Hirnblutung - Erfahrungswerte?

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Beitrag von supikee 10.06.10 - 20:07 Uhr

Hallöchen,

ein Freund und Kollege meines Lebensgefährten ist letztes Wochenende umgekippt - Hirnblutung.
Die Ärzte haben ihn ins künstliche Koma gelegt. #schmoll

Sie haben den Schädel eröffnet, um den Druck abzulassen.
Der heutige Versuch, ihn aus dem Koma zu erwecken, misslang, auch der Hirndruck ist unverändert hoch.

Ich weiß, man kann nicht pauschalisieren und es kommt drauf, wo und wie stark die Blutung;
Aber wenn nach knapp ner Woche der Hirndruck noch so hoch ist,
wie stehen die Chancen für ihn? #zitter

Kann jemand über Hirnblutungs-Fälle berichten??

Vielen Dank.

Verena

Beitrag von hexe12-17 10.06.10 - 20:39 Uhr

Hallo,

dieser Bericht schockiert mich und erinnert an den Todeskampf meiner Mum. Auch 4 Jahre nach ihrem Tod bin ich noch fassungslos.

Ich hoffe bei euch geht alles gut. Meine Mum ist aus dem künstlichen Koma nicht mehr erwacht. Sie erlitt 3 Tage nach der OP einen Hirnschlag.

Bei Bekannten ist die Mutter wieder erwacht nach Koma-war jedoch nie mehr wie früher und wurde zum Pflegefall.

Es tut mir leid das ich aus meiner sicht nichts besseres berichten kann. Ich bete für euch alles gut wird.

In Gedanken bei euch

Hexe12-17

Beitrag von supikee 10.06.10 - 20:57 Uhr

Es tut mir sehr leid für dich #schmoll

Danke für deine Antwort..

Beitrag von hexe12-17 10.06.10 - 21:06 Uhr

Dankeschön. Lass es mich bitte wissen ob in eurem Fall alles gut wird. Ihr dürft den Glauben daran nicht verlieren.

Beitrag von amaramay 10.06.10 - 20:51 Uhr

Hallo, die Frau eines Arbeitkollegen meines Mannes hatte vor einigen Jahren einen schweren Unfall mit schwersten Schädelverletzungen. Ihr hat man damals auch den Schädel geöffnet, um den Hirndruck zu senken. Sie lag viele Wochen im Koma. Man hat schon über Organspende gesprochen, da sie "fast" für Hirntot erklärt wurde. Heute führt sie wieder ein fast normales Leben, darf wieder Autofahren. Aber sie musste alles neu lernen, sprechen, laufen, etc..........
LG D.

Beitrag von supikee 10.06.10 - 20:58 Uhr

Da hat sie aber einiges durchgestanden...Respekt!

Beitrag von nicola_noah 10.06.10 - 21:15 Uhr

Hallo,

Mein Sohn(2) erlitt sogar mehrere Hirnblutungen (Man schätzt sie auf ungefähr 12#schock)
Die Prognosen sahen für ihn Mieserabel aus...
Heute ist er ein Kleiner Fröhlicher Junge der ein (fast) Normales Leben führt.

Alles Gute für den Freund#klee

Beitrag von supikee 10.06.10 - 22:33 Uhr

#schock

Dein kleiner Mann ist aber ein Kämpfer #herzlich

Beitrag von esk 10.06.10 - 21:32 Uhr

ich weiß ja immer nicht, ob es bei solchen fragen gut ist, die wahrheit zu sagen...

ich arbeite auf so einer station, wie euer bekannter jetzt liegt.

entdeckeln ist so das letzte, was man machen kann, dann sollte der druck schon sinken, geht gar nicht anders, weil das hirn dann platz hat, soviel es will. sozusagen. die zahlen, die dann auf dem monitor stehen sind deshalb nicht mehr so ganz richtig. wie hoch sind/waren denn die drücke? und über welchen zeitraum?

ich sag dir ehrlich: gut klingt das nicht.

aber ich hab schon so viel gesehn... tot gesagte leben länger. manche pat, von denen wir dachte, die sterben oder enden bestenfalls im wachkoma sind wieder richtig richtig gut geworden. andere, die noch zu uns auf station gelaufen kamen, sind gestorben. es ist unglaubichm was das hirn zu leisten vermag...

ihr könnt nur warten.

lg

Beitrag von supikee 10.06.10 - 22:36 Uhr

Bin ja auch in nem medizinischen Beruf, jedoch nicht mit Patientenkontakt, sondern nur Labor.
Deshalb kenne ich mich da null aus.
Die Wahrheit ist immer am besten, denke ich.

