Petition gegen Diätenerhöhung der niedersächsischen Abgeordneten

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von similia.similibus 12.06.10 - 12:14 Uhr

Wer sich über die Dreistigkeit (Diätenerhöhung von 7 % ) dieser Politiker auch so ärgert wie ich, der möge doch hier die Petition unterzeichnen! http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/12389047

LG
simsim

Beitrag von marion2 12.06.10 - 13:44 Uhr

Hallo,

weißt du, was von so einer Diät alles bezahlt wird?

So eine Erhöhung verliert an Schrecken, wenn man sich das Mal genauer ansieht.

Gruß Marion

Beitrag von similia.similibus 12.06.10 - 13:49 Uhr

Dann klär mich doch mal auf!

Beitrag von fred_kotelett 12.06.10 - 13:52 Uhr

Findest du 5800€ zuviel für einen Landagsabgeordneten.

VG

Beitrag von similia.similibus 12.06.10 - 13:58 Uhr

Angesichts der Planung der Bundesregierung ein Sparprogramm in Millardenhöhe durchzuziehen, finde ich es mehr als dreist, wenn sich unsere Abgeordneten im gleichen Moment eine Diätenerhöhung von 7% genehmigen!

Beitrag von fred_kotelett 12.06.10 - 14:00 Uhr

Da stimm ich dir teilweise zu, der Zeitpunkt ist schon unglücklich gewählt.

Auf der anderen Seite finde ich die Höhe der Diäten in Niedersachsen jetzt nicht wirklich abgehoben. Meiner Meinung nach sollte man die Diäten eher deutlich erhöhen um auch gute Leute für ein Mandat gewinnen zu können.
Vollpfeifen haben wir schon genug im Parlament.

Beitrag von canadia.und.baby. 20.06.10 - 09:50 Uhr

ja!

Beitrag von grafzahl 12.06.10 - 14:04 Uhr

Die Diätenerhöhung ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie weit sich die Damen und Herren in den Parlamenten inzwischen von den Wählern entfernt haben.

Ich bin übrigens niemand, der meint, Politiker seien überbezahlt. Wenn man gute Leute in der Politik haben will, muss man sie ordentlich bezahlen. Bezahlt man sie zu schlecht, bekommt man den letzten Rotz.

Aber welcher Teufel hat die niedersächsischen Landtagsabgeordneten geritten, diese Diätenerhöhung JETZT durchzupauken?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Diäten der niedersächsischen Landtagsabgeordneten ins Verhältnis zu den Renten zu setzen:

01.07.1990 20,24 € zu 3.835 €
01.07.1993 22,75 € zu 4.857 €
01.07.1999 24,69 € zu 5.098 €
01.07.2009 27,20 € zu 5.595 €
01.07.2010 27,20 € zu 5.800 €
01.07.2011 27,20 € zu 6.000 €

Der Wert links ist jeweils der sog. Rentenwert, der multipliziert mit den Entgeltpunkten die Rente ergibt. Den Rentenwert für 01.07.2011 habe ich geschätzt und dabei unterstellt, dass es nach der Nullrunde in 2010 auch in 2011 eine Nullrunde für die Rentner geben wird.

Wenn man die Zahlen betrachtet, ist die Diätenerhöhung - mal abgesehen vom "unglücklichen" Zeitpunkt eine Frechheit.

Beitrag von similia.similibus 12.06.10 - 16:00 Uhr

#danke

Beitrag von zeitblom 16.06.10 - 08:43 Uhr

naja, was Du aufzeigst, ist lediglich der bekannte Fakt, dass wir ein Rentenproblem haben. Immerhin sind auch diese um fast 35% gestiegen. Eine Erhöhung um fast 55% in 21 Jahren finde ich nicht besonders skandalös. Viele werden mindestens die gleiche Erhöhung erhalten. Und wer 1990 einen Beruf angefangen hat, wird sehr wahrscheinlich heute deutlich über 100% erhalten....

