arbeitsaufnahme in der schwangerschaft?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von chatterin 10.06.10 - 09:00 Uhr

hällöchen,

ich bin zur zeit berufstätig und in der 9ssw schwanger.so wie es aussieht wird mein vertrag im september nicht verlängert.

Mich würde interessieren ob es durchausmöglich ist danach eine andere tätigkeit in der ss aufzunehmen?Ich würde nach der geburt ca halbes jahr zuhaus bleiben.danach würde der vater in vaterschaftsurlaub gehen.

wer hat trotz ss arbeit bekommen.Müßte ich den neuen arbeitgeber sagen das ich ss bin?

momentan ist alles etwas kompliziert und ich weißp nicht so recht was ich machen soll.

Beitrag von schwarze.rose 10.06.10 - 09:05 Uhr

Also ist meine erste Schwangerschaft... deswegen kann ich dir zur areitsaufnahme nicht viel sagen...
Aber sagn kann ich dir das du in dem sinne nicht verpflichtet bist es dem AG zu sagen das du schwanger bist...wird man bei dir aber dann ja wohl sehen nehme ich an oder?

Beitrag von kitti82 10.06.10 - 09:06 Uhr

Hallo,

hatte noch nicht die Erfahrung aber ich würde deinen jetzigen Arbeitgeber sagen das du schwanger bist und ob er dich bis zum Mutterschutz verlängern könnte. Somit wäre wenigstens dein Elterngeld nicht gar so gering.

Falls dein jetziger Arbeitgeber, das nicht mit macht und du dir neue Arbeit suchst, bist du ja auch schon über der 12. SSW und musst es ihm sagen.

Also versuche es noch deinen Vertrag zu verlängern.

Tschaui

Beitrag von swety.k 10.06.10 - 09:10 Uhr

Hallo,

das stimmt nicht. Nur weil man über die 12. Woche hinaus ist, MUSS man es nicht sagen. Viele warten bis zur vollendeten 12. Woche, weil in den ersten 12 Wochen die Gefahr einer Fehlgeburt relativ groß ist. Aber auch danach muß man es nicht sagen. Man könnte theoretisch bis zum Mutterschutz gar nichts sagen.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von muire 10.06.10 - 09:21 Uhr

Keine Frau ist verpflichtet ihrem Arbeitsgeber eine Schwangerschaft mitzuteilen, es sei denn, sie will Anspruch auf Mutterschutz. Oder haben sich die Gestetze verändert?

Beitrag von carlos2010 10.06.10 - 09:27 Uhr

Das ist nicht richtig, was Ihr hier schreibt. Es gibt eine Informationspflicht für Schwangere. Guckst Du hier:

"Informationspflicht

Die werdende Mutter ist verpflichtet, ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen und ihm den vorraussichtlichen Entbindungstermin mitzuteilen. "

Beitrag von jurinde 10.06.10 - 09:54 Uhr

Informationspflicht ja, aber
nicht unbedingt bevor der Vertrag unterschrieben ist. Außer es ist eine Tätigkeit, die Schwangere nicht ausüben dürfen.
Wenn du es erst nach Vertragsunterzeichnung sagst, wird dein neuer AG sich hereingelegt fühlen und dich nach dem Mutterschutz kündigen sobald er kann.
Also wäre es echt das beste, wenn du bei deinem jetzigen eine Verlängerung bis Geburt oder MuSchu bekommst.

Grüße
Jurinde

Beitrag von saubaer 10.06.10 - 09:07 Uhr

ich würde dem neuen arbeitgeber auf jedenfall sagen das du ss bist!
klar versuchen kannst du es, aber ich denke mal das die meisten dich deswegen nicht nehmen werrden.
LG

Beitrag von swety.k 10.06.10 - 09:08 Uhr

Hallo,

klar ist es möglich, während der Schwangerschaft eine andere Arbeit zu beginnen. Es wird aber bestimmt schwer sein, eine zu finden. Du bist nicht verpflichtet, dem neuen Arbeitgeber die Schwangerschaft bekanntzugeben. Aber zum einen kann es sein, daß man Dir im September die Schwangerschaft schon ansieht und zum anderen wäre es unfair, die Schwangerschaft zu verschweigen, sich einstellen zu lassen und dann kurze Zeit später mehrere Monate auszufallen. Und: Wenn Dein Arbeitgeber nicht über die Schwangerschaft informiert ist, kann er Dir auch nicht die laut Mutterschutz Dir zustehenden Rechte einräumen.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von carlos2010 10.06.10 - 09:24 Uhr

wenn Du jetzt in der 9.SSW bist, wird man bis September ja auch sehen, dass Du schwanger bist.
Ausserdem musst Du (glaube ich) den AG darüber informieren, damit er die Mutterschaftsrichtlinien einhalten kann.

