Warum kommen heutzutage so viele Kinder aufs Gymnasium ?

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Beitrag von handy12345 11.06.10 - 07:44 Uhr

Guten morgen ,

das interessiert mich schon seit längeren.

Früher war das nicht so, dass mehr als die Hälfte der Klasse aufs Gymnasium kam, bzw eine Empfehlung dafür hatte.

Kann mir jemand sagen, warum das so ist?

Beitrag von supikee 11.06.10 - 07:47 Uhr

Bei uns "früher" musste der Notendurchschnitt 2,0 sein.

Heute reichen die Noten 2-2-3 in den Hauptfächern, also 2,33.

Die Frage ist aber, wieviele davon wieder vom Gymnasium abgehen. Sind bestimmt nicht wenige.
Bei uns in der Klasse hätten auch einige Kinder das Zeug fürs Gymnasium, die Eltern schicken sie trotzdem auf die Realschule...wenn man das Lernverhalten seines Kindes kennt ;-)

Beitrag von butler 11.06.10 - 12:21 Uhr

Ich weiß ja nicht wo Kinder mit den Noten aufs Gymi dürfen. jedenfalls nicht bei uns. Max. 1,5 wenn man glück hat. Die privaten naklar, die nehmen ja auch das Geld. da hat meine Schwägerin ihren Sohn eingekauft.
Meiner ist mit 1,1 aufs Gymi und meine Tochter mit 1,8 auf die Realschule
LG.

Beitrag von supikee 11.06.10 - 21:36 Uhr

In Bayern kann man das...habt ihr keine festen Regelungen?

Übertritt Gym: 2,33
Übertritt Real: 2,66

Beitrag von butler 13.06.10 - 00:31 Uhr

Angebot und Nachfrage regieren hier.
Wir haben hier im Umkreis:
1 Gesamtschule (Kl.7- Kl.12)
5 Oberschulen (Realschulen),
2 Staatl. Gymnasien und 1 privates Gymnasium
Bei 2,66 hat der Schüler hier noch die Chance auf eine Hauptschulklasse in der Gesamtschule:-[
Achso wir haben aber noch 3 Förderschulen

Beitrag von katzeleonie 12.06.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

bei uns nicht, sobald eine 3 im Hauptfach dabei ist, gibt es eine Realschulempfehlung. Nur bei 1 oder 2 Empfehlung fürs Gym.


lg
Anja

Beitrag von supikee 12.06.10 - 16:58 Uhr

Hab vergessen zu schreiben, dass es in Bayern so ist.

Beitrag von barbarelle 11.06.10 - 08:14 Uhr

Hallo Handy,

das ist eine gute Frage und es gibt im Netz zahlreiche Artikel dazu.

Meine Meinung ist, dass gerade weil es immer weniger Kinder gibt, von vielen Seiten viel zu stark in die Kinder reingeschaut wird. Wo es "Defizite" gibt, wird von Seiten der Eltern/Schule/Kinderärzten/Psychologen gefördert was das Zeug hält.
Die Eltern sehen es häufig als ihren Verdienst an, wenn es ihr Kind auf das Gymnasium schafft und zerbrechen fast daran, wenn dies nicht der Fall ist.

Klar gibt es mehr Kinder auf dem Gymnasium aber ein Grossteil davon schafft es nicht bis zum Abi. Was ja auch nicht tragisch ist.

Hinzu kommt, der schlechte Ruf der Hauptschule. Sei dahingestellt ob es tatsächlich so ist. Die Hauptschulen in unserer Region haben sehr engagierte Lehrer und an und für sich einen guten Ruf.

Was ich aber ebenfalls bemerkt habe ist, dass sich auch das Bewusstsein geändert hat. Zu meiner Zeit gab es viele Arbeiterkinder von Imigranten, die an Sprachproblemen scheiterten. Die Kinder waren deshalb aber nicht weniger intelligent. Durch die Umstände war es häufig besiegelt, dass diese Kinder auf einer Hauptschule bleiben. Deren Eltern haben sie soweit integriert und legen ebenfalls einen grösseren Wert auf Bildung, als es ihre Eltern seinerzeit taten. Das gilt natürlich auch für Nicht-Imigranten.

