachgeburt rausholen könne oder (wie man mir auch nahelegte) eine Vollnarkose zu machen. Ich entschied mich ganz klar für die Vollnarkose. Ich wollte nur noch schlafen, ich war so unglaublich müde.
Ich bekam dann eine Vollnarkose und wachte dann gegen 23 Uhr wieder auf. Während ich den Eingriff hatte um die Nachgeburt vollständig zu entfernen, badete mein Freund unseren Sohn und zog ihn an.

Wir riefen dann aus dem Kreißsaal erstmal alle Freunde und Verwandten an und verkündeten die guten Nachrichten. Es hatten schon seit Tagen alle auf diesen Anruf gewartet.

Bevor ich wieder auf die Station gebracht wurde, legte mir eine Hebamme noch eine Bettpfanne unter und drückte kräftig auf meinen Bauch. Alles lief aus mir heraus...Blut, Urin... ekelhaft. Mein Freund sah das ganze und war sehr erschrocken.

Dann wurden wir aufs Zimmer gebracht. Ich war saumäßig stolz. Auf dieser Station hatte ich die letzten paar Monate viel Zeit verbracht und nun kam ich dort endlich mit meinem Baby an. Es war toll!

Da es schon sehr spät war, wurde mein Freund dann leider nach Hause geschickt. Das war sehr schwer für mich und ihn. Wir hätten gern die erste Nacht gemeinsam verbracht.

Meine Bilanz: 42 Stunden wach, 35 Stunden Wehen, PDA, Vollnarkose, ABER *stolz* Kein Riss, kein Schnitt!!!

Im Nachhinein würde ich nicht mehr einleiten lassen sofern es nicht unbedingt notwendig ist. Ich würde während der Schwangerschaft schon vieles anders machen, aber es hatte wirklich keiner mit so einem Komplikationsreichen Verlauf gerechnet.
Auch würden wir von Anfang ein ein Partnerzimmer nehmen, sodass mein Partner komplett bei mir sein kann.

Im großen und ganzen denke ich sehr sehr positiv an die Geburt zurück. Wir wollen auf jeden Fall noch ein Geschwisterchen für unseren Lennart. Aber erst in einigen Jahren, wenn sich mein Körper vollständig erholt hat und wir uns dafür bereit fühlen.

Beitrag von megapapa 10.06.10 - 13:04 Uhr

#zitter schon vom lesen aus

aber ein ahmmer name ,gefällt mir

lg und knutscher an den süßen

sonja

Beitrag von anibelle 10.06.10 - 13:51 Uhr

Achso, habe ich ganz vergessen zu schreiben:
Lennart war recht schwer und groß. Wir wussten aber schon seit längerem, dass er wohl kein Leichtgewicht werden würde. Er hatte 4060 Gramm, 52 cm Länge und 37,5 cm Kopfumfang.

...ich hoffe, ich mache mit dem Bericht keiner werdenden Mama angst. Mein Bericht ist einfach komplett ohne Beschönigung geschrieben. Eine Geburt tut weh, das wissen wir alle. Aber es ist wirklich so, egal wie schlimm und schmerzhaft es war, im Nachhinein würde ich den Tag nochmal erleben wollen, wenn ich könnte. Es war einfach unglaublich intensiv und schön und schlimm und toll und...ich kanns garnicht in Worte fassen.

Beitrag von una.x3 11.06.10 - 21:44 Uhr

doch ich hab jetzt schon so ein wenig angst & es hoert sich sehr sehr seeeehr schmerzhaft an #schock aber irgendwie ist es doch auch schoen das du deinen kleinen hast und es euch gut geht... #baby
ich denke ich werde trotzdem von anfang an einen keiserschnitt wollen.. :)

alles gute
Una

Beitrag von anibelle 12.06.10 - 21:36 Uhr

Das mit dem KS würde ich mir echt 2 mal überlegen.
Bei mir im Zimmer war eine Woche lang eine, die einen KS hatte und die Frau tat mir so unendlich leid.
Sie konnte erstmal nciht aufstehen, dann nur unter Schmerzen (sie hat da echt gelitten), dann brauchte sie bei allem Hilfe (Waschen, Kind versorgen, etc). Am Schlimmsten war, dass sie ihr Kind slebst noch nicht so wirklich versorgen konnte. Immer brauchte sie hilfe. Morgens lag sie heulend im Bett, weil sie so fertig war.
Das war echt nicht schön. Da war für mich klar: Einen KS lass ich nur wenn es unbedingt nötig ist machen.

Wenn du Angst vor den Schmerzen hast, kannst du vorab sagen, dass du ne PDA willst. Die kann auch bis zuletzt laufen, sodass du nix von den Schmerzen spürst.

Mit nem Kaiserschnitt tust du dir ganz sicher keinen Gefallen. Du kannst nach der Geburt nicht gleich aufstehen oder nach 3 Tagen heim. Du kannst nicht gleich mit deinem Baby kuscheln oder es hochnehmen. Wenn du stillst, musst du bestimmte Positionen finden, dass nix auf die Narbe drückt. Und wenn du nochmal schwanger wirst, können ganz fiese Komplikationen an der Narbe auftreten.

Echt, überleg dir das gut!

Beitrag von bibi-ssw 15.06.10 - 01:54 Uhr

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Beitrag von lilly-marlene 05.07.10 - 23:30 Uhr

Abend#winke

also ich les das hier grad....
Ich wollte nie nie nie nen Kaiserschnitt und wie das so ist bekommt man doch immer das was man sich nicht wünscht :(
Ich hatte nen Notkaiserschnitt und ich kann Dir sagen, dass der echt zu meistern ist.
Ich bin am gleiche abend noch aufgestanden, hab mein Kind selber versorgt und durfte eher heim.
Bis auf ein Zwicken hier und ein Zwacken dort und ein bissl Wetterfühligkeit ist von der Narbe nicht viel zu sehen und zu merken.
Ich war immer gegen diese geplanten KS und bin es im Prinzip auch noch(zumindest für mich selber, ist eben ein eingriff in die natur), aber wenn jemand das so möchte ist es völlig okay und wenn zu viel Angst da ist, dann soll eben ein KS gemacht werden.
Jede Frau soll das selber entscheiden. Jede Frau hat auch ein anderes Schmerzempfinden.
Also wenn du einen Ks möchtest dann mach einen.
Es kann auch sein, dass du mit jeder verstreichenden ssw immer lockerer wirst, so wie ich. am anfang der ss hatte ich viel angst, zum schluss kaum noch. du wirst ja sehen.
Ich finde es ganz furchtbar dass den frauen immer wieder angst vor bestimmten geburtstechniken gemacht wird. sei es spontan, eingeleitet oder KS. Frau ist selber schon genug aufgeregt, da sollte man Mut zusprechen und beistehen und nicht noch sagen die oder die methode ist scheiße, weil da die oder die sachen mehr weh tun...
Eine Frau sollte selber entscheiden und meist trifft sie auch die richtige entscheidung, intuitiv.

Also lass dich nicht entmutigen von leuten, die dir von einem KS abraten. Allein dein Befinden zählt.

LG