Bin etwas ratlos! Tochter total scheu

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von ladyswoon 11.06.10 - 08:48 Uhr

Moin zusammen!

Ich habe folgendes "problem", meine Tochter (August 08) ist total scheu.
Sprich, wenn wir raus gehen und sie sich beobachtet fühlt spricht sie kein keinziges Wort, nicht mal ein laut oder irgend eine reaktion bekomm ich von ihr, höhstens ein Weinen wenn ihr es zuviel wird.

Das gestallt sich natürlich im Alltag recht schwer. Beim Einkaufen, Speilplatz, auf dem weg zum Kindergarten (der Große geht in den KiGa) darf sie keiner anschauen, nicht ansprechen ect.

Es tut mir irgendwie richtig leid und weh wenn ich sehe wie sie draussen ist, heißt wenn wir aus der Haustür sind.

Sie lacht dann nicht mehr, zeigt keinerlei freude, sondern hält immer den Kopf nach unten. Es kommt mir so vor als ob sie so läuft damit sie keiner sieht, so in der Art, wenn ich euch nicht sehe könnt ihr mich auch nicht sehen.

Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll, bin etwas ratlos!

Wir gehen regelmäßig in eine Krabbelgruppe. Mit den Kindern spielt sie etwas bzw redet sie auch mal aber soweit es ein Erwachsener es versucht ist alles vorbei.

Ich muss dazu sagen, früher war es noch schlimmer! Früher hat sie gleich immer einen heulkrampf bekommen wenn wir irgendwo waren. Also hat es sich schon etwas gebessert aber ich finde es ist so kein zustand!

Wäre über jeden Tipp dankbar!

LG
Karina mit Simon & Colleen

Beitrag von comfort 11.06.10 - 10:14 Uhr

Das kenne ich nur zu gut. Emma sprach bis sie gut 2 war auch mit niemandem ein Wort, den sie nicht schon sehr gut kannte.
Seit dem zweiten Geburtstag geht sie nun in die Kita und was soll ich sagen??? Seit drei Monaten, ganz plötzlich, quatscht sie JEDEN an (sie ist im September 2007 geboren).
Sie erzählt den Eltern der anderen Kinder, ob deren Kids geschlafen haben ob sie geweint haben, wann sie mit wem gespielt haben.... Man könnte also sagen, etwas zu viel des Guten #augen
Auch im Bus spricht sie plötzlich fremde Personen an und erzählt, was sie so am WE gemacht hat, oder wo wir jetzt hin fahren... #schwitz
Einerseits freue ich mich, dass sie nun nicht mehr die kleine schüchterne Maus ist, andererseits ist diese totale Umkehr natürlich auch nicht ganz das, was ich wollte. Muss ja nicht jeder Fremde immer gleich alles wissen. Aber gut, ich bin ja immer dabei und kann das ein wenig steuern. Werde mal die ersten "nicht mit Fremden mitgehen" Bücher besorgen, denn das ist jetzt meine größte Angst.
Wie die Zwerge es machen, es ist nie recht. Sind sie zu schüchtern sorgen wir uns, sind sie zu forsch sorgen wir uns ;-)
Also, keine Sorgen machen, es ergibt sich von selber. Deine Tochter wird ganz sicher ihren Weg gehen!!!

Beitrag von rheinhexe 11.06.10 - 10:25 Uhr

Juhu,

das selbe Problem haben wir auch... mein Sohn (Juli 08) ist ein kleines Plappermäulchen und tobt und lacht das mir das Herz auf geht...
aber draußen-KEIN WORT... er spielt, läuft rum.. aber wehe, es spricht ihn einer an. Dann kommt er direkt zu mir, will auf meinen Arm und vermeidet jeden Augenkontakt. Sind viele Kinder auf dem Spielplatz oder wo auch immer wir grade sind... wird er zum Beobachter... ich kann ihm Spiele zeigen wie ich lustig bin, es interessiert ihn nicht.... er will NUR beobachten.... ich hab erst gedacht das es daran liegt das ich Alleinerziehend bin, aber das ist es wohl nicht. Im Gespräch mit anderen Müttern habe ich erfahren das sich das von ganz alleine legt... einfach nur immer wieder animieren was zu sagen, MIT anderen Kindern zu spielen uuu... und so langsam wurd es besser... Hin und wieder rennt er auch schonmal auf Kinder zu, knuddelt und knutscht die und haut dann wieder ab #rofl.. leider hatten wir jetzt schon mehrfach den Fall das er wo mitspielen wollte (ich hatte mich so da drüber gefreut) und die Kinder ihn dann ignoriert haben oder ihn gar angebrüllt haben mit NEIN DU NICHT... und die Mütter haben nicht eingegriffen... könnte weinen bei sowas... da kommt er endlich mal aus sich raus und dann das #schmoll.. seitdem sind wir wieder am Anfang: BEOBACHTEN #schmoll
ABER: wenn er mit Kindern spielt die er öfters sieht, dann ist er so, wie ich ihn kenne.... tobt, lacht, teilt alles und redet wie ein Wasserfall #huepf