Ich persönlich denke auch immer, dass man auch dem AG gegenüber ehrlich sein sollte. Die Vorraussetzungen für ein gutes Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit sind so ja nicht wirklich geschaffen.


Alles Gute#klee

Beitrag von miststueck84 10.06.10 - 09:28 Uhr

Also das ist eine echt doofe Situation.

Der Vorschlag von einer Vorschreibern, deinen Chef zu fragen,ob er nicht bis zum Mutterschutz verlängern kann ist eine Idee. Aber ich denke die wenigstens Chefs werden sich darauf einlassen. Schließlich kann eine Schwangere immer ausfallen. Dann hätte er sich unnötige Kosten aufgehalst. Je nachdem, was es für ein Unternehmen ist würde das auch gar nicht genehmigt werden.

Ich denke es wird darauf hinauslaufen, dass du dir eine neue Stelle suchen wirst. Aber auf Grund der SS wirst du recht wenig Chancen haben.
Dann ist die Frage... es gleich offen sagen oder nicht?
Ich gehe davon aus, dass das auch eine rechtliche Frage ist. Du solltest vielleicht mal einen Fachmann (Anwalt für Arbeitsrecht) fragen, ob du verpflichtet bist es anzugeben.

Solltest du dich aber entscheiden es nicht zu sagen, ist das ein "sehr guter Start" in deinen neuen Job.

Ich würd mich bewerben und gleich mit offenen Karten spielen. Entweder gleich in der Bewerbung erwähnen, dass du dir die Kosten und den Aufwand zum Vorstellungsgespräch gleich sparen kannst, wenn die eine SS eh nicht wollen. Oder du erwähnst erstmal nix. Das die rein nach Qualifikation entscheiden und spielst beim Vorstellungsgespräch gleich mit offenen Karten spielst.

Aber ich denke die Chancen einen neuen Job SS zu kriegen sind SEHR gering!

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute #klee

Beitrag von winni.85 10.06.10 - 09:42 Uhr

Also es dem Arbeitgeber sagen müssen das stimmt definitiv nicht, du sollst ihn davon in kenntnis setzen, das ist somit eine kann-Bestimmung. wichtig ist nur wie hier schon mehrmals erwähnt wurde das er sich dann an keinerlei mutterschutz halten muss heißt er könnte dir kündigen usw.
ich beginne selbst am 01.07. einen neuen job obwohl ich ss bin und ich werde es meinem neuen AG erst sagen wen ich schon ein paar monate dort gearbeitet habe. wenn du bei einem vorstellungsgespräch nicht erwähnen willst das du schwanger bist (wenn man es nicht schon zu doll sieht) darfst du auf diese frage sogar lügen, da kein AG das recht hat dir solche fragen zu stellen. das der AG dir bei bekanntgabe dann vielleicht nicht grade um den hals fallen wird damit musst du rechnen. aber ich denke in dem fall eher egoistisch denn ich muss ja sehen wo ich mit meinem kind bleibe und da spielen ein paar monate mehr arbeit und somit mehr elterngeld schon eine große rolle. ps. eine probezeit ist auch hinfällig denn sobald du den ersten tag dort hattest und dann sagst du bist ss dürfen sie auch nicht sagen du hast die probezeit nicht bestanden.
liebe grüße

Beitrag von winni.85 10.06.10 - 09:59 Uhr

hier noch der entsprechende paragraph, wichtig ist hierbei wie gesagt die formulierung sollen und nicht müssen
§ 5 Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis
(1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen
Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen
des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. Der
Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden
Mutter zu benachrichtigen. Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht
unbefugt bekannt geben.