Hoffe ich habe nicht zu viele Fehler in meinem Text, war eine kurze Nacht heute.

Viele Grüße
Barbarelle

Beitrag von parzifal 11.06.10 - 09:02 Uhr

"aber ein Grossteil davon schafft es nicht bis zum Abi. "

Was verstehst Du unter einem "Großteil"? Die Hälfte ?

So hoch sind die Ausfallquoten nicht.


Beitrag von barbarelle 11.06.10 - 09:10 Uhr

Sorry, da hab ich etwas schlampig formuliert. Du hast recht. Hier in unserem Gym sind es 30 - 40 %.

Die Realschule platzt aus allen Nähten während im Gym ab der 8/9ten die Klassen zusammengeführt werden, da sie z.T. aus nur 15 Schülern bestehen.

Bundesland: Baden Württemberg.

Hast du andere Erfahrungen? Interessiert mich wirklich.

Viele Grüße
Barbarelle

Beitrag von parzifal 11.06.10 - 10:08 Uhr

Mir liegen keine Zahlen vor (Hessen/Großstadt).

Aber aus dem Bauch heraus kann ich mir nicht vorstellen, dass jeder Dritte bis Vierte hier das Abi nicht schafft.

Aber ich denke egal welches Bundesland, dass in Großstädten die Zahlen wohl immer besser sein werden als auf dem Land. Und hier kann man auch gegen die Schule auf die Gymnasiumeinschulung bestehen.

Beitrag von barbarelle 11.06.10 - 10:48 Uhr

Hallo Pazifal,

das ist hier in BW leider nicht möglich (auf Gymnasium bestehen, gegen die Schule).

Ich kenne aber viele, die an der Bundeslandgrenze wohnen und ihre Kinder lieber in Hessen auf's Gymi schicken, da die Anforderungen dort nicht ganz so hoch sein sollen wie in BW. Was natürlich nicht heisst, dass dort nichts verlangt wird.

Danke. Grüße
Barbarelle

Beitrag von parzifal 11.06.10 - 11:37 Uhr

In Bayern und BW sehe ich die Anforderungen auch als höher an.


Beitrag von zickentwins 12.06.10 - 13:21 Uhr

Hallo Barbarelle,

wieso leider?

Wir wohnen in NRW, wo es seit ein paar Jahren auch ein verbindliche Grundschulempfehlung gibt, die sich aber nicht an reien Fakten, sprich Noten, festmacht.

Die Folgen kannst du in meinem Text von gestern zu dieser Diskussion lesen.

Ich glaube manch einem Kind wäre ein Gefallen getan, wenn nicht die Eltern ihre Kinder mit überzogenen Erwartungen zum Abitur schleifen könnten.

Oder glaubst du wirklich, dass ein Kind Spaß auf dem Gymnasium hat, dass schon in der Grundschule nicht problemlos mitgekommen ist?

Ja, vielleicht schaffen sie sogar ihr Abitur, wenn die Eltern genug in Nachhilfe investieren und/oder ihr Kind täglich stundenlang lernen lassen. So viel, das sämtliche Freizeitaktivitäten entfallen müssen? Ich kenne genug solcher Fälle.

Ist es das wert? Für ein gerade eben geschafftes Abitur?

Ich finde nicht.

Und deshalb finde ich die Notenregelung in BW und Bayern besser, weil da (es gibt auch dort sicher Mauscheleien und Nachhilfe für Grundschulkinder um auf's Gym zu gehen) weniger Kinder auf`s Gymnasium kommen, die anderswo besser aufgehoben sind.

