Ich kann nicht mehr ... massive Schlafprobleme

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nelli76 11.06.10 - 08:58 Uhr

Ich muss nochmal schreiben, vielleicht habt ihr paar Tips für uns. Ich dreh sonst noch durch. #aerger siehe Problem unten


Hallo Ihr,

wir wissen nicht mehr weiter. Unsere Tochter (3 Jahre) kann zur Zeit so schlecht einschlafen. Das geht jetzt schon eine ganze Weile, dass sie abends vor 22 Uhr meistens nicht schläft. Sie ist ja müde. Aber es klappt einfach nicht. Sie ist dann sehr unruhig und zappelig. Ich muss auch jedes Mal mit ins Bett. Kein Händchenhalten, Geschichten erzählen, Rücken kraulen helfen.

Bei uns läuft ab Babyalter alles gleich jeden Abend ab. Also Abendbrot essen, Baden, Zähne putzen, Geschichte vorlesen dann ab ins Bettchen.

Aber warum schläft sie so schlecht ein. Heute wieder, um 22 uhr schlief sie dann endlich.

Das zerrt ganz schön an den nerven, weil man will ja am Abend auch mal seinen Feierabend geniesen, oder einfach mal einen Film schauen. Alles nicht möglich zur zeit.

habt ihr einen Rat für uns?

LG nelli

Beitrag von kaku77 11.06.10 - 09:05 Uhr

Hallo Nelli

Ich habe auch einen schwierigen „Schläfer“, bei uns ist es phasenweise auch wie von Dir beschrieben. Macht Deine Tochter denn noch Mittagsschlaf? Seit ich meinen Sohn mittags nicht mehr schlafen lasse, schläft er am Abend normalerweise sehr schnell ein. Was bei ihm auch hilft, wenn er vor dem Schlafen gehen badet. Das scheint ihn zu beruhigen.

Vielleicht ist ja irgendetwas anders in Eurem Alltag, was Deine Tochter nicht zur Ruhe kommen lässt?

Ansonsten würde ich sagen; viel Geduld haben, Ruhe bewahren, irgendwann klappt es wieder.

LG Karin

Beitrag von nelli76 11.06.10 - 09:20 Uhr

Ja sie macht in der Kita ihr Schläfchen. Am WE und im Urlaub lassen wir den Schlaf mittags schon seit ca. 1 Jahr weg.

Die Probleme haben wir jetzt seit paar Monate. Es reicht jetzt echt langsam.
Wenn man andere Eltern hört, die legen ihre Kinder ins Bett und gehen aus dem Zimmer, bei den klappt es ohne Gezeter und Getobe und Geschreie.

Nur bei uns nicht. heul

Baden geht sie abends auch. Aber helfen tut das anscheinend auch nichts.

Beitrag von kaku77 11.06.10 - 09:26 Uhr

Und wenn sie kein Mittagsschlaf macht, schläft sie abends auch so schlecht ein? Oder macht das ein Unterschied?

Ich weiss, ich habe solche Eltern auch immer beneidet. Bei uns ist das Thema schlafen seit Geburt ein Problem. Mein Sohn wird bald 4 und schläft immer noch selten mal eine Nacht durch.

Vielleicht könntest Du mal Bachblüten oder etwas Homöopathisches ausprobieren? Wir waren auch schon bei einem Ostopathen, da wurde das Schlafverhalten auch ein bisschen besser.

Hat Deine Tochter genug Bewegung den Tag durch?

Beitrag von perserkater 11.06.10 - 09:22 Uhr

Hallo

Hab hier das gleiche, Sohnemann war gestern erst um 23 Uhr eingeschlafen.#schwitz Seit der Zeitumstellung auf Sommer ist hier der Wurm drin, und jetzt bei der Wärme geht gar nichts mehr.

Am Mittagsschlaf liegt es nicht, egal ob er ihn macht oder nicht, es ändert (inzwischen) nichts mehr am abendlichen Einschlafen.

Er kann auch seit einem Jahr alleine einschlafen. Ich würde ihn ja auch wieder in den Schlaf begleiten wollen aber er ist kein bisschen müde und so quälen wir uns ja nur beide wenn wir im Bett rum liegen, er turnt und ich sauer werde.

Er ist am Morgen auch ausgeschlafen. Von daher ändere ich jetzt erst mal nichts. Ich schiebe es aufs Wetter bzw. auf eine dieser tollen Phasen.

LG

Beitrag von nelli76 11.06.10 - 09:25 Uhr

Die tolle Phase dauert ja nun schon seit paar Monaten an :-(

Und im Gegensatz zu deinem Sohn ist unsere ja müde. Die Augen sind schon ganz rot vom Reiben. Aber sie sagt immer sie kann nicht einschlafen.

Irgendwann dreh ich glaube durch.

