Schlafterror am abend

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von radieschen74 11.06.10 - 22:19 Uhr

.. ich bin langsam am verzweifeln... Greta ist jetzt 21 Monate alt, eigentlich ist sie immer gut ins Bett gegangen. Meist so gegen 19.30 Uhr. Dann hat sie noch ein bißchen vor sich hin gebrabbelt und dann war spätestens um 20 Uhr Ruhe und sie schläft dann auch bis morgens gegen 8 uhr durch. Aber seit ein paar Wochen, ist es abends die Hölle. Sie dreht nach dem Abendessen nochmal richtig auf und wenn ich sie dann gegen 19.30 uhr ins Bett bringe, ist nur Geheule, sobald ich aus dem Zimmer gehe, fängt sie an zu heulen und ruft ununterbrochen nach Mama oder Schnuller.
Dann dauert es manchmal fast ne Stunde bis sie endlich einschläft.
Hab auch schon versucht sie später ins Bett zu bringen, aber dann verschiebt sich das ganze nur nach hinten. Heut war es dann schon 21.15 Uhr bis endlich Ruhe war, sie bäumt sich dann im Bett auf und will den Schnuller nicht und ihr geliebtes Schlafschaf schleudert sie auch weg.

Was soll ich nur machen. Mittagsschlaf ist überhaupt kein Problem, sie ißt und schläft dann sofort ein, wenn ich sie hin gelegt habe. Nach 1 h30 wecke ich sie dann, weil ich denke, wenn ich sie länger liegen lasse, wird es abends noch schlimmer.

Kann mir irgendjemand helfen oder mir nen Tipp geben, was ich ausprobieren kann??
Ich mußte noch nie bei ihr im Zimmer bleiben zum einschlafen. Denn wenn ich bleibe, ist sie bester Laune und macht späßchen mit mir und es ist erst recht nicht an schlafen zu denken.

Ich danke schon jetzt für eure Ratschläge.

Beitrag von londonaftermidnight 11.06.10 - 22:24 Uhr

Hallo,helfen kann ich leider nicht,aber bei meinem jüngsten,20 mon. ist es seit zwei tagen genauso schlimm abends,mittagsschlaf klappt auch wie immer.ich hoffe du bekommst gute tips oder woran das liegen kann,dann weiß man zumindest warum es so schlimm ist momentan mit dem schlafen.lg michaela

Beitrag von maschm2579 11.06.10 - 22:50 Uhr

Hallo,

bei uns ist es auch seit ein paar Wochen ganz schlimm. Heute bin ich richtig wütend geworden weil ich selber müde und kaputt war.
In der regel will sie 10x Wasser trinken
dann sucht sie den Nuckel
dann ist die Bettdecke verrutscht (sie schläft mit Schlafsack u decke)
dann will sie sich umdrehen und ich muß sie zudecken
etc...
und neuerdings kommt noch dazu das sie einfach keine lust hat zu schlafen.

Ich kann langsam nicht mehr und bin total kaputt. Sie ruft nachts auch wenn Ihr irgendwas nicht paßt.

Ich habe ihr jetzt erklärt das sie ruhig rufen soll und nicht schreien. und wenn Sie mich noch einmal wegen des besch... Nuckels ruft,sind alle wg.
Das klappt seit 2 Wochen. Sie hat 10 Nuckel im Bett und findet immer einen.

Bin gespannt was für Tipps kommen....

Beitrag von christianeundhorst 11.06.10 - 23:40 Uhr

Hallo Du,
als erstes würde ich mal versuchen sie mittags NICHT zu wecken. Viele Kinder ( Frieda auch ) schlafen nachts gut wenn sie mittags auch gut geschlafen haben.
Dann kann ich Dir einen guten Tip geben: Bleib bei Deinem Kind und begleite es in den Schlaf! Dein Kind selbst sagt Dir schon was es braucht um gut einschlafen zu können :" sobald ich aus dem Zimmer gehe, fängt sie an zu heulen und ruft ununterbrochen nach Mama oder Schnuller. "
Dann bleibe bei ihr und gehe erst wenn sie richtig schläft! Ich garantiere Dir, daß Du kein Theater mehr haben wirst!
Diese Zeit ist was entspannendes und Schönes und wenn Du es ehrlich versuchst wirst Du es selber auch geniessen.
Es wird 4-6 Tage brauchen bis es sich eingespielt hat, aber spätestens dann wirst Du aufatmen können:-)

