Andauernd krank - was kann man noch tun?

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von hoermi84 10.06.10 - 09:28 Uhr

Hallo ihr lieben!

Also ich habe mit meiner kleinen Maus einen ganz schönen Weg hinter mich gebracht mit andauernden Erkrankungen, Antibiotika u.ä.

Aber mal von vorn! Zwei Tage nach der Geburt wurde meine Tochter auf eine Kinderstation verlegt, weil bei ihr festgestellt wurden, dass ihr eEntzündungswerte nicht gestimmt haben und eine leichte Neugeborenengelbsucht wurde auch festgestellt.
Sie war dort 5 Tage und dann habe ich sie wieder bekommen.
Dort wurden sämtliche Test gemacht und da war es am zweiten Tag des Aufenthaltes, dass sie zu wenig Zucker hatte, das regelte sich aber auch wieder ein.

Zu Hause angekommen, ging es ihr gut. War sehr hungrig, aber musste leider mit der Flasche gefüttert werden. Durch einen Milchstau musste ich nach zwei Monaten aufhören ihr Muttermilch zu geben.

MIt ca. 4/5 Monaten hat sie ihre erste Mittelohrentzündung mit ca. 39,5 Fieber gehabt.

Dann zwei Monate später die erste und bis jetzt einzige Mandelentzündung, es folgten aber immer wieder Mittelohrentzündungen.

Mit 14 Monaten hatte sie sich dann die Windpocken eingefangen und zwei MOnate später wieder eine starke Mittelohrentzündung mit 41,2 Fieber und Krämpfen - kurz vor der Einweisung ins KH!

Diese Mittelohrentzündung hat sie nie richtig weg bekommen.

Mit 18 Monaten ist bei ihr die Rachenmandel entfernt wurden mit der Hoffnung auf Besserung und es sind auch Schnitte gemacht wurden um die Flüssigkeit aus den OHren zu saugen, aber keine Paukenröhrchen eingesetzt.
Zwei Wochen danach hatte sie wieder auf den einen Ohr eine Entündung, aber noch nicht sehr. Eine Woche darauf bin ich dann mit ihr ins KH weil sie wieder 40 Fieber, OHrenschmerzen, Durchfall, Essen- und Trinkverweigerung hatte! Diagnose: Mittelohrentzündung und Infekt - 5 Tage AUfenthalt, dann Entlassung weil kein Fieber, halbwegs Essen und Trinken, aber kein Platz mehr war - war ja nicht mehr akut!

Nach Rücksprache mit der Kinderärztin wurde meine Maus 4 Wochen aus der KiTa genommen, damit sie sich wieder auskurieren kann, weil ihr Imunsystem auf 0 war.
Vorigen Samstag habe ich im Mund von meiner Tochter was auffälliges am Zahnfleisch gesehen und sie hatte auch schon wieder ein paar Tage vorher angefangen das Essen zu verweigern, beim Trinken immer nur Aua zu sagen und ich konnte es mir nicht erklären. Sonntag bin ich dann erst zum Bereitschafts-Zahnarzt, der sagte, könnte eine Virusinfektion sein, aber kann mir auch nichts genaues sagen. Beim Bereitschafts-Allgemeinarzt wurde ich abgewimmelt mit der Aussage, sie wären kein Kinderarzt und könnten mir da auch nicht weiter helfen! (FRECHHEIT!)

Dann bin ich zu meiner Allgemeinärztin gefahren, die eigentlich keine Bereitschaft hatté und doch sich die Kleine mal angeschaut hat - Diagnose: MUNDFÄULE! Virusinfektion!

Was denn nun noch? Sie ist schon ca. 90 cm groß, wiegt mit Klamotten und Windel grad mal 12 kg und jetzt das?

Sie hat in Ihren ersten 1,5 Lj. soviele Antibiotika bekommen, dass der Körper das doch garne mehr schaffen kann, zuletzt hatte sie Antibiotika über die Vene bekommen, weil oral nicht drin geblieben ist!!!

Blut habe ich untersuchen lassen, keine Auffälligkeiten!

Dazu kommt, dass der Vater von heute auf Morgen einfach gegangen ist, mich nur beschimpft, bedroht und sein Kind fordert, obwohl er nur mit ihr in der Gegend rum ziehen will und sich nicht als fürsorgender Vater sonder eher als wäre das Kind ein Spielzeug damit umgeht und ich natürlich da auch noch nervlich angekratzt bin und viell. auch die Kleine etwas seelisch mitbekommt...