Beitrag von giks 11.06.10 - 09:29 Uhr

Liebe Nelli,

Dein Beitrag hätte von mir sein können. Wir haben mit unserer Kleinen, fast 3, gerade genau dasselbe Problem. Normalerweise schläft sie problemlos alleine ein und durch, meist so von 8 bis 7, aber seit einer Woche oder so haben wir jeden Abend Theater.

Gestern haben wir sie schließlich erstmals noch einmal runterkommen lassen, und sie durfte noch bis 9.30 bei uns sitzen. Sie war putzmunter! Danach ist sie dann recht schnell eingeschlafen, aber war um 11 wieder wach, bis 2!!! Sie wollte die ganze Zeit kuscheln, hörte aber nicht auf zu zappeln, so dass ich kein Auge zugetan habe. Das schlaucht ganz schön, und ich bin fix und fertig.

Um 7 wieder wach wie immer, aber sooo eine schlechte Laune! (Und ich erst!!)

Das alles hilft Dir nicht weiter, aber manchmal tut es ja auch schon gut zu hören, dass man nicht alleine ist.

Hoffentlich geht diese Phase bei uns allen bald wieder vorbei!!

LG und viiieeel Geduld (und einen starken Kaffee),

Angelika

Beitrag von bine3002 11.06.10 - 09:37 Uhr

Zu warm? Nur noch mit Laken schlafen lassen.

Zu hell? Evtl. Decke vors Fenster klemmen.

Musst Du im Zimmer bleiben? Versuche sie daran zu gewöhnen, alleine einzuschlafen. Vielleicht lenkt deine Anwesenheit zu sehr ab. Ist bei uns auch so.

Ansonsten durchhalten, das wird wieder. Wir hatten (und haben) solche Phasen immer wieder mal.

Beitrag von nelli76 11.06.10 - 09:59 Uhr

Ja warm ist es im Moment tierisch, aber wo noch kühl war hatten wir das gleiche Theater. Also daran liegt es schon mal nicht. ;-)

Haben hell und dunkel ausprobiert. Fehlanzeige.

Ja muss im Zimmer/Bett bleiben, sonst droht eine Heulatacke, sie steigert sich dann so rein, dass sie fast bricht. :-[ Sie will nicht alleine sein.

So ein kleiner Braten!

Beitrag von sunny42 11.06.10 - 11:00 Uhr

Na dann hat sie euch ja wunderbar im Griff ;-)

Sie weiß inzwischen, wenn sie eingeschlafen ist geht ihr raus.
Sie möchte gerne jemanden bei sich haben ...
also hält sie sich wach, dann bleibt ihr ja da.

Vielleicht ist es also wirklich ein hausgemachtes Problem.
Ich würde sagen: ich bleibe 10 Minuten bei Dir und dann
gehe ich raus. Außerdem kannst Du Dich darauf verlassen,
dass ich immer wieder nach dir schaue.
Das gibt bestimmt Theater aber wenn sie merkt, dass wirklich immer
wieder jemand ins Zimmer schaut ob alles in Ordnung ist,
dann wird sie auch alleine schlafen.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von nelli76 12.06.10 - 20:48 Uhr

Danke für den Tipp. Ich werds versuchen.:-D

Beitrag von binnurich 11.06.10 - 10:17 Uhr

zu warm
zu hell
Fernsehen am Abend
zu lange Mittagsschlaf oder überhaupt Mittagsschlaf


bei uns hat geholfen:
zeitiger ins Bett
erst ein wenig sich still beschäftigen
dann kommt Mama zum Vorlesen
dann liegen bleiben ggf. Buch anschauen und bei Dämmerlich und offener Tür einschlafen


ABER

ich denke, im Sommer ist es normal später einzuschlafen.
außerdem ist sie doch erst 3, bei uns wurde es mit reichlich 4 Jahren erst besser bis gut. Jedes Kind ist anders.

Beitrag von schnabel2009 11.06.10 - 12:21 Uhr

Ich selber hatte nach Alex Geburt wahnsinnige Schwierigkeiten einzuschlafen. Ich war totmüde, lag aber teilweise 4-5 Stunden wach bis ich schlief.
Ich habe 2 mal 5 Kügelchen Coffea D6 genommen vor dem zu Bett gehen und nach 3 Tagen war der Spuk vorbei.
Ich weiß nicht, ob man Kinder das auch geben kann, kannst Dich ja mal erkundigen.

LG schnabel

Beitrag von nudelmaus27 11.06.10 - 13:10 Uhr

Hallo!

Macht sie denn noch Mittagsschlaf, wenn ja könnte es sein, dass sie abends echt noch nicht müde ist!
Ich war auch immer der Meinung, dass unsere Tochter mittags müde ist, wenn sie sich die Augen reibt und manchmal garnichts essen will, weil sie angeblich müde ist aber schlafen tut sie dann trotzdem nicht und schaden tut es ihr nicht.