Beitrag von .doctor-avalanche. 16.06.10 - 11:42 Uhr

"Viele werden mindestens die gleiche Erhöhung erhalten. Und wer 1990 einen Beruf angefangen hat, wird sehr wahrscheinlich heute deutlich über 100% erhalten.... "

Träum weiter!


http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/politikdebatte/ifospezial/Mindestlohn_container/ifosd_2007_19_3.pdf

Beitrag von ong_xa 16.06.10 - 12:55 Uhr

Bist Du sicher, dass Du diesen Link bringen wolltest?
Die Argumentation von Prof. (Un)Sinn spielt doch eher Deinem Diskussionspartner in die Karten - auch wenn sie fehlerhaft ist.

Beitrag von .doctor-avalanche. 16.06.10 - 13:25 Uhr

Der Herr (Un)Sinn ist nun wirklich kein arbeitnehmernaher Vertreter. Seine Zahlen sind daher umso nützlicher, diesen Unfug zu widerlegen, die Löhne in D hätten sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt.

Aber ein einfaches Rechenbeispiel hätte dem Verfasser, dem ich widersprochen habe, selbst einfallen können: 100% Lohnsteigerung in 20 Jahren bedeutet 5% im Schnitt jedes Jahr.

Wo und wann gab es derartige Lohnsteigerungen von 5%/Jahr das letzte Mal - ausser bei den Eisenbahnern?

Beitrag von zeitblom 16.06.10 - 13:38 Uhr

1. entspricht eine Verdopplung in 20 Jahren einer jährlichen Steigerung von etwa 3,5%.
2. gehe ich davon aus, dass ein Berufsanfänger nicht bei seinem Anfangsgehalt stehen bleiben wird, also sowohl Tariferhöhungen als auch Tarifgruppenerhöhungen erhalten wird.
3. ich jedenfalls, und mit mir alle mir bekannten Kollegen, die um 1990 zu arbeiten anfingen, bekomme 2010 weit mehr als 100% von 1990. Da finde ich eine 53% Erhöhung der Diäten in 20 Jahren nicht übertrieben hoch.

Beitrag von ong_xa 16.06.10 - 14:25 Uhr

zu 2.:

Du machst einen Fehler, wenn Du den Berufsanfänger von 1990 mit dem
etablierten Facharbeiter von 2010 vergleichst. Korrekterweise muss man den Berufsanfänger von 1990 mit dem Berufsanfänger von 2010 und den
Facharbeiter von 1990 mit dem Facharbeiter von 2010 vergleichen.

Beitrag von zeitblom 16.06.10 - 14:59 Uhr

Zugegeben, aber nur weil ein frischer Abgeordneter ebenso bezahlt wird wie einer, der bereits 20 Jahre im Parlament sitzt. Insofern hinkt jeder Vergleich.... doch am stärksten der mit dem Rentner.

Beitrag von ong_xa 16.06.10 - 15:35 Uhr

Die bezahlungsmässige Unterscheidung zwischen dem frischen Abgeordneten und dem Altgedienten dürfte sich in Funktionsbezügen und Bezügen aus Nebentätigkeiten ausdrücken - aber Du hast recht, die Vergleiche sind immer ambivalent.

Beitrag von nobility 18.07.10 - 15:41 Uhr

" Wenn man gute Leute in der Politik haben will, muss man sie ordentlich bezahlen. Bezahlt man sie zu schlecht, bekommt man den letzten Rotz. "


Ich finde unsere Politiker verdienen einen Spitzenlohn und ihre Pensionen sind Traumhaft. Wo aber ist ihre Leistung, mal abgesehen von ihren Lügenkonstruktionen, für uns Bürger ?

Ihre Leistungen sind zu niedrig und der Lohn zu hoch. Während in der Arbeitenden Gesellschaft immer mehr Leistung bei immer niedrigerem Lohn unter ständiger Androhung von Arbeitslosigkeit gefordert wird.