Kann ich viell. von einer Imunschwäche meiner Tochter ausgehen?
Kann man sowas testen?

Die Ärzte reden von sehr großen Mandeln, die auch was dafür können... Aber jetzt dürfen die noch nicht raus und ich kann mein Kind doch nicht bis sie 4 ist so durch schleppen mit immer mal Medikamenten geben und der Auslöser ist gar nicht davon gefunden?!

Vielen Dank für eure Antworten!

LG

Beitrag von monsti2005 10.06.10 - 11:17 Uhr

Hallo,

es ist immer ein doofes Gefühl, wenn die Kinder (so häufig) krank sind und man selber steht im Grunde hilflos daneben.

Ich weiß nun nicht, wie oft Deine Tochter im Schnitt krank ist, aber rund 12 Infekte/Jahr sind (leider) normal...! Deine Tochter ist eventuell recht infektanfällig, was aber erstmal nicht bedeutet, dass sie eine "krankhafte" Immunschwäche (aufgrund eines Defektes) hat.

Durch das viele Antiobiotikum ist das Immunsystem Deiner Tochter wahrscheinlich geschwächt und das müßte (durch eine Darmkur, etc.) vielleicht mal wieder ein bißchen aufgebaut werden. Du könntest Dich vielleicht auch mal mit einem Heilpraktiker in Verbindung setzen, der Dir etwas homöophatisches zur Stärkung des Immunsystems geben kann.

Und auch Stress (psychischer Stress) kann das Immunsystem schwächen, mit Sicherheit merkt sie, dass es Dir nicht gut geht (durch den "Stress", den Du mit dem Papa Deiner Kleinen hast)...die kleinen Mäuse haben dafür ja sehr feine Antennen. Daran wirst Du nun so schnell ja nichts ändern können...man kann seine Gefühle ja nicht einfach so unterdrücken...!

Bei meiner kleinen Tochter wurde mal auf eine Immunschwäche untersucht (durch eine Blutuntersuchung), da sie extrem infektanfällig ist und bei ihr die Infekte oft auch rasend schnell zu Komplikationen führen. Es wird bei ihr zwar aufgrund mehrerer Baustellen von einer chronischen Grunderkrankung ausgegangen, die höchstwahrscheinlich auch zu ihrer hohen Infektanfälligkeit führt, eine Immunschwäche (durch Immunglobulinmangel) hat sie aber NICHT! Du hattest ja geschrieben, dass bei deiner Tochter eine Blutuntersuchung gemacht wurde, frag doch Deinen Arzt, ob die Immunglobuline mit untersucht worden sind (wovon ich mal ausgehe)!

Wenn bei Deiner Tochter die Mandeln der Grund für die MOEs sind, weshalb mußt Du sie dann noch bis 4 "durchschleppen"? Also, versteh mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich dagegen, die Mandeln vorschnell entfernen zu lassen, denn diese sind ja wichtig und eine OP ist halt immer auch eine OP...aber, wenn sie nur noch krank machen?!? Meine große Tochter hat ihre Mandeln kurz vor ihrem 3. Geburtstag (damals Hals über Kopf) entfernt bekommen...bei ihr mußten sie aber auch unbedingt und ganz schnell raus! Vor rund einem Jahr (mit 1,5 Jahren) hat unsere kleine Tochter Paukenröhrchen bekommen und ihr wurden die Polypen entfernt. Ihre Mandeln sind auch extrem vergrößert, der operierende HNO hatte sie damals aber noch drin gelassen, eben weil der Nutzen zur Zeit noch größer ist, als das Risiko...er hatte uns aber schon vorgewarnt, dass sie mit Sicherheit auch recht bald raus müssen...! Also, wenn das Risiko, das von den Mandeln ausgeht, bedeutend höher ist, als deren Nutzen, wird nicht bis 4 Jahre oder so gewartet...dann würde definitiv auch schon früher operiert!

LG Monsti

Beitrag von maschm2579 10.06.10 - 15:03 Uhr

Hallo,

ich kann Dir nur berichten das meine Tochter damals mit 7 Monaten in die Krippe kam und genau 4 Tage später krank war. das ganze zog sich hin bis sie 23 Monate war.
Sie hatte insgesamt ca 12x Bronchitis, 1x Lungenentzündung, 1x Noro Virus, 4x Bindehautenzündung, 2x Magen Darm, und dauerschnupfen

Sie hat einen Paukenerguß im rechten Ohr und vergrößerte Rachenmandeln.