Ansonsten falls sie schon keinen Mittagsschlaf mehr macht, kann es einmal sein, dass sie zu spät im Bett ist und der Punkt dann schon überschritten ist und sie dann nicht zur Ruhe kommt (unsere geht ohne Mittagsschlaf spätestens 19 Uhr ins Bett). Oder aber sie hat den Dreh halt raus, wenn ich schreie dann bleibt die Mama oder kommt wieder. Dann musst du handeln. Gehe konsequent raus und sage ihr, dass du gleich nochmal gucken kommst, dann weite den Abstand des Hingehens immer mehr aus. Sollte sie dann aufstehen und schreiend hinter dir herrennen, schicke sie konsequent ins Bett. Wir haben unserer dann immer gesagt, wenn sie nicht damit aufhört, können wir garnicht mehr gucken kommen,weil wir dann zu müde dafür sind. Jetzt ist es so, dass sie jeden Abend im Bett fragt ob wie nochmal kommen und wenn wir es versprechen, schläft sie ganz schnell ein.

Ich denke das sind Phasen, wo man leider leider konsequent dranbleiben muss. Ich persönlich würde mich nicht jeden Abend mit hinlegen, denn irgendwann sind auch mal die Eltern dran und nicht immer nur die Kinder.

Gruß, Nudelmaus

Beitrag von zahnweh 12.06.10 - 00:18 Uhr

Hallo,

hast du sie mal gefragt, ob sie etwas bedrückt? Ob sie Angst hat, wenn ja vor was?
Gibt es für sie gerade eine Umstellung im Leben (kindergarten/neue Freunde/Umzug/Geschwisterchen/neues im Alltag/... gab es ein größeres Ereignis zu der Zeit als es losging?

Ich selbst war als Kind eine sehr schlechte Schläferin (zu mindest was die Abendstunden anging). Ich hatte ganz große Schwierigkeiten den Tag zu verarbeiten. Da ging mir so vieles durch den Kopf. Harmloses aus Erwachsenenaugen, dramatisches in Kinderaugen...

Was ich ganz viel gebraucht hätte, war Nähe. Allein einschlafen ab ca. 8 Jahren führte dazu, dass ich meine Ängste in mich hineinfraß und im dunkeln dann halt bis Mitternacht wach lag und mich alleine quälte...

Viel Nähe und viel ausstrahlende Ruhe und auch mal in Ruhe den Tag durchsprechen ohne Programm.
Meine Mutter stand abends schon vorher unter Strom, weil sie das und jenes noch erledigen wollte und ja auch nicht schlief. Dass sie mal ihre Ruhe haben wollte, kann ich schon verstehen. Allerdings hat sich ihre Anspannung voll auf mich übetragen und zusätzlich zu meinem Tagesverarbeitungsprozess hatte ich immer mal wieder das ungute Gefühl, dass ich mit ihrer Unruhe zu tun habe.
Wenn ich bei meiner Oma schlief, ging es wunderbar. Ich durfte zu ihr ins Bett kuscheln und sie hat mir vorgelesen, war sowieso ruhiger, weil sie keinen Alltag mit mir hatte (ich war ein Wildfang total).
Auch gut einschlafen konnte ich, wenn ich im Wohnzimmer mit dabei sein durfte. Einfach mitten im Geschehen und dann von selbst auf dem Sofa, bis ich ins Bett getragen wurde. Am Wochenende mal erlaubt und mit nicht mehr tragbar vorher ermahnt, ins Bett zu gehen...

Bei meiner hab ich's zum Glück leichter. Sie geht zwar selten vor 21 Uhr ins Bett (wenn vorher, ist sie 5 Uhr früh wach), aber wenigstens nicht müde. Sie darf dann neben mir spielen bis sie müde ist und dann bringe ich sie ins Bett.

Dass du am Verzweifeln bist, glaub ich dir sofort. Würde mich auch über Feierabend freuen. Allerdings tut es uns beiden besser, wenn ich mich nach ihr richte und nicht nach der Uhr...

Wenn sie müde ist und sich die Augen schon reibt und nicht zur Ruhe findet, sagt sie dann schon manchmal was dazu?
Klar, sprachlich ist das in dem Alter noch sehr schwierig, die ganzen Gefühle und so zuzuordnen... bei meiner merk ich dann grade in so stressigen Situationen, dass sie mir ganz leise in ihren Worten sagt, was sie wirklich braucht, was ich aber schon x-mal überhört habe und erst merke, wenn ich kurz vor'm explodieren oder mit meinem Latein am Ende bin...
Wenn ich sie frage, sagt sie mir auch manchmal erstaunlich gut, was zu was bewogen hat...

Beitrag von nelli76 12.06.10 - 20:53 Uhr

Danke für Eure Tipps. Werde das eine oder andere beherzigen und ausprobieren.

Schönen Abend euch noch.

LG Nelli