Beitrag von ziege125 11.06.10 - 13:36 Uhr

Hallo Karina,

das gleiche Problem hatten wir auch. Lia (Februar 08) war auch immer megaschüchtern. Sie durfte auch keiner ansprechen, geschweige denn anfassen oder ähnliches. Sie war sofort eingeschüchtert.

Aber seit Januar hat sie sich wahnsinnig verändert. Ist viel offener geworden und plappert wie ein Wasserfall.
Sie war im Januar 3 Wochen richtig krank, mit Magen-Darm-Virus und normaler Grippe lag sie flach. Nachdem sie sich wieder erholt hatte, merkte man einen heftigen Entwicklungsschub. In unserem Spielkreis kannte man sie kaum wieder, weil sie so offen geworden war.

Also, mach Dich nicht verrückt. Das kommt noch. Glaub mir. Sie braucht halt noch ihre Zeit.

LG
Silke mit Lia (die Gott sei Dank gerade schläft)

Beitrag von emilia72 11.06.10 - 15:02 Uhr

Hallo an euch alle,

ihr macht mir Mut. Ich hab auch so ein Exemplar - er ist allerdings schon 2 1/2 Jahre alt. Zuhause ein Wirbelwind - in Kontakt mit (vor allem Kindern) total scheu und zurückhaltend. Je mehr Kinder auf dem Spielplatz sind, desto länger hängt er an uns, bis er sich eine ruhige Ecke sucht, um dort alleine zu spielen.

Hatte vor ca. 2 Wochen auch mein Problem hier geschildert und um Rat gefragt und die 1. Antwort war, dass mein Kind sozialgestört und verkorkst wäre. Supernette und vor allem auch wertvolle Antwort #gaehn

Mein Gedanke war zuerst, er würde alle Kinder hassen. Aber er ist nur total scheu und unsicher. Hat er von mir, ich war als Kind genauso. Ich hoffe auch darauf, dass es besser wird, wenn er im Dezember in den KiGa kommt.

Ist aber super zu hören, dass man nicht alleine ist.

Chris

Beitrag von luzie2 11.06.10 - 22:52 Uhr

Hallo Karina,
unsere Gro0e, heute 8, war genauso. Schon als Baby hat sie sofort losgebrüllt, wenn nur jemand in den Kiwa geschaut hat. Es besserte sich nicht, sondern wurde eher stärker. Niemand, niemand durfte sie auch nur berühren. Was war das anstrengend z.B. beim Kinderturnen. Nur ich durfte ihr Hilfestellung geben, ansonsten hat sie verweigert. Sie war aber nur Erwachsenen gegenüber so scheu. Die Eingewöhnungszeiz ging im Kiga sehr schnell. Ruckzuck hatte sie viele Freunde und war auch bei den Kindern sehr beliebt. Mit den Erzieherinnen hat sie im ganzen ersten Jahr nicht gesprochen (nur ja + nein)!!!!! Ich kam einmal zufällig hinzu, wie sie im Winter schreiend in der Garderobe saß und sich fast übergeben mußte!!! Sie war 3,5J. und eine Erzieherin wollte ihr nur helfen, in den Overall zu steigen und die dicken Stiefel anzuziehen - Katastrophe hoch zehn! Wir mußten dann über 1 Jahr zur Ergo laufen - nix gebracht. Es kam von ganz allein. Es war, als hätte man einen Schalter umgelegt, und sie war ein anderes Kind. Allerdings war sie da schon 5J. Von jetzt auf gleich fing sie an zu sprechen, die Hand zu geben, zu erzählen......Ich hätte heulen können vor Freude! Heute muß ich sie oft bremsen, damit sie nicht ständig und überall dazwischen quasselt ;-). Sie ist aber sehr höflich und lieb dabei, nicht aufdringlich. Von Scheu kann man nun nicht mehr sprechen. Auch in der Schule klappt es wunderbar. Allerdings haben wir sie erst mit fast 7 eingeschult, was für sie genau richtig war.
Du kannst mich ja gern einmal anschreiben.

LG Kiki mit Fenja