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 23 Monate

Beitrag von voerena 12.06.10 - 00:04 Uhr

probier es doch mal aus, was passiert, wenn du sie so lange mittags liegen lässt, bis sie von sich aus aufwacht... du weißt ja wie viele stunden sie sonst wach ist zwischen mittags- und abendschlaf. lass ihr genau diese zeit, bis es abends dann ins bett geht. und wenn sie 1.000 wünsche hat, dann fertige doch mal "mama-karten" an. sie bekommt z.b. 3 karten (die du auch mit ihr gestalten kannst). wenn sie nochmal aufs klo muss und ein küsschen/ kuscheln mag, dann "kostet" das eine karte. wenn die karten aufgebraucht sind, dann ist schlafenszeit und die extrawürste sind gegessen. natürlich gehst du zu ihr, wenn es ihr nicht gut geht. aber in erster linie geht es darum, dass sie auch deine grenzen erkennt. und das kann man dem kind mit den karten sehr gut visualisieren. die karten werden nach verbrauch dann auch tatsächlich abgegeben, sodass das kind auch wahrhaftig sieht, wie viele karten es noch hat. du könntest mit 5 karten starten und sie im laufe der zeit reduzieren (nach ein paar tagen nur noch 4 karten etc...)

aber vielleicht versuchst du es tatsächlich mal mit dem schlafen lassen um die mittagszeit. glaub deiner tochter, denn sie schläft so lange, wie sie es tatsächlich braucht!

liebe grüße :-)

Beitrag von lk77 12.06.10 - 11:25 Uhr

Hallo!

Als Mutter von 3 Kindern kommt mir das Ganze nicht unbekannt vor...;-)

Meiner Meinung nach kommen in diesem Alter gewisse Ängste auf.

Das ist normal.

Die Kleinen versuchen dann durch ihr "Genörgel", durch "nochmal was trinken", ect. das Einschlafen zu vermeiden und verschaffen sich durch diese "Marotten" Sicherheit.

"Wenn ich nach Trinken rufe, nach dem Nukki, kommt dann Mama?"

Ja und dann kommt Mama natürlich auch.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Kinder brauchen Sicherheit, dass Mama kommt, da ist.

Für mich ist es keine Lösung endlos lange am Bettchen zu sitzen.

In dem Alter kann man mit Kindern sprechen und oftmals sind sie froh, wenn sie im Gespräch feststellen, dass ihre Angst, die sie selbst nicht in Worte fassen können, endlich ausgesprochen wird.

Ich habe es so gemacht:

Ich habe meinen Kleinen erzählt, dass ich als kleines Kind auch Angst hatte.
Meine Mutter hat ein Nachtlicht für die Steckdose gekauft und die Tür weit aufgelassen.
Ich konnte die Geräusche hören, die sie machte wenn sie noch im Haushalt hantierte, das hat mich beruhigt.

So wusste ich, sie ist da.

Und sie hat mir gesagt, dass sie mich hört wenn ich sie rufe.

Gerade das wurde von meinen Kleinen natürlich getestet.

Ich habe dann geantwortet, dass ich sie höre und da bin, dass sie ganz beruhigt einschlafen können.

Jetzt erzählen sie mir abends schon:

Mama, wenn was ist, dann hörst Du uns und wir hören ja auch dass Du da bist.

Das Thema ist damit also, vorübergehend, erledigt.

Bis zur nächsten Angstwelle, die ja in den verschiedenen Entwicklungsstufen normal sind.

#winke Alles Gute!

lk77

Beitrag von radieschen74 13.06.10 - 11:44 Uhr

Vielen Dank für eure antworten, ich werde das ein oder andere mal ausprobieren.
Das mit dem Licht habe ich auch schon gemacht und es hat auch tatsächlich geholfen, sie war dann ruhig und hat noch ein bißchen rum gequasselt und irgendwann war dann Ruhe.

Danke nochmals.