Gruss,
zickentwins

Beitrag von barbarelle 13.06.10 - 06:53 Uhr

Hallo Zicketwins,

du hast recht. Mir ging es dabei eher um die Kinder, die in einer Hauptschule unterfordert wären, die clever und intelligent sind - bei denen es sich aber in den Noten nicht ausdrückt. Das wird von (manchen) Lehrern übersehen in der ganzen Masse von Schülern die sich in einer Klasse befinden. Menschlich im Grunde genommen.

Ich kenne einen Fall, da haben die Eltern es durchgesetzt, dass das Mädchen auf ein Gymnasium kann. Das Kind blüht dort auf und bringt tolle Leistungen obwohl ihre Grundschullaufbahn alles andere vermuten lies. Sie musste eine Prüfung ablegen und hat sie als einzige von 20 Schülern bestanden. Die Eltern sind sehr bodenständig btw.

Ursprünglich war ja die Realschule angedacht, aber das Mädchen hat so überdurchschnittlich gut abgeschnitten, dass man sie auf ein Gymansium schicken musste.

Aber das sind Einzelfälle und wie du schon richtig bemerkst gibt es auch die Eltern, die aus welchen Gründen auch immer, ihr Kind unbedingt auf einem Gymnasium haben wollen.

Viele Grüße und schönen Sonntag

Barbarelle

Beitrag von hedda.gabler 11.06.10 - 23:41 Uhr

Schatz, in Hessen war schon immer das Abi-Land für Luschen ...

... Kinder reicher Eltern, die doof wie Brot waren/sind, wurden/werden mit Vorliebe auf hessische Internate geschickt, damit die Sprößlinge überhaupt eine Chance aufs Abi haben ...

... bitte nicht persönlich nehmen, aber dieses Vorurteil hält sich seit Jahrzehnten.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von marion0689 11.06.10 - 09:23 Uhr

Abi schaffen, wie du schon gesagt hast, etwa 60 - 70 % der Schüler.

Aber der Weg dahin?? Wie viel Prozent der Schüler schafft das Abi auf direktem Weg ohne einmal kleben zu bleiben??

Das sind wiederum bei weitem nicht 60 - 70 Prozent....

lG

Beitrag von marion0689 11.06.10 - 09:01 Uhr

Hallo!!

Es ist, wie oben beschrieben. Früher musste der Notendurchschnitt 2,0 betragen, heute nicht mehr.

Ich kam mit 1-2-2- in den Hauptfächern aufs Gymnasium aber es gab auch viele die mit "schlechteren" Noten die Empfehlung bekamen. Es gab sogar Eltern, die ihre Kinder zu einem "Test" schicken um sie doch noch aufs Gymnasium zu bringen, obwohl sie nicht die Empfehlung hatten.

Das Ergebnis war wie folgt:
24 Schüler in der 5. Klasse ( also 1. Klasse auf dem Gymnasium )

Beim Abi waren wir noch 7 Leute, die aus der ursprünglichen Klasse kamen.

Insgesamt war meine Klasse beim Abi mit 15 Leuten relativ klein.
8 Schüler sind also aus der Klasse über uns sitzen geblieben.

Bei uns waren es 18 Leute, die entweder sitzen geblieben oder abgegangen sind.

Und ca 5 die zwischen der 5 und 13 Klasse mal da waren, aber wieder gegangen sind.

Also ich denke, heute werden viel zu viele Kinder aufs Gymi geschickt.
Wie man an meiner Klasse sieht, marschieren nur noch etwa 1/4 der schüler durch ohne Sitzen zu bleiben oder abzugehen.

LG

Beitrag von kat30 11.06.10 - 09:02 Uhr

Vielleicht, weil damals nicht jeder aufs Gym kam, der eine Empfehlung hatte??? Unseren Eltern (der gesamten Gesellschaft?) waren damals andere Sachen wichtiger. Ich musste zur Realschule, weil die direkt vor der Tür war - zum Gymn. hätte ich 15 km Bus fahren müssen.... da gab es gar keine Diskussionen (bei einem Mädchen sowieso #aerger).