Genaueres weiß ich leider nicht, da seine Mutter auch nicht in der Lage ist, großartig zu erzählen. Sie gibt immer nur kurze Updates. Verständlich.

Ich denke mir auch, dass es eher schlecht aussieht.....und immer denkt man: Es trifft einfach die Falschen #schmoll

Vielen Dank.

Verena

Beitrag von ks83 11.06.10 - 00:01 Uhr

Ich kann deine Erfahrungen absolut bestätigen. Das ist alles sehr unberechenbar. Und oft schaffen es die,die man schon abgeschrieben hat.

Übrigens haben wir unsere craniotomierten Patienten,wenn der ICP nicht sank,immer noch "gekühlt".

Beitrag von esk 11.06.10 - 08:01 Uhr

hm, aus irgendeinem grund wird das bei uns fast nie gemacht. die station ist geteilt, neuro und neurochirurgie. die neuros machens wohl, die chirurgen bei uns eher nicht. da kann man sich auch den mund fusslig reden. naja.

Beitrag von pechawa 10.06.10 - 21:50 Uhr

Hallo,

kennt man die Ursache der Hirnblutung?
Meine Mutter hatte eine Hirnblutung wegen eines ruptierten Aneurysmas. Die Ärzte meinten damals 1/3 sterben, 1/3 überleben mit Schaden und 1/3 überleben ohne Schaden. Meine Mutter lag damals mehrere Wochen im Koma ..... und wachte auf, als wenn nichts geschehen ist! Heute ist sie fast die "Alte" :-)
Niemals die Hoffnung aufgeben #liebdrueck

LG Pechawa

Beitrag von supikee 10.06.10 - 22:38 Uhr

Ja, wie ich schon weiter oben gesagt habe, wir bekommen nur kurze Infos von seiner Mutter...sie hat wahrlich andere Sorgen, als uns zu informieren.
Deshalb weiß ich nichts Genaues über die Ursache..

Schön, dass es deiner Mutter wieder gut geht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Beitrag von myimmortal1977 10.06.10 - 22:35 Uhr

Kommt drauf an, welche Hirnareale von dem Hirndruck schaden nehmen. Eine Arbeitskollegin von meinem Partner fand man nach (geschätzten) 3 Tagen mit einem geplatzen Aneurysma im Kopf.

Sie lag viele Wochen in Koma. Die Prognosen standen damals mehr als schlecht. Im Anschluss Reha, dann viele Monate in einer betreuten Wohngruppe.

Das ganze ist jetzt 3 Jahre her, seit ca. einem halben Jahr fängt sie wieder langsam an ins Berufsleben einzusteigen.

Es sieht für sie wieder ganz gut aus.

Aber eine Prognose in Deinem Fall abzugeben kann niemand. Je länger der Hirndruck anhält, umso mehr besteht die Chance, dass gewisse Hirnteile absterben. Und das ist oftmals nicht mehr zu reparieren.

Alles Gute, Janette

Beitrag von supikee 10.06.10 - 22:40 Uhr

"Je länger der Hirndruck anhält, umso mehr besteht die Chance, dass gewisse Hirnteile absterben. Und das ist oftmals nicht mehr zu reparieren. "

Ja, das meinte ich. Prognosen zu wagen ist natürlich blöd, aber wenn nach einer Woche nichts eindeutig besser ist....#zitter

Beitrag von myimmortal1977 10.06.10 - 22:58 Uhr

Abwarten. Mehr kann man nicht. Guck mal, wie lange die Monika Lierhaus gebraucht hat, bis die überhaupt wieder auf dem Wege der Genesung war und der ging es wohl auch mehr als beschissen.

Die hat sich so ein Aneurysma ja präventiv entfernen lassen wollen und das ging voll nach hinten los.

LG Janette

Beitrag von supikee 11.06.10 - 07:16 Uhr

Nochmals danke für die Antworten....
leider ist er heute nacht verstorben. #heul

Beitrag von esk 11.06.10 - 08:04 Uhr

das tut mir leid für euch.

auch wenn es nicht hilft: wenns so ist, war es so schlimm, dass er nie wieder annähernd so geworden wäre, wie er mal war. auch wenn hart klingt: für ihn wars vielleicht besser so.

#kerze