Wir sind dann Anfang April zum HNO und der hat Ihr erstmal ein richtig dickes fettes AB aufgeschrieben. Mit dem Hinweis ganz penibel 1,5 Std zu sämtlichen Milchprodukten zu geben. Keinerlei Käse oder Milchprodukte 1,5 vorher und nachher. Dazu bekam sie homöopathische Mittel. Was soll ich sagen? nach ca 10 Tagen war sie gesund und ist es bis heute #freu
Am WE hatte sie eine Anflug von Husten und Schnupfen welcher aber dank der Mittel schnell weg war.

Achso sie kam als Frühchen zur Welt, lag 10 Tage auf der Neo mit einer Infektion, STartschwierigkeiten und Gelbsucht.

Die Infektion hat aber nix mit dem Frühchen sein zu tun sondern kann jedes kind treffen. Darauf würde ich es bei Deiner Tochter nicht schieben.

Hast Du es mal homöopathsich versucht? Hast Du mal ne zweite Meinung eingeholt?
wart ihr mal an der See im Urlaub?

ich denke einfach sie ist anfälliger als andere und hat nichts schlimmes. Was Du erzählst, klinkt für uns leider leider auch normal.

Ach und sie hat auch keine Muttermilch bekommen bzw nur wenig. Hatte auch schon super viel AB in Ihrem Leben und wächst auch ohne Vater auf.

Also auf keinen der Punkte würde ich die Infekte schieben!



Beitrag von hoermi84 14.06.10 - 08:32 Uhr

Hallo!

Also meine Maus war ja kein Frühchen und die ersten 4 Monate war bis auf bisl Milchschorf und die danach folgende Neurodermitis daraus keine Probleme, aber dann eben fast monatlich immer wieder Probleme mit den Ohren und sehr, sehr hohes FIeber. Wie gesagt, waren auch schon über 41 Grad angelangt!

Die Krippe hat jetzt nichts ausgelöst, aber da dort ja Schnupfen an der Tagesordnung steht, was ganz normal ist und sie schon von Grund auf geschwächt war, konnte sie wahrscheinlich nie was auskurieren.

Jetzt hatte ich die Hoffnung mit der Rachenmandel-OP wird es besser, aber jetzt kommen auf einmal Anfälligkeiten für die Virusinfektionen und sie haut es dann immer gleich um.

Klar, es ist normal, dass Kinder krank sind, aber so stark, dass sie andauernd kurz vor der KH-Einweisung landen, kann doch nicht sein!

Ich bin etwas ratlos.

Ich war auch als Kind oft krank und zu meiner Kinderzeit gab es noch die Krippenuntauglichkeit, das ist bei mir damals passiert auch wegen den Ohren, aber ich hatte sonst nichts. Sobald eine Krankheit rumschwirrt, egal ob sie direkten Kontakt hat oder nicht, mein Kind bringt es mit!

Beitrag von stellamarie99 11.06.10 - 10:34 Uhr

Hallo,

hattest du nicht oben geschrieben, die Rachenmandeln sind schon entfernt? Welche sind jetzt zu groß, die Gaumenmandeln/ Polypen?

Da deine Tochter schon soviele Antibiotika bekommen hat, habt ihr jedesmal einen Darmaufbau gemacht?

Wenn nicht, unbedingt eine Darmsanierung machen, das ist ganz wichtig, da das Antibiotika alle Bakterien abtötet, auch die Guten.

Die Anfälligkeit liegt ganz bestimmt darin begründet!

LG

Beitrag von hoermi84 14.06.10 - 08:25 Uhr

Hallo!

Nein, einen Darmaufbau haben wir nie gemacht, hat mich auch keiner darauf hingewiesen, dass es sowas gibt bzw. besser wäre sowas zu machen?!

Naja, normal ist es nicht unbedingt, wenn jeden Monat eine schwere Mittelohrentzündung uns überrannt hat.

Es wurde die Rachenmandel entfernt und der Hinweis dass die Gaumenmandeln übergroß sind. Das mit den Gaumenmandeln steht uns auf jeden Fall bevor, denke ich, da in beiden KH, der HNO, die Kinderärztin und die Allgemeinärztin von mir mich darauf aufmerksam gemacht haben.

Wie wird denn so ein Darmaufbau gemacht?

Sie hat jetzt auch schon wieder abgenommen, wiegt nicht mal mehr 12 kg!!!

LG