Seit sie bei uns jetzt die Realschule Plus eingeführt und dafür die Hauptschule gestrichen haben, sieht hier jeder auf Biegen und Brechen zu, dass sein Kind aufs Gym kommt, weil alles andere indiskutabel ist :-(

Kat

Beitrag von barbarelle 11.06.10 - 09:30 Uhr

Hallo Kat,

seit G8 stöhnen viele Realschullehrer darüber, dass es sehr schwer ist einen vernüftigen Unterricht abzuhalten.

1) Gibt es sehr viele Kinder die eigentlich auf's Gymnasium gehören, deren Eltern aber vor lauter G8 Panik die Kinder lieber auf die Realschule schicken.

2) Gibt es noch die Kinder die besser auf der Hauptschule aufgehoben wären, weil sie mit Biegen und Brechen noch den erforderlichen Notendurchschnitt von 3,0 erziehlt haben, von den Eltern auf die Realschule geschickt wurden.

Die Klassen sie sehr unhomogen, das bemängeln viele Lehrer. Das kann ich mir auch bei euch, durch den Wegfall der Hauptschule gut vorstellen. Vermutlich ist daher der Run auf das Gymnasium.

Grüße
Barbarelle

Beitrag von spyro74 11.06.10 - 09:32 Uhr

Denke weil es von der Politik so verlangt wird, die Kinder haben nicht mehr die Kindheit wie wir sie kennen, kenne genug Kinder schon in der 2ten Klasse, die Nachhilfe bekommen wo diese auf befriedigend stehen (wäre Realschule). Schaut euch doch mal die Politiker da oben an.

Aber das Handwerksbetriebe dringend Auszubildene suchen und darüber nachdenken diese aus dem Ausland zu holen, das sehen die Politiker und Eltern weniger, viele wollen das die Kinder studieren und einen "guten" Beruf erlernen. Das sind denke ich dann später die jenigen die teilweise kaum einen Job finden, weil sie überlaufen, ist genauso wie heut zu Tage Bürojobs. Ist meine Meinung.

Beitrag von ratzemann 11.06.10 - 09:45 Uhr

hallo!

wir hatten noch das große glück eine orientierungsstufe zu haben. da wechselte man nach der 4. klasse hin und machte dort die 5. + 6. klasse. erst danach wurde "aussortiert"!

jetzt ist es ja leider so das die kinder nach der 4. klasse gleich aufs gymnasium/real/ hauptschule wechseln.

ich geh mal von mir damals aus. ich wäre nach der 4. klasse auch sofort aufs gymnasium gekommen, mein zeugniss in der 4. war super gut.

allerdings sind ja die anforderungen dann auf der orientierungsst. viel höher gewesen und recht schnell konnte man sehen, wer wirklich aufs gymn. gehört und wer nicht.

also kam ich nach der 6. dann auf die realschule.

so war das hier bei uns in nds und ich finde es richtig doof das es diese OS nicht mehr gibt.

wir haben hier eine kleine dorfschule und oft wird bemängelt das unsere kinder, wenn sie dann in die nächst größere stadt auf die weiterführenden schulen gehen, eigentlich nichts können und sehr schnell sehr schlecht werden weil sie dem stoff nicht folgen können bzw. noch gar nicht alles durchgenommen haben was die "stadtkinder" alles schon können.

in der OS wurde halt langsam angefangen aber schnell gesteigert und dann richtig aussortiert so das wirklich nur die richtig guten schüler aufs gymnasium gekommen sind.

nach der 4. klasse haben halt viele schüler noch ein sehr gutes zeugnis und kommen dann aufs gymnasium, merken dann aber sehr schnell das sie nicht mitkommen.

hier gehen von ca. 20 schülern, die eine gym. empfehlung bekommen, mindestens die hälfte nach der 5. wieder ab.

ich bin dafür das die orientierungsstufe ganz schnell wieder angeschafft wird!!!!!!!!!

lg

Beitrag von h-m 11.06.10 - 09:51 Uhr

Ist das vielleicht nur Dein subjektiver Eindruck? Ich denke, es hängt auch sehr stark von der einzelnen Grundschule und deren "Klientel" ab.