Hier ist ein Korrektur dringend erforderlich. Sparen fängt von oben an, nicht von unten!

Beitrag von .doctor-avalanche. 12.06.10 - 14:10 Uhr

Ob diese gerechtfertigt ist, darüber kann man streiten. Allgemeines Politiker-Bashing hinsichtlich Diäten ist häufig populistisches Geschwafel.

Aber das die das JETZT machen, hat schon leicht suizidale Tendenzen, v.a. für CDU/SPD/FDP?

Da frgst man sich wirklich: Sind die so dermaßen dumm, so dreist, so unsensibel.......Was geht bin diesen Köpfen nur vor? Wenn da in dem Moment überhaupt etwas vorgeht.......

Beitrag von fred_kotelett 12.06.10 - 14:17 Uhr

Ich denke es ist einfach ein indiz für die komplette Entkopplung der Politiker vom "wirklichen" Leben.

Ansonsten hätte man die Erhöhung auf einen glücklicheren Zeitpunkt vertagt.

Beitrag von similia.similibus 12.06.10 - 16:02 Uhr

Zitat: "Da frgst man sich wirklich: Sind die so dermaßen dumm, so dreist, so unsensibel.......Was geht bin diesen Köpfen nur vor? Wenn da in dem Moment überhaupt etwas vorgeht......." Zitat Ende


#pro

Beitrag von prometheus 13.06.10 - 08:57 Uhr

Wie war das ???????

Mehr Netto vom Brutto ?

Die gehen mit gutem Beispiel vorran.

Ich hab nichts gemerkt davon

Beitrag von seelenspiegel 14.06.10 - 13:59 Uhr

Ich finde sowieso, dass ein Arbeitnehmer nicht unbedingt selbst bestimmen können sollte, wie viel er verdient.

So etwas gibt es in keiner anderen Branche ausser der Politik.

Da die Politiker eigentlich dafür da sind, FÜR das Volk zu arbeiten, sollte auch durch einen Volskentscheid über die Entlohnung abgestimmt werden, oder wenigstens die Diäten nach erzielten Erfolgen bezahlt werden.

Als Grundlage könnte die Staatsverschuldung dienen, deren Abbau ja momentan durch die neuen Sparmaßnahmen vorrangiges Ziel sein soll....was ich im Moment noch vehement bezweifle.

Die Schönrechnerei von Merkel und Co. fällt langsam jedem Depp auf, und reelle Ergebnisse stehen in den Sternen.

Beitrag von gustav-g 15.06.10 - 18:41 Uhr

Versteht ihr denn nicht, dass Politiker in dieser Krise eine höhere Last an Verantwortung tragen müssen?

Versteht ihr nicht, dass es für die Entscheidungsträger sehr schmerzhaft ist, der Bevölkerung Opfer abzuverlangen?

Ihr Ahnungslosen gönnt euren Politikern das kleine finanzielle Trostpflaster nicht! Die meisten Mandatare sind sich einig, dass die Erhöhung der Diäten notwendig ist.

Erinnert euch - ihr habt die Besten gewählt, die ihr kennt! Wie soll einer eure Interessen gut vertreten können, wenn ihm das nicht einmal für seine eigenen Interessen gelingt?
#kratz



Beitrag von snowy 15.06.10 - 23:13 Uhr

Und was genau soll das bringen?
Hat eine Petition in so einem Bereich schon mal etwas gebracht?
Interessanter wäre, dass von jemanden mit einem solchen Monatseinkommen auch Leistungen abverlangt werden und man nicht nur mit Anwesenheit zu glänzen hat.

Einfach nur egen die Höhe eine Petition in die Weg zu leiten ist nach meiner Meinung sinnfrei. Man sollte schon genau aufschlüsseln wo hier der Fehler im System ist und nicht pauschal damit kommen dass es in diesen Zeiten nicht ok ist.

#snowy

  • 1
  • 2