Ich kam 1990 auf's Gymnasium und mit mir ca. die Hälfte meiner Klassenkameraden aus der Grundschule. Aus meiner Parallelklasse der Grundschule kam die andere Hälfte unserer 5. Klasse.

Meine Tochter kommt dieses in die 1. Klasse, ich hab mir mehrere Grundschulen angesehen. Ich habe eine Grundschule gewählt, wo auch immer ca. die Hälfte der Kinder eine Gymnasial-Empfehlung bekommen. In der unserer Wohnung am nächstgelegenen Grundschule sind es den Erfahrungswerten nach immer nur 2-3 Kinder.

Beitrag von ja-wer-schon 11.06.10 - 10:11 Uhr

Früher wurden die Kinder zum einen nicht so gefördert - mit mir hat niiee jemand Hausaufgaben gemacht oder gefragt, ob ich was nicht verstehe.
Zum anderen (so ist es wenigstens bei uns) sagen viele Eltern, soll er/sie es doch versuchen, abgehen kann er/sie immer noch, was jetzt aber nicht meine Einstellung vertritt.!!!
Und Hauptschüler genießen sowieso den Ruf, unterstes Niveau auf allen Ebenen zu sein. Also tritt für viele Eltern heute die Realschule an die Stelle wo früher, Hauptschule stand.
Hab einen Sohn auf der Hauptschule, einen am Gymnasium und hab, wenn mich jemand danach fragt, an welche Schule sie denn gehen, schon Reaktionen erlebt.... die willst du jetzt nicht wirklich wissen.

Dabei muß ich jetzt mal eins klar stellen: Mein "Hauptschüler" steht mit beiden Füßen im Leben, hat Spaß an der Schule und ich bin mir sowas von sicher, daß er seinen Weg findet....!!

Meine Tante sagte kürzlich, die Automechaniker würden ihr ja allesamt so leid tun, immer dreckig .... hab sie gefragt, wer ihr sonst den Ölwechsel machen würde...#rofl
LG
C.

Beitrag von anja1968bonn 11.06.10 - 10:26 Uhr

Hi,

zum einen denke ich, dass heutzutage schon der Schnitt für eine Gymnasialempfehlung niedriger ist - zu meiner Grundschulzeit (70er) sind wirklich nur die Kinder mit Noten 1-2 zum Gymnasium gegangen. Zum anderen war es damals aber auch kein Stigma, zur Real- oder Hauptschule zu gehen, für viele Eltern, die selbst keinen akademischen Hintergrund hatten, war es normal, dass ihr Kind nach der Schule eine Ausbildung macht.

Heute ist es die Erwartungen vieler Eltern, dass aus Kindern nur was werden kann, wenn sie das Gymnasium besuchen. Das ist sicher nicht richtig, aber durch die Schulpolitik wird den Eltern natürlich auch suggeriert, dass das so ist: Hauptschulen gibt es bei uns fast keine mehr, die Ausstattung ist schlecht, bei Realschulen sieht es nicht viel besser aus; die wenigen Gesamtschulen haben mehr Bewerber als Plätze; bei den Gymnasien hat man die Qual der Wahl, zudem gibt es viele private Einrichtungen mit guten Bedingungen für die Schüler.

Ob heute mehr Kinder scheitern als früher, weiß ich nicht; zu meiner Zeit hat keiner der Realschüler, die aufs Gymnasium gewechselt ist, das Abitur geschafft, auch sonst sind einige ohne Abitur abgegangen, und viele haben eine Ehrenrunde gedreht - aber da kenne ich die Vergleichszahlen nicht.

LG

Anja

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